«PH Goes Poetry» – Fifth Anniversary Edition

Applaus und Tusch für die fünfte Ausgabe: Für den Schreibwettbewerb 2021 für Studierende, Ex-Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich suchen wir neue Texte rund um das Thema «Spiel mir das Lied».

Mit dabei sind wieder das Kafi Schnauz sowie die grossartigen Slammer Lukas Becker und Joël Perrin. Sie moderieren im Mai 2021 den PH Goes Poetry Slam, bei dem die besten Texte im Kafi Schnauz gegeneinander antreten. Wer den eigenen Text nicht selbst performen möchte, kann ihn durch die erfahrenen Slammer lesen lassen. Den drei Erstplatzierten winken Preisgeld und die Publikation ihrer Texte. Die Siegerin oder der Sieger erhält zusätzlich die traditionelle Flasche Whisky. Und los geht’s!

Bitte schickt eure Texte an Janine: eberlejanine@stud.phzh.ch.

Janine Eberle, Peter A. Kaiser und Nicholas Rilko

PH Goes Poetry 4th Edition: And the Winners are …

Bewölkt, regnerisch und kalt. Doch nicht einmal Petrus konnte die Stimmung am «PH Goes Poetry»-Finale 2020 vermiesen. Mithilfe des engagierten Kafi-Schnauz-Teams und der Videocrew vom DLE, aber natürlich vor allem einem topmotivierten Publikum fand die Endrunde des Schreibwettbewerbs am Campus der PHZH statt.

Wir konnten viele neue und alte Gesichter sehen und spannende, emotionale und tiefgründige Texte hören, während uns die bekannten Slam-Poetry Grössen Joël Perrin und Lukas Becker als Moderatoren hervorragend durch den Abend führten und eigene Texte performten.

Der Poetry Slam stand unter dem Titel «Das Meer zwischen uns» und kam in Zusammenarbeit mit der Uni Zaghouan in Tunesien (ermöglicht im Rahmen des SINAN-Projekts) zustande, an welcher ebenfalls Texte unter diesem Titel entstehen.

Die PH-Publikumsjury hatte schwierige Entscheidungen zu treffen, aber am Ende des Abends stachen die Siegerinnen und Sieger klar heraus. Die mitreissenden Texte regten zum Nachdenken an, sorgten für Lacher und machten das Ausharren in der herbstlichen Kälte wett! Das Publikum zeichnete die besten Texte aus, und so dürfen wir hier die Siegertexte von PH Goes Poetry 2020 vorstellen:

Der Erstplatzierten und damit Triplegewinnerin (nach 2017 und 2018!) Nadja Isler gelang es, die Zuhörer:innen auf eine Reise in die eigene Kindheit zu entführen. Sie erinnerte an die «Räuber und Poli»-Spiele, das laute und fröhliche Kinderspiel, das sich hier rasant zu einer Trennung der Ausländerkinder von den Schweizer Kindern durch eine Schweizer Nachbarin zuspitzte. Die Kluft zwischen «einheimisch» und «ausländisch» wird durch weitere Momentaufnahmen im Leben einer Heranwachsenden aufgerissen. Sie zeigt erschreckend klar, wie sehr sich das Einwirken von Erwachsenen mit Stereotypisierungen auf die Freundschaft zwischen spielenden Kinder auswirkt und sich diese zu Abgrenzung und Fremdheit entwickelt. Die Subtilitäten des Alltagsrassismus werden in diesem brillanten Text ebenso angesprochen wie die kleinen Unterschiede, die eine sogenannte Chancengleichheit in Frage stellen.

Monique Honegger (2. Rang) nutzte ihre Affinität zu Wortspielen, indem sie eine innige Liebesgeschichte verschleiert-poetisch auf die Bühne bringt. Gekonnt werden dabei aktuelle Themen wie Umweltverschmutzung, die Distanz zum Mitmenschen und das Altern eingewoben. Der Text lebt von vielen Wortschöpfungen – wunderbar abstrusen Begriffen wie «Nacktmullen». Der Interpretationsspielraum liegt beim Publikum und beinhaltet alles: von der schieren Problematik der Informationsüberflutung bis zum Unvermögen den Moment zu leben.

Peter Kaisers Schreibstil ist unverkennbar und der letztjährige Sieger (diesmal reichte es wieder auf das Podest: Bronze!) versteht es, die dunkelsten und leichtesten Emotionen in seinem Text zu verweben. Ungeschönt erzählt er vom vollgepackten Leben. Es ist eine Herausforderung und braucht viel Kraft, die Schicksalsschläge der Nächsten zu vertuschen. Aber diese Kraft ist als Schutzschild unabdingbar, stösst einen Keil in die Nähe zu Bekannten, die die Wirklichkeit des Gegenübers nicht nachvollziehen können, und kann vielleicht nur durch Zynismus genährt werden. Auch bei Peter Kaiser geht es um den Abstand zum Mitmenschen und den Versuch, diesen durch das Aussprechen der innersten Konflikte gegenüber dem Publikum zu überbrücken.

Wir gratulieren den Gewinnerinnen und dem Gewinner ganz herzlich zum wohlverdienten Sieg! Vielen Dank auch an alle weiteren Finalistinnen und Finalisten, die ihre Texte dem Publikum mit grossem Elan vorgetragen haben.

Alles hat ein Ende, doch bei uns ist noch lange keines in Sicht! 😊 An der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten am 3.11.2020 wollen wir noch einmal die Sieger:innen sehen und ihre Texte hören. Lasst euch diese Chance nicht entgehen!

Und wie ihr uns kennt, ist dies noch längst nicht alles: Wir sind bereits jetzt an der Themenfindung des nächstjährigen PH-Slams und können es kaum erwarten, den Kick-off für den Schreibwettbewerb 2021 «PH Goes Poetry 5th Edition» zu lancieren und auch im nächsten Jahr von euch zu lesen und hören! Stay tuned.

Euer Mr. Write-Team,

Janine Eberle & Nicholas Rilko

PH Goes Poetry: and the Nominees are …

Nach einer langen und hitzigen Jurysitzung ist es so weit: Die Finalistinnen und Finalisten für den «PH Goes Poetry»-Schreibwettbewerb sind nominiert!

Wir haben nicht nur die bekannten Altstars – Nadja Isler, die Siegerin 2017 und 2018, Peter A. Kaiser, Sieger 2019 – in der Endrunde. Neben der Bronzemedaillenträgerin  Monique Honegger (2018) sind die fünf Neulinge Laura Bachmann, Angelica Bühler, Helen Eugster, Ramon Hasenböhler und Marco Rüegg erstmals dabei! Mit diesem aufregenden Feld an Poeten und Poetinnen steigen wir ins Finale des «PH Goes Poetry»-Schreib­wett­be­werbs am 24.9.2020 im Kafi Schnauz. Im Finale battlen die Auserwählten um Preisgeld, Applaus und den klassischen Poetry-Slam-Whisky! Wem gibst du deine Stimme?

Damit du dich dafür aufwärmen kannst, öffnet das Kafi Schnauz um 17 Uhr, das Finale beginnt um 18.30 Uhr. Sei dabei, wenn es heisst «PH Goes Poetry»!

Der Battle findet bei jedem Wetter draussen auf dem Campusplatz statt – bei Regen unter dem Dach. Please bring your mask, thank you.

Nicholas Rilko

In Liebe, eure Nachbarn von oben

Wohnkonstellationen polarisieren. Während die einen sich zu fünft in einer Dreizimmerwohnung ansiedeln, lassen sich die anderen zu zweit in der gleichen Wohnung einen Stock tiefer nieder. Das führt zu Konflikten. Dabei sind Gut und Böse nicht immer so eindeutig zuzuschreiben, wie es im gängigen Treppenhaustratsch häufig geschieht. Von einer besonderen Art der Konfliktbewältigung erzählt Natascha Hossli, wenn sie die «Lauten» von oben den «Braven» von unten einen Brief schreiben lässt. 

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Bereits seit 2009 entsteht jedes Jahr ein Büchlein mit Texten aus Schreib-Events und Wettbewerben. Gedruckte Exemplare können für CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Hybris überwinden

Nicht auf andere Menschen runterschauen, weniger urteilen und vor allem die eigene Überlegenheit immer wieder hinterfragen: hehre Ziele, die sich Lorenz Vogel steckt und die ihm ermöglichen, neugierig durch die Welt zu gehen und auch den grössten menschlichen Sonderlichkeiten mit einer gewissen Gelassenheit zu begegnen. Und wenn alle guten Vorsätze versagen, hilft Atemtechnik und Nasenwurzelmassage, denn der Anblick einer Tarantelhaut am stillen Örtchen ist wirklich nichts für schwache Mägen. 

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Bereits seit 2009 entsteht jedes Jahr ein Büchlein mit Texten aus Schreib-Events und Wettbewerben. Gedruckte Exemplare können für CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis 2020

An den 42. Solothurner Literaturtagen wird erstmals der Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis verliehen. Das Schreibzentrum war – indirekt – mit Daniel Ammann ebenfalls in der Jury vertreten. Über 80 Titel aus 55 Verlagen wurden für den Preis eingereicht.

Am Samstag, 23. Mai 2020 ist es endlich so weit: die Preisverleihung beginnt um 15:00 Uhr auf www.literatur-online.ch mit Susanne Kunz und Jurypräsidentin Christine Lötscher.

Gepostet von Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis am Freitag, 15. Mai 2020

Auf der Shortlist stehen drei Bilderbücher, ein Jugendbuch und eine Graphic Novel. Die fünf Werke haben die Jury durch ihre Ausdrucksstärke in Text und Bild überzeugt. Im Rahmen der Solothurner Literaturtage werden die Nominierten am 23. Mai 2020 um 15:00 Uhr vorgestellt und das Siegerbuch bekannt gegeben.  Der mit 10’000 Franken dotierte Hauptpreis wird online verliehen.

PH Goes Poetry – News News News

EILMELDUNG

Neuer Einsendeschluss für den Schreibwettbewerb «Das Meer zwischen uns» ist der 30. April 2020.

«Puuh, grad nomal Glück gha. Suscht hett ichs vilicht no verpasst!»

Ja, ihr habt alle unter den gegenwärtigen besonderen Umständen einen Monat mehr Zeit, um spannende, witzige und provokative Texte für den Schreibwettbewerb zu verfassen.

Hier noch einmal die wichtigsten Eckpunkte:

  • ALLE Textsorten passend zum Motto sind willkommen (Hauptsache, sie bestehen aus 3000–5000 Zeichen).
  • Die besten acht Texte können im Herbst 2020 am PH Goes Poetry-Slam im Kafi Schnauz antreten.
  • Am Slam winkt ein Preisgeld für die drei Erstplatzierten (und der obligatorische Whisky für den Champion).
  • Die besten Texte werden vom Schreibzentrum publiziert.

Es sind schon um die 30 Texte eingereicht worden – wir hoffen, es werden noch mehr!

«Ja, und wer entscheidet dänn, welles die beschte Text sind?»

Gute Frage. Unsere Jury, bestehend aus zwei erfahrenen Slammern und einer Studentin liest eure Texte und kämpft dafür, dass nur die besten ins Finale kommen.

Übrigens: In diesem Jahr läuft der Schreibwettbewerb international – die ISEAHZ in Tunesien hat in Kooperation mit der PHZH den Wettbewerb konzipiert und auch in Zaghouan / Tunesien ausgeschrieben!

Also los los los! Euch allen ein frohes Schreiben! Wir freuen uns auf eure Texte, wir sehen uns hoffentlich im Finale.

(Nicholas Rilko und Natascha Hossli)

Winterwärme

Zwischen oben und unten ist eine Welt, nicht Leben noch Tod, weder Himmel noch Hölle: Eine Zwischenwelt des Sehnens und Vermissens, der Wut und der Trauer.
In seinem Liebesgedicht erzählt Peter A.  Kaiser von Menschen, die erhaben sein wollen und deswegen keinen Platz in der Welt finden. Er klagt an, schildert den Mangel an Empathie und Wärme, der Menschen «erfrieren» lässt. Und er beschreibt die Schwierigkeit, sich damit abzufinden.

Bereits seit 2009 entsteht jedes Jahr ein Büchlein mit Texten aus Schreib-Events und Wettbewerben. Gedruckte Exemplare können für CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

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Publikumsbeschimpfung an der PH

1966 wurde Peter Handkes Theaterstück «Publikumsbeschimpfung» zum ersten Mal aufgeführt. Wie der Titel ja bereits sagt, beschimpfen im Stück die Schauspieler das Publikum. Das Konzept hatte Peter Fäh schon immer gefallen und nun hat er endlich die Gelegenheit, selber einmal ein Publikum zu beschimpfen.
Im Unterricht wird das in der Regel von den Fachdidaktikern und Praxislehrerinnen nicht goutiert. Im Gegensatz zu Handke möchte er aber nicht zum Nachdenken über das Theater oder Kunst im Allgemeinen anregen. Die Beschimpfung ist hier reiner Selbstzweck.

Im Finale des Moosestache-Poetryslams «PH goes Poetry» holt sich Peter Fäh den 3. Platz.

Bereits seit 2009 entsteht jedes Jahr ein Büchlein mit Texten aus Schreib-Events und Wettbewerben. Gedruckte Exemplare können für CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

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Wie aus einer Mücke ein Elefant wird

Wer kennt das nicht? Man legt sich ins Bett, schaltet das Licht aus, wartet auf das Einsetzen der entspannenden Träume und vernimmt plötzlich das berühmt-berüchtigte Summen einer Mücke. Laura Sägesser dokumentiert in Form von Logbucheinträgen die erstaunliche Kooperation dieser lästigen Insekten: Gezielt treiben sie ein Paar aus dem Bett und in den Wahnsinn. 

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Bereits seit 2009 entsteht jedes Jahr ein Büchlein mit Texten aus Schreib-Events und Wettbewerben. Gedruckte Exemplare können für CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.