Trotz wissenschaftlichen Erkenntnissen – Kinder erhalten zu wenig Zeit fürs Spiel

Aus meiner Sicht wird im Tagesablauf der Kindergartenkinder ungenügend Zeit für die Unterrichtssequenz Freispiel eingerechnet. Und dies obwohl uns die Wissenschaft aufzeigt, wie wichtig Zeit für freies, intrinsisches Lernen im kindlichen Alltag ist.

Was können die Ursachen dafür sein?

Trotz wissenschaftlichen Erkenntnissen – Kinder erhalten zu wenig Zeit fürs Spiel weiterlesen

Zürcher Schulleiterverband setzt neu auf Weiterbildung

«Wir wollen unser Dienstleistungsangebot weiter ausbauen», verkündet Sarah Knüsel, wiedergewählte Präsidentin des Zürcher Schulleiterinnen und Schulleiter-Verbandes anlässlich der Generalversammlung.

Die bald 500 Mitglieder dürfen gespannt sein. „Operative und strategische Führung“, „Rechtliche Aspekte in der Personalführung“, „Umgang mit Widerständen gegen die Schulleitung“, „Unterrichtsbesuch im Kindergarten“ und eine Bildungsreise nach Berlin zählen zum Weiterbildungsangebot. Mit den budgetierten 20’000 Franken Gewinn aus den geplanten Veranstaltungen signalisiert der Vorstand seine Zurückhaltung.

Zürcher Schulleiterverband setzt neu auf Weiterbildung weiterlesen

Blog Schulführung im FOKUS

Seit sechs Monaten bloggen wir an dieser Stelle und erfreuen uns einer grossen Leserschaft. Im Magazin FOKUS wird unser Blog nun porträtiert. Die bei Redaktionsschluss im Mai prognostizierte Zahl von 1700 Besuchern wurde mit 2400 Personen sogar weit übertroffen.  Das Magazin liegt an der Pädagogischen Hochschule Zürich auf und wurde an alle Schulen und Abonnenten versendet.

Hell, neutral und warm – so sollten Räume für das Freispiel gestaltet sein

Der Raum ist ein wichtiger Faktor für ein langes und intensives freies Spielen, stellt Barbara Schwarz de Groot, Schulleiterin, in ihrer Forschungsarbeit zum Thema Spiel fest und gibt in dieser fünfteiligen Serie Einblick in Ihre Ergebnisse.

Hier gehts zu den ersten drei Beiträgen.

Voraussetzung für ein qualitativ hochstehendes Freispiel sind geeignete Räumlichkeiten, das heisst ein Haupt- sowie ein Nebenraum, in welchen es den einzelnen Kindern aber auch der Lehrperson wohl ist.

Es sollten Räume sein, welche zusammenhängend und überblickbar sind und ohne Aufwand in unterschiedliche Bereiche eingeteilt werden können. Gute Lichtbedingungen, Beschattung und auch eine gute Schalldämmung muss gewährleistet sein. Hell, neutral und warm – so sollten Räume für das Freispiel gestaltet sein weiterlesen

5 Fragen an Regula Moser, Schulleiterin Primarschule Ossingen

In der Rubrik «5 Fragen an…» interviewt Schulleiterin Simone Kramer ihre Nachfolgerin Regula Moser und gibt so den Staffetten-Stab weiter:

Regula, was bedeutet für dich Schulführung?

«Schule ist ein Stück Leben, das es zu gestalten gilt». Das stand im alten Lehrplan, gilt für mich aber auch im Lehrplan 21. Als Schulleiterin kann ich einiges beeinflussen, weil ich viele Wege plane.

Du warst 16 Jahre Schulleiterin in Seuzach. Wo und wie hat sich die Rolle der Schulleitung in dieser Zeit entwickelt?

5 Fragen an Regula Moser, Schulleiterin Primarschule Ossingen weiterlesen

Kinder brauchen mehr Freiraum

Im Kindergarten und in der Primarschule braucht die Kinder mehr Zeit, um sich beim Lernen selber organisieren zu können. Wie ihnen die Lehrpersonen dabei beobachtend, beratend und unterstützend zur Seite stehen, erläutert Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot in dieser 5-teiligen Serie zum Thema Freispiel.

Sie haben Folge 1 und 2 verpasst? Hier gehts zu diesen spannenden Berichten.

Beispiele aus dem Kindergarten:

Kinder brauchen mehr Freiraum weiterlesen

Spiel 2/5

Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot schreibt in dieser 5-teiligen Serie zum Thema Freispiel und gibt so Einblick in ihre spannende Forschungsarbeit.

Kindergarten A

Der Besucher betritt den KG, es läuft leise Musik und 22 Kinder malen an individuellen, ihren feinmotorischen Fähigkeiten entsprechenden Mandalas. Eine Ampel steht auf orange, das heisst die Kinder dürfen sich leise unterhalten. Die Kindergartenlehrperson schreitet zwischen den Tischen durch ohne einen Kommentar abzugeben.

Kindergarten B

Der Besucher betritt den KG, ein mächtiger Geräuschpegel von 22 Kindern kommt ihm entgegen. Spiel 2/5 weiterlesen

Spiel 1/5

In dieser 5-teiligen Serie gibt Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot jeweils am Freitag Einblick in Ihre Forschung zum Thema Freispiel und welchen Beitrag die Schulleitung zur Unterrichtsqualität beitragen kann.

Am 20. August kommen sie wieder, die knapp vier jährigen verspielten Mädchen und Knaben mit den orange farbigen TCS Streifen und den neuen Kindergartentäschli, keck erwartungsvoll oder scheu an der Hand der Mutter. Für die ganze Familie ist die Einschulung, also der 1. Kindergartentag ein einschneidendes Erlebnis.

Margrit Stamm, Professorin, Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft sagt: Spiel 1/5 weiterlesen

Pausenzeit?

«Also Dienstag, definitiv?» vergewissert sich eine Schulleiterin.» Uff, nicht ganz einfach, einen passenden Termin zu finden», stellt eine Leiterin Betreuung nüchtern fest. «Umso mehr freue ich mich auf den gemeinsamen Besuch der Tagesschule mit euch», rundet ein Schulleiter das Gespräch ab.

«Ich sehe immer wieder diese kleine Landschule in Estland vor mir. Wie die einfach Pausenplatzspiele im langen Gang aufgezeichnet haben, das ginge an meiner Schule nicht.» – «Ach komm, mach doch einfach mal und schau mal, was passiert … «

«Was gestern Prof. Dr. Martin Bonsen in seinem Referat gesagt hat, hat mich total bestärkt, die Strukturen an unserer Schule zu verändern. Ich hätte noch länger ihm zuhören können…»

Pausenzeiten? – Irgendwie weiss man’s – und doch – immer wieder zeigt sich das Phänomen aufs Neue: Interessante Leute, spannende Themen und die Pausen sind zu kurz!

Das war auch anfangs Juni zu beobachten: Teilnehmende des CAS «Pädagogische Schulführung» (PSF) fanden sich zum letzten Modultag im Tagungszentrum auf der Au ein. Das garstige Wetter zwang die Leute, die Pause in der grossen Eingangshalle an den Stehtischen zu verbringen, doch die intensiven Gespräche untereinander und das grosszügige Znünibuffet entschädigte sie vollauf.

Miteinander unterwegs sein, Gewissheit erlangen, einfach tun oder noch mehr davon – kennen Sie das auch? Eine hohe Zufriedenheit und ein wenig Wehmut!

Im Herbst startet der 4. Durchgang des CAS «Pädagogische Schulführung». Kommen Sie doch mit auf diese «pädagogische Bildungsreise»! Mit viel Inhalt und kurzen, intensiven Pausen.

Hansjörg Hophan, Dozent, PH Zürich

Rezension: Fokus Personalentwicklung

Das Buch ‘Fokus Personalentwicklung – Konzepte und ihre Anwendung im Bildungsbereich’ von Christine Böckelmann und Karl Mäder ist nachdem es lange vergriffen war, endlich in zweiter vollständig überarbeiteter und erweiterter Auflage wieder erhältlich. Die «gute Schule» braucht «gute Personen» und so ist die Personalentwicklung für Führungspersonen an Bildungsorganisationen eine der wichtigsten und vornehmsten Aufgaben: Dies gilt sowieso für Schulleitungen, aber auch für Schulpräsidien, Leitungen Betreuung und Schulverwaltungsleitungen. Personalentwicklung ist Chefsache oder, wie das erste Modul in unserem CAS Personalentwicklung heisst: «Personalentwicklung ist nicht delegierbar».

Das Buch ‘Fokus Personalentwicklung’ gibt einen guten Überblick über die unterschiedlichen Themengebiete der Personalentwicklung. Das Buch kann für das Selbststudium verwendet werden. Dann ist es aber eine eher trockene Materie. Mir scheint es hilfreicher und sinnvoller das Buch immer wieder bei spezifischen Situationen im Führungsalltag in die Hand zu nehmen und einzelne aktuelle Themen nachzulesen. So findet man im Buch auf wenigen Seiten die wichtigsten Informationen und kann diese gleich mit der Praxis und dem Leitungsalltag verbinden. Nehmen wir zum Beispiel das Thema ‘Gesund bleiben im Lehrberuf’. Die Studie des Schweizerischen Schulleitungsverbandes (VSLCH) zu den Herausforderungen der Schulleitenden ergab, dass die Gesundheit der Lehrpersonen ein Thema ist, dass die Schulleitungen zur Zeit sehr beschäftigt. Ab ins Buch – von Seite 103-107 erhält man auf wenigen Seiten die wichtigsten theoretischen und praktischen Hinweise dazu. Und wenn es um Burn-Out geht? Seite 107-110. Und wer sich für ein anderes Thema der Personalentwicklung interessiert – das Buch gibt vielfältige Einblicke.

Diese vielfältigen Einblicke haben manchmal den Nachteil, dass die einzelnen Themen nur sehr knapp abgehandelt werden können. So findet man beispielsweise zum Thema ‘Multiprofessionelle Teams’ (Seite 68-70) nur grundlegende Informationen. Wer sich mit dem Thema vertiefend auseinandersetzen will, braucht dann eine spezifischere Literatur. Das ist die Krux jedes Buches, dass einen Überblick über ein grosses Themagebiet gibt: Wie gelingt es das ganze Thema umfassend auf eine übersichtliche Anzahl Seiten so darzustellen, dass die einzelnen Themen trotzdem möglichst vielfältig besprochen werden. Nach meinem Empfinden ist dies Christine Böckelmann und Karl Mäder gut gelungen.

Das Buch gehört für mich in jede Bibliothek einer Führungsperson in Bildungsorganisationen, so dass immer wieder darin nachgeschlagen werden kann. Und so verbindet sich die Praxis mit der Theorie und der «guten Schule» steht nichts mehr im Wege.

Niels Anderegg, Bereichsleiter Management und Leadership, PH Zürich