Politische Lindgren

«Der Frieden bietet keine grosse Geborgenheit, die Atombombe wirft ihren Schatten auf ihn.» Diese fast schon seherische Aussage aus dem Jahr 1945 stammt aus Astrid Lindgrens Tagebuch. Mehr über das politische Denken der Kinderbuchautorin ist im Medientipp von Martina Meienberg in Heft 4/2016 von Akzente zu erfahren

Martina Meienberg: «Politische Lindgren» (und als PDF hier).

Wahrheit, Hass und Cybermobbing

In Bücher am Sonntag vom 26. Juni 2016 bespricht Daniel Ammann zwei neue Jugendromane, in denen es um Freundschaft, Liebe und den unerbittlichen Kampf um Beliebtheit geht.  Die social media tragen ihren Teil dazu bei. mathieu_Wahrheit_ueber_Amy_cover_web nilsson_Hass_gefaellt_mir_web

Jennifer Mathieu
Die Wahrheit über Amy
Aus dem Amerikanischen von Ivana Marinovic. München: dtv, 2016. 239 Seiten. Ab 14 Jahren.

Johanna Nilsson
Hass gefällt mir.
Aus dem Schwedischen von Maike Dörries. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2016. 169 Seiten. Ab 14 Jahren.

 

Amüsanter Nonsens für auf den Nachttisch

Wiglaf_Droste_Washabi_dir_nur_getan

Meer und Rettich
«Aus tosendem weißen Meer rett ich
Dich, meine schöne Gabi.
Doch was nimmst du ängstlich, ja panisch
So grüne Farbe jetzt an?
O Gabi! Sake: Wasabi
Dir denn nur getan?»

(Rezension von Marcel Flütsch)

Wiglaf Droste ist hierzulande noch nicht allzu bekannt, gilt aber vielerorts als personifiziertes Mekka sämtlicher Deutschlehrerwitze.
Der Autor sprüht vor Scharfsinn und Unsinn. Er poesiert über Freundschaft, Katzen, die Weltreligionen, Fussball, Stress, Brüste, Salafisten und ob man Salate eigentlich fisten kann.
Oft wirken die Gedichte wie an eine Klokabinenwand hingeschmiert, andere möchte man am liebsten gülden einrahmen und für den Rest seines Lebens übers Bett hängen.

Das Buch ist bestens geeignet, um in einer freien Minute reinzuschmökern oder abends einige Male in die Bettdecke hineinzukichern. Trotzdem bleibt einem das Kichern nicht selten im Hals stecken und man überdenkt seinen Medienkonsum oder grübelt über die Moral von Drohneneinsätzen in Kriegsgebieten nach. Sämtliche Gedichte sind gespickt mit Wortwitzen und -kreationen für Sprachbegeisterte. Trotz all der humorvollen Zeilen schafft es Droste immer wieder auch ernste Themen auf den Tisch zu bringen, ohne den Leser mit erhobenen Mahnfinger zu belehren oder die Themen zu verulken.

Das pädagogische Publikum wird sich nun womöglich fragen, ob das Buch sich auch in der Schule eignen würde. Die Antwort ist mal mehr, mal weniger: “Habe ich halbegs angemessen gelebt oder nur feige rumgesessen? Viel Wirrsinn und Unfug rührn her vom Penis. Mal wünscht er dieses, mal wünscht er sich jenis.”
Spass macht es auf jeden Fall, und wer wissen möchte, was es mit dem Titel auf sich hat, braucht sich nur das Buch zu besorgen und auf Seite 1 aufzuschlagen.
Wer sich einfach nur den Wiglaf Droste ohne Kleider – und als Bonus noch eine blutte Frau – auf den Nachttisch stellen möchte, ist auch mit dem Titelbild des Buches schon ganz gut bedient.

Wiglaf Droste
Wasabi dir nur getan? 
München: Verlag Antje Kunstmann, 2015
128 Seiten

 

 

Schreiben und Scham

PSY Honegger 2470 COV 150721.inddIn seiner Rezension Schreiben im Affekt befasst sich Tobias Zimmermann mit der Publikation Schreiben und Scham, die im letzten Herbst im Psychosozial-Verlag erschienen ist. In einer Tour d’Horizon geht er schlaglichtartig auf die verschiedenen Beiträge des Sammelbandes ein.

Seine Rezension ist in der Zeitschrift Schreiben erschienen und findet sich hier als PDF.

 

 

 

Nahrhafter Schinken für Schreibcoachs

 

akzente_cover_1_2016_fur_websiteMit dem Schinken ist der Sammelband, der von Stephanie Dreyfürst und Nadja Sennewald herausgegeben wurde, gemeint. Wo im Sammelband herzhaft zugebissen werden kann und wo lieber an anderer Stelle zugelangt werden sollte, lotet Alex Rickert im Online-Medientipp zu Heft 1/2016 von Akzente aus.

Medientipp von Alex Rickert: «Nahrhafter Schinken für Schreibcoachs» oder
als Langtext in der Zeitschrift Schreiben vom 31.10.2015.