Dem Elend entkommen

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Wer sich nach dem Wahlsieg von Donald Trump die Augen rieb, wird nach der Hillbilly-Elegie klarer sehen. In Akzente 4/2017 stellt Martina Meienberg die Lebensgeschichte eines Autors vor, der den Aufstieg aus Armut und Elend geschafft hat.

J. D. Vance.
Hillbilly-Elegie: Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise.
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Gregor Hens.
Berlin: Ullstein, 2017. 303 Seiten.

 

von den beinen zu kurz

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Katja Brunners Stück von den beinen zu kurz handelt von einer vordergründig idyllischen Kleinfamilie, in der Vater und Tochter ein inzestuöses Verhältnis haben. Die beiden erkennen in ihrem Tun nichts Abwegiges. Darin verbirgt sich die Sprengkraft des Stücks. In der Hörspieladaption spitzt Regisseur Erik Altorfer den mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis ausgezeichneten und ohnehin schon radikalen Text von Katja Brunner weiter zu.

Alex Rickert rezensiert das intensive Hörereignis in der Online-Ausgabe von Akzente 4/2017 (mit Hörprobe).

Katja Brunner.
von den beinen zu kurz. Hörspiel.
Regie: Erik Altorfer. Produktion WDR 2014
Luzern: Der gesunde Menschenversand, 2015.
Audio-CD, 52 Minuten.

«Es gibt ganz viel zwischen Mann und Frau»

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Am 9. November 2017 fand an der PH Zürich ein Podium zum Thema «Trans an Schulen und Hochschulen» statt. Am Gespräch nahm unter anderen auch ein Transmann teil.

«Es ist meine einzige Hoffnung», sagt die Protagonistin im Film «The Danish Girl» vor der Operation zur Geschlechtsangleichung. Danach erlebt sie für einen kurzen Moment das Glück, ganz sich selbst zu sein, bevor sie an den Folgen der Operation stirbt. «The Danish Girl» (2015) von Tom Hooper spielt in den 1920er-Jahren und basiert auf der Biografie der transsexuellen Malerin Lili Elbe.

Der Film war Ausgangspunkt der Podiumsdiskussion an der PH Zürich zum Thema Trans an Hochschulen und Schulen. Moderatorin Monique Honegger, Kommission Diversity_Gender, griff zu Beginn das Stichwort Abschied als zentrales Element des Films auf: Abschied von Identitäten, Abschied von Menschen. «Als wir als Eltern nicht mehr verkennen konnten, dass unser Junge ein Mädchen ist, haben wir mit Ballonen und einer Playmobilfigur ein Abschiedsritual gemacht. Unser Kind war aber schon immer, wer sie war», sagte Kristian, Vater eines Transkindes. Myshelle Baeriswyl, Psychologin und Sexualpädagogin, ergänzte: «Für Kinder ist es kein Abschied. Es ist eher ein Abschied für die Eltern.»

Louis, ein junger Transmann, beschrieb, was innen vor sich gehe, sei nicht das, was aussen sichtbar sei: «Auf Fotos von früher ist zu sehen, dass ich als Mädchen überangepasst war. Ein Junge war ich nur in meinen Fantasiewelten, in die ich geflüchtet bin. Während meiner Mädchenzeit war ich wahnsinnig unglücklich. Nun gehe ich den Weg, mit dem ich mich am Schluss wohl fühle.» Wie es denn für Kinder sei, diesen Weg zu gehen, fragte Honegger anschliessend. Für Transkinder sei es einfach. Je jünger das Kind, desto klarer sei das Gefühl, so Tanja Martinez, Heilpädagogin. «Das Zweifeln und Abwägen, das ist die Geschichte der Aussenstehenden.» Wenn ein Kind vor der Pubertät auf diesem Weg sei, könne man die körperliche Entwicklung in die richtige Richtung lenken. «Es ist eine Chance, unerkannt als Transmensch zu leben», betonte Baeriswyl.

Und was kann die Schule tun? «Geschlechtliche Vielfalt muss sichtbarer werden. Diese Themen gehören ins Curriculum», forderte Baeriswyl. «Wir brauchen aber keine besondere Behandlung» meinte Louis. Einig war man sich unter den Podiumsgästen auch, dass es für die Schule nicht den einen Weg und schon gar kein Rezept gebe. «Es gibt ganz viel zwischen Mann und Frau. Es ist nicht so klar abgegrenzt, wie wir das gerne hätten», sagte Louis. In welcher Garderobe sich das Kind im Turnen und Schwimmen umzieht, solle man zusammen mit dem Kind regeln, empfiehlt Martinez. Kinder seien sehr offen. Kristian bestätigte das: «Unser Kind wurde nicht gemobbt von anderen Kindern, sondern von deren Eltern.» Diese hätten Unterschriften gesammelt, damit ihr Mädchen nicht mit den anderen Mädchen in die Garderobe dürfe. So forderte der Vater zum Schluss: «Bitte nehmt die Kinder ernst!»

Martina Meienberg

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 4/2017

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Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 4/2017 von «Akzente» lässt Studentin Laura Sägesser echte und ewige Freundschaft hochleben: «Ein Toast auf die Freundschaft

Vernissage GAFFEN, BELAUSCHEN, STALKEN

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Die Bibliothek als Bühne!

Im Mietshaus an der Rosentalstrasse 9 ist Ächzen und Klopfen zu hören, und es stinkt! Der Vermieter betraut unbrauchbare Amateurdetektiv*innen mit der Aufgabe, den Ursachen dieser Merkwürdigkeiten auf die Spur zu kommen.

Das war die Ausgangslage für eine Schreibparty vor einem Jahr – und jetzt präsentierten Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums in einer szenischen Lesung die knackigsten alternativen Fakten zu diesem Rätsel.

Moritz Zgraggen und Vanessa Taninco begleiteten die Lesung musikalisch.

Wer die Lösung beim Zuhören nicht fand, dem/der half das Smartphone und ein QR-Code.
Die Publikation ist im Schreibzentrum erhältlich oder online zu bestaunen:
https://phzh.ch/Schreib-Events

(Die Bilder enstanden anlässlich der Vernissage an der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten.)

PH GOES POETRY – SLAMWETTBEWERB – SECOND EDITION

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Nach dem grandiosen Finale von PH GOES POETRY im Mai 2017 starten wird nun zur second edition!

Letztes Jahr ging es um MICH, jetzt geht es um DICH!
Schreib einen Text zum Motto: UND JETZT ZU DIR.
Einsendeschluss ist der 31. März 2018.
Die besten Texte werden an einem Moosestache-Poetryslam-Abend im Kafi Schnauz präsentiert. Preisgeld total CHF 300. Der / Die Gewinner*in erhält zudem eine Flasche Whisky – as usual!
Mitmachen dürfen PH-Studierende, Ex-Studierende und alle Mitarbeiter*innen der PH.
Los geht’s!

Q&A Zitieren #13: Phrasen und Paraphrasen

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Das sind doch gute Nachrichten: «Veröffentlichte Werke dürfen zitiert werden», sagt das Urheberrecht. Allerdings nur dann, «wenn das Zitat zur Erläuterung, als Hinweis oder zur Veranschaulichung dient und der Umfang des Zitats durch diesen Zweck gerechtfertigt ist» (Art. 25 ). In wissenschaftlichen Texte sind die Auflagen etwas strenger, denn hier soll nicht einfach irgendetwas zitiert oder Beliebiges zusammengetragen werden. Zum einen müssen die Quellen gewisse Anforderungen erfüllen, d.h. korrekt und «zitierfähig» sein. Zum anderen reicht es nicht, sich von Zitat zu Zitat zu hangeln, ohne selbst etwas beizutragen – auch wenn solche Collagen durchaus ihren Reiz hätten.

Eine praktische Methode, das Gefundene mit dem selbst Gedachten zu verknüpfen, ist die Paraphrase. Sie erlaubt es, ganze Abschnitte zusammenzufassen, Kompliziertes zu vereinfachen und fremde Begriffe in die eigene Terminologie zu übersetzen. Die Quelle wird trotzdem angegeben.

Damit gelegentlich ein bisschen Original-Ton durchschimmert, können kurze Phrasen auch wörtlich übernommen und in die eigenen Sätze integriert werden – in Anführungszeichen, versteht sich. Der grosse Karl Valentin hat schon festgestellt, dass alles gesagt sei, «nur noch nicht von allen».


Unter der Rubrik «A–Z» entsteht im Studiweb ein Nachschlagewerk zu Spezialfällen und häufigen Fragen rund ums Zitieren: Was soll kursiv und was in eckige Klammern gesetzt werden? Wie sehen die Angaben zu einem Lehrmittel aus? Was bedeutet eigentlich «graue» Literatur? Muss ich alle 15 Autorenangaben aufführen? Braucht es bei einem Blockzitat Anführungszeichen? Wie zitiere ich aus dem Volksschulgesetz oder einem Modulskript der PH Zürich? Was bedeutet et al. und wo wird die Abkürzung ebd. verwendet? Darf ich auch Fussnoten setzen, wenn ich nach dem Autor-Jahr-System arbeite?

PH Goes Poetry Second Edition – kick-off für Poetryslam Schreibwettbewerb

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Nach dem grandiosen Finale des letzten PH GOES POETRY-Slamwettbewerbs starten wir am 7. November zur SECOND EDTITION.
An der langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten könnt ihr mit euren Wettbewerbstexten beginnen, dazu gibt’s Freibier und Gratissnacks! Treffpunkt Lounge der Bibliothek – ab 19 Uhr. Einsendeschluss ist der 31. März 2018.
Motto: UND JETZT ZU DIR.
Die besten Texte werden an einem Moosestache-Poetryslam-Abend im Kafi Schnauz präsentiert. Preisgeld total CHF 300. Der / Die Gewinner*in erhält zudem eine Flasche Whisky – as usual!
Mitmachen dürfen PH-Studierende, Ex-Studierende und alle Mitarbeiter*innen der PH. Los geht’s!

(Bilder von der Vernissage gibt es hier.)

Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten (2017)

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In entspannter Atmosphäre bieten die Bibliothek, das Digital Learning Center (DLC) und das Schreibzentrum am Dienstag, 7. November, 18 bis 24 Uhr in der PHZH-Bibliothek Tipps und Beratungen an zum Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten, Leistungsnachweisen oder Portfolios. Inspiration bietet zudem eine Vernissage, in der die Publikationen ausgestellt werden, die an der letzen «Langen Nacht» verfasst wurden. Neben Studierenden sind auch Mitarbeitende eingeladen, am Anlass teilzunehmen.​

Flyer zum Download

Gaffen, belauschen, stalken – Alternative Fakten aus der Nachbarschaft

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Vernissage der Erzählnachtbroschüre 2016. Lesung mit Live-Krimi-Rätsel.

Das Schreibzentrum fordert deinen Spürsinn heraus! Im Rahmen der Erzählnacht 2016 haben Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter und Dozierende der PH Zürich Texte zu einer rätselhaften Begebenheit verfasst, die zusammen ein mysteriöses Konstrukt paralleler Wahrheiten ergeben. Inmitten dieser alternativen Fakten hält sich jedoch eine wahre Geschichte versteckt. Anlässlich der Vernissage des Büchleins, welches aus diesen Texten zusammengestellt wurde, laden wir dich als Detektiv zu dieser Lesung ein, um beim Apéro dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Dienstag, 7.11.2017, von 18.30–19.00 Uhr in der Lounge der Bibliothek auf der Etage G im Gebäude LAA.