Blikk för läring – das Augenmerk aufs Lernen richten

Buggeland Skole ist typisch norwegisch: sympathisch, naturverbunden, qualitätsbewusst und klever. 420 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule – von der 1. bis zur 10. Klasse. Noten gibt’s erst ab der 8. Klasse, selektiert wird erst nach der 10. – wie in ganz Norwegen. Doch Buggeland Skole hat noch viel mehr zu bieten.

Der Wind von der nahegelegenen Westküste bläst mir eisern ins Gesicht. Ich bemühe mich freundlich zu lächeln, als sich Martine, eine 6.-Klässlerin vorstellt und mir mitteilt, dass sie für diesen Tag mein Guide sei. Sie werde mir die gesamte Schule zeigen und mit mir die 40-minütige Pause verbringen – spielend und draussen im Sturm wohlverstanden. Norwegen legt grossen Wert auf Natur und Wetter und stellt diese in der Bildung ins Zentrum. Ganz nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter – bloss schlechte Kleidung.

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Das wünsche ich mir vom 2. Onlinekongress für Schulleitungen

Was sind Ihre Themen für 2019? Welche Interessen und welche Wünsche haben Sie für den 2. Onlinekongress für Schulleitungen, der ganz im Zeichen der Digitalisierung stehen wird?

Beantworten Sie die 10 Fragen in wenigen Minuten und erhalten Sie als Dankeschön das E-Book «Schulleitung kompakt» des Auer Verlags.

Hier gehts zur Umfrage

WorkLifeHarmony – Kollegialer Service

«Gesundheit beginnt im Kopf. Wer Selbstverantwortung übernimmt schafft sich Gestaltungsoptionen, die viele Wege positiv beeinflussen.» Dies schreibt Marcel Waser auf LinkedIn über den Beitrag von Coach und Supervisor Daniel Keller. Als Kollegialer Service verraten Schulleiterinnen und Schulleiter aus dem Säuliamt, was sie für ihre WorkLifeHarmony tun. Ihre Kurzbeiträge sind als Anregung zu verstehen.

Bei 70% arbeite ich an drei Wochentagen und arbeite die restlichen Stunden zuhause, kompensiere mit Abendterminen etc. Ich achte darauf, dass meine beiden fixen Halbtage, an welchen ich je zwei Stunden Tennis spiele, durch nichts gestrichen werden müssen. Daneben mache ich mindestens jeden zweiten Tag Ausdauersport und leichtes Krafttraining. Ich versuche genug zu schlafen und verbringe im Winter fast jedes Wochenende in den Bergen. Im Sommer verbringe ich die freie Zeit auf dem Tennisplatz oder auf dem See. So bin ich, trotz Doppelbelastung als Mutter mit zwei Teenagern und Schulleiterin «fast» nie gestresst.

Muriel Dogwiler, Schulleiterin Primarschule Bonstetten

Der Austausch mit meinem Stellenpartner hilft sehr. Im Gespräch relativiert sich Vieles bereits wieder und es entstehen neue Ideen und Zugänge. So habe ich schon aus mancher belastender Sackgasse gefunden. Auch lohnt sich die Frage: Ist das, was ich momentan als sehr belastend empfinde, in einem Jahr noch relevant? Falls nicht… dann kann ich auch jetzt schon versuchen, es als weniger wichtig zu bewerten. Zusätzlich hilft mir: Zu mir selber genauso grosszügig sein, wie ich es mit andern bin, das Notebook im Büro lassen statt zuhause auch noch arbeiten und dafür aktive Erholung wie Sport oder Zeit mit der Familie  bewusst zu geniessen – das hilft.

Christoph Weber, Schulleiter Schule Knonau

Diese Karte hängt bei mir im Schulleitungsbüro. Ich habe sie auch den Lehrpersonen verteilt. Mit dem Hinweis: Der mittlere Aufwand bringt schon 80% des qualitativen Erfolges. Rainer Portmann sagt in seinem Selbstmanagementkurs: Überlegen und entscheiden Sie immer wieder, wann das  „aller Nötigste“, das „Optimum“ oder das „Maximum“ angezeigt ist. Tun Sie nie das „Perfekte“, selten das „Maximum“, häufiger das „Optimum“ und wo möglich das „Aller Nötigste“. So gelingt es mir, ein Ende zu finden und ein paar Inseln zu schaffen. Eine davon brauche ich regelmässig für ein Powernap nach der Mittagspause. 20 Minuten auf einer kleinen Matte im Büro bringt für 4 Stunden mehr Power. Ich bin ein kreativer Mensch und glaube an die Wichtigkeit des Humors in der Schule. Bei kreativen Arbeiten kann ich mich entspannen. Ich gestalte darum die Wochenpost etwas besonders, schreibe Lieder und Theater für die Schule oder nehme mir die Gitarre im Büro und spiele für mich ein paar Takte. Zwei Fixstunden Tennis pro Woche lasse ich mir selten nehmen.

Hanspeter Amstein, Schulleiter Primarschule Mettmenstetten

Während des Arbeitstages verlasse ich mittags mein Büro, fahre nach Hause, esse und mache ein Power Nap. Der Tapetenwechsel bringt Abstand und Ruhe. Im Winter, abends, strample ich vor dem TV bei einer sense oder no sense Sendung 😉 eine Dreiviertelstunde auf dem Hometrainer.  Wenn es draussen hell und warm ist, spaziere ich jeden Abend eine Stunde in der Natur. Am Wochenende gehe ich oft Wandern oder Snowbladen (Mini-Ski). Meine Katzen knuddeln tut immer gut. Gerne wuschle ich in meinem Mini-Garten herum.

Karin Ugolini, Schulleiterin Primarschule Obfelden

Und welches ist Ihr Rezept für Ihre WorkLifeHarmony? Schreiben Sie einen Kommentar!

Hier gehts zum Beitrag von Coach und Supervisor Daniel Keller «Keep the fire burning – Nur eine gesunde Schule ist eine gute Schule».

«Wer heute die Schule regiert» diskutieren wir am Mittwoch, 13.02.2019 an unserem Wein- und Käseabend im Zunfthaus zur Waag – Sie sind herzlich eingeladen. Der Anlass ist für unsere Blog-Leserschaft gratis. Sie brauchen nur Ihren ganz persönlichen Käse mitzubringen. Hier gehts zur Anmeldung.

Keep the fire burning – Nur eine gesunde Schule ist eine gute Schule

Das Thema “Gesundheit im Schulwesen» ist nicht neu, aktuell wird jedoch vermehrt die Verantwortlichkeit ins Zentrum dieser Diskussion gestellt. Fakt ist, dass der Arbeitgeber für den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer verantwortlich ist (Vergl. LCH und SER). Doch wer konkret ist mit «Arbeitgeber» gemeint? Sind es die Gemeinden, die Schulpräsidentinnen und Schulpräsidenten oder die Schulleiterinnen und Schulleiter? Und wer achtet auf die Gesundheit der Schulleiterinnen und Schulleiter?

Ich begrüsse es, dass diese Diskussionen geführt werden, denn ich bin überzeugt, dass nur eine gesunde Schule auf Dauer eine gute Schule sein kann. Vernachlässigt wird mir hingegen, dass auch jeder Einzelne eine gewisse Verantwortung trägt. In Coachings und Teamsupervisionen wird oftmals deutlich, dass die eigenen Bedürfnisse eine untergeordnete Rolle spielen oder ganz vergessen werden. Genau da muss aus meiner Sicht vermehrt angesetzt werden.

Gerade in der Teamarbeit ist es wichtig, dass die Bedürfnisse jedes Einzelnen offengelegt werden und die verschiedenen Qualitätsansprüche thematisiert werden. Dafür sind Teamsupervisionen ein effektives Mittel. Die geleiteten Sitzungen unterstützen die Teams dabei, die Konzentration auf das Wesentliche, also die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, nicht aus den Augen zu verlieren. In einer Zeit des ständigen Optimierens kann auch ein Schritt zurück eine wirkungsvolle Weiterentwicklung sein.

Ein Feuer braucht Holz und Sauerstoff, damit es am Brennen bleibt. Was brauchen Sie, damit Sie Ihren Beruf mit Freude und Leidenschaft ausführen können? Vielleicht wäre das ein guter Neujahrsvorsatz. In diesem Sinne «Keep the fire burning» für eine gesunde und gute Schule.

Daniel Keller, Schulberater, Coach und Supervisor

www.bildungskunst.ch

Wein- und Käseabend «Wer heute die Schule regiert?» im Zunfthaus zur Waag

Liebe Blog-Leserinnen und Blog-Leser 

Am Mittwochabend, 13.02.2019 von 17.30 bis 19.30 Uhr laden wir Sie ins traditionsträchtige Zunfthaus zur Waag nach Zürich ein, um mit uns für einmal nicht online sondern in der Zunftstube zu diskutieren – bei Wein und Käse – eine absolute Premiere. 

Erinnern Sie sich an den Blog-Beitrag «Wer heute die Schule regiert»? Ein NZZ-Artikel unter dem Titel «Einst hatten die Lehrerinnen und Lehrer das Sagen – Wer heute die Schule regiert» rüttelte auf und gab zu denken. Darin geht der Journalist Martin Beglinger der Frage von Richard Münchs Vortrag nach, ob es ein globales Netzwerk gäbe, welches das traditionelle pädagogische Establishment aushebelt und die Ökonomisierung der Schule anstrebt.

Johannes Breitschaft, Dozent des Zentrums Management und Leadership der PH Zürich reagierte auf den NZZ-Artikel und stellte im Blog Schulführung vier spannende Fragen:

  • Wer steuert eigentlich das Bildungswesen im Kanton Zürich?
  • Gibt es nicht wesentlichere Werte in der Bildungspolitik als ökonomische Prinzipien?
  • Wer hinterfragt das «Wofür» und nicht nur das «Wie» und «Was» bei Veränderungen und neuen Verfahren und Instrumenten?
  • Wie wahrscheinlich sind disruptive Szenarien in der Bildung, sodass digitale globale Player das Zepter übernehmen?

Dank der angeregten Blog-Diskussion kam die Idee auf, das Gespräch bei Wein und Käse fortzuführen. Nachdem auch Rektor Heinz Rhyn und  NZZ-Journalist Martin Beglinger ihr Interesse an der Teilnahme bekundeten, war der Termin rasch gefunden. Und mit Herrn Wimmer, Wirt des prachtvollen Zunfthauses zur Waag in Zürich, gewannen wir einen idealen Gastgeber.

Auch er war von unserem Ansinnen sofort begeistert: Jede Teilnehmerin / jeder Teilnehmer bringt einen eigenen, persönlichen Käse mit. Für Wein, Brot und weiter Beilagen fürs Buffet ist gesorgt.

Möchten auch Sie an dieser spannenden Diskussion teilnehmen? Sie brauchen sich nur anzumelden und einen persönlichen Käse (500g) mitzubringen.

Zögern Sie also nicht und sichern Sie sich einen Platz in der Zunftstube. Die Platzzahl ist beschränkt. Melden Sie sich unter folgendem Link für den Wein- und Käseabend an und bringen Sie ihren ganz persönlichen Käse mit!

Dieser spezielle Anlass ist ausschliesslich unserer Blog-Leserschaft vorbehalten. Wir freuen uns sehr auf Ihr Dabeisein.

Jörg Berger, Schulleiter Schule Knonau und Wissenschaftlicher Mitarbeiter Zentrum Management und Leadership, PH Zürich

Anmeldung: Wein- und Käseabend im Zunfthaus zur Waag

Oh du fröhliche VZE-Planung

Weihnachten steht vor der Tür. Für die Volksschulen im Kanton Zürich liegen die geschnürten Vollzeiteinheiten-Päckli unter dem Christbaum. Trotzdem man eigentlich weiss, was sich ungefähr darin befindet, ergibt sich immer mal wieder eine Überraschung.

Damit ist die Ressourcen-Weihnacht auch schon entzaubert. Im Anschluss geht es nämlich darum, die erhaltenen Prozente möglichst zielorientiert und für die Schule gewinnbringend einzusetzen. Die Planung für das nächste Schuljahr kommt in eine nächste Phase. Dank des neu definierten Berufsauftrags können nun die Planspiele zum optimalen Einsatz des Lehrpersonals an der Schule verbindlich starten.

Was zunächst nach ganz viel Kreativität und Gestaltungsspielraum klingt, hinterlässt einige Unsicherheiten. Die Gesamtheit der vereinbarten Prozente darf den Ressourcenrahmen nicht sprengen. Bereits vor der Umsetzung des neuen Berufsauftrages wurde deshalb ein kantonales Planungstool geschaffen. Mit Hilfe dieses Tools sollte es den lokalen Verantwortlichen ein Leichtes sein, zielgenau die vorhandenen Arbeitsstunden an der Schule zu planen.

Bloss – da hatte es doch einige Ungereimtheiten in der Exceldatei: Zellbezüge, die nicht funktionierten; eine Komplexität, die viele Anwender im schulischen Umfeld überforderte und eine Informationsbreite, die in der praktischen Anwendung für Verwirrung sorgte. Schlussendlich fehlten auch Möglichkeiten, welche das Arbeitsleben wirklich erleichtert hätten (als Beispiel die fehlende Vereinbarung in der ersten Toolversion).

Und damit landen wir nun doch noch bei der Kreativität

Es entstanden viele weitere Tools, welche die einzelnen Gemeinden für sich entwickelten. Ein prominentes Beispiel spielt dabei die Stadt Zürich, welche ein eigenes Instrument geschaffen hat. Inzwischen sprangen auch Private auf den Zug auf und boten verschiedene digitale Hilfsmittel an.

Auf die aktuelle Planungsperiode hin schuf das Volksschulamt ein komplett neues Tool, welches durchaus empfehlenswert und kostenlos downloadbar ist. Es erscheint wesentlich übersichtlicher und anwenderfreundlicher als sein vielgescholtener Vorgänger. Was ist denn nun zu empfehlen? Die eierlegende Wollmilchsau gibt es in diesem Bereich nicht und wird es wohl auch nie geben. Kein Tool ersetzt die Arbeit, welche die planungs- und personalverantwortlichen Stellen vor Ort leisten. Aber Tools können helfen, den Überblick zu behalten, Prozesse sichtbar zu machen, verbindliche Abmachungen festzuhalten und den Informationsfluss zu den Verwaltungen sicherzustellen.

Michael Jud, Schulleiter, Primarschule Dielsdorf

PS: Wir freuen uns über weitere Erfahrungsberichte von Schulführungspersonen mit dem neu definierten Berufsauftrag. Wer Lust hat im Blog zu beschreiben, soll sich doch bei Jörg Berger melden.

PPS: Hansjürg Brauchli, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum Management und Leadership der PH Zürich und langjähriger Schulleiter bietet zum Thema «Neu definierter Berufsauftrag» einen Kurs an. Die Informationen dazu findet man hier.

PPPS: Hier gehts zum Beitrag von Niels Anderegg: «Der Berufsauftrag als Kontrollinstrument entprofessionalisiert Lehrpersonen»

Auf den Spuren guter Schulen – Grundschule an der Würm Stockdorf

Das Zentrum Management und Leadership der PH Zürich führt vom 19. bis 23. Mai 2019 eine Studienreise für Führungspersonen im Bildungsbereich nach München durch. Wir besuchen vier unterschiedliche, interessante Schulen, die je in einem Kurzportrait vorgestellt werden.

Teil 2: Grundschule an der Würm Stockdorf

Am zweiten Tag unserer Studienreise fahren wir mit der S-Bahn in einen kleinen Ort im Südwesten von München, wo die Grundschule Stockdorf von der Würm umflossen wird. Die Grundschule an der Würm versteht sich als Ort des Lernens, des Lebens und des Wohlfühlens. Sie ist ebenso durch die ländliche Lage als auch durch die unmittelbare Nähe zur Grossstadt geprägt.

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«Ich wünsche mir noch mehr von Ihnen zu lesen»

Nach 6 Monaten, 57 veröffentlichten Beiträgen, 28 Kommentaren und 3151 Nutzer/innen wollten wir von unseren Leserinnen und Lesern wissen, welche Erfahrungen sie mit dem Blog Schulführung machen. 46 Personen haben geantwortet – herzlichen Dank! Die Ergebnisse der Online-Umfrage präsentieren sich wie folgt:  «Ich wünsche mir noch mehr von Ihnen zu lesen» weiterlesen

Auf den Spuren guter Schulen – Städtische Anne-Frank-Realschule München

Das Zentrum Management und Leadership der PH Zürich führt vom 19. – 23. Mai 2019 eine Studienreise für Führungspersonen im Bildungsbereich nach München durch und besucht dort vier interessante Schulen. Wie unterschiedlich diese sind, wird in den nächsten Wochen in einem Kurzportrait hier vorgestellt.

Teil 1: Städtische Anne-Frank-Realschule München

Der erste Tag unserer Studienreise führt uns zur Städtischen Anne-Frank-Realschule, eine von vier Mädchenschulen in München. Die Anne-Frank-Realschule ist eine dreizügige, sechsstufige Realschule (5. – 10. Klasse), die schon mehrere Preise gewonnen hat, zuletzt 2014 den Inneren Schulentwicklungs Innovationpreis (isi) als auch den Deutschen Schulpreis, der sie besonders für ihre innovative Ideen und die sichtbaren Konzepte auszeichnete. Auf den Spuren guter Schulen – Städtische Anne-Frank-Realschule München weiterlesen

Gesundheit stärkt Bildung

Die Vielfalt an Rollen, Aufgaben und Anspruchsgruppen fordert eine hohe  emotionale Präsenz im Berufsalltag von Lehrpersonen und Schulleitenden. Energie, die in der Schule und im privaten Umfeld wieder aufgetankt werden muss, damit ein gesundes Gleichgewicht erhalten wird. Dies ist einerseits eine individuelle Herausforderung für jede Person im Schuldienst. Andererseits bedeutet dies speziell für Schulleiterinnen und Schulleiter, ihren Mitarbeitenden und  sich selbst Sorge zu tragen. Was kann eine umsichtige Schul- und Personalführung zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden beitragen? Wie können gesundheitsförderliche Massnahmen präventiv und nachhaltig in den Schulstrukturen verankert werden?

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