Zukunftsfähige Curricula brauchen Mut zum Loslassen

Text von Tobias Zimmermann und Daniel Degen

Ein Informatikdozent stellt fest: Zahlreiche Absolvent:innen seiner Hochschule weisen trotz guter Noten gravierende Lücken auf – und zwar bei Kompetenzen, die sie laut dem Curriculum hätten erwerben sollen. Diese Mängel sehe er sowohl im Abschlusskolloquium als auch in den Abschlussarbeiten, «zum Beispiel: keine ingenieurgemässe Qualitätssicherung durch Testautomation, keine standardkonforme Programmdokumentation, keine Verwendung der in den Modulen gelehrten Entwurfsmuster – allesamt wichtige Kriterien für die berufliche Kompetenz» (Quibeldey-Cirkel 2018).

Der zitierte Bericht bestätigt eine Beobachtung aus unserem Alltag: Ein Curriculum kann sich auf dem Papier an Kompetenzen orientieren und de facto trotzdem zur Priorisierung von Stoffvermittlung und vielen summativen Prüfungen führen, die nachhaltigem Lernen abträglich sind. Wieso?

Bewährtes prüfen und Prioritäten aushandeln

Mit Curriculumentwicklungen wird oft versucht, auf Veränderungen in Wissenschaft, Berufspraxis und Gesellschaft zu reagieren. Technologische Entwicklungen verstärken diesen Anspruch. So müssen wir heute für alle Bildungsstufen fragen: Wie reagieren wir sinnvoll auf die rasante Ausbreitung von generativer KI? Welche Folgen hat diese Technologie, von Lernprozessen bis zu beruflichen Anforderungsprofilen?

Gleichzeitig bauen neue Erkenntnisse und berufliches Können auf vorhandenen Grundlagen auf. Curriculumentwicklung muss deshalb stets zwischen Kohärenz und Wandel balancieren. Eine zentrale Herausforderung dabei ist, für Neues Platz zu schaffen. Bleibt die Arbeitszeit der Lehrenden und die Lernzeit der Studierenden konstant, geht dies nur durch Weglassen von Bisherigem.

Herausforderung der Curriculumentwicklung: Neue Wege anlegen und Kohärenz wahren
(Bildquelle: Damian/stock.adobe.com)

Allerdings lassen sich für die meisten bestehenden Themen oder didaktischen Formate gute Gründe finden, weshalb sie erhalten bleiben sollen. Dabei können hinter solchen Verteidigungen auch Sorgen über Lehrstunden, Beschäftigungsgrade oder fachliche Identitäten stehen. Bei der Verteilung von Lektionen, Modulen und ECTS-Punkten können Einzel- und Gruppeninteressen gegenüber dem gemeinsamen Vorhaben in den Vordergrund treten, wie Bach und Zellweger (2022) beschreiben. Sie empfehlen deshalb, bei der Entwicklung berufsorientierter Curricula zunächst ein gemeinsames Kompetenzprofil und didaktische Leitlinien zu entwickeln, bevor einzelne Elemente in den Blick genommen werden.

Diese Verständigung ist aus unserer Sicht zentral: Sie erleichtert nicht nur schwierige Entscheidungen wie das Aufgeben von Lernzielen oder das Abschaffen bisheriger Prüfungsformate, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Kollegium die Änderungen mitträgt: Ein gestrichenes Lernziel mag zwar weiterhin fachlich sinnvoll sein, aber eben weniger Gewicht haben als ein neues Ziel, auf das man sich geeinigt hat.

Fachwissen für eigenständiges Denken nutzen

Was soll durch das Loslassen möglich werden? Wir diskutieren dies anhand der Future-Skills-Debatte. So warnte Barbara Getto am «Dialog tertiäre Bildung» im Mai 2026 davor, Fachwissen durch die Gegenüberstellung mit vermeintlich neuen Zukunftskompetenzen abzuwerten. Für die Entwicklung von Curricula bedeutet dies, dass ein Kollegium eine gemeinsam getragene Vorstellung davon entwickeln sollte, wie Studierende die zu erwerbenden Kompetenzen künftig einsetzen sollen.

Mit Blick auf Future Skills ist das Konzept der Epistemic Agency von Nieminen und Ketonen (2023) hilfreich: Studierende sollen Wissen eigenständig beurteilen, hervorbringen, nutzen und verändern können. Der Begriff lässt sich am besten mit epistemischer Handlungsfähigkeit übersetzen. Im Zentrum steht das fach- und/oder professionsbezogene Verhältnis der Studierenden zum Wissen:

  • Können sie fachliche Aussagen hinterfragen und begründet an deren Weiterentwicklung mitwirken?
  • Erfahren sie sich als Personen, deren Beiträge auch ausserhalb der Prüfungssituation Bedeutung haben?
  • Können sie berufliche Problemstellungen und gesellschaftliche Wertvorstellungen gegeneinander abwägen und eigenständige Gewichtungen setzen?

Um sich solchen Fragen zu stellen, brauchen Studierende verschiedenartige Gelegenheiten, ihr Wissen und ihre Haltungen zu erproben und zu hinterfragen.

Epistemische Handlungsfähigkeit: Wissen prüfen, Verbindungen herstellen, eigene Beiträge einbringen
(Grafik von T. Zimmermann)

Lernwege öffnen und fachlich begleiten

Gerade im Umgang mit generativer KI gewinnt diese Perspektive an Gewicht. Auch wenn KI-Output heute fachlich meist weitgehend richtig ist, fehlt ihm oft der Bezug zum konkreten Kontext. Zudem sind die meisten KI-Chatbots darauf trainiert, mit ihren Aussagen die Nutzenden zu bestätigen.

Umso bedeutsamer ist es, Curricula von der Volksschule über die Sekundarstufe II bis zur Tertiärstufe darauf auszurichten, dass Lernende Kompetenzen und nicht bloss Wissen erwerben. Das bedeutet nach unserem Verständnis, dass Studierende insbesondere auf der Tertiärstufe ganz bewusst «das Steuer» ihres eigenen Lernprozesses übernehmen. Zudem sollen sie sich dieser Steuerung bewusst sein und sie reflektieren können.

Vielversprechende Ideen für die Umsetzung in die Praxis liefert Tsao (2026), der Lernen als vernetztes Erkunden versteht. Dabei entstehen neue Verbindungen, und auch Umwege können produktiv sein. Aus diesem Verständnis lassen sich Lernaufgaben ableiten, die eigenständiges Denken herausfordern (sogar bei frei verfügbarer KI). Zwei Beispiele:

  • Studierende könnten eine KI-generierte Handlungsempfehlung mit ihren eigenen Beobachtungen aus der Berufspraxis abgleichen, Widersprüche untersuchen und eine eigenständige Empfehlung erarbeiten.
  • In naturwissenschaftlichen oder Ingenieur-Studiengängen könnten Studierende ein unerwartetes Messresultat theoretischen Modellen, Simulationen, Fachliteratur und KI-generierten Erklärungen gegenüberstellen, unterschiedliche Hypothesen entwickeln und durch weitere Messungen prüfen.

Entscheidend ist bei solchen Aufgabestellungen nicht die eine richtige Lösung. Vielmehr geht es darum, welche Quellen Studierende heranziehen, wie sie Alternativen abwägen und weshalb sie Ideen weiterverfolgen oder verwerfen. Solche Lernprozesse sind «KI-resilient», weil sie auf die Fähigkeit zielen, das eigene Urteil zu entwickeln und zu verantworten. Studierende lernen dabei, mit verschiedenen Quellen umzugehen: Fachtexte, Gespräche, eigene Erfahrungen oder eben auch KI-Instanzen.

Diese Lernwege brauchen Zeit und Orientierungshilfen. Die Arbeit der Lehrenden besteht somit nicht mehr darin, den ganzen Lernweg exakt vorzugeben. Zentral wird es, die Studierenden angemessen bei ihren Erkundungen zu begleiten und sie zu unterstützen, Zusammenhänge zu prüfen und ihre Denkwege weiterzuentwickeln. Mit zunehmender Kompetenz der Studierenden können die Lehrenden ihre begleitende Unterstützung reduzieren.

Studierende untersuchen gemeinsam ein unterwartetes Ergebnis.
(Bildquelle: Eni/stock.adobe.com, generiert mit KI)

Sollen Curricula weiterentwickelt werden, um Future Skills stärker zu adressieren, stehen wir also vor der eingangs geschilderten Problematik: Werden epistemische Erkundungsaufträge bloss zum bisherigen Programm addiert, wird das Curriculum überladen, und die neuen Elemente werden als Störung empfunden. Die Zeitknappheit wird dann vermutlich mit altbewährten Mustern angegangen, wie es der eingangs zitierte Dozent bemängelt: Bildungsinstitutionen und Lehrende setzen auf summative Wissensprüfungen, wodurch Studierende ihr Lernen zweckrational auf die kurzfristige Reproduktion prüfungsrelevanten Wissens ausrichten. Auf der Strecke bleibt der tiefgreifende Kompetenzerwerb.

Beurteilung verändern und Freiräume sichern

Das Loslassen betrifft deshalb auch Beurteilungsformate. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Wer möchte, dass Studierende auch zukunftsorientierte Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeiten, Ambiguitätstoleranz oder systemisches Denken entwickeln, muss dies nicht nur in Lernzielen festhalten. Vielmehr muss das ganze Constructive Alignment angepasst werden: Neben fachlich sinnvollen Lehr-Lern-Arrangements betrifft dies vor allem die Beurteilung.

Es ist empirisch erwiesen, dass summative Anforderungen die Aufmerksamkeit der Studierenden binden und ihr Engagement für formative Lerngelegenheiten reduzieren, die für den Kompetenzaufbau zentral sind (Zimmermann 2024). So könnte für unser Beispiel ein gemeinsames Praxisprojekt anstelle mehrerer isolierter Modulprüfungen eingeführt werden. In diesem entwickeln Studierende allein oder in Gruppen eine fachlich begründete Lösung, erhalten Rückmeldungen und überarbeiten sie (z.B. im Rahmen von Challenge-based Learning, Service Learning oder komplexen Fallbearbeitungen). Erst anschliessend werden ausgewählte Aspekte summativ beurteilt. Ein solches mehrphasiges Vorgehen ermöglicht den Studierenden, ihre epistemische Handlungsfähigkeit weiterzuentwickeln, indem sie eigene Entscheidungen treffen und Rückmeldungen eigenverantwortlich verarbeiten dürfen.

Wirksame Curriculumentwicklung verlangt Veränderungsbereitschaft

Damit der beschriebene Change funktioniert, sind Absprachen über Fach- und Modulgrenzen hinweg nötig: Werden z.B. die isolierten Modulprüfungen trotzdem weitergeführt oder zahlreiche Zwischenschritte des Praxisprojekts benotet, droht für Lehrende wie Studierende Überlastung sowie der Rückfall in nicht kompetenzorientierte Praktiken. Deshalb ist die Verständigung darüber wichtig, welche Rückmeldungen den Lernprozess voranbringen und welche Beurteilungsformate für eine tragfähige Abschlussbeurteilung zielführend sind.

Die gewünschte Veränderungsbereitschaft betrifft damit auch die Bildungsinstitution. So betonte Marlène Wirth am erwähnten Dialog-Anlass, die Zukunftsfähigkeit der Institution sei Voraussetzung dafür, die Future Skills der Studierenden konsequent zu fördern. Unsere These lautet deshalb: Curriculumentwicklung verlangt von Institutionen selbst die Bereitschaft zu jenen Veränderungen, die sie bei Studierenden fördern wollen. Zukunftsfähige Curricula entstehen somit dann, wenn der Mut zum Loslassen Raum für Neues schafft und die damit einhergehenden Veränderungen auch in die Weiterentwicklung der Institution als Ganzes einfliessen.

INFOBOX

Netzwerkanlass «Curricula im Spannungsfeld von Kohärenz und Wandel», 10. November 2026, PH Zürich

Im Gespräch mit Gästen und Publikum thematisieren wir anhand von Beispielen aus der Praxis, wie es in Studiengängen der Tertiärstufe gelingen kann, Curricula laufend zu aktualisieren und zugleich kohärent zu halten. Beschäftigen wird uns dabei, wie Bestehendes bewusst losgelassen und Raum für Neues geschaffen werden kann.
Das dialogische Format mit anschliessendem Apéro ermöglicht vielseitigen Austausch.

Literaturempfehlung

Der Beitrag von Dagmar Bach und Franziska Zellweger erläutert Curriculumentwicklung aus einer kompetenzorientierten Perspektive, bezogen auf professionsorientierte Bildungsgänge an Höheren Fachschulen und Fachhochschulen:

Dagmar Bach & Franziska Zellweger, 2022: Entwicklung berufsorientierter Curricula. In Höhere Fachschulen in der Schweiz: Herausforderungen und Perspektiven

Zu den Autoren

Spiel mit der Zukunft: Besser eins oder zwei?

Text von Charlotte Axelsson und Gabriel Flepp

Kennen Sie diese Situation? Man schaut auf eine Reihe Buchstaben, die immer kleiner werden und zunehmend aussehen wie Ameisen. Dann der erlösende Moment, die Optikerfachperson schiebt zwei Gläser vor die Augen und fragt: 

«Wo sehen Sie besser: bei eins oder zwei?» 

Eine erstaunlich schwierige Frage. Eins wirkt schärfer, zwei angenehmer. Oder war es umgekehrt? Kaum hat man sich entschieden, folgt bereits die nächste Variante. Eine Interessante Beobachtung aus der Welt der Brillen- oder baldigen Brillentragenden: Eins oder zwei, und welche Position muss ich einnehmen, um schärfer in der Zukunft zu sehen? An dieser Stelle wurde bereits darüber geschrieben, weshalb Zukunft eher einem Muster als einem Affen gleicht. Heute legen wir die Kristallkugel beiseite und laden Sie zum Sehtest ein. Sehen Sie bequem? Dann reichen wir Ihnen gerne die Zukunftsgespürbrille* für ein kleines Spiel in Form eines Zukunftssehtest.

*Eine Zukunftsgespürbrille ist weder rosarot noch schwarzmalerisch. Sie ist ein Denkwerkzeug, das das Undenkbare denkbar macht.

So funktioniert der Zukunftssehtest

Der Zukunftssehtest besteht aus drei Runden: Future Scenarios, Future Technology und Future Learning. In jeder Runde werden Ihnen zwei Karten angeboten. Beide zeigen eine mögliche Entwicklung. Betrachten Sie die Karten und entscheiden Sie:  Eins oder zwei? Gesucht ist nicht die wahrscheinlichere, realistischere oder angenehmere Sicht auf die Zukunft. Entscheidend ist, welches Bild von Zukunft Ihren Blick verändert. Welche Variante macht etwas sichtbar, das Sie bisher übersehen haben? Welche irritiert oder überrascht Sie? Welche erscheint Ihnen wünschenswert? Und was gerät durch Ihre Wahl möglicherweise aus dem Blick?

Future Scenarios

Sie sehen zwei zufällig gewählte Karten aus dem Stapel Future Scenarios. Mit welchem Szenario wollen Sie weitermachen? Mit welchem Blick und welchem Gespür fahren Sie weiter?

Eins: Bildung findet in einer selbstverantworteten Gesellschaft statt, durch die starke Individualisierung gestaltet man seine Bildung selbst und lenkt sich durch das System.

Zwei: Lebenslanges Lernen wird als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden, für die Organisationen, Staat und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Future Technologies

Als Nächstes werden aus dem Stapel der Future Technologies zufällig weitere Karten gezogen.

Eins: Der Stift wird zum bewussten Verlangsamer im Lernprozess. Schreiben von Hand schafft Denkpausen, macht Gedankengänge sichtbar und unterstützt eine vertiefte Auseinandersetzung mit Inhalten.

Zwei: Der KI-Chat wird zum Bildungsakteur. Er begleitet Lernprozesse, stellt Rückfragen, gibt Rückmeldungen und beeinflusst, welche Inhalte, Perspektiven und nächsten Schritte sichtbar werden.

Future Learning

Als Letztes erhalten Sie zwei Kartenvorschläge aus dem Stapel Future Learning; eins oder zwei?

Eins: Gelernt wird nicht mehr in klassischen Kursen, sondern anhand realer gesellschaftlicher und beruflicher Herausforderungen.

Zwei: Lernen findet in temporären Gemeinschaften statt, die sich je nach Thema neu zusammensetzen und danach wieder auflösen.

Drei Perspektiven, ein geschärfter Blick

Nun liegen drei Karten vor Ihnen: ein gesellschaftliches Szenario, eine Technologie und eine mögliche Form des Lernens. Gemeinsam ergeben sie eine erste Einstellung Ihrer Zukunftsgespürbrille.

Nehmen wir an, Sie haben eine stark individualisierte Gesellschaft gewählt, in der jede Person ihren Bildungsweg selbst gestaltet. Hinzu kommen der KI-Chat als Bildungsakteur und das Lernen anhand realer gesellschaftlicher und beruflicher Herausforderungen.

Was entsteht aus dieser Kombination?

Vielleicht ermöglicht die KI eine flexible und individuelle Lernbegleitung. Vielleicht wird Lernen stärker an konkrete Herausforderungen gebunden. Doch schon tauchen neue Fragen auf: Wer bestimmt, welche Herausforderungen relevant sind? Welche Daten benötigt die KI? Was bleibt die Aufgabe der Lehrenden? Und wie stellen wir sicher, dass mehr Effizienz nicht auf Kosten von Lernqualität, Teilhabe und einer sinnvollen Gestaltung von Lernprozessen geht?

Genau hier beginnt Zukunftsgespür. Nicht bei einer einzelnen Karte, sondern bei den Beziehungen zwischen den Karten.

Das Szenario zeigt, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen Bildung stattfinden könnte. Die Technologie verändert die Möglichkeiten und Abhängigkeiten. Die Lernform macht daraus konkrete Rollen, Räume und Angebote. Keine dieser Perspektiven genügt für sich allein. Ein Zukunftsszenario ohne technologisches Verständnis bleibt leicht abstrakt. Eine Technologie ohne Vorstellung davon, wie Menschen lernen sollen, wird schnell zum Selbstzweck. Ein neues Lernformat ohne gesellschaftlichen Kontext löst möglicherweise nur die Probleme von gestern.

Diese Verbindung bildet den roten Faden des CAS Education Futurist. In den drei Kernmodulen Future Scenarios, Future Technology und Future Learning untersuchen die Teilnehmenden mögliche Zukunftswelten, analysieren Technologien als Teil grösserer Systeme und entwerfen zukunftsorientierte Lernangebote. Sie bleiben dabei nicht beim Nachdenken stehen. Sie prüfen Entwicklungen kritisch, erproben eigene Ideen und übertragen sie auf ihren Bildungskontext.

Der CAS liefert keine fertige Zukunft zum Mitnehmen. Er bietet Modelle, Methoden und Erprobungsräume, mit denen sich der eigene Blick schärfen und immer wieder neu einstellen lässt.

Es bleibt diese Verschachtelung von Hier und Jetzt und möglichen Zukünften. Ein Zusammenspiel aus Entscheidungen, Perspektiven und offenen Fragen. Die richtige Antwort gibt es nicht. Zukunftsgespür beginnt nicht damit, Zukunft eindeutig zu bestimmen, sondern mit der Bereitschaft, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen und die eigene Sicht immer wieder neu einzustellen.

INFOBOX

Der CAS Education Futurist startet am 5. November 2026. Melden Sie sich jetzt an!

Die drei Kernmodule des CAS sind einzeln buchbar:
- Future Scenarios, Start: 12. November 2026
- Future Technologies, Start: 8. April 2027
- Future Learning, Start: 16. September 2027

Zu den Autor:innen

Charlotte Axelsson ist Leiterin des Zentrums Digital Learning der PH Zürich.

Gabriel Flepp ist Dozent an der PH Zürich.

Sie leiten den CAS Education Futurist zusammen.