von Aron Keles
Jammern mag nur eine Front sein
Tage, die weder gezählt noch wahrgenommen werden
Sich wiederholende Interaktionen wecken den Schein
Lachen dringt durch die Beschwerden
Alt genug, um zu erkennen
Momente wie diese vergehen
Uhren, die scheinbar immer schneller drehen
Greifbar erst, wenn sich die Wege wieder trennen
Doch reif genug, um zu wissen,
dass jener Faden mit unseren Händen gesponnen wird,
dass ein kleiner Zug den Knäuel entwirrt,
dass es mehr als genügt, solange ein winziges Glöckchen klirrt
es bloss eine Entscheidung ist zu vermissen
So sehr die Gedanken sich bereits im Morgen einsperren
Es umso schwerer fällt: Brücken erstellt? Säule hält? Auseinander schnellt?
So es auch gegeben ist, dass wir am gleichen Stück zerren
Ein stetiger Druck, dass man keine Sekunde vergeude,
begleitet wird das Ganze trotzdem von Freude
Von einer Lektion sind nämlich alle Zeuge
Je grösser die Schwere, desto wertvoller die Freunde
