Ablaufdatum für die Jugend

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums schon für das Magazin Akzente  der PH Zürich.
In der Novemberausgabe (4/2021, S. 25) denkt unsere Tutorin Laura Bachmann in der Kolumne auf der Studierendenseite übers Älterwerden, neue Verantwortungen und die Metamorphose von Leichtsinn zur Ernsthaftigkeit nach.

Die Fährnisse des Feedbacks

In seiner sechsten «Seitenblick»-Kolumne unserer PH-Zeitschrift Akzente (4/2021, S. 9) denkt Schreibberater und Zentrumsleiter Alex Rickert über die Fährnisse des Feedbacks nach. Sind die Autor:innen per se Mimosen, oder liegt das Problem bei den unsensiblen Rückmeldungen? Ob Lob oder Kritik – wer zu Texten Feedback gibt oder bekommt, muss über die Klinge springen. Eine scharfe Klinge, wie Alex Rickert zeigt.

Grenzüberschreitung Intimsphäre

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums schon für das Magazin der PH Zürich. Heuer gibt es sogar ein Jubiläum zu feiern: In der Augustnummer von Akzente (3/2021, S. 25) ist es bereits die 50. Kolumne!

Diesmal widmet sich unsere Tutorin Janine Eberle auf der Studierendenseite den Fragen rund um die Familienplanung … und wundert sich, dass so ein persönliches Thema zum Gegenstand von Smalltalk wird.

Sommer, Sonne, Leben!

Tutor Nicolas Schmid
(Illustration: Elisabeth Moch)

Sie kennen mich nicht und ich kenne Sie nicht, aber keine Panik! In meinen nächsten Kolumnen werde ich einiges mit Ihnen aus meinem Leben teilen: Beobachtungen aus der Welt und der Menschen, Gedanken über grundlegende Fragen des Lebens, Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Studium und vieles mehr. Ich bin angehender Primarlehrer, gelernter Koch, Bildungscoach, Schreibzentrumsmitarbeitender, Musiker, Möchtegernkünstler, Sportler und Sommerliebhaber. Apropos Sommerliebhaber: 

Sommer ist doch wirklich etwas Schönes, oder nicht? Mal angenommen, es regnet nicht andauernd. Das Wetter ist warm und schön, die Tage sind hell und lang. Morgens jeweils mit Sonnenstrahlen im Gesicht aufwachen, hochmotiviert aus dem Bett springen, in der Sonne frühstücken und sich für den Tag stärken. Tagsüber keine lästige Jacke mit herumtragen, stets die Sonnenbrille auf der Nase und abends lange draussen sitzen – was will man mehr?

Wenn die Sonne scheint, dann ist die Welt ein bisschen weniger scheisse. Eigentlich ist sie dann sogar super gut – sofern man denn zumindest ein bisschen was davon hat. Aber selbst wenn wir Student:innen den ganzen Tag zu Hause am Bildschirm rumsitzen, wenn die Sonne scheint, ist man besser gelaunt, als wenn es draussen regnet. Spüre ich den Frühsommer, werde ich aktiver – Vitamin D sei Dank! –, und ist ein Schönwettertag, so will ich schöne Dinge tun – Hauptsache alles andere als lernen. Wie oft schon habe ich guten Willens meine Bücher zum Lernen mit nach draussen genommen, um abends dann festzustellen, dass sie nahezu unberührt in der Tasche liegen geblieben sind? Läuft. Und auch wenn es Momente gibt, in denen ich umfallen könnte, weil ich noch einen riesigen To-do-Berg vor mir habe, gibt es eben auch diese Momente, in denen ich sage: «Scheiss drauf, ich hab auch noch ein Leben!» Liebe Sonne, du zwingst mich dazu, öfter mal genau das zu sagen. Man muss eben Prioritäten setzen. Liebe Dozentinnen und Dozenten, könnten Sie das bitte in Ihrer Benotung berücksichtigen?

Nicolas Schmid studiert an der PH Zürich und arbeitet als Tutor im Schreibzentrum.
Der Text ist erschienen als «Gastspiel»-Kolumne im Magazin für die Mitarbeitenden der PH Zürich, inside 2/2021, S. 21.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 2/2021

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums schon für das Magazin der PH Zürich. In Heft 2/2021 von «Akzente» fragt sich Angelica Bühler in der Studierendenkolumne auf Seite 25, warum sie das ewige Warten so sehr aus der Ruhe bringt …

Jedes Ende ein neuer Anfang?

Zurzeit scheint bei vielen Menschen die Zeit stillzustehen. Keine Termine, keine Treffen. Ist man aber ehrlich mit sich selbst, muss man sich eingestehen, dass der Stillstand eine Illusion ist. Das Leben steht täglich im Zeichen des Wandels, ob wir es wahrnehmen, ist eine andere Sache. Mit jedem Tag werden wir älter und viele von uns sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert – alles Hinweise auf Veränderung.

Tutorin Antonia Rakita
(Illustration: Elisabeth Moch)

Für mich persönlich lautete die Veränderung vor kurzer Zeit «Abschluss des Studiums». Nach viereinhalb Jahren neigt sich das zu Ende, was ich gut gekannt und gern gemacht habe. Obwohl mir bewusst war, dass dieser Moment irgendwann kommen würde, war ich doch nicht darauf vorbereitet, welches Gefühl diese Veränderung in mir hervorrufen würde. Wie ein Mixgetränk setzt es sich aus mehreren Bestandteilen zusammen: Einerseits ist es gekennzeichnet durch Freude und Stolz, dass sich meine erbrachten Leistungen letztendlich ausgezahlt haben, anderseits ist der Abschluss von Traurigkeit geprägt, da sich nun die Wege trennen und ich meine liebgewonnenen Studienkolleginnen und -kollegen nicht mehr so oft treffen werde.

Wirklich realisieren werde ich das Ganze wahrscheinlich aber erst dann, wenn ich das Diplom in der Hand halte. Jedoch schätze ich die Wahrscheinlichkeit, dass eine offizielle Diplomfeier möglich sein wird, die den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt initiiert, als gering ein. Dennoch hoffe ich, zumindest im kleinen Kreis die Möglichkeit zu haben, den Masterabschluss und den damit verbundenen Neuanfang zelebrieren zu können.

Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, liebe Leserinnen und Leser, werden Sie gemerkt haben, dass ich mich trotz Abschluss meines Studiums nicht von Ihnen verabschiedet habe. Das liegt daran, dass ich Ihnen an dieser Stelle neu von meinen Erfahrungen als Berufseinsteigerin berichten werde. Ich hoffe, Sie werden auch diese Kolumnen so gerne lesen wie die bisherigen.

Antonia Rakita studiert an der PH Zürich auf der Sekundarstufe I und arbeitet als Tutorin im Schreibzentrum.
Der Text ist erschienen als Kolumne im Magazin für die Mitarbeitenden der PH Zürich, inside 1/2021, S. 21.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 1/2021

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums schon für das Magazin der PH Zürich. In Heft 1/2021 von «Akzente» macht sich Jacqueline Makrucki in der Studierendenkolumne auf Seite 25 Gedanken, ob es in der Agenda vielleicht noch eine Rubrik für spontane Termine bräuchte …

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 4/2020

Seit zwölf Jahren schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums schon für das Magazin der PH Zürich. In Heft 4/2020 von «Akzente» fragt Nicholas Rilko in der Studierendenkolumne auf Seite 25, ob und wie Kreativität und Digitalität zusammenhängen. Für ihn ist der Fall klar: Videospiele fördern unsere Kreativität, denn sie verlangen Flexibilität und Einfallsreichtum. Mit anderen Worten: Sie bringen uns bei, wie sich Probleme (e)kreativ lösen lassen.

Zuhause, und du?

Zuhause waren wir dieses Jahr oft. Keine schlechte Sache, wenn man mich fragt. Ich geniesse es, zuhause zu sein: Kein Gedränge in den Zügen während der Stosszeiten, Zeit zu kochen, ein Nickerchen über Mittag, Freizeitkleidung während der Arbeit, um nur einige Vorteile zu nennen.

Tutorin Antonia Rakita
(Illustration: Elisabeth Moch)

Das Zuhause als düsteren Ort der Einsamkeit zu betiteln, entspricht deshalb nicht meiner Vorstellung. Nach meinem Verständnis hat Zuhause das Potenzial zu weit Grösserem. Es ist nicht nur ein Ort, an dem man abends todmüde ins Bett fällt, nur um am nächsten Tag genau dasselbe Spiel zu wiederholen. Hierfür sind die Mieten in der Regel viel zu hoch. Zuhause sollte ein Ort sein, wo man Freude und Leid teilen kann, auf den man sich nach einem langen Arbeitstag freut, wo gutes Essen zubereitet wird, wo geteilt, gelacht, herumgealbert wird, und das Wichtigste, wo man seinen Platz gefunden hat.

Mein Zuhause ist aber keineswegs eine Festung des Glücks, die ich nie verlasse. Nein, mein Zuhause ist der Ort, der mir Kraft und Freude gibt, welche ich in meinem zweiten Zuhause, der PH und der Schule, mit meinen Mitkommilitonen und Mitkommilitoninnen sowie Schülerinnen und Schülern teile.

Alles in allem ist Zuhause verbunden mit Gefühlen, mit glücklichen Momenten und Erinnerungen. Und das Beste ist, dass man die Möglichkeit hat, sein Zuhause, dort wo das private Leben beginnt, zu gestalten, dabei spielt die Grösse des Hauses oder der Wohnung keine Rolle. Man ist in der Lage, sich seinen Glücksort zu schaffen, ohne weit verreisen zu müssen.

Meine Vorstellung von Zuhause kommt in dieser Kolumne deutlich zum Vorschein, deshalb drehe ich den Spiess um und frage dich, lieber Leser und liebe Leserin:

Was bedeutet Zuhause für dich?

Antonia Rakita studiert an der PH Zürich und arbeitet als Tutorin im Schreibzentrum.
Der Text ist erschienen als Kolumne im Magazin für die Mitarbeitenden der PH Zürich, inside 1/2020, S. 21.

Wer hat das Zeug zum Schreibgenie?

In der «Seitenblick»-Kolumne von Akzente (Heft 4/2020, S. 9) fragt sich Schreibberater und Zentrumsleiter Alex Rickert diesmal, was es mit den Schreibgenies eigentlich auf sich hat. Liegt das Talent schon in den Genen, braucht es für Schreibkompetenz einen hohen IQ oder muss man sich einfach mehr Mühe geben und viel üben, um Herausragendes zu leisten?