Schulleitung und Inklusion

Inklusion hat – so könnte man auf den ersten Blick meinen – vor allem mit Lehrpersonen und Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zu tun. Schliesslich sind sie diejenigen, welche mit der Diversität umgehen und Inklusion jeden Tag von Neuem gestalten müssen. Gleichzeitig – und das ist meine These, welche ich in diesem Blog vertreten möchte – ist die Schulleitung entscheidend, wenn es darum geht, dass Inklusion an unseren Schulen langfristig gelingt. Ich werde im Folgenden die These aus drei Perspektiven diskutieren.

  1. Ebene der Politik

Die Schweiz hat sich mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention zu einem inklusiven Schulsystem verpflichtet. Während der Bundesrat die Konvention unterschrieben hat, haben die Kantone die Grundlagen für die Umsetzung erarbeitet und in Kraft gesetzt. Nun liegt der Ball bei den Schulen und dies mit der schwierigsten Aufgabe: Die ‘Schule für alle’ zur Alltäglichkeit werden zu lassen. Die Schulleitung hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Schule inklusiv ist.

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Schulentwicklung beginnt in den Köpfen – Konsens und Sinnfindung im Team

Unsere Meinung verändert sich. Zum Glück! Bei unserem Verhalten allerdings ist das nicht so einfach. Routinen, die wir nicht hinterfragen, sondern automatisch einsetzen, sind besonders hartnäckig. Wenn wir Schulentwicklung als Veränderung solcher Routinen verstehen, dann braucht es einiges. Wie passiert das? Oft im Gespräch oder in Interaktionen, wenn jemand etwas sagt was mich überrascht oder sogar irritiert. Schulentwicklung beginnt in den Köpfen – Konsens und Sinnfindung im Team weiterlesen

Arbeitszeugnis – Was Lehrpersonen und Schulleitende beachten sollten

Mit Beendigung des Schuljahres enden – unter Wahrung der viermonatigen Kündigungsfrist – zahlreiche Anstellungsverhältnisse. Damit verbunden ist das Ausstellen des Arbeitszeugnisses auf den letzten Arbeitstag hin. Arbeitszeugnisse bergen ein erhebliches Konfliktpotenzial, weshalb nachfolgend auf wichtige Fragen Bezug genommen wird. Arbeitszeugnis – Was Lehrpersonen und Schulleitende beachten sollten weiterlesen

Schulleitung gestern – heute – morgen

Im Forum „Schulleitung: gestern – heute – morgen“ des 13. Symposium Personalmanagement plädierte Charles Vincent für eine Weiterentwicklung der Schulleitungsfunktion. Schulleitung habe sich als eine eigene Profession etabliert. Wer eine Schule führe, leite kein KMU, aber er oder sie müsse über umfassende Personal- und Finanzkompetenzen verfügen.

Charles Vincent muss es wissen: Seit 1986 leitet er das Volksschulamt des Kantons Luzern. Die beiden Projekte „Schulen mit Profil und Schulen mit Zukunft“ aus seiner Dienststelle haben weit über die Innerschweiz hinaus die Entwicklungen zur geleiteten Schule mitgeprägt. Aktuell arbeitet er am Nachfolgeprojekt „Schule 2035“. Schulleitung gestern – heute – morgen weiterlesen

Wettbewerb – Digitale Transformation in der Schule

Haben Sie die innovative Idee für Digitalisierung und Bildung? Spotlight Schweiz sucht Schulen, welche die digitale Transformation im schulischen Alltag neu umsetzen oder planen. Eine Jury kürt die zehn besten Projekte, die sie mit insgesamt 120’000 Franken fördern. Jetzt mitmachen!

Im Rahmen des Wettbewerbs «Digitale Transformation in der Schule» sucht Spotlight Schweiz inspirierende Unternehmungen mit Vorbildcharakter, die von Lehrpersonen der Kindergarten-, Primar- und Sekundarstufe gemeinschaftlich mit Schülerinnen und Schülern in der Schweiz umgesetzt wurden oder geplant sind.

Die PH Zürich sitzt als Partnerin in der Expertenjury und entscheidet mit, welche zehn Projekte am überzeugendsten sind. Die zehn Gewinner werden für die Umsetzung ihrer Idee mit insgesamt 120’000 Franken unterstützt. Über die prämierten Innovationsprojekte werden kurze Projektvideos erstellt, um sie im Rahmen des Campus Seminars am 30. Oktober 2019 in Zürich sowie des HundrED Innovation Summit in Helsinki vom 6. bis 8. November 2019 vorzustellen. Wettbewerb – Digitale Transformation in der Schule weiterlesen

Einer für alle und alle für einen – Multiprofessionalität auf Augenhöhe

Vom 21. bis 23. März 2019 zog es wieder über 2’500 Schulleitungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Düsseldorf an den 8. Deutschen Schulleiterkongress.

Aus einer Fülle von über 100 Vorträgen und Workshops galt es eine Auswahl für zweieinhalb Tage zu treffen. Es finden sich wie jedes Jahr für fast alle Aktualitäten an der eigenen Schule passende Angebote.

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Die Kunst engagierter Gelassenheit – Lukas Niederberger am Symposium vom 24.5.2019 an der PH Zürich

Der Philosoph und Publizist Lukas Niederberger regt zum Denken an und inspiriert. Er hält den Schulen einen Spiegel hin und stellt die relevanten Fragen aus seinem engagierten und gleichzeitig distanzierten Blickwinkel.

Seine Erfahrung als Führungskraft und Geschäftsleiter der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, als Autor von Büchern wie «Die Kunst engagierter Gelassenheit» und «Am liebsten beides» fliessen in den Vortrag mit ein. Seine Lebensdevise passt zum Thema des Symposiums bestens: «Das Leben ist ein pausenloser Lernprozess. Die einzigen Fehler sind jene, aus Angst vor Fehlern auf Initiativen zu verzichten oder die aus Misserfolg zu gewinnende Erkenntnis zu verpassen.»

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Auf dem Weg zur beziehungsorientierten Schule – Joachim Bauer am Symposium vom 24.5.2019 an der PH Zürich

Spätestens seit dem Buch «Lob der Schule» als Antwort auf die Streitschrift «Lob der Disziplin» kennt man den Neurowissenschaftler und Medizinprofessor Joachim Bauer auch in der Pädagogik.

Focus Schule schrieb dazu: «Ein Buch, das Hoffnung macht». Eine mir bekannte Schulleiterin im Kanton Zürich verspricht sich mehr als Hoffnung. Sie schenkt jeder neu eintretenden Lehrperson das Buch und regt damit zur Diskussion und Reflexion an. Während der Einarbeitungszeit tauscht sie sich mit der neuen Mitarbeiterin oder dem neuen Mitarbeiter über das Gelesene aus.

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«Everyone can create» – kreativer Einsatz digitaler Medien im Unterrichtsalltag

Eine Gruppe interessierter Schulleitenden und PICTS besuchten im Januar 2019 die ACS Hillingdon und die Tormead School in London. An beiden Schulen werden Schülerinnen und Schüler von vier bis achtzehn Jahren unterrichtet. Wir erhielten einen spannenden Einblick in ihren Schulalltag und ihren Umgang im Einsatz digitaler Medien im Unterricht.

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Weiterbildung «Fachbegleitung am Arbeitsort»

Die Fachbegleitenden begleiten als erfahrene Lehrpersonen berufseinsteigende Kolleginnen und Kollegen in den ersten beiden Jahren nach Erhalt des Lehrdiploms am Arbeitsplatz. Um Fachbegleitende im professionellen Handeln zu unterstützen, besuchen sie im Auftrag des Volksschulamtes (VSA) eine Weiterbildung an der PH Zürich. Die Weiterbildung verfolgt folgende Ziele:

Doppelte Personalentwicklung

Die Weiterbildung verläuft parallel zur ersten Fachbegleitung der berufseinsteigenden Lehrperson. In zehn Halbtagen setzen sich die Teilnehmenden im ersten Jahr mit den Grundlagen der Fachbegleitung  auseinander (z. B. Rolle, Haltung, Gesprächsführung, Zusammenarbeit). Im zweiten Jahr wählen die Teilnehmenden aus einer Palette von Veranstaltungen zwei aus. Konkrete Fragen aus der Fachbegleitung legen den Roten Faden durch die Weiterbildung. Das gilt für die vermittelten Inhalte genauso wie für Fallbesprechungen unter den Teilnehmenden.

Impulse für die Beratungspraxis

Die Fachbegleitenden sind in ihrer Funktion darin gefordert, eine begleitende Haltung zu entwickeln. Konkret bedeutet dies, sich eine personenzentrierte Gesprächshaltung anzueignen, Berufseinsteigende darin zu unterstützen, ihr eigenes Profil als Lehrperson zu schärfen, sich mit Tipps zurückzuhalten, es sei denn, die berufseinsteigene Lehrperson kommt wirklich nicht mehr weiter, akzeptieren, dass andere Wege zum Unterrichten genauso gut sind wie die eigenen.

Persönliche Beratung

Die Weiterbildung ist bewusst auf zwei Jahre angelegt, damit die Teilnehmenden sich regelmässig mit Kolleginnen und Kollegen treffen und zu aktuellen Fragen austauschen können. Allen Schulleitenden, Fachbegleitenden und Berufseinsteigenden steht zudem die Programmleiterin «Fachbegleitung am Arbeitsort» bei Fragen zur Verfügung.

Mirjam Beglinger, Dozentin Zentrum Person und Profession, PH Zürich

Haben Sie den ersten Teil verpasst? Hier können Sie ihn lesen.