Flipped Classroom auf dem Prüfstand

Wäre es nicht schön, könnte man die Lernzeit in der (hoch)schulischen Bildung höchst (inter)aktiv nutzen? Das kann gelingen, wenn Lernende vorbereitet in die Veranstaltung kommen. Das setzt wiederum voraus, dass Lehrende ihnen zuvor (digital) eine Wissensgrundlage zur Verfügung stellen. Der «Flipped Classroom» scheint das zu ermöglichen. – Maik Philipp stellt das Konzept in seinem Beitrag auf dem Lifelong-Learning Blog auf den empirischen Prüfstand.

Flipped Classroom scheint sich in den Geistes- und Sozialwissenschaften besonders zu bewähren.

Maik Philipp ist Professor für Deutschdidaktik an der PH Zürich und arbeitet im Schreibzentrum.

Faktencheck in der Fiktion

Die Segel blähen sich vor dem Wind, und der Wimpel am Hauptmast zeigt auch korrekt die Windrichtung an. SONJA WIMMER / KINDERMANN-VERLAG

Haben Raben gelbe Schnäbel, kann man mit einer Brille Feuer machen oder mit dem Auto zum Mond fahren? In der Fiktion ist alles erlaubt, wenn’s passt und gut gemacht ist! Trotzdem unterzieht Daniel Ammann die Fantasie einem kleinen Faktencheck. Unter dem Titel «Richtig lügen ist grosse Kunst» geht er in der NZZ vom 31.1.2020 (S. 38 und online) der heiklen Frage nach, was Fiktion und Wirklichkeit eigentlich miteinander zu schaffen haben. Sein Fazit: Imagination siegt über Gravitation!

Übersetzen mit Verstand und Gefühl

Hier wird Übersetzen definitiv zur Wortakrobatik: eine Passage aus Joyce’ «Ulysses», im Original und zweimal deutsch. (Bild: Goran Basic / NZZ)

«Wie lispelt man auf Deutsch?», fragt sich Daniel Ammann in seinem Essay über die kleinen und grösseren Tücken des Übersetzens. Was hat der Fuchs im «Kleinen Prinzen» geschluckt, dass er plötzlich wie ein Akademiker spricht? Und warum wird die Handlung von «Brave New World» von London nach Berlin und später wieder zurück nach London verlegt? Übersetzerinnen und Übersetzer müssen ständig Entscheide fällen – und manchmal liegen sie halt falsch.

Wie effektiv ist Peer-Feedback?

Mit offenen Sprechstunden über Mittag, in Einzelberatungen und Online-Coachings durch studentische Tutorinnen und Tutoren setzt das Schreibzentrum der PHZH bewusst auf Peer-Feedback. Das Angebot wird von Studierenden denn auch rege genutzt und als niederschwellige Unterstützung überaus geschätzt. Aber wie steht es eigentlich um die Wirksamkeit? In seinem Beitrag im Lifelong-Learning-Blog geht Maik Philipp dieser Frage nach und stellt Ergebnisse einer Metaanlyse zu Peer-Feedback beim wissenschaftlichen Schreiben vor.

Zeigeblockade überwinden und Feedback auf entstehende Texte bekommen.

Schnell entscheiden

Was haben Fussballspielen und Dozieren gemeinsam? Beides ist Handeln in komplexen Situationen. Das heisst, es geht oft darum, in kürzester Zeit die richtige Entscheidung zu treffen. Wie gelingt das ohne physikalische Formeln und pädagogisch-psychologische Modelle? Antworten und Denkanstösse gibt Yves Furers Beitrag im Lifelong Learning Blog.

Blitzschnell entscheiden und … treffen («Who Ate all the Pies?» 2013)

Alles auf Anfang

In der Rubrik Romananfang, aber auch mit eigenen ersten Sätzen haben wir uns an dieser Stelle immer wieder mit dem Beginnen befasst. Im Schreiben, mit jedem Text fangen wir immer wieder ganz vorne an. Manchmal startet das Abenteuer mit einem fulminanten ersten Satz, manchmal stellt sich dieser erst viel später ein, am Ende eines langen Auswahlprozesses.

Der erste Satz, heisst es, entscheide quasi über das Schicksal eines Romans oder einer Erzählung. Da wundert es einen, dass überhaupt noch ein Autor, eine Autorin den Stift aufs leere Blatt setzen mag. Wie kommen Anfänge eigentlich zustande – und gibt es ein Rezept für den guten Start?
In seinem Essay in der Neuen Zürcher Zeitung beschäftigt sich Daniel Ammann mit den vielfältigen Möglichkeiten und Mythen des Anfangens – eine kleine Poetik der ersten Sätze.

Der Weg zum Erfolg

Reicht Talent, um es im Sport, in der Musik oder als Autor·in an die Spitze zu schaffen? Oder kann es jeder und jede mit entsprechendem Einsatz und beharrlichem Training zur Meisterschaft bringen? Unter dem Titel «Übung macht den Meister – oder doch nicht?» fragt Daniel Ammann im Lifelong Learning Blog, was es mit Begabung, jahrelanger Berufserfahrung und den berühmten 10’000 Übungsstunden auf sich hat.

Kompetenzen für morgen

Die Zukunft hat schon begonnen. Bleibt noch zu klären, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten wir brauchen, um den anstehenden Veränderungen und Umbrüchen gewachsen zu sein. Um diese «21st Century Skills» geht es im Beitrag von Alex Rickert. Im Lifelong Learning Blog fragt er nach tragfähigen Kompetenzen für die Berufswelt von morgen und formuliert drei Postulate für die Volks- und Hochschule.

Beim Lesen und Schreiben sind neue Blickwinkel und Strategien gefragt.