Übersetzen mit Verstand und Gefühl

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Hier wird Übersetzen definitiv zur Wortakrobatik: eine Passage aus Joyce’ «Ulysses», im Original und zweimal deutsch. (Bild: Goran Basic / NZZ)

«Wie lispelt man auf Deutsch?», fragt sich Daniel Ammann in seinem Essay über die kleinen und grösseren Tücken des Übersetzens. Was hat der Fuchs im «Kleinen Prinzen» geschluckt, dass er plötzlich wie ein Akademiker spricht? Und warum wird die Handlung von «Brave New World» von London nach Berlin und später wieder zurück nach London verlegt? Übersetzerinnen und Übersetzer müssen ständig Entscheide fällen – und manchmal liegen sie halt falsch.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 4/2019

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Seit über zehn Jahren schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums schon für das Magazin der PH Zürich. In Heft 4/2014 von  «Akzente» denkt Peter A. Kaiser in der Studierendenkolumne auf Seite 25 über den Greta-Effekt nach.

Erebos ist zurück

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Fast zehn Jahre hat sich Ursula Poznanski Zeit gelassen. Aber nun liegt sie vor, die Fortsetzung ihres fulminanten Jugendbuch-Thrillers Erebos.

Ursula Poznanski, Erebos 2. Bindlach: Loewe 2019.

Auch in der Geschichte sind inzwischen zehn Jahre vergangen. Ihr Protagonist Nick Dunmore, der damals als Schüler in den Bann des Computerspiels «Erebos» geriet, studiert inzwischen Fotografie. Als das heimtückische Game sich unvermittelt zurückmeldet und Nicks Smartphone und Computer hackt, ist alles wieder wie früher – nur dass Nick sich diesmal von Beginn weg sträubt, die gnadenlosen Bedingungen einfach hinzunehmen. Aber «Erebos» ist noch raffinierter geworden und überwacht die Spielerinnen und Spieler auf Schritt und Tritt. – Daniel Ammann hat den 500 Seiten starken Roman für Buch & Maus besprochen.

Wie aus einer Mücke ein Elefant wird

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Wer kennt das nicht? Man legt sich ins Bett, schaltet das Licht aus, wartet auf das Einsetzen der entspannenden Träume und vernimmt plötzlich das berühmt-berüchtigte Summen einer Mücke. Laura Sägesser dokumentiert in Form von Logbucheinträgen die erstaunliche Kooperation dieser lästigen Insekten: Gezielt treiben sie ein Paar aus dem Bett und in den Wahnsinn. 

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Bereits seit 2009 entsteht jedes Jahr ein Büchlein mit Texten aus Schreib-Events und Wettbewerben. Gedruckte Exemplare können für CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Mehr Anerkennung, bitte

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Tutorin Antonia Stopic
(Illustration: Elisabeth Moch)

In meinen Kolumnen werden Sie einiges über mich, mein Studium, vielleicht auch über mein Leben erfahren. Vorab schon einmal so viel: Ich bin angehende Sekundarstufenlehrerin, Schreibzentrumsmitarbeitende, Sushi-Liebhaberin, Eishockey-Novizin und Hobbybäckerin. Sie wissen nun bereits einiges über mich; ich hingegen nichts über Sie. Deshalb aus Fairness die direkte Frage: Wievielmal pro Woche treiben Sie Sport? Keine Angst, es folgt keine Verachtung, wenn Ihre Gegenfrage verlegen lauten sollte: «Pro Woche?»
Ich selbst habe vermutlich in meinem ganzen Leben niemals so viel Sport gemacht wie seit Beginn meines Studiums. Das ist daran festzumachen, dass sich mein Bizeps-Umfang um ein Vielfaches verdoppelt hat und ich meine Liebe zu Tanktops entdeckt habe. Okay, ich gebe zu, ich nehme Sie auf den Arm.
Um ehrlich zu sein, habe ich mir die Sportausbildung hier an der PHZH um einiges leichter vorgestellt. In den Köpfen von vielen Nicht-Lehrpersonen hat sich die Vorstellung manifestiert, dass eine Sportlehrperson nichts anderes machen muss, als behutsam einen Ball in die Hallenmitte zu legen und sich daraufhin für zwei Stunden aus dem Staub zu machen. Was ich jedoch während meiner Ausbildung erleben durfte, übersteigt die blosse Trillerpfeifennutzung bei Weitem. Ich habe gelernt, wie viel Zeit und Kraft es benötigt, Dinge zu erlernen, die nicht immer leicht zu erlernen waren. Ich habe erfahren, dass sie jedoch mit viel Willenskraft und der richtigen Unterstützung machbar sind. Rückblickend stelle ich einen bemerkenswerten Fortschritt fest. Und weil ich weiss, dass ich da draussen ein, zwei Leidensgenossen habe, bin ich der Überzeugung, dass wir mehr Anerkennung für unsere Leistung verdienen. Schliesslich sind es diese Erfahrungen, die wir den Schülern und Schülerinnen mitgeben können und die weitaus wertvoller sind als die Fähigkeit, den Fussball im Goal zu versenken.

Antonia Stopic studiert an der PH Zürich und arbeitet als Tutorin im Schreibzentrum.
Der Text ist erschienen als Kolumne im Magazin für die Mitarbeitenden der PH Zürich, inside 1/2019, S. 21.

Mehr als irgendeine lange Nacht

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Die Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten: Coaching wie der Blitz, Getränke mit ein wenig Spritz und Poetry Slam mit viel Witz

Wieder einmal ging eine lange Nacht vorbei … Doch dieses Mal nicht nur irgendeine: An der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten wurden Leben (bzw. Arbeiten) in letzter Minute von unseren leidenschaftlichen Coaches gerettet, fancy Drinks gemixt und auch kulinarisch wurde mit Pizza verwöhnt.

Nur an der Langen Nacht: Souveräner Barman mitten in der Bibliothek.

Highlight des Abends war natürlich der Poetry Slam der besten Texte von «PH Goes Poetry 3rd Edition». Joël Perrin (Finalist der Deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften 2018) führte uns durch den Schreibwettbewerb 2019. Die Erstplatzierten Nadja Baumgartner und Peter Fäh (vertreten durch Joël Perrin) und der Gewinner Peter Kaiser zeigten noch einmal, wieso ihre Texte die Jury absolut überzeugten. Nadja begeisterte mit ihrem alternativen Blick vom Mond, während Peter Fäh die Publikumsbeschimpfung wieder zum Leben erweckte und Peter Kaiser über das Dies- und Jenseits philosophierte. Das Booklet der Finaltexte ist ab sofort im Schreibzentrum für CHF 2.- erhältlich.

Anklicken und lesen …

Nach einer bewegenden und eindrücklichen Poetry Slam-Session wurde der neue Schreibwettbewerb unter dem Motto «Das Meer zwischen uns» gelauncht. Dazu hat Nicholas Rilko vom OK das Publikum, passend zum Poetry-Slam, auch noch auf eine kurze, lyrische Reise mitgenommen.

Eine alte Schreibzentrumsweisheit besagt schliesslich: Nach der Langen Nacht ist vor dem Schreibwettbewerb! Mit PH Goes Poetry in der vierten Edition möchten wir (Ex-)Studierende und Mitarbeitende der PHZH dazu bewegen, ihre Schreib-Kreativität unter Beweis zu stellen.

Nach diesem Poesie-Höhepunkt ging das fleissige Arbeiten an LNWs, Portfolioeinträgen, Vertiefungsarbeiten und Masterarbeiten weiter. Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums, des Digital Learning Centers und der Rechercheberatung unterstützten die Abend- und Nachteulen in der Bibliothek, wo immer sie konnten. Das fröhlich-lockere Ambiente trug sicherlich dazu bei, dass einige Fortschritte in den entstehenden Arbeiten verzeichnet werden konnten. Wer bis nachts kurz vor Mitternacht aber noch nicht ganz fertig wurde oder auch jenseits der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten gerne durch das Lernforum unterstützt werden möchte, soll nicht verzagen: Während dem Semester finden über Mittag im LAA-F014 stets Beratungen statt. Meldet euch an oder kommt einfach vorbei – wir helfen gerne!

(Natascha Hossli und Nicholas Rilko)

fame & fortune fo(u)r you

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Für alle Pechvögel und Vielbeschäftigten, die das Finale des PH Goes Poetry-Schreibwettbewerbs 2019 verpasst haben: An der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten konnte man durch die drei Siegerperfomances ein weiteres Mal in den Bann der Poesie gezogen werden. Die ausgezeichneten Finalisten bewiesen erneut, wieso sie ihres Titels würdig sind.

Wir danken allen, die mit ihren Texten ihre Schreibkünste unter Beweis gestellt haben. In der diesjährigen Publikation sind die besten neun Werke gesammelt.

Eine altbekannte Schreibzentrumsweisheit besagt aber: Nach der Langen Nacht ist vor dem Schreibwettbewerb! Wir freuen uns daher sehr, in Zusammenarbeit mit dem Kafi Schnauz und erstmals mit Studierenden der ISEAHZ aus Tunesien, hiermit offiziell den Schreibwettbewerb 2020 zu launchen. Mit euren Texten zu «Das Meer zwischen uns» habt auch ihr die Chance, das Publikum in euren Bann zu ziehen.

Für die Bestplatzierten gibt es «fame and fortune» in Form von Preisgeld und Publikation. Dem Sieger oder der Siegerin winkt zudem der klassische Poetry-Slam Preis: eine Flasche Whisky. Keine Bange, wenn du auf Bühnen Schweissausbrüche bekommst: Erfahrene Slammer und Slammerinnen sind gerne bereit, deinen Text zu performen.

Teilnahmeberechtigt sind PH-Studierende, Ex-Studierende sowie alle Mitarbeitenden der PH Zürich. Einsendeschluss ist der 31. März 2020. (Natascha Hossli und Nicholas Rilko)