Write my Fire – #11: Landstrasse

Write My Fire!«Landstrasse, gelber Mittelstreifen, Wüste, keine Tiere.
Sie am Steuer, er auf dem Beifahrersitz.
Füsse aus dem Fenster.
Radio in voller Lautstärke.
Er singt die Vocals, sie gibt die Bläser.
Eine Tankstelle.
Fill her up.
Ein Diner.
Cheescake and coffee.
Refill, yes baby.»

(Geschrieben zu: Johnny Cash – «Ring Of Fire»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Reflexives Schreiben für Skikönige

1.18224641.1390146173Seit Patrick Küngs Lauberhornsieg wissen wir, dass Erfolg nicht nur mit  österreichischen Trainern zu haben ist, sondern auf reflexives Schreiben zurückzuführen ist. Im NZZ-Beitrag «Das Buch Küng» erfahren wir, dass Küng regelmässig ein Renntagebuch führt:

„Nach alter Väter Sitte schrieb er nieder, was es bei dieser und jener Piste zu berücksichtigen gilt, handschriftlich, nicht auf dem Computer, «das ist viel zu schwierig». Erstes Training, zweites Training, Rennen – stets machte er Notizen, «die ich ein Jahr später hervorholen konnte, damit ich wieder wusste, welche Passagen mir Mühe bereitet hatten». Zudem verewigte er, welchen Ski er gefahren war, welchen Schuh, mit welcher Abstimmung.“ (NZZ 20. Januar 2014).

Vielleicht brauchen Spitzensportler/innen neben technisichem Support auch einen Schreibcoach zur Seite?

Alles hat ein Ende …

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© Stephan Brülhart

Nicht nur das Jubiläumsjahr des Schreibzentrums geht zu Ende. Nach 14 Jahren und 58 Beiträgen liegt auch der Mediensplitter «in den letzten Zügen». Aber er ist  in guter Gesellschaft: Raucherabteile und Kartonbillette, Vinylschallplatten und VHS-Rekorder, Glühlampen und Blitzwürfel sind ebenfalls Geschichte. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
Den letzten Mediensplitter hier lesen, bevor auch das Internet verschwindet.

Write my Fire – #10: Advent

Write My Fire!«Er springt auf dem Kranz,

ich seh‘ ihn genau,

den teuflischen Tanz,

er stellt sich zur Schau.»

(Geschrieben zu: Arthur Brown – «Fire»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

«Die Leute kommen nicht, um sich auf die Schulter klopfen zu lassen.»

Drei Tutorinnen und Tutoren berichten aus ihrem AlltagIm Schreibzentrum der PH Zürich arbeiten zurzeit 13 Tutorinnen und Tutoren und unterstützen andere Studierende in ihren Schreibprozessen. In der aktuellen Ausgabe von «ph akzente» berichten drei von ihnen über ihre Erfahrungen, die sie als Schreibberaterinnen und Schreibberater machen. Und sie sagen, was Peertutoring wirklich taugt. Ein Blick hinter die Kulissen.

Männlein oder Weiblein?

Gender GuesserIm April hat der Sprachprofiler Raimund Drommel für uns aus dem Nähkästchen geplaudert. An der PH Zürich schilderte er auf eindrückliche Weise, wie er Tätern aufgrund ihres Sprachgebrauchs auf die Schliche kommt, wenn die Polizei nicht mehr weiter weiss.

Jetzt können auch Sie Sprachdetektiv spielen. Ein bisschen wenigstens. Lassen Sie einen beliebigen (englischen) Text in Sekundenschnelle vom «Gender Guesser» analysieren. Findet er das Geschlecht des Autors oder der Autorin heraus? Wie steht es mit Ihren englischen Texten? Resultate als Kommentar sind willkommen.

FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #10

FAQHäufig gestellte Frage:«Warum könnt ihr mich so gut beraten? Wo habt ihr das gelernt?»

Unsere Antwort: Wir wissen, wovon wir sprechen, weil wir als Schreibende mit denselben Fragen konfrontiert sind.

  •  Auch Tutorinnen und Tutoren schreiben regelmässig und erleben dabei die ganze Gefühlspalette des Schreibprozesses. Es beginnt mit der verzweifelten Suche nach einer guten Fragestellung, den unzähligen Ansätzen, dem Verwerfen von Wörtern, Textabschnitten oder gar ganzer Seiten. Als ob das nicht genug wäre, sind wir mit Zeitnot, Unlust oder (natürlich zu den unpassendsten Momenten) mit Schreibblockaden konfrontiert.
  • Auch als Tutorinnen und Tutoren zeigen wir unsere Texte regelmässig und lassen uns coachen. Wir wissen aus erster Hand, dass es nicht immer einfach ist, eigene Texte oder Textfragmente vorzulegen und uns coachen zu lassen.
  • Als Tutorinnen und Tutoren werden wir regelmässig aus- und weitergebildet. Das gegenseitige Coachen echter Texte (wir studieren ja alle noch) sowie die Reflexion über die Art und Weise, wie wir Feedback geben, verhelfen uns nicht nur zu neuen Einsichten in unseren eigenen Schreibprozess, sondern auch zu mehr Wissen und Erfahrung, die wir euch weitergeben können.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «ph akzente»: Die Studierenden-Kolumne

ph akzente 4/2013Schon seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für «ph akzente». Im aktuellen Heft zum Thema «Kritik» sucht Michael Sasdi auf Seite 37 ein Zimmer …

Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne:
Michael Sasdi: «Zimmersuche in der grossen Stadt.»

Schande

Schande cover«Für einen Mann seines Alters, zweiundfünfzig, geschieden, hat er seiner Ansicht nach das Sexproblem recht gut im Griff.»

 

Ja, es geht um Sex. Und damit zusammenhängend um einen Skandal des  Literaturprofessors und Berufsromantikers David Laurie aus Kapstadt. Aber nicht nur. Den bleibenden Eindruck nach der Lektüre hinterlässt Davids Tochter Lucy. Obwohl das offizielle Apartheid-Regime gestürzt ist, brodeln die Rassenkonflikte unter der Oberfläche weiter. Lucy wird Opfer eines brutalen Überfalls und entwickelt einen ganz eigenen Umgang mit Rassenkonflikten, indem sie – für ihren Vater David unverständlich – den Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt durchbricht.

Mit Schande gewann J.M. Coetzee 1999 zum zweiten Mal den Booker Prize.

Der Roman wurde 2008 von Steve Jacobs verfilmt («Disgrace»).

 

J. M. Coetzee
Schande.
Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke.
Frankfurt/M.: S. Fischer, 2000.