Die Schule ist nicht bloss ein Lernort

Vielmehr ist die Schule der Lebensort, an dem in allen Bereichen der Gesellschaft aktiv gelernt werden muss.

8.20 Uhr am Mittwoch, 12. September 2018: Die rund 275 Primarstufenkinder des Schulhauses Walenbach versammeln sich in der Turnhalle; der stundenplanmässige Alltag findet heute nicht statt. Vielmehr steht der heutige Tag im Zeichen von fröhlichen Begegnungen, wertschätzendem Miteinander und einem friedvollen Zusammenhalt sowie gemeinsamen Spielen und dekorativem Basteln. Gemeinsam gesungen ertönt das selbst getextete Walenbachlied in voller Pracht und stimmt bereits durch den Inhalt auf den Tag ein.

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Trotz wissenschaftlichen Erkenntnissen – Kinder erhalten zu wenig Zeit fürs Spiel

Aus meiner Sicht wird im Tagesablauf der Kindergartenkinder ungenügend Zeit für die Unterrichtssequenz Freispiel eingerechnet. Und dies obwohl uns die Wissenschaft aufzeigt, wie wichtig Zeit für freies, intrinsisches Lernen im kindlichen Alltag ist.

Was können die Ursachen dafür sein?

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Hell, neutral und warm – so sollten Räume für das Freispiel gestaltet sein

Der Raum ist ein wichtiger Faktor für ein langes und intensives freies Spielen, stellt Barbara Schwarz de Groot, Schulleiterin, in ihrer Forschungsarbeit zum Thema Spiel fest und gibt in dieser fünfteiligen Serie Einblick in Ihre Ergebnisse.

Hier gehts zu den ersten drei Beiträgen.

Voraussetzung für ein qualitativ hochstehendes Freispiel sind geeignete Räumlichkeiten, das heisst ein Haupt- sowie ein Nebenraum, in welchen es den einzelnen Kindern aber auch der Lehrperson wohl ist.

Es sollten Räume sein, welche zusammenhängend und überblickbar sind und ohne Aufwand in unterschiedliche Bereiche eingeteilt werden können. Gute Lichtbedingungen, Beschattung und auch eine gute Schalldämmung muss gewährleistet sein. Hell, neutral und warm – so sollten Räume für das Freispiel gestaltet sein weiterlesen

Kinder brauchen mehr Freiraum

Im Kindergarten und in der Primarschule braucht die Kinder mehr Zeit, um sich beim Lernen selber organisieren zu können. Wie ihnen die Lehrpersonen dabei beobachtend, beratend und unterstützend zur Seite stehen, erläutert Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot in dieser 5-teiligen Serie zum Thema Freispiel.

Sie haben Folge 1 und 2 verpasst? Hier gehts zu diesen spannenden Berichten.

Beispiele aus dem Kindergarten:

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Spiel 2/5

Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot schreibt in dieser 5-teiligen Serie zum Thema Freispiel und gibt so Einblick in ihre spannende Forschungsarbeit.

Kindergarten A

Der Besucher betritt den KG, es läuft leise Musik und 22 Kinder malen an individuellen, ihren feinmotorischen Fähigkeiten entsprechenden Mandalas. Eine Ampel steht auf orange, das heisst die Kinder dürfen sich leise unterhalten. Die Kindergartenlehrperson schreitet zwischen den Tischen durch ohne einen Kommentar abzugeben.

Kindergarten B

Der Besucher betritt den KG, ein mächtiger Geräuschpegel von 22 Kindern kommt ihm entgegen. Spiel 2/5 weiterlesen

Spiel 1/5

In dieser 5-teiligen Serie gibt Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot jeweils am Freitag Einblick in Ihre Forschung zum Thema Freispiel und welchen Beitrag die Schulleitung zur Unterrichtsqualität beitragen kann.

Am 20. August kommen sie wieder, die knapp vier jährigen verspielten Mädchen und Knaben mit den orange farbigen TCS Streifen und den neuen Kindergartentäschli, keck erwartungsvoll oder scheu an der Hand der Mutter. Für die ganze Familie ist die Einschulung, also der 1. Kindergartentag ein einschneidendes Erlebnis.

Margrit Stamm, Professorin, Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft sagt: Spiel 1/5 weiterlesen