Textdiagnose und Schreibberatung

Textdiagnose und SchreibberatungSchreibprofis sind nicht von Natur aus besser. Sie schreiben häufiger, verwen­den mehr Zeit auf ihre Texte und achten auf Aspekte, mit denen ungeübte Schreiberinnen und Schreiber oft überfordert sind. Damit bei der Betreuung schriftlicher Arbeiten etwas von den Experten an die Novizen übergehen kann, müssen Irritationen benannt und Lösungswege skizziert werden. Das von den Autorinnen entwickelte «Bietschhorn-Modell» liefert ein wirksames Instrument, mit dem sich entstehende Texte Schicht für Schicht abklopfen und optimieren lassen. Was funktioniert schon? Dient die Leseführung der thematischen Entfaltung? Passen Informationsdichte und Stil zur Text­sorte? Ausgehend von typischen Stolpersteinen beim Denken und Schreiben zeigen die Verfasserinnen, wie Texte inhaltlich und sprachlich in Form kommen. Ergänzende Ausführungen zum wissenschaftlichen Schreiben und zur Beratungspraxis machen den Titel für Fachdozierende zum nützlichen Hand- und Arbeitsbuch. – Kurzrezension aus den Medientipps der Zeitschrift «Akzente» 2 (2014): S. 34.

Marianne Ulmi, Gisela Bürki, Annette Verhein und Madeleine Marti.
Textdiagnose und Schreibberatung.
Opladen: Barbara Budrich, 2014. 275 Seiten.

Lesen Sie auch die Rezension von Gerd Bräuer in der Zeitschrift Schreiben.

Schreibzentrum mit arthelgmalin und drei Schulklassen im Löwenbräu

Kunst begegnen: Sprachraum schaffen und erlebenIMG_0069

Hochkarätige zeitgenössische Kunst, neugierige Kids, engagierte Lehrerinnen und Lehrer, erfahrene Kunstvermittlerinnen und wir Dozierenden und Tutorinnen vom Schreibzentrum. Das sind die Zutaten für ein Pilotprojekt, das von Januar bis Juni 2014 in den Galerien und Museen im Löwenbräu stattfindet.

Kinder und Jugendliche aus drei Zürcher Klassen begegnen den Räumen und der Kunst, kommentieren, befragen, staunen, schreiben, filmen und knipsen. So wird neuer Sprachraum geschaffen und erlebt.

Die Erfahrungen der Kunstvermittlerinnen IMG_0044
Regula Malin / Ursula Helg treffen auf
die Projekterfahrungen des Schreibzentrums
in den Schreib- und Lesezentren im Schulhaus Oberuster und Schulhaus Saatlen, bereichern sich gegenseitig und fusionieren Kunstvermittlung mit niederschwelligem literalem Lernen.

Photos: Art Helg Malin Zürich /
Schreibzentrum PH Zürich

FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #14

FAQHäufig gestellte Frage: «Kann ich auswählen, von wem ich beraten werden möchte?»

Unsere Antwort: Jein. Aus organisatorischen Gründen ist dies nicht immer möglich. Doch wenn du schon einmal von uns beraten wurdest, macht es durchaus Sinn, dass du deine Beraterin oder deinen Berater behältst. Frag uns einfach per E-Mail (schreibzentrum@phzh.ch), ob dein Wunschcoach zu deiner Wunschzeit verfügbar ist. Oder komme spontan in eine unserer Sprechstunden über Mittag. Denn letztlich ist weniger wichtig, wer dich berät, sondern dass du überhaupt beraten wirst. Und unser ganzes Team ist bestens ausgebildet, um dir bei deinem Anliegen weiterzuhelfen. Wir unterstützen dich jederzeit gern und kompetent.

Preisverleihung Schreibwettbewerb 2014 RAUSCHEN

Aus 35 eingereichten Texten hat die Jury in einer heissdiskutierten Sitzungsrunde die drei Gewinner ausgewählt.

© Kurt Caviezel
© Kurt Caviezel

Am Montag, 19. Mai findet von 18.00–19.30 Uhr in der Aula der EB Zürich an der Riesbachstrasse 11 die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs 2014 (PH Zürich, EB und KME) statt.

Mit Autorenlesungen der Siegertexte, Laudationes, Apéro und Musik.

Sie sind alle herzlich eingeladen.

Berufliches Schreiben – Schreiben in Berufen

Berufliches Schreiben rückt zunehmend in den Fokus der Schreibforschung: Sei es das Verfassen von Projektskizzen, Projektberichten und Offerten in technischen Berufen oder die Korrespondenz in kaufmännischen Berufen, sei es die multilinguale Kommunikation im internationalen Umfeld, seien es Protokolle im Justizwesen oder wissenschaftliche Texte im Forschungskontext – mit jeder beruflichen Tätigkeit gehen eigene Formen der schriftlichen Kommunikation einher, die vielfältige Forschungsfragen eröffnen.

Die 5. Tagung des Forums wissenschaftliches Schreiben ist dem Schreiben in Ausbildung und Berufen des tertiären Bereichs gewidmet (Fachhochschulen und Universitäten). Ziel der Tagung ist es, Textroutinen im beruflichen Schreiben unter verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Dabei sollen Grundlagenforschung und Praxis vernetzt werden.

5. FWS-Tagung, 5. – 6. Juni 2014 in Winterthur:
Berufliches Schreiben – Schreiben in Berufen

Write my Fire – #14: 20 Minuten 8. November 2012

Write My Fire!«Am vergangenen Donnerstag vollzog sich an einem internationalen Kongress in Paris ein grauenhaftes Geschehen. Zwei Attentäter bewarfen den französischen Staatspräsidenten mit mehreren Zündhölzchen. Eines der Zündhölzchen trag den Präsidenten so sehr, dass er an einer starken Hirnblutung am Tatort verstorben ist.»

(Geschrieben zu: Mani Matter – «I han es Zündhölzli azündt»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Stimmen aus dem Off

NZZ_Synchron_webWährend viele Kinogänger es vorziehen, untertitelte Originalfassungen von Filmen zu schauen, steigt der Marktanteil von Synchronfassungen. Die Übertragung der Dialoge bereitet indes mitunter beinahe unlösbare Probleme – etwa wenn die Sprachdifferenz Teil der Filmhandlung ist. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Synchronisation von Filmen ist  mehr als Übersetzung. (Daniel Ammann in der NZZ vom 26.4.2014, S. 56)

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«Was wird wohl euer Vers sein?» (Whitman, Keating und das iPad)

In Dead Poets Society (USA 1989; Regie: Peter Weir) fordert der unkonventionelle Lehrer John Keating seine Schüler immer wieder zum Lesen und zum Schreiben auf. «Wozu nützt dieses Leben?», fragt er mit Walt Whitman in einer der eindringlichsten Szenen des Films. – Sie ist derzeit im TV-Werbspot für das iPad Air zu hören, mit Robin Williams’ Synchronsprecher Peer Augustinski:

Wir lesen und schreiben Gedichte, weil wir zur Spezies Mensch zählen. Und die Spezies Mensch ist von Leidenschaft erfüllt. Und Medizin, Jura, Wirtschaft und Technik sind zwar durchaus edle Ziele, und auch notwendig, aber Poesie, Schönheit, Romantik, Liebe sind die Freuden unseres Lebens. Ich möchte an dieser Stelle Whitman zitieren: «Ich, und mein Leben, die immer wiederkehrenden Fragen, der endlose Zug der Ungläubigen, die Städte voller Narren. Wozu bin ich da? Wozu nützt dieses Leben?
Die Antwort: Damit du hier bist. Damit das Leben nicht zu Ende geht, und deine Individualität. Damit das Spiel der Mächte weiter besteht und du deinen Vers dazu beitragen kannst.»
Damit das Spiel der Mächte weiter besteht und du deinen Vers dazu beitragen kannst. Was wird wohl euer Vers sein?

Siehe auch den Beitrag von Michael Prusse:
«‹Macht euer Leben aussergewöhnlich!›» ph akzente 3 (2012): S. 22–23.

FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #13

FAQHäufig gestellte Frage: «Darf ich eigentlich auch mit einem Leistungsnachweis zu euch kommen?»

Unsere Antwort: Selbstverständlich, dafür sind wir da.  Ob es sich um einen kleineren Schreibauftrag wie eine Reflexion, einen grösseren Leistungsnachweis oder gar um deine Masterarbeit handelt, spielt keine Rolle. Wir beraten dich bei allen deinen schriftlichen Arbeiten gerne, unkompliziert und kompetent.