Es gibt viele Argumente für Tagesschulen und Tagesstrukturen. Gleichzeitig haben die verschiedenen Anspruchsgruppen unterschiedliche Vorbehalte. Während sich Befürworterinnen und Befürworter sowie Skeptikerinnen und Skeptiker mit Themen wie Chancengerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Finanzierbarkeit oder gesundem Essen beschäftigen, bleibt die Perspektive der Führung von Tagesschulen und Tagesstrukturen vielfach im Hintergrund. Dabei gibt es einige Besonderheiten, welche die Arbeit von Führungspersonen beeinflussen, besondere Sorgfalt erfordern und im besten Fall bereichernd wirken, wie Regula Spirig und Frank Brückel erläutern.
Eltern versprechen sich von Tagesschulen und Tagesstrukturen, dass sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vereinfachen. Den Kindern sollen sie einen harmonischen Rahmen für ihr Lernen, ihre Freizeit und das Zusammensein mit Freundinnen und Freunden bieten. Die Politik erhofft sich je nach Zuständigkeit positive Auswirkungen auf die Steuererträge oder den Arbeitsmarkt oder einen Standortvorteil gegenüber anderen Gemeinden.
Daneben finden sich kritische Stimmen, die fürchten, dass elterliche Erziehungsaufgaben an die Schulen und den Staat delegiert beziehungsweise den Eltern weggenommen werden. Andere fürchten, dass Kinder den ganzen Tag belehrt und überwacht werden. Aber was macht die Führung von Tagesschulen oder Tagesstrukturen aus?
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