Reto Stalder in Hochform an der PHZH

Am ersten Schweizer Vorlesetag besuchte Reto Stalder, bekannt aus der SRF-Bestatter-Serie, die PHZH. Während einer Stunde las der Schauspieler vor, was die Zuhörer und Zuhörerinnen ihm vorsetzten: Selbstgeschriebene Texte, Liebesbriefe, Woolfolks «Pädagogische Psychologie», Zungenbrecher-Reime und bibliothekarische Katalogisierungsregeln. Alles spontan und ungeprobt.
Reto Stalder verstand es, für jeden Text eine passende Haltung und Stimmung zu finden. Mal trocken, dann wieder lebendig und oft witzig und humorvoll. Damit stellte er sein Können als Vorleser eindrücklich unter Beweis.

Im Anschluss an die Lesung gab Reto Stalder im Gespräch mit Moderatorin Monique Honegger Tipps, wie das Vorlesen geübt werden kann. Mit dem Einsatz von praktischen, umsetzbaren Tricks wird das Vorlesen zu einem Genuss für die Zuhörerinnen und Zuhörer – und auch für den Vorleser oder die Vorleserin selbst.

Über 60 Personen folgten gebannt der Veranstaltung und holten sich zum Abschluss ein Autogramm des charmanten Schauspielers und liessen sich mit ihm fotografieren.

Der erste Schweizer Vorlesetag war an der PHZHZ und in zahlreichen Veranstaltungen in der ganzen Schweiz ein grosser Erfolg. Das Lernforum plant bereits die nächste Veranstaltung am 22. Mai 2019!

Tipps und Tricks von Reto Stalder für Lehrpersonen und andere Vorleser*innen

  • Vorlesen kann man für sich allein üben.
  • In der Vorbereitung die Geschichte mit der eigenen Fantasie weiterdenken, mit der eigenen Fantasie aufladen. Eine Welt aufbauen, in der man sich während dem Vorlesen bewegen kann.
  • Vor dem Vorlesen die Stimme aufwärmen. (Zum Beispiel mit einem langen «Mmmmmmm», als würde man in einer Bäckerei den feinen Duft von frischem Brot einatmen und den Duft auf der Zunge zergehen lassen.)
  • Für das Vorlesen im Unterricht einen speziellen Raum schaffen, das Vorlesen vom sonstigen Unterricht abkoppeln.
  • Die Zuhörer*innen, die Geschichte und die Figuren ernst nehmen. Als Vorleser*in in die Geschichte eintauchen, in der Geschichte sein. Die Geschichte mitdenken.
  • Nach dem Vorlesen mit der Klasse über das Gehörte zu sprechen.

PH Goes Poetry – and the Winner is …

… NADJA ISLER!!!

Wieder hat sie die Jury überzeugt und den letztjährigen Sieg mit einem knackigen Text über das angespannte Verhältnis zwischen dem Thurgau und Zürich und einer witzigen Performance bestätigt. Der Whisky und das erste Preisgeld sind hochverdient.

2. Platz für S.M. für einen Text über die Tücken der Kommunikation zwischen Junglehrer und Eltern.
https://media.phzh.ch/Medium/View/98679/15475

3. Platz für Monique Honegger mit einer virtuosen Liebeserklärung ans Schreiben und was man damit bei Empfänger*innen bewirken kann.
https://media.phzh.ch/Medium/View/98680/15475

Moosestache wurde einmal mehr von den Slammern Joël Perrin und Lukas Becker moderiert – die beiden sind eine Klasse für sich!

Nicht lange warten: Die Ausschreibung für PH Goes Poetry Moosestache 2019 folgt Ende Jahr!

Ein «Bestatter» liest, was du ihm bringst

Reto Stalder am ersten Schweizer Vorlesetag zu Gast an der PHZH

Reto Stalder aka Fabio Testi liest vor, was dein Herz begehrt: Selbstgeschriebenes, Lieblingsromane, schönste Gedichte, Modul-beschreibungen und Kochrezepte. Spontan und ungeprobt.
Bring mit, was du endlich einmal hören möchtest!
Und wenn du wissen willst, wie du deiner Klasse oder deiner Freundin noch spannender vorlesen kannst: Reto Stalder hilft dir mit Tipps und Tricks.

Mittwoch, 23. Mai 2018  / 12.30–13.30 Uhr / LAC-C012

PH Goes Poetry Moosestache: die Finalist*innen

Die Jury hat entschieden: Daniela Baumann, Sharon Ben Ishai, Joëlle Desole, Nadja Hort, Monique Honegger, Nadja Isler, Selwyn Maher und Salomé Zollinger werden am nächsten Moosestache-Slam um Whisky, Preisgeld und Applaus battlen. Wird Nadja Isler ihren Titel verteidigen können oder muss sie das Feld für ein*e Newcomer*in räumen? Die Publikumsjury wird entscheiden!

Kafi Schnauz. 24. Mai 2018. Beginn 18.30h. Türöffnung 17.00h.

PH Goes Poetry Slam Moosestache

Am 24. Mai ist es wieder so weit!
Nach dem grossartigen ersten PH Goes Poetry Slam vom letzten Jahr mit acht Jungautorinnen und Jungautoren, die fast alle zum ersten Mal auf der Bühne standen, liest sich die Vorjury zur Zeit durch die eingesandten Texte und wählt die neuen Finalistinnen und Finalisten aus. Alle haben zum Motto «und jetzt zu dir» geschrieben.
Kommt zahlreich und feiert die neuen Texte mit Jubel und Buhs ab.

Kafi Schnauz. 24. Mai 2018. Beginn 18.30h. Türöffnung 17.00h.

Schreibapéro über den Dächern Zürichs

Ist dein Gemüt gerade grauer als die Wolkendecke? Liegt deine Lebensfreude unter einer dichten Schicht Schneematsch begraben? Sind deine Finger derart steif gefroren, dass du deinen Mikadokurs absagen musst?

Das Schreibzentrum hat ein wirksames Heilmittel für das Winterloch: Lyrik, Prosa und Bier. Mach es wie die Dichter und schreib dir dein Leid von der Seele!

Komm vorbei, schreib einen Text zum Thema «Und jetzt zu dir» und nimm damit am Schreibwettbewerb teil. Neben Ruhm und Ehre am Moosestache Poetry Slam gibt es auch insgesamt 300 Franken und eine Flasche Whisky zu gewinnen.

Ready, steady, SLAM!

Im wunderschönen Mitarbeiterfoyer LAA-N030

Dienstag, 6. März, 18–19 Uhr 

«Es gibt ganz viel zwischen Mann und Frau»

Am 9. November 2017 fand an der PH Zürich ein Podium zum Thema «Trans an Schulen und Hochschulen» statt. Am Gespräch nahm unter anderen auch ein Transmann teil.

«Es ist meine einzige Hoffnung», sagt die Protagonistin im Film «The Danish Girl» vor der Operation zur Geschlechtsangleichung. Danach erlebt sie für einen kurzen Moment das Glück, ganz sich selbst zu sein, bevor sie an den Folgen der Operation stirbt. «The Danish Girl» (2015) von Tom Hooper spielt in den 1920er-Jahren und basiert auf der Biografie der transsexuellen Malerin Lili Elbe.

Der Film war Ausgangspunkt der Podiumsdiskussion an der PH Zürich zum Thema Trans an Hochschulen und Schulen. Moderatorin Monique Honegger, Kommission Diversity_Gender, griff zu Beginn das Stichwort Abschied als zentrales Element des Films auf: Abschied von Identitäten, Abschied von Menschen. «Als wir als Eltern nicht mehr verkennen konnten, dass unser Junge ein Mädchen ist, haben wir mit Ballonen und einer Playmobilfigur ein Abschiedsritual gemacht. Unser Kind war aber schon immer, wer sie war», sagte Kristian, Vater eines Transkindes. Myshelle Baeriswyl, Psychologin und Sexualpädagogin, ergänzte: «Für Kinder ist es kein Abschied. Es ist eher ein Abschied für die Eltern.»

Louis, ein junger Transmann, beschrieb, was innen vor sich gehe, sei nicht das, was aussen sichtbar sei: «Auf Fotos von früher ist zu sehen, dass ich als Mädchen überangepasst war. Ein Junge war ich nur in meinen Fantasiewelten, in die ich geflüchtet bin. Während meiner Mädchenzeit war ich wahnsinnig unglücklich. Nun gehe ich den Weg, mit dem ich mich am Schluss wohl fühle.» Wie es denn für Kinder sei, diesen Weg zu gehen, fragte Honegger anschliessend. Für Transkinder sei es einfach. Je jünger das Kind, desto klarer sei das Gefühl, so Tanja Martinez, Heilpädagogin. «Das Zweifeln und Abwägen, das ist die Geschichte der Aussenstehenden.» Wenn ein Kind vor der Pubertät auf diesem Weg sei, könne man die körperliche Entwicklung in die richtige Richtung lenken. «Es ist eine Chance, unerkannt als Transmensch zu leben», betonte Baeriswyl.

Und was kann die Schule tun? «Geschlechtliche Vielfalt muss sichtbarer werden. Diese Themen gehören ins Curriculum», forderte Baeriswyl. «Wir brauchen aber keine besondere Behandlung» meinte Louis. Einig war man sich unter den Podiumsgästen auch, dass es für die Schule nicht den einen Weg und schon gar kein Rezept gebe. «Es gibt ganz viel zwischen Mann und Frau. Es ist nicht so klar abgegrenzt, wie wir das gerne hätten», sagte Louis. In welcher Garderobe sich das Kind im Turnen und Schwimmen umzieht, solle man zusammen mit dem Kind regeln, empfiehlt Martinez. Kinder seien sehr offen. Kristian bestätigte das: «Unser Kind wurde nicht gemobbt von anderen Kindern, sondern von deren Eltern.» Diese hätten Unterschriften gesammelt, damit ihr Mädchen nicht mit den anderen Mädchen in die Garderobe dürfe. So forderte der Vater zum Schluss: «Bitte nehmt die Kinder ernst!»

Martina Meienberg

Rückblick auf die lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten

«Du bist nicht allein!» Über 60 Studierende und Mitarbeitende folgten dem Credo und nahmen am 7. November 2017 an der «Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten» an der PH Zürich teil. Bereits zum dritten Mal organisierte das Lernforum (Schreibzentrum, Bibliothek und Digital Learning Center) in den Räumen der Bibliothek die Schreibnacht. In entspannter Atmosphäre arbeiteten Studierende an ihren Projekten und nahmen bei Bedarf Beratung zum Schreiben, Recherchieren oder zur Arbeit mit digitalen Medien in Anspruch. Dazu gab es Pizza, Bier und Kaffee.

«Es tut gut, zu merken, dass man nicht die einzige ist, die eine Arbeit hinausschiebt», sagte eine Studentin. Die meisten Besucherinnen und Besucher der «Langen Nacht» dachten ähnlich. Sie wollten mit ihren Leistungsnachweisen, wissenschaftliche Arbeiten oder mit dem Portfolio einen Schritt vorankommen, doch mochten sie nicht allein für sich im stillen Kämmerlein schreiben.

Während an den Arbeitsplätzen der Bibliothek die Köpfe rauchten, wurde in der Lounge ein üppiges Rahmenprogramm geboten. Es fand die Vernissage der Publikation «Gaffen, belauschen, stalken» statt. Das Büchlein enthält literarische Texte, die an der letztjährigen Erzählnacht entstanden. Die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums veranstalteten eine interaktive Lesung mit einem Live-Krimi-Rätsel mit Musik. Wer aufgrund dieser Darbietung Lust verspürte, etwas anderes als trockene Sachtexte zu produzieren, konnte daraufhin mit einem Text für den Schreibwettbewerb PH goes Poetry verfassen. Die besten Texte werden im kommenden Frühling an einem Moostache-Poetry-Slam vorgetragen.

Um 24 Uhr mussten nach intensivem Schreiben, Diskutieren und Plaudern die letzten Laptops zugeklappt und der Kühlschrank ausgesteckt werden. Die nächste «Lange Nacht» findet im November 2018 statt. Wer nicht so lange auf «den heissesten Rave seit der Streetparade» (Feedback eines Studenten) warten möchte, denen sei in der Zwischenzeit die offene Sprechstunde des Lernforums (Montag bis Donnerstag, 12–14 Uhr) empfohlen.

Alex Rickert

Vernissage GAFFEN, BELAUSCHEN, STALKEN

Die Bibliothek als Bühne!

Im Mietshaus an der Rosentalstrasse 9 ist Ächzen und Klopfen zu hören, und es stinkt! Der Vermieter betraut unbrauchbare Amateurdetektiv*innen mit der Aufgabe, den Ursachen dieser Merkwürdigkeiten auf die Spur zu kommen.

Das war die Ausgangslage für eine Schreibparty vor einem Jahr – und jetzt präsentierten Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums in einer szenischen Lesung die knackigsten alternativen Fakten zu diesem Rätsel.

Moritz Zgraggen und Vanessa Taninco begleiteten die Lesung musikalisch.

Wer die Lösung beim Zuhören nicht fand, dem/der half das Smartphone und ein QR-Code.
Die Publikation ist im Schreibzentrum erhältlich oder online zu bestaunen:
https://phzh.ch/Schreib-Events

(Die Bilder enstanden anlässlich der Vernissage an der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten.)

PH Goes Poetry Second Edition – kick-off für Poetryslam Schreibwettbewerb

Nach dem grandiosen Finale des letzten PH GOES POETRY-Slamwettbewerbs starten wir am 7. November zur SECOND EDTITION.
An der langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten könnt ihr mit euren Wettbewerbstexten beginnen, dazu gibt’s Freibier und Gratissnacks! Treffpunkt Lounge der Bibliothek – ab 19 Uhr. Einsendeschluss ist der 31. März 2018.
Motto: UND JETZT ZU DIR.
Die besten Texte werden an einem Moosestache-Poetryslam-Abend im Kafi Schnauz präsentiert. Preisgeld total CHF 300. Der / Die Gewinner*in erhält zudem eine Flasche Whisky – as usual!
Mitmachen dürfen PH-Studierende, Ex-Studierende und alle Mitarbeiter*innen der PH. Los geht’s!

(Bilder von der Vernissage gibt es hier.)