Thank you, thank you for always believing in me. Thank you for always staying on my side. Thank you for always letting me see the best in people, the best in all situations and yes, sometimes you let me see the best in me. You make my life liveable. You give me the happiness and courage in life, believing in the good.
But love, tell me, why do you hurt me from time to time? Why do I have to doubt you? What did I do to deserve so much pain? Tell me.
These days when you were gone, hidden behind dark walls, they felt like hell, I was drowning. I couldn’t breathe, I couldn’t think, and a smile was impossible. I was lost, lost in my brain, full of hatred, darkness, and no way out of that hell that was in my head. Just tell me why.
I don’t know if I can ever entirely forgive you. The scars you made are deep, so deep that they sometimes even still hurt today. But maybe my dearest love, we can figure it out to heal, time will fade them, I will try my best to believe in you as you do in me. But you have to promise, you will never let me go again! Promise you will stand by my side forever and that I will never lose my smile again. Never. Always. Love.
Sie schlenderte durch die Stadt, ihre Gedanken von Schmerz und Verlust durchzogen. Das Band zwischen ihr und ihrer Familie war vor langer Zeit gerissen, einst stark und verlässlich, doch jetzt zerschnitten und vergessen. Die Erinnerungen an vergangene Zeiten, an lächelnde Gesichter, warme Umarmungen und das Gefühl von Zugehörigkeit, kämpften sich unaufhörlich in ihre Gedanken. Es war eine Zeit, als das Wort „Familie“ Sicherheit versprach und die Zukunft unendlich schien. Doch irgendwo auf diesem Weg war etwas schiefgelaufen. Es gab Worte, die gesagt wurden und Worte, die unausgesprochen blieben – ein Netz aus Missverständnissen und ungelösten Konflikten, das zwischen ihnen gewoben wurde. Die Spannungen hatten sich zu einem unüberwindbaren Abgrund entwickelt, der sie voneinander trennte.
Als sie die drei Münztelefone am Strassenrand sah, spürte sie eine ungewohnte Anziehungskraft. Sie blieb stehen und starrte auf die Relikte aus vergangenen Zeiten, die so verloren und bedeutungslos wirkten. Doch das Eingravierte auf den Metallplatten der Telefone, „Call Home“, hallte in ihrem Kopf wider. Es war, als ob das Universum ihr eine seltsame Möglichkeit bot, in die Zeit zurückzukehren, als alles noch in Ordnung war. Eine Erinnerung an vergangene Zeiten und an das Verlangen, die Unbeschwertheit und das Gefühl der Geborgenheit wiederzuerlangen. Es war ein impulsiver Moment, als sie eine Münze in eines der Telefone warf. Die Erwartung auf Verbindung, auf ein Zeichen der Versöhnung, war kaum zu ertragen. Doch das Schweigen am anderen Ende der Leitung war ohrenbetäubend. Sie wartete und versuchte es nochmals, aber die Stille wurde nur unerträglicher.
Enttäuscht und sich innerlich für ihren Leichtsinn scheltend, legte sie den Hörer auf und lief weiter. In diesem Moment, als sie die Münztelefone hinter sich liess, spürte sie eine Veränderung in ihrem Inneren. Ein kleiner Funken der Hoffnung war entfacht, dass die Zukunft gut werden würde. Eine Zukunft, in der die Scherben der Vergangenheit trotz allem wieder zu einem Ganzen zusammenfinden würden.
werden wir zu zweit, bis ans Ende der Unendlichkeit, gemeinsam schreiten und hierbei Wege bereiten,
uns ins Glücke reiten, aber auch vor Aufgaben scheitern, um uns anschliessend aufzuheitern, weil wir die Gabe haben uns zu begeistern,
zu begeistern für das, was niemand sieht, für das, was vor den meisten Augen flieht, für das, was uns beide in den Bann zieht, das ist uns lieb,
und genau das ist, was uns blieb, das, was uns zusammenhielt, während all diesen Jahren, ist das nicht abgefahren?
Jeder weitere Stein während unserem Sein, werden wir nicht bestreiten allein, denn du und ich, wir wissen, du bist mein und ich bin dein, und das finden wir ganz fein, denn am Schluss werden wir Berge versetzen, und uns weiterhin gemeinsam vernetzen.
Der Stab erhebt sich, das letzte Gemurmel verstummt, und für eine Millisekunde ist es mucksmäuschenstill. Nach dem hörbaren Einatmen der Musiker erklingt eine Fanfare, die meine Augen schliessen lässt. Die ersten Klänge ziehen mich sofort mit in ihre Traumwelt, die sich fern von meiner Wirklichkeit befindet. Plötzlich sehe ich mich inmitten eines Schlosses, bei dem die Krönung der angehenden Königin im Gange ist. Alle Bürger strahlen vor Freude, jubelnd und gratulierend stehen sie in den Mengen. Die Trompeten oben auf den Rängen spielen die majestätischen Töne, welche abgestimmt mit den Schritten der Königin sind. Doch schlagartig ändert sich die Szenerie und drei maskierte Männer kommen anzurennen. Die Musik wird schneller, mein Puls rast. Es herrscht Panik, Chaos und alle Bürger fürchten um ihr Leben. Ein lauter Schrei hallt durch den Raum und ich sehe, wie die Königin zusammenbricht. Ihr Gesicht schmerzverzehrt, aber nicht durch einen körperlichen Angriff. Vielmehr fällt ihr Blick auf die Diebe, die mit ihrem über Generationen weitergegebenen Mantel verschwinden. Mit einem Mal wird es ruhiger, die Menschen schauen auf und aus dem Tor kommt ein Ritter. Ein Ritter in strahlender Rüstung und einem Pferd, welches das beeindruckendste Fell hat, das ich je gesehen habe. Hörbar wird die Musik wieder friedlicher, majestätischer und hoffnungsvoller. Der Ritter geht in moderatem Tempo, hilft der zusammengebrochenen Königin und gibt ihr das Versprechen, die Diebe zu finden. Jubeln der Bürger ertönt, Hoffnung blüht auf und der Ritter reitet im Galopp aus dem Schloss hinaus. Die Musik wird angenehm, ich fühle mich, als wäre ich der Ritter. Reitend durch die schönsten Landschaften, über Felder, Berge und endlose Weiten. Hie und da höre und sehe ich unterschiedliche Tiere. Doch plötzlich verstummt die Musik, meine innere Traumwelt verdunkelt sich und ich höre nur noch das erleichterte Atmen der Musiker. Ich schlage die Lider auf, sehe wie der Dirigierstab sich senkt. Tosender Applaus füllt meine Ohren und ein kleiner Tropfen schwappt aus meinem Auge über die Wange. Danke Musik.
Is there anything as sweet to remember as a bygone holiday? And I mean really remember, with all its vivid details. The delightful local food you ate, the chilly water embracing your sun-kissed body, heated up by the gentle rays of sunshine. Floating as the waves carry you, far away into the vast ocean. Carried away by the waves of the salty water, which form a smile at the corners of your mouth. That feeling of lightness and sense of pleasure carries you further. Far, far away into the wild, wide, expansive ocean. More water than your eyes can gather, neither your brain can process, nor your lungs can’t fathom the infinity. Way too much, way too big. That feeling of weightlessness is following you into your dreams. You’ll never forget the delicious local food you nourished your belly with and all the sweets that delighted your heart, with your eyes closed and taste buds dancing in delight. The memories of meandering through foreign streets, the scent of freshly washed laundry, drying and flying in the breezy, salty wind underneath the searing heat of the divine sun and still protected by the paradisical trees from the divinity. The laundry is surrounded by pure heavenliness. This feeling stays with you even in your deepest dreams, as you lie in your bed, wrapped in freshly laundered sheets carrying the aroma of the sea of flowers, while you are being carried off into the dreamland of your treasured bygone holiday. Whether it was a holiday from last week, last month, last year, or a lifetime ago. You’ll always hold those memories close to your heart. The bygone time is inconsequential; every bit of those cherished moments will remain etched in your mind forever and you will always remember at least a fragment of your bygone holidays as if you’re reliving them all over again. As if you were forever on holiday.
Kim A. Moser ist Tutorin im Schreibzentrum und Studentin Sekundarstufe
Was es auch ist, du kannst immer zu mir kommen. Du kannst mir alles erzählen. Vor mir brauchst du keine Geheimnisse zu haben. Es klingt schön, dieses Versprechen. Dein Versprechen, dass du mir zuhören wirst. Das Versprechen, nicht nur zuzuhören, sondern mich verstehen zu wollen, ein Stück in meinen Schuhen zu gehen und mich zu sehen. Zu sehen, wer ich bin und wer ich sein möchte. Und mich trotzdem, oder genau deswegen, noch gleich liebevoll anzusehen und in den Arm zu nehmen. Das Versprechen, es klingt schön und ich wünschte, ich könnte dir wirklich alles erzählen.
Aber wenn du über die sprichst, hörst du mich nicht. Beschallt von Vorurteilen, hörst du nicht, was ich sagen will, aber nicht wage auszusprechen. Wenn du über die sprichst, siehst du mich nicht. Geblendet von Wut und Hass, siehst du nicht, wie ich innerlich zerrissen bin zwischen denen und dir. Wenn du über die sprichst, fühlst du nicht. Betäubt vor Angst, fühlst du nicht, dass es eigentlich um Liebe geht.
Ich wünschte, du könntest dein Versprechen halten, aber wenn du über die sprichst, dann meinst du auch mich.
[TORNADO FUNNEL CLOUD]This tornado was shot north of Spring Hill, Kan in 1957. After killing four people in Spring Hill the tornado headed northeast devastating the community of Ruskin Heights, now part of south Kansas City, Mo. The picture was made by the Rev. Robert Alexander, pastor of the Spring Hill Methodist Church.
I slither lazily through the street, kicking up swirling dust in my wake. The sunlight streams through a gap in the clouds, catching the dust particles alight, making them look like tiny fairies. I sigh, singing past the buildings, smelling the distinct, putrid stench of rotting wood. Paint peels and crumbles from the side of buildings. Broken bricks scatter the cracked concrete. I pass carcasses of trees in a park where life once flourished, their shrivelled-up limbs, long since leeched of water and colour, rattle as I breeze past.
I pass by the Ferris wheel. It rises into the sky with a rusty frame, and sun-faded box seats. It creaks and groans as I sing through the gaps in the thick metal arms, protesting my presence. In the absence of humans and civilisation, the Ferris wheel no longer receives regular maintenance. I suspect it will collapse and crumble within the next decade, succumbing to the rust and decay left in the catastrophic wake of the humans’ devastating error.
I blow past a library and the books, stained yellow by the sun, ruffle like fallen autumn leaves as I move, chattering and sending more dust into the otherwise stagnant air. The wooden doors in the library flap, smacking against the walls, trying to free themselves from the hinges like an enraged monster shackled in a dungeon.
A decaying abandoned hospital stands in my way. The maternity ward makes me icy with sadness. Rusting cribs are still arranged in neat rows. A baby doll lays in one with its legs sticking towards the ceiling. Everything is a frozen moment in time. I twirl towards the old school and nursery. More dolls and school shoes, left where they fell, are covered in dust and rubble. Gas masks, collected by tourists, have been piled in one classroom. There is a puppet propped up on a rickety school chair, wearing a gas mask, and positioned in the smashed frame of an old television. If you were here, you wouldn’t shiver from just my icy breeze. The cold, hollow energy in this town is enough to run claws of terror down your back.
I make my way back to the park.
It didn’t use to be like this. Before it happened, the sound of children and families playing at the park filled the air. The trill of laughing children running around the dewy, manicured grass, chasing one another, would calm me down. They would often point at me, as I danced with the leaves. I didn’t want to disturb them, so I’d be little more than a warm, gentle breeze. Now, the park is little more than a stretch of dirt. More masks litter the vicinity. There’s some graffiti on a wall left there by tourists, painted in an array of pink, yellow, and indigo. It is the only patch of colour in this entire town.
That’s when an enormous expanse of brown, just outside the town, appears before my eyes. Tree skeletons are drooping towards the poisoned earth. The disaster has long since sucked the life from the dried up, radioactive soil. Trees will not grow for many millennia.
The heat of a fire billows through me. Fury. How could they do this? To their only home. They have so little regard for their environment. Now they’ve moved on to another place which they now call home. They never stop to think, that sooner or later, they will eradicate their own species.
I spin, gaining traction, faster and faster until I form a tornado fuelled by rage and dripping with disgust. As dust churns with me, I plough through the town, screaming and wailing as I rip it apart. I tear the bricks from the buildings and tear up floorboards. Windowpanes and glass rattle and shatter as I batter past. Books and toys and shoes fly in every direction as the
Ferris wheel groans and shudders against my force. Buildings protest as they thunder to the ground. With each brick I tear apart, the rage ebbs away, little by little. But I don’t stop. I must rid this town of any memory of their rotten species. I must wipe away any evidence they once lived here. I must wipe away their definition of life. Only misery and the ghosts of their existence shall remain.
To make way for new life.
Tears stream from my tornado body, splattering the ground. I do not stop my rampage, even when the sun dips below the horizon, and the clouds gather across the sky, blanketing the town in liquid darkness.
Just as I am about to tear apart the Ferris wheel, something catches my attention. The sky opens. Clouds shift, moving aside until a sliver of the abyss beyond makes an appearance. A bright full moon stretches a finger of ghostly light onto a small patch of land not too far from the town. Pale white light glints on the violet petals of large flowers. Pink mushrooms the size of dinner plates sprout tall and proud above the evergreen grass. They are mutated plants. But they grow taller, and more powerful than ever towards the stars. The mushrooms’ silhouette against the backdrop of the clouds shall be the only reminder of the events that transpired 36 years ago. I gasp. Then everything falls silent. No more wailing or shrieking. This has become one of the few places, where you can see the future of life.
Nikolaus Steinauer studiert auf der Sekundarstufe I
Was mache ich hier? Nur ein Schritt, eine Tür öffnen und mein Leben wird sich für immer verändern. Eben freute ich mich noch auf diesen Moment und jetzt? Wer ist diese Frau im Spiegelbild? Will sie das wirklich? Ist sie schon bereit diesen Schritt zu gehen? Dieses wunderschöne Kleid in diesem fast schon unwirklichen Entrée. Diese Ohrringe, so schöne hatte ich noch nie und doch ziehen sie mich nach unten, als wären es Bleigewichte, welche mich in die Tiefe eines Sees ziehen und mich ertrinken lassen. Ich, der Gang und diese Tür. Die Tür, die, wenn ich sie öffne, alles verändert. Falls ich sie öffne. Mein Spiegelbild schaut mich unwirklich an. Ein kurzer Moment der Entschlossenheit und dann? Schon wieder passé. Unsicherheit. Meine Hände zittern. Vor Angst, vor Aufregung oder von beidem? Ich weiss es nicht. Das kann doch nicht sein! Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet, habe mich gefreut, fast schon in etwas reingesteigert. Ja, vielleicht ist es das. Ja, genau das muss es sein. Ich habe mich zu sehr gefreut. So einfach, und nun habe ich kalte Füsse bekommen. Ich fürchte mich davor, dass die, in jedem Augenblick gefühlte Freude, der Vorfreude nicht genügen kann. Ja, das muss es sein. Und nun nehme ich diesen Knauf in die Hand und… oder ist das nicht eine Türklinke? Ganz klar, eine Türklinke, aber das ist doch sans importance. Wichtig ist nur, dass ich jetzt die Türklinke in die Hand nehme und endlich diese Tür öffne. Diese Tür, die alles verändert. Diese Tür, die das Tor zu einer langersehnten Zukunft bedeutet. Zu meiner Zukunft! Meine Hände sind schwitzig. Ich beginne noch heftiger zu atmen als schon zuvor. Mein Herz pocht, es droht zu zerspringen. Adeline verliere die Contenance nicht! Atme tief ein, schau dir in die Augen, du kannst das. Das ist dein langersehnter Moment. Doch jetzt, sowie ich in meine Augen blicke, sehe ich Angst. Panik! Ich kann nicht! Das ist zu viel für mich! Ich kann immer noch zurück ich… kann ich das noch? Kann ich wirklich noch zurück? So weit habe ich es gebracht, so weit bin ich gekommen, so viel habe ich investiert und nun zurück? Nein ich kann nicht mehr. Ich stecke viel zu weit drin. Ich kann nicht. Ich ging zu weit. Ich kann unmöglich zurück, was würden sich die anderen denken? Adeline nimm dich zusammen und hab ein wenig Courage. Es ist nur eine Türe, nur ein Knauf, nur ein Schritt. Eigentlich nur ein kleiner Schritt, aber ein grosser Schritt für mich. Alles wird sich ändern. Meine Knie zittern. Mein Herz pocht. Mein schönes Kleid, dessen sanfter Samt mich umgibt. Ich habe schon viele schöne Kleider getragen, aber dieses übertrifft alle und genauso wird dieser Moment sein, in dem ich endlich diese Türe öffne. Das Tor zu einer neuen Welt. Zu einer Besseren. Mein Spiegelbild blickt mir in die Augen. Dieser Blick, diese Augen, ce visage. Es sieht mich entschlossen an. Diese Entschlossenheit in meinem Gegenüber. Und doch, tief in mir, spüre ich noch einmal die Unsicherheit aufkommen. Wäre ich doch nur so entschlossen, wie mein Spiegelbild. Wäre ich doch diese entschlossene Frau. In mir kämen keine Zweifel auf. Ich stünde nicht so lange vor dieser Türe. Ich ginge, ohne zu zögern durch dieses Tor. Aber vielleicht brauche ich diese Unsicherheit. Vielleicht brauche ich diese Zweifel. Vielleicht brauche ich noch diesen einen letzten Kampf gegen mich selbst. Doch wer gewinnt? Mein Spiegelbild! Dieses Spiegelbild, das mich ohne Zweifel ohne jegliche Unsicherheit ansieht. Liebend, dass ich gleich diesen Schritt gehen werde. In Erwartung, dass ich gleich dieses Tor öffne und sich mir eine neue Welt bietet. Voller Freude, dass ich diesen Schritt nun gehe. Noch immer habe ich schwitzige Hände, noch immer pocht mein Herz, noch immer zittern meine Knie. Aber nichts kann mir diese Gewissheit nehmen! Hinter dieser Türe befindet sich mein neues Leben. Ein besseres, eines, dass ich wirklich will. Noch einmal sehe ich in meine Augen. Mein Spiegelbild geht voraus, macht den ersten Schritt. Und dann, kurz vor dem Ergreifen des Knaufs, der Türklinke, drehe ich mich noch einmal um.
Du fühlst seine Haut. Die ist noch warm. Noch. Oh. Kalt. Vorbei ist seine Umarmung, vorbei ist sein Geruch, vorbei ist – Er. Sehnsüchtig bist du, gefüllt mit Trauer, Frust und Hass. Warum? Angst hast du mit seiner Umarmung besiegt, Unsicherheit hast du mit seinen Küssen überwunden, gelebt hast du in ihm. Weisst du noch, wie du manchmal seine Hand gehalten hast, und dachtest, sicherer ginge es nicht? Unvorstellbar war seine Distanz, unerträglich seine Abneigung schmerzhaft war sein Zorn. Schaust du seine Augen an, schläft er? Du wolltest ihn doch so ewig anschauen dürfen, geniesse es. Bald sehen seine Augen nichts ausser den Holzdeckel seines neuen Zuhauses. Ein ewiges Zuhause. Und dein Zuhause? Musst du neu suchen, finden, bilden. Weg ist dein Boden, weg sind deine Säulen, weg ist dein Halt. Oh. Kalt. Wo ist er hin, obwohl bei dir? Was macht er, obwohl in deinen Armen? Bei wem ist er, obwohl bei dir? Weine, schreie, umarme, – es beruhigt. Küsse, – es regt an. Nun vielleicht doch nicht mehr. Dein Haus, das du in ihm erbaut hast, hat er zerstört. Hat er? Leere, Flamme, Explosion. Gefühle. Willst du auch kalt werden? Willst du?? Du??? Umarme, küsse, rette dich. Baue dir ein neues Haus, mit Halt, ein Zuhause. Trage die Erinnerungen im Herzen, er bleibt da – in dir.
Mirya Fazili ist Studentin in der Sekundarstufe an der PHZH.