Spielen Sie Schach oder coachen Sie ein Fussballteam? Dann ist Ihnen «Rochade» bestimmt ein Begriff. Das Grundprinzip der Rochade lässt sich als Metapher durchaus auf die Führungsarbeit in Schulen übertragen. Die Dozenten Reto Kuster und Frank Brückel zeigen Spielzüge auf.
Nicht selten lassen sich knifflige Spielsituationen mit dem Rochieren von Positionen überraschend schnell auflösen. Man setzt sich über gewohnte Formationen hinweg, überspringt oder wechselt die Seiten und kann damit wirksamer auf Spielzüge des Gegenübers reagieren.
Diese Situationen können auch in der Führungsarbeit in Schulen vorkommen. Speziell in Tagesschulen sehen sich die Leitungspersonen immer wieder mit der Sachlage konfrontiert, welche eine Rochade im Führungshandeln erfordern.
Die Frage, wer wen führt, lässt sich im Alltag kaum trennscharf beantworten, auch wenn Organigramme oder Aufgabenbeschriebe Eindeutigkeit vermitteln. Umso wichtiger ist es für ein Leitungsteam in Tagesschulen, Führungsverantwortung gemeinsam zu übernehmen und situativ zu handeln. Drei Fallbeispiele: