Überlegungen zur Volksschule und zu multiprofessionellen Teams

Im Rahmen eines Leistungsnachweises im Modul «Multiprofessionelle Teams» hat sich Oliver Suter, Schulleiter der Schule Rüterwis in Zollikon, Überlegungen zur Bedeutsamkeit und Umsetzung von multiprofessionellen Teams an Volkschulen gemacht. Seine Gedanken sollen mit anderen Führungspersonen im Blog geteilt werden.

Der Auftrag der Volksschule basiert im Wesentlichen auf der Bundesverfassung sowie auf den kantonalen Verfassungen, Gesetzen und Verordnungen. Er erwächst grundsätzlich aus dem Recht auf Bildung und der daraus hervorgehenden Schulpflicht. Letztere umfasst gleichermassen Bildung und Erziehung und richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen in der Schweiz. Die Volksschule ist damit eine der wenigen gesellschaftlichen Institutionen, die alle Menschen während eines wichtigen Teils ihres Lebens durchlaufen. Sie ist zudem der einzige Ort, an dem sich nahezu alle Kinder und Jugendlichen während elf Jahren regelmässig begegnen, unabhängig von Herkunft, Begabung, sozialem Hintergrund oder persönlichen Voraussetzungen.

Dieser Umstand ist wichtiger, als er zunächst scheint. Denn diese besondere Stellung verleiht der Volksschule eine hohe gesellschaftliche Bedeutung, Verankerung und Verantwortung. Sie hat nicht nur die Aufgabe, Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und die Schüler:innen auf ein verantwortungsbewusstes Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorzubereiten. Bildung und Erziehung lassen sich dabei nicht voneinander trennen. An den meisten Schulen in der Schweiz gesellt sich längst auch die Betreuung dazu, die vielerorts einen integralen Bestandteil des Systems «Schule» darstellt. Wenn im Folgenden von «Bildung» und/oder «Schule» die Rede ist, so ist die Betreuung immer explizit mitgemeint.

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Visit my School: Die Tagesschule Vaduz hautnah erleben

Am 22. Mai 2025 öffnet die Tagesschule Vaduz ihre Türen und lädt ein zum Blick hinter die Kulissen. Bereichsleiterin und stellvertretende Schulleiterin Birgit Ammann gibt Einblicke in das Konzept der gebundenen Tagesschule, das altersdurchmischte Lernen und den Schulalltag. Als gebundene Tagesschule setzt sie auf eine ganzheitliche Bildung und Betreuung – weit mehr als nur Unterricht. Ergänzt wird das Programm durch einen Besuch im Zentrum für Schulmedien – inklusive einer Einführung in die Strukturen des Liechtensteiner Schulsystems.

Altersdurchmischtes Lernen: Selbstständigkeit und Verantwortung fördern

Ein besonderes Merkmal der Tagesschule Vaduz ist der Unterricht im altersdurchmischten Lernen. Diese Methode stärkt nicht nur die sozialen Kompetenzen der Kinder, sondern ermöglicht ihnen auch, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Jüngere Kinder profitieren von den Erfahrungen der Älteren, während diese ihr Wissen vertiefen und Verantwortung übernehmen.

Multiprofessionelles Team: Expertise für individuelle Förderung

Das Team der Tagesschule Vaduz besteht aus engagierten Lehrpersonen und Hortmitarbeitenden, die gemeinsam daran arbeiten, eine unterstützende und fördernde Lernumgebung zu schaffen. Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte stellt sicher, dass jedes Kind individuell gefördert wird und sein Potenzial voll ausschöpfen kann.

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