Keep the fire burning – Nur eine gesunde Schule ist eine gute Schule

Das Thema “Gesundheit im Schulwesen» ist nicht neu, aktuell wird jedoch vermehrt die Verantwortlichkeit ins Zentrum dieser Diskussion gestellt. Fakt ist, dass der Arbeitgeber für den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer verantwortlich ist (Vergl. LCH und SER). Doch wer konkret ist mit «Arbeitgeber» gemeint? Sind es die Gemeinden, die Schulpräsidentinnen und Schulpräsidenten oder die Schulleiterinnen und Schulleiter? Und wer achtet auf die Gesundheit der Schulleiterinnen und Schulleiter?

Ich begrüsse es, dass diese Diskussionen geführt werden, denn ich bin überzeugt, dass nur eine gesunde Schule auf Dauer eine gute Schule sein kann. Vernachlässigt wird mir hingegen, dass auch jeder Einzelne eine gewisse Verantwortung trägt. In Coachings und Teamsupervisionen wird oftmals deutlich, dass die eigenen Bedürfnisse eine untergeordnete Rolle spielen oder ganz vergessen werden. Genau da muss aus meiner Sicht vermehrt angesetzt werden.

Gerade in der Teamarbeit ist es wichtig, dass die Bedürfnisse jedes Einzelnen offengelegt werden und die verschiedenen Qualitätsansprüche thematisiert werden. Dafür sind Teamsupervisionen ein effektives Mittel. Die geleiteten Sitzungen unterstützen die Teams dabei, die Konzentration auf das Wesentliche, also die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, nicht aus den Augen zu verlieren. In einer Zeit des ständigen Optimierens kann auch ein Schritt zurück eine wirkungsvolle Weiterentwicklung sein.

Ein Feuer braucht Holz und Sauerstoff, damit es am Brennen bleibt. Was brauchen Sie, damit Sie Ihren Beruf mit Freude und Leidenschaft ausführen können? Vielleicht wäre das ein guter Neujahrsvorsatz. In diesem Sinne «Keep the fire burning» für eine gesunde und gute Schule.

Daniel Keller, Schulberater, Coach und Supervisor

www.bildungskunst.ch

Gesundheit stärkt Bildung

Die Vielfalt an Rollen, Aufgaben und Anspruchsgruppen fordert eine hohe  emotionale Präsenz im Berufsalltag von Lehrpersonen und Schulleitenden. Energie, die in der Schule und im privaten Umfeld wieder aufgetankt werden muss, damit ein gesundes Gleichgewicht erhalten wird. Dies ist einerseits eine individuelle Herausforderung für jede Person im Schuldienst. Andererseits bedeutet dies speziell für Schulleiterinnen und Schulleiter, ihren Mitarbeitenden und  sich selbst Sorge zu tragen. Was kann eine umsichtige Schul- und Personalführung zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden beitragen? Wie können gesundheitsförderliche Massnahmen präventiv und nachhaltig in den Schulstrukturen verankert werden?

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