Stark in den Chindsgi

Die Regionalleitung Schulsozialarbeit (SSA) und Gemeinwesenarbeit (GWA vom Amt für Jugend und Berufsberatung) des Bezirks Affoltern haben das Konzept «Stark in den Chindsgi» erarbeitet. Es enthält drei konkrete Umsetzungsmassnahmen, welche auf den Bausteinen Elternarbeit, Vernetzung und Frühe Förderung aufbauen.

Viele Schulleitungen berichten, dass aufgrund des herabgesetzten Eintrittsalters der Kindergartenkinder der Ablösungsprozess sowohl für die Kinder und die Eltern als auch für die Kindergartenlehrpersonen eine zunehmende Herausforderung ist. Zudem trägt die steigende Diversität der Familien dazu bei, dass der jeweilige Entwicklungsstand der Kinder immer unterschiedlicher wird. Der Schuleintritt ist der erste grosse Übergang in der Bildungsbiographie eines Kindes. Eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen dem Vorschulbereich, der Schule und den Eltern hilft, diese Stresssituation gemeinsam zu meistern, und unterstützt einen guten Start in den Chindsgi.

Von verschiedenen fachlichen aber auch politischen Seiten wird immer mehr erkannt, dass der Bereich der Frühen Förderung oder der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) gestärkt werden muss, um bildungsferne Familien zu erreichen und möglichst allen Kindern einen guten Start zu ermöglichen. Ein Bildungsverständnis, welches auch die informellen und nonformalen Bildungsorte miteinbezieht, ermöglicht Integration auf ganz verschiedenen Ebenen.

Programme wie PrimokizBildungslandschaften oder auch das Nationale Programm gegen Armut zeigen Wege auf, wie die Schule und der Vorschulbereich zusammenarbeiten können, um gemeinsam Kinder und Eltern auf ihrem Weg zu stärken.

Dabei gilt es besonders zwei Herausforderungen zu meistern. Einerseits Wege zu finden alle Eltern und Kinder zu erreichen und andererseits Schritt für Schritt ein kooperatives Bildungsverständnis zwischen den Fachleuten zu etablieren.

Im Bezirk Affoltern ist in Zusammenarbeit der Regionalleitung der Schulsozialarbeit (SSA) und der Gemeinwesenarbeit (GWA vom Amt für Jugend und Berufsberatung) ein Angebot für die Schulen des Bezirks entstanden. Das Konzept enthält drei konkrete Umsetzungs-massnahmen, welche auf den Bausteinen Elternarbeit, Vernetzung und Frühe Förderung aufbauen. Ziel ist es bildungsferne Eltern besser zu erreichen, den Schuleintritt gezielter zu begleiten sowie Akteurinnen und Akteure des Vorschulbereiches und der Schule zu vernetzen.

Gerne stellen wir unser Handout zum Konzept „Stark in den Chindsgi“ auf dem Blog Schulführung zur Verfügung:

Konzept «Stark in den Chindgsi»

 

Weiterführende Links:

Primokiz – Ein Programm zur Entwicklung einer umfassenden Strategie der Frühen Förderung in der Gemeinde –https://jacobsfoundation.org/activity/primokiz2/

Bildungslandschaften CH – http://bildungslandschaften.ch/

Bildungslandschaften Deutschland – http://www.lokale-bildungslandschaften.de/

 

Judith Odermatt, Gemeinwesenarbeit AJB und Claudia Bernasconi, Leiterin Regionalstelle Schulsozialarbeit AJB Bezirke Affoltern, Dietikon und Horgen

Schülereinteilungen mit Google Fusion Tables

Was ist das nur für eine mühselige Arbeit: Über 100 Klebepunkte in vier Farben (zur Unterscheidung von Mädchen und Knaben der zwei verschiedenen Schuleinheiten) auf einer zuvor hochkopierten Karte von Urdorf liefern mir nach einiger Such- und Klebearbeit einen Überblick über die einzuteilenden Schülerinnen und Schüler. Das muss doch auch einfacher gehen?!

Im letzten Schuljahr nahm ich mir Zeit dafür, diesen Prozess zu vereinfachen. Momentan arbeite ich so:

Schnelle Übersicht per Fusion Tables

Mit Fusion Tables brauche ich für eine Übersichtskarte mit allen einzuteilenden Kindern 10 Minuten. Das Schulsekretariat schickt mir ein Excelfile mit den Namen und Adressen der Schülerinnen und Schüler. Die Daten importiere ich in eine «Fusion Table», lasse das Tool die Adressen «erkennen» und erhalte eine erste Übersicht.

Der nachfolgende Screenshot zeigt keine aktuellen Schüleradressen, sondern zufällige Adressen aus meinem Arbeitsort :

Diese Karte dient mir nun als geographische Arbeitsgrundlage für die Einteilung in die zwei verschiedenen Schuleinheiten. Ich notiere mir nun noch Einteilungsgesuche und wichtige Kommentare von Lehrpersonen zu den einzelnen Punkten und drucke die Karte dann aus.

Diese Vorgehensweise ist definitiv schneller als meine alte und bietet folgende Vorteile:

  • Ich kann auswählen, welche Schülerinnen und Schüler angezeigt werden sollen: Nur solche aus dem Schulhaus A, nur Mädchen, nur solche der Lehrerin B usw.
  • Nach der gemachten Einteilung lese ich die provisorischen Klassenlisten ein. Dann klicke ich die einzelnen Klassen durch und überprüfe, dass Kinder aus einem Quartier möglichst in das gleiche Schulhaus sowie Kinder, die einen speziell weiten Schulweg haben, in die gleiche Klasse eingeteilt sind. Dies ist mit wenigen Mausklicks möglich.
  • Sind die entsprechenden Daten vorhanden, lassen sich einfach Heatmaps erstellen um die Entwicklung der Schülerinnen- und Schülerzahlen zu visualisieren. Dies ist für die Schulraumplanung eine gute Arbeitsgrundlage.

 

 

 

 

  • Habe ich die Schülerinnen und Schüler im Excel erfasst, lassen sich mit kleinem Aufwand weitere Daten automatisiert herauslesen.

Hinweise

Da die Daten auf Google Drive gelagert sind, benutze ich von den Schülerinnen und Schüler aus Datenschutzgründen nur die Initialen. Diese lassen sich in Excel einfach per Formel herauslesen.

Leider zeigt es Kinder, die an derselben Adresse wohnen, nur als einen Punkt an. Die fehlenden Punkte müssen manuell hinzugefügt werden oder die Koordinaten werden in einem Workaround leicht verändert.

Die Vorgehensweise erfordert IT Kenntnisse (Excel, Webtools). Da wir im Schulleitungsalltag aber genügend Zeit vor dem Bildschirm verbringen, lohnt es sich jedenfalls, an der eigenen IT Kompetenz zu arbeiten.

Fazit

Mit dem Tool spare ich Zeit, die ich sinnvoller einsetzen kann als mit dem Aufkleben von Punkten. Die Nachkontrolle mit den provisorischen Klassenlisten verringert zudem geographisch ungünstige Einteilungen.

Michael Gerber, Schulleiter Schulhaus Weihermatt, Urdorf ZH