Jammern mag nur eine Front sein Tage, die weder gezählt noch wahrgenommen werden Sich wiederholende Interaktionen wecken den Schein Lachen dringt durch die Beschwerden
Alt genug, um zu erkennen Momente wie diese vergehen Uhren, die scheinbar immer schneller drehen Greifbar erst, wenn sich die Wege wieder trennen
Doch reif genug, um zu wissen, dass jener Faden mit unseren Händen gesponnen wird, dass ein kleiner Zug den Knäuel entwirrt, dass es mehr als genügt, solange ein winziges Glöckchen klirrt es bloss eine Entscheidung ist zu vermissen
So sehr die Gedanken sich bereits im Morgen einsperren Es umso schwerer fällt: Brücken erstellt? Säule hält? Auseinander schnellt? So es auch gegeben ist, dass wir am gleichen Stück zerren
Ein stetiger Druck, dass man keine Sekunde vergeude, begleitet wird das Ganze trotzdem von Freude Von einer Lektion sind nämlich alle Zeuge Je grösser die Schwere, desto wertvoller die Freunde
1. Man muss im Kontext von Social Media unterscheiden zwischen problematischen Inhalten (z. B. Fake News, Hate Speech, sexuelle Inhalte, Gewaltinhalte, Rassismus, politischer Extremismus), problematischen App-Funktionen bei der Darbietung (z. B. Infinite Scrolling, fehlende Stopping Cues, personalisierte Beiträge) und problematischen Nutzungsweisen. (z. B. Doomscrolling, negativ ausfallende soziale Vergleiche, Minderung der Schlafqualität).
2. Das Geschäftsmodell von Social Media besteht in der Monetarisierung einer möglichst langen Verweildauer. Es geht darum, möglichst viele Daten sammeln zu können und möglichst viel Werbung zu schalten. Social Media wäre möglich, ohne spezielle Funktionen, die die Verweildauer verlängern und die das Abwenden erschweren.
3. Social Media-Nutzung ist vor allem bei jungen Menschen problematisch, weil die Gehirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist: Das „Gaspedal“ ist bei jungen Menschen ausgeprägt, die „Bremsen“ aber noch nicht (Selbstregulation).
4. Nicht nur junge Menschen zeigen problematische Nutzungsformen, sondern auch Erwachsene.
5. Es müssen verschiedene Werte ausbalanciert werden: Kinder- und Jugendschutz einerseits und das Recht auf Kommunikation und Partizipation von jungen Menschen andererseits.
6. Verbote sind schwer durchsetzbar.
7. Verbote können umgangen werden.
8. Altersfeststellung ist aufgrund des Datenschutzes heikel (z. B. Altersschätzung durch KI , Hochladen eines Bildes des Personalausweises).
9. Mediennutzungseinschränkungen durch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigte wird teilweise durch schulische Mediennutzung unterlaufen (z. B. Tablets mit Zugang zu Social Media).
10. Der Zugang zu Social Media-Plattformen könnte auf Schulgeräten gesperrt werden.
11. Die Debatte um Social Media kann mit dem Umgang mit Tabak verglichen werden: Die Tabakwarenindustrie konnte sich lange gegen das Argument „Rauchen ist ein Gesundheitsrisiko für Nutzende“ wehren , dann kamen mit immer grösserer Evidenz Einschränkungen in Bezug auf Werbemöglichkeiten und das Rauchen im öffentlichen Raum. Es besteht ein zentraler Unterschied: Rauchen ist immer gesundheitsschädlich, während Social-Media-Nutzung je nach Inhalt und Nutzungsweise schädlich, neutral oder auch entwicklungsförderlich sein kann (z. B. Anregungen für Gesundheit oder Persönlichkeitsentwicklung , Kreativität, Verbindung mit anderen Menschen).
Verbote und Altersbeschränkungen können das Problem nicht restlos lösen. Es muss mehr darüber diskutiert werden, wie junge Menschen in schulischen und ausserschulischen Kontexten darin gestärkt werden können, kompetent und entwicklungsförderlich mit Social Media umgehen zu können (z. B. eigene Nutzung reflektieren, sich der eigenen Bedürfnisse bewusst werden, Lernen, mit sich selbst allein sein zu können, Distanzierungsstrategien, Selbstregulation, Bewusste Steuerung und Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit, alternative Freizeitaktivitäten entwickeln).
Ansatzpunkte:
Bereich
Handlungsmöglichkeiten
Plattformbetreiber / Konzerne
Regelungen umsetzten (z. B. Infinite Scrolling verändern, Algorithmen verändern, Benachrichtigungslogiken verändern, Likes weniger sichtbar machen)
Politik
Forderungen an Konzerne durchsetzen Verbote / Altersbeschränkungen konzipieren und erlassen
Schule
Medienkompetenz vermitteln Verbote / Altersbeschränkungen durchsetzen und kontrollieren
Elternhaus
Medienkompetenz vermitteln Verbote / Altersbeschränkungen durchsetzen und kontrollieren
Jugendarbeit
Medienkompetenz vermitteln Verbote / Altersbeschränkungen durchsetzen und kontrollieren
Einzelperson
Eigene Mediennutzung reflektieren, Mediennutzung so weit wie möglich optimieren, Selbstregulation
The morning sun Filtering softly through my window.
The aroma of tea That finds me before the day begins.
The scent of the earth Rising quietly from deep within.
The melody Of my mother’s gentle humming.
The cheerful laughter Of people somewhere in the distance.
All of them…
Are the quiet peace that life offers us— A peace so difficult to describe, Like the light waiting At the end of every tunnel.
A warmth That can only be felt in the heart.
Not something to be explained, Only experienced.
A feeling You never grow tired of.
This peaceful life…
But then…
What was life?
What was peace?
Was peace found within life,
Or was life found within peace?
Which one came first?
I don’t know.
But I know this:
Peace was never A place to search for.
It was simply…
The very moment
You realized
It had been life itself all along.
Sabah, Penceremden usulca süzülen güneş.
Daha gün başlamadan Burnuma ulaşan taze çayın kokusu.
Derinlerden yükselen Toprağın serin nefesi.
Annemin Mırıldandığı tanıdık bir ezgi.
Uzaklardan gelen İnsan kahkahalarının sıcak yankısı.
Hepsi…
Hayatın bize sessizce sunduğu Tarifi zor bir huzur. Belki de Hepimizin ömrü boyunca Kendi tünelinin sonunda aradığı o ışık.
Çünkü huzur…
Kelimelerle anlatılmaz. Sadece yaşanır.
Yaşandıkça eksilmez; İnsanın içine usulca yerleşir, Kök salar.
Sıradan bir sabahın sessizliğinde, Bir fincan çayın buharında, Sevdiğin bir sesin tınısında, Hiç haber vermeden dokunur sana.
Sonra insan düşünmeden edemez…
Neydi hayat?
Neydi huzur?
Huzur hayatın içinde miydi,
Yoksa hayat mı huzurun içinde?
Hangisi diğerine anlam veriyordu?
Hangisi sadece Yolumuza devam edebilmemiz için Sessiz bir bahaneydi?
Bilmiyorum.
Ama bildiğim tek bir şey var:
Huzur hiçbir zaman Aranan bir yer değildi.
O…
Sadece fark edildiği anda,
Hayatın
Ta kendisiydi.
In the context of the International Summer School 2026, students from New Zealand, Brazil/Israel, China, Taiwan, Greece, Cyprus/UK, Sweden, Finland, Hongkong, England and Switzerland came together at the Zurich University of Teacher Education. As part of the event „Gamification in Education“ (Franziska Spring & Peter Holzwarth), the students also dealt with the topic of „Life Skills, mindfulness and games“. The playful and mindful use of language was also a topic. The simply constructed poem „Pleasures“ by Bertolt Brecht was adapted as a remake.
A child who joyfully plays Without hearing the noise of the explosion. The sun rises, the sun sets Enlightening the trees That were not cut yet The drops of rain flowing down the neck Unaware they were tears The next day arrives And says it’s still worth The crack of the half open door Waiting for the family to return The roaring strength of the waterfall Remembering the fish that once swam The hat over the head Of a tired man, Alone, smiling, Knowing by his side is someone to trust
In the context of the International Summer School 2026, students from New Zealand, Brazil/Israel, China, Taiwan, Greece, Cyprus/UK, Sweden, Finland, Hongkong, England and Switzerland came together at the Zurich University of Teacher Education. As part of the event „Gamification in Education“ (Franziska Spring & Peter Holzwarth), the students also dealt with the topic of „Life Skills, mindfulness and games“. The playful and mindful use of language was also a topic. The simply constructed poem „Pleasures“ by Bertolt Brecht was adapted as a remake.
Bereits zum 10. Mal laden wir dazu ein, Worte, Bilder, Gedanken und Geschichten zu einem gemeinsamen Thema in Bewegung zu setzen.
In diesem Jahr öffnen das Schreibzentrum der PH Zürich, die PH Graubünden und erstmals auch die Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung EHB den Raum für alle, die Lust haben, poetisch, literarisch oder experimentell zu diesem Motto zu schreiben:
Ausser mir und nebenan | Al di fuori di me e accanto | Ord mamez e dasperas
Wie weit reicht das eigene Ich? Wo beginnt das Andere, das Fremde, das Vertraute? Was verbindet uns und was verschiebt sich, wenn wir die Perspektiven wechseln? Wir übergeben euch die Bühne der Interpretation: Zwischen Innenwelt und Aussenraum, Nähe und Distanz gibt es unzählige Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden.
Auch in der Jubiläumsausgabe werden die eingereichten Texte in Juryrunden in Chur und Zürich diskutiert: Slam-Profis, Studierende und Dozeirende der drei beteiligten Hochschulen wählen die Finalist:innen für den Slam im Herbst 2026 im «Kafi Schnauz» zum Finale an. Wer dort im Live-Voting überzeugt, holt sich einen der drei Plätze auf dem Podest. Die Texte der Nominierten werden im Anschluss auf edition-schreibzentrum.ch publiziert.
Teilnahmebedingungen: – Alle Textarten sind zugelassen. – Einreichungen sind möglich auf Deutsch, Italienisch, Rätoromanisch, Französisch oder Englisch. Weitere Sprachen dürfen gern einfliessen; die Bedeutung sollte sich aus dem Kontext erschliessen. – Textlänge: 3000–5000 Zeichen. – Teilnahmeberechtigt sind eingeschriebene und ehemalige Studierende sowie aktive und ehemalige Mitarbeitende der drei Hochschulen sowie Teilnehmende des CAS-Moduls «Literarisches Schreiben». – Preisgeld: 150, 100 und 50 Franken für die ersten drei Ränge. – Wer nicht selber auf der Bühne stehen mag oder verhindert ist, kann den eigenen Text gern von einem Slammer, einer Slammerin oder jemand anders lesen lassen.
Peter Kaiser (ehemaliger Tutor des Schreibzentrums) und Nadia Gsell (Studentin der PH Zürich) präsentierten ihre eindrücklichen Texte zum Thema „Was uns bleibt“.
Alex Rickert – Leiter des Schreibzentrums – lud im Anschluss alle Teilnehmenden ein, sich am Schweibwettbewerb des Schreibzentrums 2026 zum Thema „Ausser mir und nebenan“ zu beteiligen.
«Schreiben kann man nicht schnell, Schreiben ist etwas Langsames.»
«Witze sind das Kleingeld des Geistes.»
Am 16.12.2025 war der bekannte Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher Franz Hohler zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Ältere und jüngere Zuhörende genossen Kurzgeschichten, Gedichte, Witze und Anekdoten.
Im Dialog mit Nathalie Vital und Carolina Luisio Meyer sprach er über Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Schreibens für Kinder und für Erwachsene.
Er präsentierte Dankesbriefe und Remakes von Schülerinnen und Schülern und den Comic einer Schulklasse aus Biel, der von der Geschichte «Der Verkäufer und der Elch» inspiriert wurde.
Hohler gab Einblicke in seinen Schreibprozess. Das am Laptop Geschriebene wird ausgedruckt und handschriftlich kommentiert: „Wichtig ist, dass man anfängt.“
Es ging auch um die ethische Frage, was man Kindern an ernsten Themen zumuten kann – auch Gewalt und Umweltprobleme? – „Sobald ich es mache, darf man es.“ so Hohler.
Am 20.11.2025 war der aus der SRF-Tagesschau bekannte Journalist Florian Inhauser zu Besuch an der Pädagogischen Hochschule Zürich. „News, Fake News and Democracy” war das Thema des Austauschs zwischen ihm, Studierenden und Dozierenden.
SRF-Tagesschau
Die Einladung erfolgte im Kontext eines englischsprachigen Moduls«Media Education: Creative and Critical Perspectives» für Austauschstudierende der PH Zürich und im Zusammenhang mit dem Fachteam Medienpädagogik und der Subgruppe Informatik.
Inhauser berichtete über seine Arbeit als Journalist und Nachrichtenmoderator, über Auslandseinsätze in Mali, Haiti, Indonesien und Israel, über den Umgang mit emotional belastenden Ereignissen und über Konzepte zur Bekämpfung von Fake News und Fehlinformationen.
Auch der Umgang mit KI-generierten Fotos in journalistischen Kontexten war Thema. Wir befinden uns historisch an einem Punkt, an dem Fotografien und Filme mit einer Wirklichkeitsreferenz nicht mehr von KI-generiertem Material unterschieden werden können. Dies stellt eine grosse Herausforderung für bildbasierten Journalismus dar.
Eine weitere Frage war, wie junge Generationen für Qualitätsjournalismus gewonnen werden können. Ein möglicher Ansatz kam aus dem Publikum: Man kann als Lehrperson spezielle Nachrichtenformate für Kinder und junge Menschen in den Unterricht integrieren (https://www.srf.ch/kids/srf-kids-news; https://www.logo.de/).
Studierende und Dozierende konnten Fragen stellen und Ausstauschstudierende berichteten über die jeweiligen Situationen in ihren Ländern.
Eine Studentin fragte, warum nicht mehr über die Südhalbkugel berichtet würde, wie zum Beispiel über den Sudan. Die Antwort lautete, dass häufig lokale Themen viel Raum und Ressourcen beanspruchen, dass aber auch das öffentliche Interesse oft gering ist, vor allem, wenn es sich – wie beim Sudan – nicht um ein touristisch relevantes Land handelt.
Im Zusammenhang mit der Forderung nach kritischen und informierten Bürgerinnen und Bürgern für eine lebendige Demokratie zitierte Florian Inhauser: „We cannot take democracy for granted. We have to fight for it every day.“
On November 20, 2025, Florian Inhauser, a journalist known from the SRF Tagesschau news program, visited the Zurich University of Teacher Education. The topic of the exchange between him, students, and lecturers was „News, Fake News, and Democracy.“
The invitation was in the context of an English-language module, „Media Education: Creative and Critical Perspectives,“ for exchange students at the Zurich University of Teacher Education and also in context of „Fachteam Medienpädagogik“ and „Subgruppe Informatik“. Inhauser spoke about his work as a journalist and news anchor, his assignments abroad in Mali, Haiti, Indonesia, and Israel, how he deals with emotionally challenging events, and strategies for combating fake news and misinformation.
The use of AI-generated photos in journalistic contexts was also discussed. We are at a historical juncture where photographs and films with a reference to reality can no longer be distinguished from AI-generated material. This poses a major challenge for image-based journalism.
Another question was how to engage younger generations with quality journalism. One possible approach came from the audience: Teachers can integrate special news formats for children and young people into their lessons (https://www.srf.ch/kids/srf-kids-news; https://www.logo.de/).
Students and lecturers were able to ask questions, and exchange students reported on the situations in their respective countries. One student asked why there isn’t more reporting on the southern Hemisphere, such as Sudan. The answer was that local issues often demand a lot of space and resources, and that public interest is often low, especially when—as in the case of Sudan—the country is not a tourist destination.
In connection with the call for critical and informed citizens for a living democracy, Florian Inhauser quoted: “We cannot take democracy for granted. We have to fight for it every day.”
Sonnenstrahlen, die nicht brennen, sondern sanft die Haut berühren, wie eine stille Umarmung aus Licht, ohne Eile, ohne Ziel. Gutes Essen. Gute Leute. Beste Freunde. Meeresgeräusche tragen das Jetzt, jeder Klang ein stilles Versprechen: Hier zählt nur der Moment, hier bist du frei. Freiheit. Kein Stress. Keine Pflicht.
Die Hitze war fast schon erdrückend. Dreiunddreissig Grad auf dem Planetenweg. Die Luft zitterte sichtbar, als fürchtete sie sich vor der eigenen Glut. Katjas Wasser war fast aufgebraucht. Seit einer halben Stunde hoffte sie auf einen Brunnen. Auf einem oft begangenen Wanderweg wie diesem sollten doch welche stehen. Oder war die Abzweigung vor einer Viertelstunde doch falsch gewesen? Vielleicht war sie gar nicht mehr auf dem offiziellen Weg. Das würde erklären, warum keine Menschenseele zu sehen war.
Eine weitere halbe Stunde verging. Jedes Rascheln klang für Katja inzwischen wie Wasserrauschen. Sie hätte umkehren können. Aber es war zu spät. Sie war zu weit gegangen. Noch immer redete sie sich ein, bald käme ein Brunnen. Schritt für Schritt schwand diese Hoffnung, doch weiter geradeaus zu gehen, erschien ihr als einzige sinnvolle Option. Dann entdeckte sie einen schmalen Trampelpfad. Von dort erklang leise etwas: ein Rascheln oder Rauschen. Bei der Hitze konnte sie es nicht einordnen. Kurzerhand bog sie ab. Der Pfad führte in den Wald, weg vom brennenden Himmel. Endlich Schatten.
Der Weg war schmal, aber nicht wild. Er wirkte wie nur von wenigen Menschen betreten. Dort musste ein Brunnen sein. Es klang danach. Nach einigen hundert Metern öffnete sich eine Lichtung. In ihrer Mitte stand eine Holzhütte. Umgeben von dichtem Wald. Nur dieser Pfad führte dorthin. Unglaublich. Vielleicht konnte sie dort nach Wasser fragen. Normalerweise bat sie keine Fremden um Hilfe, aber heute blieb ihr nichts anderes übrig. Sie klopfte. Keine Antwort. Auch beim zweiten und dritten Mal blieb es still. Zögerlich drückte sie die Klinke. Die Tür liess sich öffnen.
Ihr Blick fiel auf eine winzige Küche. Ein tropfender Wasserhahn über einer Schale mit Birchermüesli-Resten. Wer wohnte hier? Doch für Fragen war keine Zeit. Katja drehte den Hahn auf. Kaltes, klares Wasser strömte heraus. Ihre Rettung. Sie trank, atmete auf, wusch sich das Gesicht. Für einen Moment war alles ruhig. Der Raum wirkte bewohnt und doch verlassen. Neben der Tür lehnte ein Wanderstock. Auf dem Tisch lag ein aufgeschlagener Notizblock. Nur ein Satz war zu lesen: „Manche Umwege führen heimlicher zum Ziel.“
Nachdem sie ihre Flasche gefüllt hatte, verliess sie die Hütte. Nicht, dass noch jemand zurückkam und sie dort erwischte. Der Pfad lag ruhig vor ihr. Die Luft war still, die Hitze vom Wald gedämpft. Katja ging auf dem Trampelpfad zurück. Und tatsächlich, wie es der Satz im Notizbuch angedeutet hatte, erreichte sie nach etwa zehn Minuten bei der vorherigen Abzweigungsweg eine Gabelung. Dort stand ein Wegweiser: „Planetenweg“. Katja blieb stehen. Stimmen von anderen Wandernden waren zu hören. Schritte. Lachen. Sie war zurück. Instinktiv drehte sie sich noch einmal um. Die Hütte war im Wald zwischen den Bäumen kaum zu erkennen. Nur der Schatten eines Daches schimmerte leicht durch das Blattwerk. Oder bildete sie sich das nur ein?
Katja fasste den Rucksack fester und ging weiter. Sie war unendlich froh, wieder auf den Planetenweg zurückgefunden zu haben.