Mehr als irgendeine lange Nacht

Die Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten: Coaching wie der Blitz, Getränke mit ein wenig Spritz und Poetry Slam mit viel Witz

Wieder einmal ging eine lange Nacht vorbei … Doch dieses Mal nicht nur irgendeine: An der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten wurden Leben (bzw. Arbeiten) in letzter Minute von unseren leidenschaftlichen Coaches gerettet, fancy Drinks gemixt und auch kulinarisch wurde mit Pizza verwöhnt.

Nur an der Langen Nacht: Souveräner Barman mitten in der Bibliothek.

Highlight des Abends war natürlich der Poetry Slam der besten Texte von «PH Goes Poetry 3rd Edition». Joël Perrin (Finalist der Deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften 2018) führte uns durch den Schreibwettbewerb 2019. Die Erstplatzierten Nadja Baumgartner und Peter Fäh (vertreten durch Joël Perrin) und der Gewinner Peter Kaiser zeigten noch einmal, wieso ihre Texte die Jury absolut überzeugten. Nadja begeisterte mit ihrem alternativen Blick vom Mond, während Peter Fäh die Publikumsbeschimpfung wieder zum Leben erweckte und Peter Kaiser über das Dies- und Jenseits philosophierte. Das Booklet der Finaltexte ist ab sofort im Schreibzentrum für CHF 2.- erhältlich.

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Nach einer bewegenden und eindrücklichen Poetry Slam-Session wurde der neue Schreibwettbewerb unter dem Motto «Das Meer zwischen uns» gelauncht. Dazu hat Nicholas Rilko vom OK das Publikum, passend zum Poetry-Slam, auch noch auf eine kurze, lyrische Reise mitgenommen.

Eine alte Schreibzentrumsweisheit besagt schliesslich: Nach der Langen Nacht ist vor dem Schreibwettbewerb! Mit PH Goes Poetry in der vierten Edition möchten wir (Ex-)Studierende und Mitarbeitende der PHZH dazu bewegen, ihre Schreib-Kreativität unter Beweis zu stellen.

Nach diesem Poesie-Höhepunkt ging das fleissige Arbeiten an LNWs, Portfolioeinträgen, Vertiefungsarbeiten und Masterarbeiten weiter. Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums, des Digital Learning Centers und der Rechercheberatung unterstützten die Abend- und Nachteulen in der Bibliothek, wo immer sie konnten. Das fröhlich-lockere Ambiente trug sicherlich dazu bei, dass einige Fortschritte in den entstehenden Arbeiten verzeichnet werden konnten. Wer bis nachts kurz vor Mitternacht aber noch nicht ganz fertig wurde oder auch jenseits der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten gerne durch das Lernforum unterstützt werden möchte, soll nicht verzagen: Während dem Semester finden über Mittag im LAA-F014 stets Beratungen statt. Meldet euch an oder kommt einfach vorbei – wir helfen gerne!

(Natascha Hossli und Nicholas Rilko)

fame & fortune fo(u)r you

Für alle Pechvögel und Vielbeschäftigten, die das Finale des PH Goes Poetry-Schreibwettbewerbs 2019 verpasst haben: An der Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten konnte man durch die drei Siegerperfomances ein weiteres Mal in den Bann der Poesie gezogen werden. Die ausgezeichneten Finalisten bewiesen erneut, wieso sie ihres Titels würdig sind.

Wir danken allen, die mit ihren Texten ihre Schreibkünste unter Beweis gestellt haben. In der diesjährigen Publikation sind die besten neun Werke gesammelt.

Eine altbekannte Schreibzentrumsweisheit besagt aber: Nach der Langen Nacht ist vor dem Schreibwettbewerb! Wir freuen uns daher sehr, in Zusammenarbeit mit dem Kafi Schnauz und erstmals mit Studierenden der ISEAHZ aus Tunesien, hiermit offiziell den Schreibwettbewerb 2020 zu launchen. Mit euren Texten zu «Das Meer zwischen uns» habt auch ihr die Chance, das Publikum in euren Bann zu ziehen.

Für die Bestplatzierten gibt es «fame and fortune» in Form von Preisgeld und Publikation. Dem Sieger oder der Siegerin winkt zudem der klassische Poetry-Slam Preis: eine Flasche Whisky. Keine Bange, wenn du auf Bühnen Schweissausbrüche bekommst: Erfahrene Slammer und Slammerinnen sind gerne bereit, deinen Text zu performen.

Teilnahmeberechtigt sind PH-Studierende, Ex-Studierende sowie alle Mitarbeitenden der PH Zürich. Einsendeschluss ist der 31. März 2020. (Natascha Hossli und Nicholas Rilko)

Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten

Bring es lieber heute Nacht als morgen früh zu Ende!

Die «Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten» findet am 12. November von 18 Uhr bis Mitternacht bereits zum fünften Mal statt. Wieder bietet sich die Gelegenheit, ewig verspätete und liegen gebliebene Arbeiten vorwärts zu treiben. Bei Fragen rund ums Schreiben beraten Mitarbeitende und Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums. Frisch gemixte Drinks, heisse Pizzas und schnelle Slam-Poet*innen (mit Joël Perrin, Finalist der Deutschsprachigen Meisterschaften 2018) helfen den fleissigen Schreiberlingen, wieder in die Gänge zu kommen. Weitere Infos und den Flyer gibt es hier.

Der Geist in der Maschine

Maschinen führen ein Eigenleben. Manchmal hilft gut zureden oder ein Neustart. Aber was tun, wenn der menschliche Roboter Gefühle und Bewusstsein entwickelt und seinen eigenen Willen durchsetzt?

Vor solchen Fragen steht Charlie in Ian McEwans Maschinen wie ich (Diogenes 2019). Es sind die frühen Achtzigerjahre. In der kontrafaktischen Realität, die der Autor erfindet, weichen die Ereignisse allerdings von der historischen Vergangenheit ab. England steckt politisch in der Krise, dafür ist die Technologie ihrer Zeit weit voraus. Vom mütterlichen Erbe hat sich Charlie einen Androiden gekauft und muss nun mit ansehen, wie dieser sich in die gleiche Frau verliebt, ihr Gedichte schreibt und kurzerhand den Reset-Knopf deaktiviert, um sein Recht auf Selbstbestimmung zu behaupten.

Ein ähnliches Szenario entwirft der Spielfilm Zoe (Drake Doremus 2018). Cole (Ewan McGregor) entwickelt beziehungsfähige Androiden, seine Mitarbeiterin Zoe (Léa Seydoux) stellt jungen Paaren Prognosen für deren gemeinsame Zukunft. Schwierig wird es, als sich die beiden zaghaft auf eine Beziehung einlassen und der neu erschaffene Ash dazwischenfunkt. Was ist echt? Zu wie viel Leben und Leid ist ein synthetischer Körper fähig?

Die Grenzen des Machbaren lotet auch der überspannte Science-Fiction-Thriller Replicas aus (Jeffrey Nachmanoff 2018). Ein Forscher (Keanu Reeves) versucht das Bewusstsein von Verstorbenen auf Roboter zu übertragen und setzt sich über ethische Grundsätze hinweg, als seine Familie bei einem Unfall ums Leben kommt.

Daniel Ammann, Akzente 3 (2019), S. 35.

Wie effektiv ist Peer-Feedback?

Mit offenen Sprechstunden über Mittag, in Einzelberatungen und Online-Coachings durch studentische Tutorinnen und Tutoren setzt das Schreibzentrum der PHZH bewusst auf Peer-Feedback. Das Angebot wird von Studierenden denn auch rege genutzt und als niederschwellige Unterstützung überaus geschätzt. Aber wie steht es eigentlich um die Wirksamkeit? In seinem Beitrag im Lifelong-Learning-Blog geht Maik Philipp dieser Frage nach und stellt Ergebnisse einer Metaanlyse zu Peer-Feedback beim wissenschaftlichen Schreiben vor.

Zeigeblockade überwinden und Feedback auf entstehende Texte bekommen.

Schnell entscheiden

Was haben Fussballspielen und Dozieren gemeinsam? Beides ist Handeln in komplexen Situationen. Das heisst, es geht oft darum, in kürzester Zeit die richtige Entscheidung zu treffen. Wie gelingt das ohne physikalische Formeln und pädagogisch-psychologische Modelle? Antworten und Denkanstösse gibt Yves Furers Beitrag im Lifelong Learning Blog.

Blitzschnell entscheiden und … treffen («Who Ate all the Pies?» 2013)

Ein Kompass fürs Zitieren (Q&A #15)

Wörtliche Zitate und inhaltliche Übernahmen aus anderen Texten müssen Sie in Ihrer (wissenschaftlichen) Arbeit eindeutig kennzeichnen und alle verwendeten Quellen am Schluss in einem alphabetischen Literaturverzeichnis auflisten. So verlangen es die Spielregeln des wissenschaftlichen Schreibens.

An der PH Zürich ist hierfür das Chicago Manual of Style (nach dem Autor-Jahr-System) massgebend. Ähnlich wie der Duden für Rechtschreibung und Grammatik sollen die formalen Vorgaben des CMoS sicherstellen, dass die Informationen vollständig, korrekt und einheitlich wiedergegeben werden.

«Zitier-Kompass» der PHZH

Als Ergänzung zu den Ausführungen auf der Zitierseite im Studiweb und dem «A–Z des wissenschaftlichen Schreibens» haben wir nun einen einfachen Zitierkompass mit typischen Beispielen erstellt (den Sie hier herunterladen können).

Die Navigation ist denkbar einfach.

Jede «zitierfähige» Quelle – ob Buch, Zeitungsartikel, Filmbeitrag oder Internetseite – lässt sich in einem ersten Schritt als selbständige oder unselbständige Veröffentlichung kategorisieren. Anschliessend muss dann nur noch entschieden werden, ob es sich bei einer selbständigen Publikation um ein Einzelwerk (eines oder mehrerer Autoren/-innen) oder um einen Sammelband (mit Herausgeberschaft) handelt.

Analog lässt sich bei den unselbständigen Quellen einerseits zwischen Artikeln aus Fachzeitschriften, Zeitungen, dem Internet etc. oder andererseits Beiträgen aus einem Sammelband unterscheiden.

Für jede der vier Möglichkeiten führt der Zitierkompass eine kleine Checkliste mit den erforderlichen Angaben sowie typische Einträge mit den entsprechenden Kurzbelegen auf. Wenn Sie sich an diesen Musterbeispielen orientieren, sind Sie auf der sicheren Seite.

Astrid – Gegen alle Konventionen

Woher kommt die Traurigkeit in Astrid Lindgrens Kinderbüchern? Etwa wenn Pippi am Weihnachtsabend in den Himmel schaut und ihrer verstorbenen Mutter vorschwindelt, dass sie ganz viele Geschenke erhalten habe, nur damit sich diese keine Sorgen macht. Antworten finden sich im Film Astrid.

Dieser beleuchtet ein dunkles Kapitel in der Biografie der Kinderbuchautorin: Bei ihrer ersten Stelle verliebt sich Astrid in den verheirateten Herausgeber einer Lokalzeitung. Als sie schwanger wird, entscheidet sie sich gegen ein Leben in Sicherheit, gegen die Ehe mit dem Kindsvater und wählt den Weg gegen alle Konventionen ihrer Zeit. So wächst ihr Sohn Lasse zuerst bei einer Pflegemutter in Kopenhagen auf. Dort lebt er so lange, bis er Astrid als Mutter nicht mehr erkennt und nur widerwillig mit ihr nach Schweden zurückkehrt. Nach einer schwierigen Annäherung zwischen Mutter und Sohn erobert sie schliesslich sein Herz mit – wie könnte es anders sein – einer selbst erfundenen Geschichte.

Martina Meienberg

Astrid. Schweden/Dänemark 2018. Regie: Pernille Fischer Christensen. DVD Berlin: DCM Film Distribution, 2019.

Die Rezension ist erschienen in Akzente 3 (2019): S. 34.