Die Workshops fürs FS19 sind da!

Im Frühjahrssemester 2019  bietet das Schreibzentrum der PH Zürich (in Zusammenarbeit mit der Bibliothek und dem Digital Learning) wiederum attraktive Workshops für Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich und der PH Schaffhausen an. Stöbern Sie im reichhaltigen Programm. Neu sind unter anderem die sogenannten «Meisterkurse». Diese Workshopangebote richten sich insbesondere an Studierende, die im laufenden oder im nächsten Semester ihre Abschlussarbeit fertigstellen.

Ist diesmal kein geeigneter Workshop dabei oder die Termine passen nicht? – Kein Problem. Ab fünf Personen können Member beim Schreibzentrum einen eigenen Workshop bestellen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Anmeldungen und weitere Infos zu Angeboten des Schreibzentrums finden Sie hier.

Die Meisterkurse

Leitfaden für das Verfassen von Masterarbeiten

Das Frühjahrssemester rückt näher. Höchste Zeit für neue Workshops. Im aktuellen Angebot richtet sich das Schreibzentrum diesmal besonders an Studierende, die in diesem Jahr ihre Masterarbeit bezwingen (also im Mai oder Dezember abgeben) wollen.
Nicht vergessen: Schreiben hat mehr mit Übung als mit Talent zu tun. Gehen wir es also sportlich an!

Die Mittwoch-Schreibgruppe
Jeden Mittwochnachmittag wird das Schreibzentrum zum Writers’ Room. Im Lernforum LAA-F014 steht Masterstudierenden während des ganzen Frühjahrssemesters ein eigener Arbeitsraum zur Verfügung. Hier können sie konzentriert an ihren Schreibprojekten feilen und sich mit Gleichgesinnten über das Schreiben oder methodische Probleme austauschen.

Gemeinsam schreibt es sich leichter

Feste Schreibzeiten und eine produktive Arbeitsatmosphäre sollen helfen, mit der grossen Abschlussarbeit voranzukommen und auftauchende Fragen zu klären. Zu vereinbarten Zeiten stehen deshalb auch Mitarbeitende des Schreibzentrums für Auskünfte und richtungsweisende Impulse zur Verfügung. Wie gelingt die Leseführung? Worauf ist bei der Einführung oder beim Zusammenfassen des Forschungsstands besonders zu achten? Wie werden Zitate in die eigene Argumentation eingebaut? Was gehört unbedingt in den Schlussteil der Arbeit? 

Übung macht den Master!

Unabhängig von der Mittwochsgruppe bietet das Schreibzentrum für MA-Studierende drei weitere «Meisterkurse» an. Diese Workshops sollen die Schreibenden darin unterstützen, ihr Forschungs- und Schreibprojekt gezielt in Angriff zu nehmen (Teil I), in der textproduktiven Mittelphase am Ball zu bleiben (Teil II) und in der letzten Etappe eine termingerechte Punktlandung hinzulegen (Teil III). Zusätzlich bietet die Bibliothek speziell für Masterstudierende Impulsveranstaltungen für die Literaturrecherche an.

Anmeldung für die Mittwoch-Schreibgruppe und viele weitere Workshops unter stud.phzh.ch/sz-workshops oder unter Workshops & Impulse des Lernforums.

Masterarbeit in zwei Wochen

Kaum zu glauben: Angeblich soll mal jemand eine Masterarbeit in zwei – oder sagen wir grosszügig: wenigen – Wochen hingelegt haben. Ohne viel empirische Vorüberlegungen habe ich ein paar abgeschlossenen Arbeiten ausgezählt und eine einfache Rechnung angestellt: Wie lange würde es dauern, diese Arbeiten zu tippen, wenn man ohne Unterbruch und Formulierungsbremse 90 Anschläge pro Minute hinbekäme? (Nur so nebenbei: Beim Eintrittstest für die Handelsmittelschule muss man 1000 Anschläge in 10 Minuten schaffen und darf nicht mehr als 6 Fehler machen …)

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Wenn der Stoff explodiert

In Träumen, dem fünften Band seines autobiografischen Grossprojekts, berichtet der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård von seiner Zeit in Bergen und wie er nach dem Besuch der Akademie für Schreibkunst immer wieder im Schreiben scheitert, dann anfängt Literaturwissenschaft zu studieren, wieder aufgibt und doch immer wieder von einer Karriere als Schriftsteller träumt.   Wenn der Stoff explodiert weiterlesen

Q&A Zitieren #14: Expertenwissen anzapfen

In seinem Buch The 90 Minute Book Outline widmet sich Autor R.T. Tolentino unter anderem der Frage, wie man in einem Themengebiet in kurzer Zeit zum Experten oder zur Expertin wird. Das erinnert ein bisschen an das Problem zu Beginn einer Masterarbeit. Immerhin soll dort ja eine kluge Frage untersucht und ein Überblick zum Forschungsstand geliefert werden. Das eigene Wissen und Vorwissen ist ein guter Ausgangspunkt. Da ist es hilfreich, in einem Projektjournal einfach mal brainstormartig alles zu notieren, was einem zum Thema einfällt. Allmählich wird klar, wovon man ausgeht, wo man anknüpft und wohin die Reise gehen könnte. Bevor man jedoch richtig loslegt, sollte das Gebiet erst einmal abgesteckt und die Untersuchungsfrage eingegrenzt werden. Um die Auseinandersetzung mit Fachliteratur kommt man dabei nicht herum.

«Don’t be lazy and do some reading.»

Hier könnte Tolentinos «7 Day Expert Method» eine Hilfe sein.
Bevor man seine Arbeit inhaltlich plant, rät er zu folgenden Schritte:

A –  Mindestens 5 Bücher zum Thema lesen und den Erkenntnisgewinn zusammenfassen.
Daraus lässt sich für das weitere Vorgehen ein Aktionsplan skizzieren (Untersuchungsfeld, Stand der Forschung, Wissenslücken, eigenes Erkenntnisinteresse, erwartete Ergebnisse).

B – (Wahlweise, aber empfohlen) Einen Experten oder eine Expertin befragen. Worüber sollte man Bescheid wissen? Was ist wichtig?

C – Sich in der Bibliothek in den Regalen umschauen, die zum Thema einen engeren Bezug haben. Einige Bücher durchblättern, die unser Interesse wecken. Welche Ideen oder Ansätze tauchen in verschiedenen Publikationen immer wieder auf?

D – Die Inhaltsübersichten mit dem Smartphone fotografieren.

An dieser Stelle ist es dann so weit, dass man seine Projektskizze formuliert. Jetzt kann die eigentliche Recherche beginnen!

 

Q&A Zitieren #5: A–Z zum wissenschaftlichen Schreiben

Chicago_Leporello_cover_webNach wie vor erreichen uns viele Anfragen rund ums Zitieren. Oft geht es lediglich um formale Finessen oder Details, für die sich mit etwas Kreativität und in Anlehnung an ähnliche Beispiele auf der Zitierseite ohne Weiteres eine Lösung finden liesse. Wichtig ist und bleibt, dass die zitierte Quelle sinnvoll und vertrauenswürdig ist, dass sie genau bezeichnet wird und nach Möglichkeit auch für andere Leserinnen und Leser einsehbar ist.

Unter der Rubrik «A–Z» entsteht im Studiweb ein kleines Nachschlagewerk zu Spezialfällen und häufigen Fragen des wissenschaftlichen Zitierens.

Wie sehen die Angaben zu einem Lehrmittel aus? Was ist eigentlich «graue» Literatur? Muss ich alle 15 Autorenangaben aufführen? Braucht es bei einem Blockzitat Anführungszeichen? Wie zitiere ich aus dem Volksschulgesetzt oder einem Modulskript der PH Zürich? Was bedeutet et al. und wo wird die Abkürzung verwendet? Darf ich auch Fussnoten setzen, wenn ich nach dem Autor-Jahr-System arbeite? Weitere Beispiele zu Internetquellen, Kursivsetzung und Selbstplagiaten folgen.