Leaders in Exchange – Ein Perspektivenwechsel, der verbindet!

Wie funktioniert Führung in Schule und Wirtschaft? Wie muss sich Führung zukünftig verändern und was können beide Seiten voneinander lernen? Der Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Zürich (VSLZH) lanciert das Angebot «Leaders in Exchange – Zukunftsfähige Führung in Schule und Wirtschaft». Anja Herde stellt das Projekt vor.

Bildung und Wirtschaft stehen vor grossen gesellschaftlichen Herausforderungen, durch die sich unsere «Lern- und Arbeitswelt hochdynamisch, exponentiell beschleunigt verändern wird»[1]. Wie können sich Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen zukunftsfähig aufstellen? Vor allem Führungspersonen dieser Systeme sind angehalten, den Wandel aktiv zu gestalten und neue Herangehensweisen sowie Lösungswege zu entwickeln. Oft stehen sich jedoch Führungspersonen ihren Herausforderungen allein gegenüber. Wie können wir also Bildung und Wirtschaft enger verzahnen, Silos öffnen und Potenziale für die Zukunft freisetzen? Leaders in Exchange – Ein Perspektivenwechsel, der verbindet! weiterlesen

Spannungsfelder zwischen Schulmanagement – Digitalisierung – Schulentwicklung

In den letzten drei Jahrzehnten haben digitale Medien Einzug in alle Bereiche des Lebens und Arbeitens gehalten. Auch die Führung von Organisationen ist heute in vielen Fällen eng verbunden mit der Nutzung digitaler Technologien. Woran kann es auf dem Weg zum digitalen Schulmanagement haken? Pierre Tulowitzki und Julia Gerick zeigen drei Spannungsfelder im Verhältnis Schulmanagement – Digitalisierung ­– Schulentwicklung auf. Spannungsfelder zwischen Schulmanagement – Digitalisierung – Schulentwicklung weiterlesen

European Conference Educational Research ECER

Jeweils im September findet die Europäische Konferenz für erziehungswissenschaftliche Forschung statt. Neben vielen Teildisziplinen gibt es auch einen Themenstrang zu Educational Leadership. Kolleginnen und Kollegen teilen mit uns ihre Eindrücke vom diesjährigen ECER.

Schon fast wie bei einem Klassentreffen versammeln sich alle europäischen Forschende – und auch viele Kolleginnen und Kollegen aus Übersee – im Bereich Schulführung und stellen sich während vier Tagen ihre neusten Forschungsprojekte und -resultate vor. Dieses Jahr war die Universität Hamburg Gastgeberin der ECER.

Niels Anderegg hat Kolleginnen und Kollegen gebeten, in einem kurzen Beitrag etwas mit uns zu teilen, dass sie für sich an der ECER entdeckt haben. So erhalten wir ihre Eindrücke und einen Einblick in die verschiedenen Forschungsprojekte.

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Rezension: Standards für eine inklusive Schule

In der neusten Ausgabe der Schweizerischen Zeitschrift für Heilpädagogik ist der Artikel «Standards für eine inklusive Schule» von Cédric Blanc erschienen. Niels Anderegg fasst die für ihn wesentlichsten Inhalte des Textes zusammen und teilt seine Gedanken dazu.

Bis anhin kannte ich nur die von Vera Moser in ihrem Buch «Die Inklusive Schule» vorgeschlagenen Standards. Ich war gespannt, welche Standards von einem Schweizer Autor vorgeschlagen werden. Cédric Blanc ist Vizepräsident von Integras, dem Schweizerischen Fachverband für Sozial- und Sonderpädagogik. Die in seinem Artikel präsentierten Standards wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachpersonen von Integras entwickelt.

In der Einleitung des Artikels verweist Cédric Blanc auf die Entwicklungen, welche die Integration beziehungsweise Inklusion in den letzten 50 Jahren, sowohl national wie auch international, durchlaufen hat. Das Anliegen von Blanc ist eine Schule für alle: «Integrative Schulen gehen vom Grundsatz aus, dass alle Schülerinnen und Schüler einer Gemeinschaft im Rahmen des Möglichen gemeinsam lernen sollen, unabhängig von ihren Behinderungen und Schwierigkeiten» (Blanc 2019, 8). Inklusion versteht er als «ein Prozess, der nie zu Ende ist. Sie ist ein Grundrecht» (ebd., 14).

Standards für eine inklusive Schule gezielt einsetzen Rezension: Standards für eine inklusive Schule weiterlesen

Was der neue Kinofilm«Systemsprenger» aufzeigt

In dem aktuellen Kinofilm «Der Systemsprenger» geht es um die neunjährige Benni. Schwer traumatisiert reagiert sie mit kaum nachvollziehbarer Aggressivität. Egal wohin sie hinkommt, ob zur Pflegefamilie oder in die Sonderschule, sie wird wieder rausgeworfen. Der Zuschauer erlebt die Ereignisse aus ihrer Perspektive. Eckart Störmer, Schulleiter Tagesschule Oberglatt, beschreibt, warum er den Film empfiehlt.

Rasant und intensiv, beschreibt der Film «Systemsprenger» aus der Perspektive der jungen Benni. Wie sie ohne Zögern eine Gruppe Jungs angreift, wie sie ausrastet, wie sie Scheiben einschlägt und immer wieder davonrennt. Aber auch, ihre Suche nach Nähe, ihre Sehnsucht nach ihrer Mutter und die tiefe Enttäuschung, wenn diese wieder ein Treffen absagt.

Ebenso werden die Erwachsenen in ihrem Engagement und ihrer Hilflosigkeit sehr menschlich gezeigt. Den Zuschauer lässt der Film gerührt und betroffen zurück. Was der neue Kinofilm«Systemsprenger» aufzeigt weiterlesen

Wie Forschung für Führungspersonen sinnvoll sein kann

Grosse Werkstatt Schulführung – Schulentwicklung und Diplomierung des ersten DAS Schulführung Advanced

Während des einjährigen Durchlaufs des DAS Schulführung Advanced findet in den frühen Abendstunden vier Mal pro Jahr ein zweistündiger Austausch mit einem spannenden Thema eines geladenen Referenten statt. In diesem neu entwickelten Format «Werkstatt» tauschen sich DAS-Teilnehmende, Forschende, Praktizierende und Dozierende aus, welche sich für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Schulführung – Schulentwicklung interessieren.

Forschende stellen ihre Projekte vor und diskutieren mit Schulleitungen und Dozierenden ihre Ergebnisse. Praktizierende erhalten für ihr Führungsverhalten und ihre Schulentwicklungsprozesse relevante und handlungsorientierte Erkenntnisse. Forschende nehmen wichtige Aspekte aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz der Praktizierenden in die Planung, Ausrichtung und Interpretation ihrer Forschung auf. So kann die wichtige Verzahnung von Wissenschaft und Praxis gelingen. Eine Win-Win-Situation! Wie Forschung für Führungspersonen sinnvoll sein kann weiterlesen

#3:  Über Scheitern und Skills – Warum Raketen explodieren (müssen!)

#3 «Über Scheitern und Skills» heisst der dritte und letzte Teil von Philipp Zimmer, Schulleiter Volksschulgemeinde Wigoltingen. Die 3. These ergänzt die beiden ersten Beiträge, die in den letzten Wochen erschienen sind.

Zig Male nach einem Flug in den Orbit versuchte das amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX ihre Trägerraketen Falcon 9 und Falcon Heavy senkrecht und voll automatisiert zu landen. Jeder Start kostete das Unternehmen rund 35 Millionen US-Dollar und oftmals blieben nur Rauch und Trümmer von den Falcons übrig. Irgendwann kursierten ironische Videos mit dem Titel «How Not to Land an Orbital Rocket Booster» im Internet (Am Ende des Artikels gelangen Sie zum Video).

Wie viel Motivation, Resilienz, Ressourcen und Kosten waren Ingenieure und Investoren wohl bereit, auf sich zu nehmen, um letztlich erfolgreich zu sein? #3:  Über Scheitern und Skills – Warum Raketen explodieren (müssen!) weiterlesen

Digitaler Wandel in der Schule

Viele Schulen führen momentan in der Mittelstufe die 1:1-Ausstattung ein (ein digitales Gerät pro Kind). Im Matheprogramm erhalten die Kinder ein unmittelbares Feedback, im Englisch werden die Wörter korrekt vorgelesen. Neu wird zudem das Fach Medien und Informatik unterrichtet. Die Struktur des bisherigen Unterrichts, der in Lektionen getaktet ist, ändert sich nur gering. Diese Integration von digitalen Medien in den Unterricht ist hoch anspruchsvoll für alle Beteiligten.

Digitaler Wandel geht allerdings noch weiter. Er fokussiert unter anderem die ganzheitliche Unterrichtsentwicklung und Fragen wie: Was verstehen wir heute unter Lernen und Lehren? Was verstehen wir unter Bildung? Die ehrliche Beantwortung stellt viele traditionelle Werte und Haltungen infrage und löst Folgefragen aus. Brauchen wir noch fixe Schulklassen, die aufgrund des Stichtages festgelegt sind? Sind Stundenpläne, welche den Schultag in einzelne, zusammenhangslose Elemente aufteilen, noch sinnvoll? Wie weit ist die Lehrperson Wissensvermittlerin, wie weit unterstützt und begleitet sie die Kinder auf ihrem eigenen Lernweg? Welchen Stellenwert haben soziale Kompetenzen, die ein kooperatives und konstruktives Miteinander ermöglichen?

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Inklusion durch Kooperation statt Koordination

Die Schulen stehen vor der Herausforderung, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und damit eine Schule zu schaffen, in der alle Kinder und Jugendlichen aufgenommen und optimal gefördert werden. Ziel ist eine inklusive Schulkultur, in der die Individualität aller Kinder und ihre Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

Diese Inklusionshaltung fliesst in die Prozesse der Schulentwicklung, der Unterrichtsentwicklung und ganz besonders in die Personalentwicklung ein. Inklusion bedingt kompetente, motivierte und positiv eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche berufsgruppenübergreifend zusammenarbeiten können. Diese Zusammenarbeit muss als notwendig und sinnvoll erkennbar sein, da die Kooperation immer auf die spezifische schulische Situation und auf die Bedürfnisse aller beteiligten Personen fokussiert ist.

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Führungsmatrix in Zeiten des Wandels

Der Mensch sehnt sich in Zeiten der Veränderungen und des Wandels nach Klarheit und Orientierung. Auch die Schule erlebt die Schnelllebigkeit der Veränderungszyklen. Sie ist gezwungen Antworten zu finden, wie sie den technischen Fortschritt ins System Schule integriert und wie sie ihren erweiterten Bildungsauftrag erfüllen kann.

Die Schulleitung hat in diesem Kontext eine tragende Rolle. Es gehört zu ihrer Kernaufgabe, zu wissen, wo die eigene Schule steht und wohin die Schulleitung sie hinsteuern soll.

Das Dreieck-Modell «Struktur, Strategie und Kultur», oft auch als magisches Dreieck bezeichnet, ist ein ausbalanciertes Steuerungs- und Orientierungsinstrument. Die drei Elemente können nicht isoliert betrachtet werden, vielmehr geht es darum, diese in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen.

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