«Wie wir Führung verstehen» – Perspektiven aus der Praxis

Wir haben für die Tagung «Teacher Leadership – Schule gemeinschaftlich führen» vom November 2020 an der PH Zürich Interviews mit Personen in unterschiedlichen Funktionen und Aufgaben an Schulen geführt. In den nächsten drei Wochen zeigen wir Ihnen Eindrücke aus der Praxis und den Erfahrungen der Praktikerinnen und Praktiker. Heute steht das Verständnis von gemeinschaftlicher Schulführung im Fokus. Nina-Cathrin Strauss.

In Schulen existiert neben Schulleitung und Schulbehörde eine Vielfalt an Führungspersonen, die Verantwortung tragen, Einfluss nehmen, Veränderungen planen oder Aufgaben koordinieren. Wir sprechen hier von gemeinschaftlicher Führung. An der gemeinschaftlichen Schulführung beteiligen sich nicht nur Schulleitende, Schulbehörden und Schulverwaltungen, sondern auch Betreuungsleitungen, Stufenleitungen und andere Teacher Leader. Sie alle haben ihre Stärken und Kompetenzen und leisten ihren Beitrag für die Gestaltung des Lehrens und Lernens in der Schule. Die Gemeinschaft ist dafür der Rahmen, der für das Teilen gewisser Werte und Ziele steht.

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Führung klingt gleich viel freundlicher, wenn man es «Coaching» nennt

Führungspersonen im Schulumfeld – ob in einer hierarchischen Funktion oder in einer lateralen Führungsaufgabe – erleben im Alltag vielfältige Dilemmata, die mit einfachen Rezepten nicht lösbar sind. Eines dieser Spannungsfelder kann das Verständnis sein, dass man als Führungsperson Mitarbeitende berät oder coacht, sagt Andrea Hugelshofer.

Vielfältige Erwartungen von anderen – und von der eigenen Person wohl auch! – begegnen jemandem in der Führungsrolle. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und der Psychologe Friedemann Schulz von Thun erwähnen das Zitat eines Hamburger Politikers, welches sich sehr gut auf Führungsaufgaben in Bildungsorganisationen übertragen lässt:

„Die ideale Führungspersönlichkeit braucht die Würde eines Erzbischofs, die Selbstlosigkeit eines Missionars, die Beharrlichkeit eines Steuerbeamten, die Erfahrung eines Wirtschaftsprüfers, die Arbeitskraft eines Kulis, den Takt eines Botschafters, die Genialität eines Nobelpreisträgers, den Optimismus eines Schiffbrüchigen, die Findigkeit eines Rechtsanwalts, die Gesundheit eines Olympiakämpfers, die Geduld eines Kindermädchens, das Lächeln eines Filmstars und das dicke Fell eines Nilpferds.“

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Fernlernen im Zyklus 1 – Wirkungsfaktoren für das Lernen des 4-8-jährigen Kindes

Die aktuellen erziehungswissenschaftlichen Erkenntnisse, Erfahrungen von Lehrpersonen und Schulleitenden aus der Schulschliessung von März bis Mai 2020 sowie verschiedene Studien zum Fernunterricht haben die Wichtigkeit einer unterstützenden Schulführung verdeutlicht. Partizipative Führungsstrukturen sowie wechselseitige Unterstützung im Lehrpersonenteam verstärken die Zusammenarbeit in Phasen des Fernlernens und wirken sich positiv auf die Unterrichtsqualität aus. Auf dieser Grundlage kann die besondere Herausforderung der Umstellung auf das Fernlernen der jungen Kinder im Zyklus 1 gelingen. Catherine Lieger und Fabienne Huber.

Die Untersuchungen des Schwerpunktprogramms der Elementarbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich zum Fernlernen im Zyklus 1 zeigen auf, dass für eine wirksame Umsetzung des Fernlernens drei verschiedene Phasen berücksichtigt werden sollten:

  • die Phase der Vorbereitung im regulären Präsenzunterricht
  • die Phase der vereinzelten Absenzen, in welcher sich Kinder in Quarantäne befinden können und
  • die Phase des Fernlernens, in welcher alle Kinder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen.
Fernlernen

Modell «Wirkungsfaktoren für das Lernen des 4-8-jährigen Kindes»

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Arbeitssituation von Schulassistenzen

Schulassistenzen haben sich in zahlreichen Schulen etabliert und bewährt: Lehrpersonen werden dank ihrer Unterstützung im Umgang mit heterogenen und grossen Schulklassen entlastet. In einer Broschüre des Volksschulamtes finden sich mögliche Handlungsfelder und konkrete Empfehlungen für einen gewinnbringenden Einsatz von Assistenzpersonal. Doch wie setzen Schulen diese im Alltag um? Eine an der PH Zürich durchgeführte Befragung gewährt dazu interessante Einblicke. Adina Baiatu hat sie zusammengefasst.

Seit fünfeinhalb Jahren finden an der PH Zürich Weiterbildungskurse für Schulassistenzen statt. Im Juni wurde mit den ehemaligen Teilnehmenden dieser Kurse eine Befragung durchgeführt, um ihre Sichtweise empirisch zu erfassen. 260 Personen haben an der Umfrage teilgenommen und Fragen zu ihrer Arbeitssituation, ihren Anstellungsbedingungen und ihren Weiterbildungsbedürfnissen beantwortet.

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5 Fragen an Stefan Ruppaner, Schulleiter Alemannenschule Wutöschingen

In der Rubrik «5 Fragen an…» interviewt Schulleiter Christoph Schieb den Schulleiter Stefan Ruppaner zu seiner Funktion und Schule. Damit wird der Stafetten-Stab weitergereicht.

1. Stefan Ruppaner, die Entwicklung Ihrer Alemannenschule Wutöschingen ist von einem veränderten Lern-Verständnis geprägt. Welches Lernen hat Ihrer Meinung nach Zukunft?

Die Zukunft des Lernens liegt zum einen beim Selbstorganisierten Lernen (SoL) und zum anderen beim Lernen durch Erleben (LdE). SoL ist nur durch den intelligenten Einsatz digitaler Werkzeuge möglich. Das örtlich und zeitlich unabhängige SoL ermöglicht erst das LdE bei dem die Lernenden ihre Persönlichkeit entfalten können.

2. Die Alemannenschule Wutöschingen sticht unter anderem durch ein besonderes Architekturkonzept heraus. Inwiefern wirkt sich dieses auf den täglichen Unterricht und das Schulleben aus?

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Teacher Leadership – internationale Erfahrungen mit Führung von Lehrpersonen, Vernetzung und Entwicklung

Dr. David Frost befasst sich in seiner Arbeit und Forschung seit vielen Jahren mit dem Zusammenhang von Führung und Lernen. Seit den späten 1980er-Jahren arbeitet er an der Entwicklung von Strategien, die Lehrpersonen befähigen, effektive «Agents of Change» zu werden. David gründete das HertsCam-Netzwerk, das eine grundlegende Alternative zu dominierenden Konzepten der Entwicklung von Schulen und Lehrpersonen darstellt. Seit 2008 arbeitet HertsCam mit Partnern in vielen Ländern – in Europa, im Nahen Osten, in Zentralasien und darüber hinaus – am Aufbau von Programmen zu Teacher Leadership. Nina-Cathrin Strauss hat ihn interviewt.

David, what do you think is the current focus of the discussion on school leadership – also against the background of Covid-19 and the challenges in schools in the United Kingdom?

I have not been spending time in schools this year largely because of the pandemic, but I remain connected to teachers and school principals through virtual meetings, so I have some idea of this and I am very aware of the debates through the media. Obviously, at present, schools are very engaged with the immediate day-to-day challenges of making their schools ‘covid-secure’. Government policies in response to the pandemic have thrown a harsh spotlight on issues about school autonomy because the government is both expected to provide reliable guidelines, but at the same time to trust schools to make decisions for themselves. What really drives school principals to demand clarity from the government is the question of legal responsibility.

If people suffer ill health or lose their lives because of Covid-19 infection, school principals are fearful of being held to be liable in a legal sense. Morally of course, they want to do their best for their students and the community, but the question of legal culpability is compelling.  While the pandemic is the most urgent focus of attention, good school principals and their staff are nevertheless concerned about their schools as organizations and they remain keen to build the sort of organizational capacity necessary for success in the long run.

You have long worked on teacher leadership as an aspect of school leadership and have shaped the concept of non-positional teacher leadership. What does it mean and what are some examples in practice?

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5 Fragen an Christoph Schieb, Schulleiter der Grundschule Bad Münder

In der Rubrik «5 Fragen an…» interviewt Schulleiter Ivo Kamm den Schulleiter Christoph Schieb. Der Stafetten-Stab wird dieses Mal nach Deutschland weitergegeben.

1. Christoph, aus deinen Erzählungen hat mich besonders beeindruckt, wie die Schülerinnen und Schüler bewirkt haben, dass ihr neue Toiletten für eure Schule und sogar ein neues Schulhaus bekommen habt! Wie hat sich das genau zugetragen?

Das ist wahrlich eine Geschichte, die neue Beteiligungsformen, die Frage nach der Qualität im Ganztag, Inklusion und natürlich die Schulentwicklung insgesamt berührt.

In Kurzform: 40 Jahre lang befand sich unsere Schule in einem Schulgebäude, dass sich am Ende nicht mehr als zeitgemäss erwies. Eine veraltete Bausubstanz und beengte Raumverhältnisse liessen eine moderne Unterrichts- und Tagesgestaltung kaum zu. Hinzu kamen als dauerhaftes Ärgernis die Toiletten der Schülerinnen und Schüler, die nicht nur sanierungsbedürftig waren, sondern durch ihre Aussenlage und fehlende Barrierefreiheit schon lange für Gesprächsstoff unter allen Beteiligten sorgten.

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«Den Schulleitungen gegenüber sehe ich mich auch als eine Art Dienstleisterin.»

Im überarbeiteten Volksschulgesetz des Kantons Zürich wird es ab nächstem Jahr offiziell die Möglichkeit geben, in grösseren Gemeinden eine «Leitung Bildung» einzuführen. Mirjam Obrist ist Geschäftsleiterin der Volksschule Baden und hat damit eine mit der Leitung Bildung vergleichbare Tätigkeit. Andrea Hugelshofer hat sie nach Gestaltungsmerkmalen ihrer Arbeit gefragt.

1. Mirjam Obrist, was charakterisiert Ihre Aufgabe als Geschäftsleiterin der Volksschule Baden?

Meine Funktion erlebe ich als Drehscheibe zwischen Schule/Pädagogik, Politik und Verwaltung. Deshalb ist das Denken in Zusammenhängen und eine gute Vernetzung wichtig in meiner Rolle. Ich spüre die Verantwortung für rund 350 Angestellte und 2300 Kinder und Jugendliche jeden Tag. Die Vielfalt dieser Menschen mit ihren spezifischen Bedürfnissen beeindruckt mich immer wieder neu.

Ich bin grundsätzlich erste Ansprechstelle für alle Belange der Volksschule und verantworte alle Prozesse, welche alle Stufen und Standorte der Volksschule Baden betreffen. Oft werde ich konfrontiert mit «schwierigen» Situationen, sei es im Zusammenhang mit Eltern, mit Lehrpersonen, durch herausfordernde Situationen oder weil die Entscheidungsfindung anspruchsvoll ist – Krisenmanagement ist fast Teil meines Alltags.

2. Sie haben in einer früheren Stelle die Einführung von Schulleitungen im Kanton Aargau geprägt und kennen die Perspektive der Schulleitungen sehr gut. Was ist Ihnen heute in der Zusammenarbeit mit den Schulleitungen besonders wichtig?

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Teacher Leader nehmen Einfluss…

Führungshandeln zeigt sich im Schulfeld ganz unterschiedlich. Auch Lehrpersonen übernehmen als Teacher Leader Führungsaufgaben, wenn sie Zyklen oder Projekte leiten oder Themen wie Gesundheit oder pädagogische ICT verantworten. Welche Einflussmöglichkeiten sie haben, beschäftigt Nina-Cathrin Strauss in diesem Beitrag.

Formen und Einflussmöglichkeiten

Teacher Leadership bedeutet, dass Lehrpersonen oder andere pädagogische Fachpersonen auf Kolleginnen und Kollegen oder auch Schulleitung oder Schulbehörde Einfluss nehmen, indem sie ihre spezifische Expertise, ihr Wissen oder ihre Erfahrung einbringen. Schlussendlich dient dies der Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis und des Lernens der Schülerinnen und Schüler in der Schule. Das kann auf unterschiedliche Weise passieren – und ganz unterschiedlich in der Struktur der Schule oder des Systems verortet sein.

Wir unterscheiden funktions- themen- oder professionsbezogene Teacher Leaders, wobei diese Formen kombiniert auftreten können. In österreichischen Mittelschulen sind Teacher Leaders offiziell als Funktion der Lerndesignerinnen eingeführt, in der Schulorganisation verankert, professionsbezogen verantwortlich für die Planung und Gestaltung von Unterrichtsentwicklung, die Beratung der Schulleitung sowie der Kolleginnen und Kollegen. Sie bilden sich weiter und bringen ihre neu gewonnene Expertise in die Schulentwicklung ein. Wie sie ihre Führungsaufgabe gestalten, ist jedoch abhängig von den schulischen Rahmenbedingungen und ihren persönlichen Werten und Zielen.

Etwas niederschwelliger, aber eingebettet in die Schulentwicklung ist folgendes Beispiel für Teacher Leadership: In einer Primarschule im Kanton Zürich führen die Kindergartenlehrpersonen als Expertinnen und Experten, weil das Thema «Spiel» von der Gemeinschaft als Entwicklungsziel auf allen Stufen bestimmt wurde.

Die Kindergartenlehrpersonen hospitieren, coachen und beraten ihre Kolleginnen und Kollegen sowie die Schulleitung, stärken das pädagogische Profil der Schule und die Praxis ihrer Kolleginnen und Kollegen, wenn ihre Führung akzeptiert und die Hinweise, Ratschläge sowie Rückmeldungen reflektiert und verarbeitet werden. Zugleich stärken sie ihre Selbstwirksamkeit und entwickeln ihre eigene Praxis durch die Eindrücke und Erfahrungen während der Hospitationen und die Diskussionen mit den Kolleginnen und Kollegen. Und nicht zuletzt werden so die kollegialen Beziehungen in der Schulgemeinschaft und zwischen den Stufen gestärkt.

Die individuelle Haltung als Essenz

Diese individuelle und gemeinschaftliche Weiterentwicklung lässt sich aber nicht allein über Funktionen und Aufträge regulieren, sondern steht und fällt mit der Haltung der Beteiligten und der Schulkultur: Wie werden positive und negative Erfahrungen geteilt und zur Weiterentwicklung genutzt? Wie wird mit der Expertise von anderen pädagogischen Expertinnen und Experten umgegangen?

David Frost, ein britischer Forscher, Dozent und Förderer von Teacher Leadership, beschäftigt sich international seit Langem mit der Frage, wie die Schulführung durch Teacher Leader gestärkt und bereichert werden kann. Er zieht unter anderem folgende Lehren als Fazit:

  • Führung kann von Lehrpersonen unabhängig von einer formellen Position ausgeübt werden, wenn sie unterstützt wird.
  • Die Basis ist Empowerment beziehungsweise Ermöglichung: durch den Respekt vor dem beruflichen Wissen und Gelegenheiten, diese in der Schule praktisch einzubringen.
  • Teacher Leaders entwickeln so ihre Führungskompetenzen und können diese später auch in anderen Führungsfunktionen beziehungsweise Organisationen einbringen.

Wesentlich ist also nicht nur die Lehrperson selbst. Das Kollegium und insbesondere auch die offiziellen Führungsgremien wie Schulleitung und Schulbehörde spielen eine zentrale Rolle. Schulleitung und Schulbehörde ermöglichen, dass Lehrpersonen und andere pädagogische Fachpersonen ihre Expertise einbringen. Sie öffnen den Raum, damit der Einfluss der Teacher Leaders seine Wirkung entfalten kann. Sie und die Kolleginnen und Kollegen nehmen die Impulse auf und lassen sich führen.

So ist Teacher Leadership als Teil einer gemeinschaftlichen Schulführung zu verstehen, in der sich diejenigen mit passender Expertise für die gemeinschaftliche Entwicklung einbringen und die Haltung unter den Beteiligten besteht, diese zumindest in Erwägung zu ziehen.

INFOBOX

Am 28. November 2020 findet die Tagung Teacher Leadership: Schule gemeinschaftlich Führen an der PH Zürich statt. Melden Sie sich jetzt an.

Zur Autorin

Nina-Cathrin Strauss beschäftigt sich als Dozentin und Forscherin mit der Frage, wie gemeinschaftliche Führung zur Entwicklung als gute Schule beitragen kann. Neben dem CAS Pädagogische Schulführung ist sie Ko-Leiterin im CAS Schulqualität.

Redaktion: Melina Maerten

Titelbild: zVg

Schule in einer digitalisierten Welt – und die Rolle der Schulbehörden

Anfangs Juli fand an der PH Zürich eine Abendveranstaltung für Schulbehörden statt zum Thema «Schule in einer digitalisierten Welt». Eine Teilnehmerin war Raffaela Fehr, Mitglied der Schulbehörde in Volketswil. Andrea Hugelshofer hat sie befragt, wie «ihre» Schulbehörde mit dem Thema «Digitalisierung» umgeht.

Raffaela Fehr, Sie sind in der Schulgemeinde Volketswil im Thema Digitalisierung engagiert. Welche Rolle nimmt bei diesem Thema Ihre Schulpflege ein?

Die Schulpflege Volketswil legt die langfristige strategische Stossrichtung fest. Sie ist bestrebt, den Schulen einen Rahmen zu geben, in welchem sie sich entwickeln können und sollen. Die Umsetzung in den einzelnen Schulhäusern liegt in der Verantwortung der Schulleitenden und kann, je nach Thema, unterschiedlich aussehen. In Arbeitsgruppen nimmt die Schulpflege Volketswil Einsitz, sofern es sich um konzeptionelle Arbeiten handelt, die für die ganze Schule Volketswil Gültigkeit haben.

Vor einem Jahr hat die Schulpflege einen ICT Guide verabschiedet, welcher von einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet wurde. In dieser Arbeitsgruppe war auch die Schulpflege vertreten. Die Gesamtschulpflege wurde rollend über den Fortschritt informiert und hat das Konzept am Ende verabschiedet.

Der ICT Guide beantwortet vor allem Fragen rund um den Unterricht und das im Zuge vom Lehrplan 21 neu eingeführte Fach Medien und Informatik. Er definiert das angestrebte Ziel, in welchem Zeitraum das Ziel erreicht werden soll und unter welchem Ressourceneinsatz. Die Antworten auf diese Fragen stehen in Abhängigkeit zueinander. Ein gemeinsames Ziel muss gefunden und dazu eine Zeitachse festgelegt werden. Denn Digitalisierung ist immer auch Changemanagement.

Dabei sind die operativen Führungsverantwortlichen gefordert. Der Ressourceneinsatz wurde vom Ziel und der Zeit bestimmt. Allerdings liegt gerade auch da ein grosser Stolperstein und die Verantwortung bei der Schulpflege. Die Digitalisierung ist mit grossen Investitionen zum Beispiel in technische Ausrüstung, Personal und Weiterbildung verbunden. Es ist die Aufgabe der Schulpflege, mit den vorhanden Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen, die Digitalisierung ist schliesslich nicht das alleinige Thema in der Schule Volketswil. Nötigenfalls muss sie das Ziel oder die Zeitachse anpassen.

Welche Fragen beschäftigen Sie im Zusammenhang mit Digitalisierung in der Schule aktuell?

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