Schulführung im Fokus – Der Blog bietet Einblicke durch Interviews, Erfahrungsberichte von Schulleitungen und Buchrezensionen

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In Frieden lernen – Führung gestalten in gesellschaftlich polarisierenden Kontexten

«Die Jungen werfen zum Spass mit Steinen nach Fröschen. Die Frösche sterben im Ernst.» Erich Frieds Worte beschreiben eine Gegenwart, in der Hass, Abwertung und Gewalt oft spielerisch, beiläufig oder ironisch daherkommen, mit ernsten Folgen. Gesellschaftliche Konflikte wirken heute unmittelbar in schulische Kontexte hinein.  Der Beitrag von Judith Hollenweger und Wiltrud Weidinger (2026) in der neuen Ausgabe aus dem Web-Journal #schuleverantworten wird von Stefanie Michel-Loher und Jasmin Kolb aufgegriffen, um an ihrem Beispiel der Plattform «In Frieden lernen» aufzuzeigen, wie Fallarbeit, Beziehungskontexte und strategische Handlungsfelder Schulleitung einen sicheren Lern- und Lebensraum ermöglichen können.

Lehrpersonen und Schulleitungen stehen unter erheblichem Druck, in emotional aufgeladenen und konfliktträchtigen Situationen angemessen zu reagieren. Die Fallarbeit auf der Plattform «In Frieden lernen» nutzt konkrete schulische Situationen, um Polarisierung und Diskriminierung nachvollziehbar zu machen. Anhand realitätsnaher Beispiele werden Ursachen, Rollen und Wirkmechanismen analysiert und mögliche Handlungsoptionen reflektiert. Aufgegriffen wird zum Beispiel Dana, eine Schülerin (1. Klasse, Oberstufe) aus Israel:

«Sie lebt seit zwei Jahren in der Schweiz. Seit ihrer Ankunft erlebt sie Mobbing, insbesondere von männlichen Mitschülern. Nach dem Terrorangriff in Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Gaza-Krieg nehmen die Anfeindungen zu. Im Dezember 2023 verfolgen sie zehn Jugendliche auf dem verschneiten Pausenplatz, bewerfen sie mit Eis und rufen Parolen wie «Ihr Israelis seid Nazis» und «Kindermörder!». Dana wird leicht verletzt. Erst danach berichtet sie ihrem Klassenlehrer von den wiederholten Vorfällen.» (Hollenweger u. Wiltrud Weidinger 2026, 2).

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Trainingscamp Leadership: Führungskompetenzen von Schulleitenden in einem geschützten Rahmen weiterentwickeln


Führung wird oft mit Erfahrung, Persönlichkeit oder Intuition verbunden. Doch professionelles Führungshandeln – gerade in Bildungsorganisationen – ist mehr als ein Talent. Es ist ein Handwerk. Dieses besteht aus verschiedenen Kompetenzen, welche gelernt, geübt und reflektiert werden müssen. Regelmässiges trainieren in einem geschützten Rahmen hilft der Führungsperson, deutlich bessere Resultate zu erzielen und den komplexen Schulleitungsalltag souverän zu meistern. Der Geschäftsmann Guy Schleiniger über die Bedeutung von Leadership im Schulleitungsalltag.

Die Aufgabe der Schulleitung ist die ganzheitliche, zielorientierte Führung einer Schuleinheit. Schulleitende bewegen sich in ihrem Alltag in einem komplexen Gefüge aus Erwartungen, Beziehungen und organisationalen Rahmenbedingungen. Sie führen Gespräche, begleiten Mitarbeitende, gestalten Teams und treffen Entscheidungen – oft gleichzeitig. Diese Gleichzeitigkeit ist keine Ausnahme, sondern Normalität.

Alle diese Tätigkeiten sind im Kern Führungskompetenzen. Diese lassen sich nicht allein durch Theorie bewältigen. Professionelles Führungshandeln – insbesondere im Bildungsbereich – ist ein Handwerk, welches gelernt, geübt und reflektiert werden muss. Das Trainingscamp Leadership setzt genau hier an: Es versteht Führung nicht als statische Rolle, sondern als dynamische Praxis, die sich im Tun entwickelt.

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Ausserordentliche Kündigung infolge veränderter Arbeitsbedingungen?

Anlässlich der sogenannten Pensengespräche legt die Schulleitung zusammen mit den Lehrpersonen die genauen Arbeiten (Beschäftigungsgrad, Arbeitszeit, Klassen, Fächer, Lektionen und Tätigkeitsbereiche) für das nächste Schuljahr fest. Angenommen, die Schulleitung weist einer Lehrperson im April ─ bei unverändertem Pensum ─ Lektionen oder Arbeiten zu, die der Lehrperson nicht passen und diese möchte deshalb ihr Anstellungsverhältnis auf Ende Schuljahr beenden. Die Schulleitung hingegen möchte die Lehrperson nicht ziehen lassen. Kann die Lehrperson in dieser Situation dennoch auf Ende Schuljahr kündigen? Reto Allenspach legt nachfolgend die Rechtslage im Kanton Zürich dar.

Die Schulleitung hat bei der individuellen Planung gemeinsam mit den betroffenen Lehrpersonen im Rahmen der Pensengespräche die betrieblichen Interessen der Schuleinheit ins Zentrum zu stellen. Jedoch soll sie soweit möglich auf die Bedürfnisse und Anliegen der Lehrpersonen eingehen. In der Praxis können in der Regel nicht alle Bedürfnisse der Lehrpersonen berücksichtigt werden. Kommt es zwischen der Lehrperson und der Schulleitung nicht zu einer Einigung, entscheidet Letztere im Rahmen ihres Weisungsrechts über die Aufteilung der Arbeitszeit. Zu beachten ist, dass die Schulleitung erst dann, wenn sie weiss, welche Lehrpersonen sie im Team hat, eine detaillierte Aufteilung der Lektionen und Arbeiten vornehmen kann. Und das ist oft erst nach Ende März der Fall.

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Teacher Leadership International ─ Führungskompetenzen von Lehr-, Fach- und Betreuungspersonen an Schweizerschulen im Ausland stärken

Damit Schulen eine hohe Lernwirksamkeit erreichen können, nehmen neben der Schulleitung auch Lehr-, Fach- und Betreuungspersonen Führung und Verantwortung rollengerecht wahr. Teacher Leadership spielt damit eine entscheidende Rolle bei der Ausgestaltung der Unterrichtspraxis, und Teacher Leader nehmen in diesem Sinne nicht nur Einfluss auf das Lernen von Schüler:innen, sondern auch auf das von Kolleg:innen. Im Interview mit Serge Künzler, Geschäftsführer von educationsuisse, werden die Relevanz und die Auswirkungen von Teacher Leadership in internationalen Bildungskontexten näher beleuchtet.

Jasmin Kolb: Warum ist Teacher Leadership ein wichtiges Thema, insbesondere für Schweizerschulen im Ausland?

Serge Künzler: Teacher Leadership ist ein wichtiges Thema, weil es Lehr- und Fachpersonen mit spezifischer Expertise, Interessen oder Kompetenzen die Möglichkeit gibt, sich international zu vernetzen und innovative Impulse in den Schulalltag einzubringen. Führung und Verantwortung können dabei sowohl für einen Teilbereich oder ein spezifisches Themenfeld innerhalb der Schule wahrgenommen werden. Dies kann formell zum Beispiel mit Teamleitungen oder auch informell geschehen.

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«Es braucht den positiv-neonaiven Raum, um Dinge aus einer anderen Perspektive zu entdecken.»

Die Schweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin durchbrechen Denkmuster, öffnen Denkräume, brechen Routinen und setzen Irritationen. Was die Zwillinge bewegt, wie sie arbeiten und warum es sich lohnt, immer wieder neue Fragen zu stellen, um Zukunft zu gestalten, hat Stefanie Michel-Loher im Gespräch mit ihnen erfahren.

Ihr seid Zwillinge und arbeitet seit Jahrzehnten zusammen. Wie würdet ihr euch beschreiben?

Frank Riklin: Ich bin neun Minuten früher geboren als Patrik. Wir sagen immer: Ich habe neun Minuten mehr Lebenserfahrung. Patrik ist dafür neun Minuten frischer, vielleicht ein bisschen weniger «verbraucht».

Patrik Riklin: Wenn ich Frank beschreibe, ist er strukturierter, schneller im Zusammenfassen und verschafft sich rasch einen Überblick. Ich bin spontaner, chaotischer, unlogischer. Was uns verbindet, ist die Kreativität, insbesondere diese Haltung der «Neonaivität»: die Mischung aus Verstand und Fantasie, aus Wissen und dem Mut, Dinge anders zu denken. Wir sind zwei Individuen – vermeintlich gleich, aber doch verschieden. Wir haben denselben Spirit, aber unterschiedliche Kanten. Und genau in dieser Symbiose entsteht unsere Kraft. Wir sind mehr als nur Zwillinge. Wir arbeiten seit über 50 Jahren zusammen.

Frank: Wir lernen täglich voneinander. Ich versuche zum Beispiel, mir meine eigene Neonaivität immer wieder wachzuküssen, dieses innere Kind. Naivität ist bekanntlich eine Stärke des Kindes: neugierig, experimentierfreudig, glauben, ohne alles vorab zu wissen.

Patrik: Was früher der Sandhaufen im elterlichen Garten war, übersetzen wir heute in den gesellschaftlichen Raum. Diese Haltung prägt unsere heutige Arbeit: Möglichst intuitiv ins Tun kommen, spielerisch, humorvoll, ohne alles tot zu recherchieren. Natürlich braucht es danach wieder Struktur, damit Ideen anschlussfähig werden und andere mitgehen können. Aber zuerst braucht es diese Frische; das unverkrampfte Spiel mit Normen und Grenzen. Sokrates sagte: «Ich weiss, dass ich nichts weiss.» Je mehr wir wissen, desto mehr merken wir, was wir nicht wissen. Diese Tatsache beschäftigt uns sehr.

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Professionell mit Spannungsfeldern umgehen

Professionelles Führungshandeln von Schulleitungen ist mehr als nur Verwalten, Organisieren oder Koordinieren. Der gesetzliche Auftrag formuliert, wofür Schulleitungen verantwortlich sind: administrativ, personell, finanziell und gemeinsam mit der Schulkonferenz pädagogisch. Gleichzeitig entwerfen das Berufsleitbild des Verbandes, die Wissenschaft (z. B. im Zürcher Schulführungsmodell) und nicht zuletzt die alltägliche Praxis eine Rolle, die sehr viel differenzierter sein kann. Schulleitungen sollen initiieren, beraten, moderieren, entscheiden, inspirieren, konfrontieren und vernetzen. Diese Gleichzeitigkeit erzeugt keine Fehler – sie erzeugt Spannungen. Und diese Spannungen sind Teil professioneller Führung. Nina-Cathrin Strauss zum Umgang mit solchen Spannungsfeldern.

Blicken wir auf das professionelle Handeln von Schulleitungen, bewegen sie sich in ihrem Führungsalltag in einem komplexen Feld voller Zwischenräumen. Zwischen Menschen und Rollen. Zwischen Erwartungen und Auftrag. Zwischen pädagogischer Idee und organisatorischer Wirklichkeit. Wer diesen Beruf ergreift, entscheidet sich nicht für Eindeutigkeit, sondern für Komplexität. Vielleicht zeigt sich Professionalität in der Schulleitung ebenfalls weniger darin, Spannungsfelder zu beseitigen, als darin, sie wahrzunehmen, auszuhalten und gestaltend zu bearbeiten.

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Aufbau eines Employer Brands in der öffentlichen Volksschule

Autos auf der Strasse, Markenkleidung auf dem Pausenplatz oder Waschmittel zuhause. Marken begegnen uns täglich. In einer Marke steckt mehr als nur das Produkt: eine Emotion oder sogar ein Lebensgefühl. Das erzeugt Identifikation mit einem austauschbaren Produkt. Diese Kraft nutzt auch ein Employer Brand. Sie übersetzt Identität und Werte in attraktive Arbeitgeberversprechen. Damit hat sich Felix Steger in seiner Masterarbeit beschäftigt. Der Praxistest folgte danach an der Schule Dietlikon.

Damit ein attraktives Arbeitgeberversprechen abgegeben werden kann, muss zuerst entdeckt werden, was einen guten Arbeitsplatz ausmacht. Der grösste Teil der Arbeitsbedingungen für Lehrpersonen ist vom Kanton vorgegeben. Trotzdem kann eine Schule sich als Marke auf dem Arbeitsmarkt positionieren. Schliesslich zählen neben den harten Faktoren wie Lohn auch weiche Faktoren wie die Unterstützung bei Schwierigkeiten mit Eltern oder Klassen. Wer schon an mehreren Schulen gearbeitet hat, weiss, dass es hier teils grosse Unterschiede gibt.

Warum also als Schule nicht mit einem klaren Auftritt kommunizieren, wie man ist und wen man sucht? Versucht man, die Identität einer Schule zu kommunizieren, bedeutet das aufs Wesentliche verdichten. Das ist ein Prozess, bei dem die eigene Identität reflektiert sowie das eigene Profil geschärft wird. Diese Erfahrung habe ich in der Schule Dietlikon gemacht. Ich habe in Umfragen, Workshops und Interviews die geheime und unausgesprochene Identität meiner neuen Arbeitgeberin entdeckt. Am Schluss stand ein schlagkräftiger Claim, der bei der Überarbeitung des Leitbilds ebenso präsent war wie im überarbeiteten Logo. Ein Employer Branding in der Schule bewegt sich so an der Schnittstelle zwischen Kommunikation und Schulentwicklung.

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Urheberrechte im Schulalltag

Guter Schulunterricht geht einher mit dem Einsatz vielfältiger Medien. Für Lehrpersonen und Schulleitungen stellen sich dadurch immer wieder Fragen des Urheberrechts. Dürfen Lehrmittel digitalisiert und auf den Server der Schule gestellt werden, damit sich alle Lehrpersonen daraus bedienen können, um den Unterricht anschaulich vorzubereiten und durchzuführen? Darf ein zeitgenössisches Musical am frei zugänglichen Jugendfest bedenkenlos aufgeführt werden? Ist es der Lehrperson, die den Musikunterricht erteilt, erlaubt, das legendäre Konzert von Keith Jarrett in Köln aus dem Jahre 1975 aus einer Streaming-Plattform in der Klasse auszugsweise abzuspielen? Thomas Bucher mit den Antworten.

Das Schweizerische Urheberrechtsgesetz vom 9. Oktober 1992 (URG; SR 231.1) regelt in Art. 1 Abs. 1 lit. a URG «den Schutz der Urheber und Urheberinnen von Werken der Literatur und Kunst» sowie nach lit. b. «den Schutz der ausübenden Künstler und Künstlerinnen, der Hersteller und Herstellerinnen von Ton- und Tonbildträgern sowie der Sendeunternehmen».

Geschützt sind Werke, die eine geistige Schöpfung darstellen und zugleich individuellen Charakter aufweisen (Art. 2 Abs. 1 URG).

Art. 2 Abs. 2 lit. a.–h. URG umreisst den Werkbegriff wie folgt:

  1. Literarische, wissenschaftliche und andere Sprachwerke
  2. Werke der Musik und andere akustische Werke
  3. Werke der bildenden Kunst, insbesondere der Malerei, der Bildhauerei und der Graphik
  4. Werke mit wissenschaftlichem oder technischem Inhalt wie Zeichnungen, Pläne, Karten oder plastische Darstellungen
  5. Werke der Baukunst
  6. Werke der angewandten Kunst
  7. Fotografische, filmische und andere visuelle oder audiovisuelle Werke
  8. Choreografische Werke und Pantomimen

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Gemeinsam Zukunft gestalten: Rückblick auf das Netzwerktreffen der Club of Rome-Schulen

Rund 30 Schulleitungen und Teacher Leader aus dem Netzwerk der Club of Rome-Schulen trafen sich am 21. November 2025 an der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, um sich zwei Tage lang zu den zentralen Fragen zum Thema Nachhaltigkeit auszutauschen. Hierzu durften wir die ersten Erkenntnisse aus dem Projekt Leadership for Sustainability präsentieren und gemeinsam mit Fach- und Führungspersonen zu reflektieren. Ein Tag voller Impulse, Dialoge und dem spürbaren Willen, Schule als lernende Organisation weiterzuentwickeln.

Im Fokus standen die sieben Merkmale nachhaltiger Schulen, die im Rahmen des Literaturreviews (Lampert et al., 2026) identifiziert wurden. Sie bilden einen praxistauglichen Orientierungsrahmen für Schulen, die Nachhaltigkeit in ihrer Schule verankern möchten.

Die Erkenntnisse des Literaturreviews wurden in sieben Merkmalen zusammengefasst (Lampert et al., 2026):

Abbildung: Merkmale nachhaltiger Schulen, eigene Darstellung

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Do’s & Don’ts der multiprofessionellen Zusammenarbeit an Schulen

Wo Schule gelebte Praxis ist, wird die Welt komplex. Unterschiedliche Perspektiven, professionelle Haltungen und Erfahrungen treffen aufeinander. Schule ist heute kein Ort mehr, an dem eine einzelne Profession alle Antworten liefern kann. Die Herausforderungen, die im Klassenzimmer ankommen, sind vielfältiger geworden. Darauf reagiert Schule zunehmend mit einem multiprofessionellen Ansatz. Eine Befragung von Schulleiter:innen, Lehrpersonen, Heilpädagog:innen und Kolleg:innen aus der Verwaltung aus verschiedenen Schulstufen in der Schweiz zeigt, wann Zusammenarbeit hilfreich ist und wann nicht. Stefanie Michel-Loher und Jasmin Kolb greifen den Artikel von Bots et al. (2025) aus dem Webjournal #schuleverantworten auf und beschreiben Gelingensbedingungen und Herausforderungen multiprofessioneller Zusammenarbeit.

Multiprofessionelle Zusammenarbeit beschreibt die Kooperation von Personen mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund: Lehrpersonen, Heilpädagog:innen, Schulsozialarbeit, Betreuung, Verwaltung, ICT oder gerade an Berufsschulen auch Betriebe. In der Fachdiskussion gilt sie seit Längerem als zentrales Merkmal schulischer Qualität und Wirksamkeit. Gleichzeitig ist klar: Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer. Zusammenarbeit ist gewinnbringend, wenn ein offener Informationsaustausch und das gezielte Einbringen von Fachwissen stattfinden, klare Rollen und Zuständigkeiten definiert werden und regelmässige Kommunikation mit direktem Bezug zum Schulalltag erfolgt. Dies ermöglicht laut Aussage einer Berufsfachlehrperson der Befragung:
«Bei grösseren Lernschwierigkeiten können gemeinsam zielführende Strategien erarbeitet werden – etwa durch intensivere Betreuung im Lehrbetrieb oder durch Lehrplanungen mittels Semesterplan» (Bots et al., 2025, 139).

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