Erweitertes Lernangebot «FESTLAND» mit Flying teacher vor Ort

Ein Alternative zur Schulinsel

Die Primarschule Schachen Winterthur (Schweiz) möchte mit dem Projekt «Festland» die Inklusion aller Schüler:innen und die professionelle Unterstützung der Lehrpersonen in schwierigen Unterrichtssituationen stärken. Ziel des Projekts ist es, tragfähige Klassenteams zu fördern, eine starke Beziehung zwischen Lehrpersonen und Schüler:innen aufzubauen sowie die Sozial- und Fachkompetenzen der Schüler:innen durch spezielle Zusatzangebote zu entwickeln. Die Grundhaltung der Schulleitung ist dabei, dass alle Kinder in der Stammklasse unterrichtet werden und keine Trennung oder Auslagerung stattfindet.

Ausgangslage

In einem längeren Prozess «auf dem Weg zu einer inklusiven Schulgemeinschaft» mit dem ganzen Schulteam und in enger Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Zürich entstanden drei Leitsätze, welche als das «Credo Team Schachen» bezeichnet werden: 1. Alle Kinder bleiben in unserer Schule. 2. Keine Lehrperson wird alleine gelassen. 3. Wir haben die Ressourcen, die wir haben. Um diesen Leitsätzen gerecht zu werden, braucht die Schule ein erweitertes Lernangebot in Situationen, die sowohl für Schüler:innen wie Lehrpersonen herausfordernd sind. Dieses soll so niederschwellig und kurzfristig sein, wie möglich. Gerade in schwierigen Situationen wird eine hohe Professionalität und pädagogisches Geschick benötigt.

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«Nichts ist schlimmer, als wenn du keinen Abschluss hast» 

Seit sechs Jahren arbeitet Sandra Brühlmann bei Surprise als Stadtführerin und bietet soziale Stadtrundgänge an. Ihre Lebensgeschichte, geprägt von schwierigen Voraussetzungen und Umgang mit grossen Herausforderungen, hat Stefanie Michel bei einer ihrer Touren zutiefst beeindruckt, dass sie Sandra für das Organisationskomitee (O.K.) des Symposiums Personalmanagement gewinnen wollte. Was Sandra dazu motiviert hat, beim Symposium Personalmanagement mitzuwirken, wie sie ihre Vergangenheit verarbeitet hat und was sie sich für die Schule der Zukunft wünscht, erzählt sie im Interview. 

Stefanie Michel: Sandra, warum engagierst du dich für das Symposium Personalmanagement? 

Sandra Brühlmann: Ich hatte selbst Probleme in der Schule und weiss aus eigener Erfahrung, wie schlimm es ist, wenn du keinen Berufsabschluss hast. Ohne Abschluss hast du kaum Chancen, ins Berufsleben einzusteigen. Deshalb ist es mir so wichtig, dass auch Menschen mit schlechten Voraussetzungen eine Ausbildung abschliessen können. Beim Symposium Personalmanagement kommen viele Menschen aus der Bildung zusammen. Dies bietet die grosse Chance, auf das Thema Bildungsgerechtigkeit aufmerksam zu machen und Verbesserungen anzustossen. 

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Nachhaltige Schulen im Schulnetz 21

Irene Lampert diskutiert mit Anita Schneider Classen, erfahrene Akteurin in Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), über die Entwicklung nachhaltiger Schulen im Rahmen des Schulnetz 21. Es geht um entscheidende Faktoren, welche die Gestaltung von nachhaltigen Schulen fördern und hindern.

Irene Lampert: Anita, bitte stelle dich kurz vor: Was ist deine aktuelle Rolle als Fachperson BNE im Schulnetz 21?

Anita Schneider Classen: In der Rolle als Fachperson Bildung für nachhaltige Entwicklung  im Zürcher Schulnetz 21 für die Volksschulen begleite ich Netzwerkschulen im Kanton Zürich, die sich für das Nachhaltigkeitsprofil entschieden haben. Zudem bin ich in der Steuergruppe und hüte dort die BNE-Perspektive in der Entwicklung des Netzwerks. Darüber hinaus bestreite ich einen Teil der Weiterbildung für die Kontaktpersonen, mit denen wir in den Schulen arbeiten. Meine Haupttätigkeit ist aber an der PH Schaffhausen als Beauftragte für BNE und Nachhaltigkeit.

Was machen nachhaltige Schulen aus deiner Sicht aus?

Diese Schulen verbindet, dass sie sich an Visionen, Ideen und Kriterien orientieren, die in einem Zusammenhang mit BNE stehen. Sie benötigen eine klare Vorstellung, wohin sie sich entwickeln möchten – eine Vision, die nicht zu weit in der Zukunft liegt, sondern konkrete Ziele für die nähere Zukunft setzt und an deren Umsetzung sie arbeiten. Nachhaltige Schulen zeichnen sich aber auch dadurch aus, dass sie vernetzt denken und planen, langfristige Prozesse gestalten und nicht nur kurzfristige Aktionen durchführen. Wichtig ist, dass sie sich mit den vorhandenen Ressourcen und den Voraussetzungen im Team kontinuierlich entwickeln, ohne sich dabei auszulaugen.

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Online-Weiterbildung als Lernerlebnis

Online-Weiterbildungen ermöglichen Flexibilität und eine intensive sowie persönliche Verbindung. Als Lehrgangsleiterin an der PH Zürich begleitet Irene Lampert Schulleitende auf ihrem Weg zur beruflichen Exzellenz. Sie sei begeistert, wie digitale Formate den Austausch auf ein neues Niveau heben. In einer global vernetzten Learning Community wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern echte Nähe geschaffen, die Beruf und Familie harmonisch miteinander vereint. Ein Erfahrungsbericht zum Online-Setting aus Sicht der Lehrgangsleiterin.

Als Lehrgangsleiterin der Schulleitungsausbildung DAS Schulleitung Online stehe ich tagtäglich in Kontakt mit engagierten Schulleitenden, die sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickeln möchten. Im Online-Setting erlebe ich, wie engagierte Schulleitende – ob erfahren oder im Aufbruch – in einer digitalen Learning Community zusammenfinden und gemeinsam wachsen. Ich erinnere mich an den ersten Tag – ein digitaler Kick-off in der ersten Session, der mich gleich spüren liess, dass wir hier mehr schaffen als nur aktuelle Führungstheorien und -konzepte zu vermitteln. Es war der Beginn einer aufregenden Reise, bei der ich miterleben durfte, wie sich ein Netzwerk von Führungskräften bildet, das auch über Ländergrenzen hinweg verbindet.

Flexibilität als Stärke in der Online-Weiterbildung

Durch die digitale Struktur können wir leicht Schulleitungs-Expert:innen und Fachkräfte aus aller Welt einladen. Aktuell steht eine interessierte Schulleitung aus Mexiko in den Startlöchern, die gespannt darauf wartet, an unserem Programm teilzunehmen. So ermöglichen es unsere Online-Module, wertvolle Impulse aus anderen Teilen der Welt einzubinden. Diese internationale Vernetzung bereichert nicht nur den Austausch, sondern eröffnet auch neue Perspektiven auf schulische Führung und Innovation.

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Die Rolle der Schulleitung für ein gesundes und motiviertes Team

Viele Lehrpersonen sind aufgrund der hohen beruflichen Anforderungen zunehmend emotional erschöpft, was negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit, die Unterrichtsqualität und die Leistungsfähigkeit der Schüler:innen hat. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Gesundheitsförderung in Schulen zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Forschung fokussiert insbesondere das Führungsverhalten der Schulleitungen und die Zusammenarbeit im Team als zentrale Ressourcen für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aller schulischen Akteur:innen. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie Schulleitungen mit transformationaler Führung sowohl die individuellen Ressourcen der Lehrpersonen fördern als auch die Zusammenarbeit im Team stärken können. Durch dieses Führungsverhalten schaffen sie ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld, das die Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigt und die Gesundheitsförderung als festen Bestandteil der Schulentwicklung verankert.

Einleitung

Die Vielzahl an Aufgaben und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Anspruchsgruppen führt bei zahlreichen Lehrpersonen zu einer starken Belastung (Schoch et al., 2023). Ein hoher administrativer Aufwand, wenig Pausen, Unterrichtsstörungen sowie Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben führen zu erheblichem Stress und unzureichender Erholungszeit, was sich negativ auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken kann. Die hohen Anforderungen haben in den letzten Jahren zu einem Anstieg an emotionaler Erschöpfung geführt (Iriarte Redín & Erro-Garcés, 2020; Sandmeier et al., 2017), die als zentrale Komponente des Burnout-Syndroms gilt (Maslach et al., 1997). Die Erschöpfung von Lehrpersonen hat weitreichende Folgen: Sie beeinträchtigt nicht nur die Unterrichtsqualität (Klusmann et al., 2022) und das Klassenklima (Keller-Schneider, 2019), sondern auch die psychosoziale und schulische Entwicklung sowie die Leistungsfähigkeit der Schüler*innen (Granziera et al., 2023; Madigan & Curran, 2021; Madigan & Kim, 2021).

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Was Schmetterlinge mit einer rassismussensiblen Schulkultur zu tun haben

Bearbeiten wir das Thema Rassismus in der Schule, leisten wir einen aktiven Beitrag zur Gewaltprävention. Wir schaffen damit eine sichere Lernatmosphäre für alle Beteiligten einer Schule: für die direkt sowie indirekt Betroffenen. Rahel El-Maawi, selbstständig tätige im Bildungsbereich und Autorin beschreibt, was es für eine rassismussensible Schulkultur benötigt.

Kürzlich sind mir in einer Schulhaus-Toilette eckige Schmetterlinge begegnet. Sie zeugen von zivilcouragiertem Handeln. Weder die Lehrpersonen noch die Schulleitung wussten, wer sie gezeichnet hatte. Tatsächlich war es das Hauswartsteam, das rassistische Symbole regelmässig überarbeitet. Da Übermalen nicht möglich war, verwandelten sie die Kreuze in Schmetterlinge.

Dieses Beispiel zeigt auf, wie wichtig das gemeinsame Handeln aller Schul-Akteuer:innen ist. Eine rassismuskritische Schule braucht Strategien, um eine diskriminierungssensible Schulkultur zu stärken.

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Als Schulleiterin nach Italien auswandern: «Pazienza, Pazienza, Pazienza»

Letzten Sommer hat Rita Sauter nach 12 Jahren an der Schule Hedingen ihre Sachen gepackt und ist nach Bergamo in Italien gezogen. Seit diesem Schuljahr leitet sie dort die älteste Schweizer Schule, die Scuola Svizzera di Bergamo. In zweiten Interview schaut sie zurück auf das erste Semester und wirft einen Blick in die Zukunft.

Niels Anderegg: Nun bist du seit einem halben Jahr «Direttrice» der Schweizerschule in Bergamo. Ich kann mir vorstellen, dass der Wechsel in eine andere Kultur interessant, aber manchmal auch herausfordernd ist.

Rita Sauter: Der Kulturwechsel war ein Teil, der mich gereizt hat, den Wechsel nach Italien an eine Schweizerschule zu machen. Auch nach einem halben Jahr gibt es immer noch Dinge, welche ich neu entdecke und einzuordnen versuche. Dabei ist es manchmal schwierig zu verstehen, was zur Kultur von Italien gehört und was spezifische Merkmale unserer Schulkultur sind.

Von Beginn an ist mir zum Beispiel aufgefallen, welchen herzlichen Umgang die Lehrer:innen und Kinder untereinander haben. So passiert es mir jeden Tag, dass Kinder auf mich zukommen und mich umarmen. Zu Beginn habe ich dies der italienischen Kultur zugeordnet, bei welcher Berührungen zum Alltag gehören. So kann es sein, dass ein Vater oder eine Mutter beim Verabschieden mich noch kurz am Ellbogen berührt. Daniela, meine Assistentin, erzählte mir kürzlich, dass sie den herzlichen Umgang an unserer Schule besonders schätzt und er ein Qualitätsmerkmal unserer Schule sei, nicht in diesem Masse üblich in Italien.

Wenn du auf das erste halbe Jahr an der Schweizerschule Bergamo blickst: Was waren deine Highlights?

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Visit my School: Die Tagesschule Vaduz hautnah erleben

Am 22. Mai 2025 öffnet die Tagesschule Vaduz ihre Türen und lädt ein zum Blick hinter die Kulissen. Bereichsleiterin und stellvertretende Schulleiterin Birgit Ammann gibt Einblicke in das Konzept der gebundenen Tagesschule, das altersdurchmischte Lernen und den Schulalltag. Als gebundene Tagesschule setzt sie auf eine ganzheitliche Bildung und Betreuung – weit mehr als nur Unterricht. Ergänzt wird das Programm durch einen Besuch im Zentrum für Schulmedien – inklusive einer Einführung in die Strukturen des Liechtensteiner Schulsystems.

Altersdurchmischtes Lernen: Selbstständigkeit und Verantwortung fördern

Ein besonderes Merkmal der Tagesschule Vaduz ist der Unterricht im altersdurchmischten Lernen. Diese Methode stärkt nicht nur die sozialen Kompetenzen der Kinder, sondern ermöglicht ihnen auch, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Jüngere Kinder profitieren von den Erfahrungen der Älteren, während diese ihr Wissen vertiefen und Verantwortung übernehmen.

Multiprofessionelles Team: Expertise für individuelle Förderung

Das Team der Tagesschule Vaduz besteht aus engagierten Lehrpersonen und Hortmitarbeitenden, die gemeinsam daran arbeiten, eine unterstützende und fördernde Lernumgebung zu schaffen. Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte stellt sicher, dass jedes Kind individuell gefördert wird und sein Potenzial voll ausschöpfen kann.

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ImaginEd: Spielerisch den digitalen Wandel an Schulen gestalten

Das Spiel ImaginEd regt an, Schule neu zu denken. Es motiviert, ungewöhnliche Ideen zu entwickeln und Herausforderungen spielerisch zu meistern. Dabei tauchen Teams ein in einen ungewöhnlichen, verrückten Schulalltag. Eliane Burri und Judit Martinez Moreno zeigen, wieso ImaginEd Schulen ganz neue Perspektiven eröffnen kann.

In einer Partie ImaginEd entwerfen Schulteams zeichnend und erzählend eine Vision ihrer eigenen Schule der Zukunft. Nach dem Spiel setzen sie konkrete Entwicklungsimpulse um und gestalten so den digitalen Wandel an ihrer Schule mit. ImaginEd ist ein praxiserprobtes und evidenzbasiertes Brettspiel, das Teams bei der Schulentwicklung unterstützt und Impulse für konkrete Projekte bietet.

Die eigene Vision von Schule in einer digitalen Welt entwickeln  

Der digitale Wandel eröffnet Schulen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten aber auch Herausforderungen. Diese reichen von der Bereitstellung moderner Infrastrukturen und Geräte über die Gestaltung von Unterrichtsinhalten bis hin zur Entwicklung der Kompetenzen und Haltungen des Personals. Wie können Schulen in diesem komplexen Prozess unterstützt werden, ihre eigene Vision für den digitalen Wandel zu entwickeln?

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Swedish Principals Explore Sustainable Leadership in Switzerland

In early February 2025, we, a group of Swedish school principals and educators, embarked on an inspiring journey through Switzerland to explore leadership for sustainability. This tour, organized by the Zurich University of Teacher Education (PHZH), aimed to foster collaboration and discussion among educational leaders, focusing on sustainable practices and leadership competencies.

The tour began at a school in the German part of Switzerland, where the principals engaged in lively discussions and activities. We participated in a photo categorization exercise that sparked insightful conversations about sustainability. This collaborative start set the tone for the rest of the tour, emphasizing the importance of shared perspectives in leadership.

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