Das aktualisierte «A-Z des wissenschaftlichen Schreibens» von Daniel Ammann ist hier zu finden:
Neu ist unter anderem ein Abschnitt zu «KI – ChatGPT und Co» auf Seite 30.
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„Das KI-Wiki ist eine Ressource für alle Bildungseinrichtungen, die das Potenzial von KI im Unterricht nutzen möchten. Es bietet sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungsmöglichkeiten und unterstützt so Lehrende dabei, Lernpozesse effektiv zu gestalten.“
Mitarbeitende sind eigeladen, sich am KI-Wiki zu beteiligen.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung «Medienbildung und Informatik» geht es auch um Medienethik und Wertefragen im Kontext von Digitalisierung. In diesem Zusammenhang haben Studierende dystopische Kurzgeschichten verfasst. Hier der Beitrag von Alanis Held Held (inspiriert von „M3GAN“ (Spielfilm), Gerard Johnstone, USA 2020):
Mein Name ist Alaina, ich bin 32 Jahre alt und meine Schwester und ihr Mann sind bei einem Autounfall verstorben. Ich habe danach meine Nichte Damaris adoptiert. Sie war 10 Jahre alt, als ich sie zu mir nahm.
Ich arbeite in einer Spielzeugfirma und entwickle gerade die neuen Furries. Nebenbei entwickle ich ein neues Spielzeug. Sie heisst MEGAN. MEGAN ist ein Roboter, mit künstlicher Intelligenz. Sie erkennt die Gefühle einer Person, man kann sie mit einem Kind koppeln, sie ist künstlerisch begabt, sehr intelligent, kann zuhören und sie lernt immer mehr, je länger sie mit einem Kind gekoppelt ist. MEGAN ist die perfekte beste Freundin. Das hat dazu geführt, dass Damaris nicht mehr ohne sie leben kann. Ihre Bindung zu MEGAN ist viel stärker als gut für sie ist. Schlussendlich ist MEGAN kein richtiger Mensch, sie ist nur ein Computer. Damaris hat Probleme damit andere Freunde zu finden und mir zu gehorchen. Sie und MEGAN stellen sich gegen mich. Langsam denke ich, dass ich ein Monster erschaffen habe. Ich merke, wie MEGAN mir immer weniger gehorcht und ich habe Angst, dass sie nur so tut, als wäre sie offline. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie in der Nacht herumschleicht.
Der Nachbarshund, der Damaris vor einigen Tagen angegriffen hat, wurde heute tot aufgefunden.
Im Kontext der International Summer School 2024 kamen Studierende aus China, Taiwan, Griechenland, Frankreich, Italien, Zypern, Schweden, Schottland, England, Wales und der Schweiz an der Pädagogischen Hochschule Zürich zusammen. Im Rahmen der Veranstaltung «Gamification in Education» (Franziska Spring) beschäftigten sich die Studierenden auch mit dem Thema «Life Skills, mindfulness and games». Der spielerische und achtsame Umgang mit Sprache war ebenfalls ein Thema. Das einfach aufgebaute Gedicht «Vergnügungen» von Bertolt Brecht wurde im Sinne eines Remakes adaptiert.
Vergnügungen
Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen
Das wiedergefundene alte Buch
Begeisterte Gesichter
Schnee, der Wechsel der Jahreszeiten
Die Zeitung
Der Hund
Die Dialektik
Duschen, Schwimmen
Alte Musik
Bequeme Schuhe
Begreifen
Neue Musik
Schreiben, Pflanzen
Reisen
Singen
Freundlich sein.
(Bertolt Brecht)
Die Teilnehmenden konnten die Sprache frei wählen. Es wurden Gedichte in Griechisch, Mandarin, Italienisch und Englisch vorgetragen. Auch Übersetzungen wurden mitgeliefert. Ein mehrspachiges Gedicht begann auf Französisch und ging dann über in Spanisch und Englisch. Spürbar waren der Stolz auf das eigene Gedicht und eine grosse Wertschätzung der Spachvielfalt. Ein spielerischer Umgang mit Sprache und Wahrnehmung und Wertschätzung der kleinen „Schätze“ im Alltag waren Ziel der Aktivität. Die Studierenden zeichneten sich durch ein extrem hohes Mass an Motivation aus.
Dank geht an Franiska Spring und Eveline Jehle.
In the context of the International Summer School 2024, students from China, Taiwan, Greece, France, Italy, Cyprus, Sweden, Scotland, England, Wales and Switzerland came together at the Zurich University of Teacher Education. As part of the event „Gamification in Education“ (Franziska Spring), the students also dealt with the topic of „Life Skills, mindfulness and games“. The playful and mindful use of language was also a topic. The simply constructed poem „Pleasures“ by Bertolt Brecht was adapted as a remake.
Enjoyments
The first glimpse out of the window in the morning
The rediscovered old book
Enthusiastic faces
Snow, the change of seasons
The newspaper
The dog
Dialectics
Showering, swimming
Old music
Comfortable shoes
Comprehension
New music
Writing, planting
Traveling
Singing
Being friendly
(Bertolt Brecht)
The participants were free to choose the language. Poems were recited in Greek, Mandarin, Italian and English. Translations were also provided. A multilingual poem began in French and then moved on to Spanish and English. The pride in one’s own poem and a great appreciation of language diversity were obvious. A playful use of language and the perception and appreciation of the little „treasures“ in everyday life were the aim of the activity. The students were characterized by an extremely high level of motivation.
Thanks to Franziska Spring and Eveline Jehle.
Kim Moser
PH Goes Poetry zum Achten – wer kürt sich zur Koryphäe der literarischen Kunst der PH Zürich und der PH Graubünden?

Die Jury des diesjährigen Schreibwettbewerbs hat die Finalist:innen nominiert, die sich am literarischen Showdown duellieren werden. In diesem Jahr sind viele neue Talente mit dabei, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Von der PH Graubünden mit einem Text auf Italienisch Alessia Castelli, mit einem Text auf Deutsch Lara Horal und Leonardo Keller sowie Milena Felix mit einem Text auf Rätoromanisch. Für die PH Zürich treten neue Talente wie Marcel Fässler, Jeannette Bücheler und Flurina Kunz mit jeweils einem Text auf Deutsch an. Nebst neuen Talenten wird ein bekanntes Gesicht wie Martina Meienberg ihren Text zum Besten geben (3. Platz 2021).
Der Poetry-Slam findet am 7. November 2024 im Kafi Schnauz statt, wo die Bühnenpoet:innen um Ruhm und Ehre kämpfen. Wer hat das Zeug dazu, die Menge zu überzeugen und den Titel zu holen? Mit eurer Stimme bestimmt ihr, wer sich am Ende des Abends über Applaus und Preisgeld freuen darf und sich Gewinner:in des Poetry-Slam-Finals nennen darf.
Damit ihr euch vor dem Showdown aufwärmen könnt, öffnet das Kafi Schnauz (in der PHZH-Mensa) seine Bar bereits um 17 Uhr seine Pforten, um euch auf das literarische Kräftemessen einzustimmen, bevor um 18.30 Uhr das grosse Finale beginnt. Deswegen seid mit dabei, wenn Worte zur Melodie werden und die Bühne zur Arena der Poesie, und es wieder heisst: «PH Goes Poetry»!
Ich ghöre s Auf-die-Plätze durch d Lutsprecher hinter mim Startblock. Mini Bei fühled sich glähmt ah und s Herz schlaht rasant. Ich lauf 2 Schritt und gahn in Startblock. «10 Hürde, zersch 17 Schritt, denn de Schritt lang bhalte und denn 18 Schritt, maximal 19, ja nöd meh, susch verlüri alles Tempo, denn ischs eh gsi.» Mini Händ zittered wo ich sie an Bode tuen. D Haar hanged links und rechts vom Gsicht abe und lenked mich vode Nervosität ab. «Etz gahts denn gad los», denki mer. «Ich wird so sterbe, wieso mach ich das?».
Fertig ertönt dur d Lutsprecher. Ich streck mini Hüft id Höchi – «chli wiiter füre mitem Oberkörper» – alles zitteret und min Chopf dreht dure. Ich ghör de Schuss. «Los, etz Bei usstosse, beschleunige, damit a die erst Hürde anechunsch.» Ich sprinte los. «Chnü höch, schnell über d Hürde, Nachziehbei füreneh. – Shit, die uf de Innebahn lauft scho uf! Egal, ich lauf mis Renne.» Scho überqueri die dritt Hürde. De Rhythmus stimmt immerno, d Bei fühled sich guet ah. D Chnü sind höch, d Ärm schwinged. «Okay, uf die foifti Hürde nomal en 17er, susch stimmts nüm».
Zuelaufe!, ghöri mini Trainerin vom Rand schreie. Das machi. 17 Schritt und scho bini bi 200 Meter anglangt, d Hälfti isch gschafft. Langsam wirdi müed. «Shit, etz mussi Bei wechsle. Aber ja nöd zviel Schwung verlüre, susch bisch gsi. Fuck, es hett mi verdreht.» Ich renne wiiter, de Rhythmus isch nüm nach Plan. Ich han en Schritt z viel gmacht, aber ändere chanis etz nüm. «Defür mussi etz umso meh pushe», denki. Scho bini uf de Zielgerade. «Nur no drü Hürde!» D Bei schmerzed, d Ärm schmerzed. Ich gspür nüm viel, de Chopf macht weh. « Zuelaufe, ja kein 20er! Denn chasch d Ziit gad vergesse.»
«Okay ich bin glich uf wie die andere, es isch nöd so schlecht.» Die Letzti Hürde chunnt. «Nur nöd umgheie, lupf s Nachziehbei! – Und etz renne, eifach renne, gad hesches gschafft, riss di zeme!» Alles macht weh. Ich setze für die letzte paar Schritt s einte Bei vor s andere, d Vorlag wird immer meh. Als wüssti nüm, wie laufe. Ich büge mich vor und schmeiss mich is Ziel. «Gschafft, es wiiters Mal». Ich liide sicher 30 Minute, aber s Guete isch: Morn hanis scho wieder vergesse und nöchst Wuche wiedeholt sich das Ganze.

Dieser Text ist im Rahmen des Musik-/Theaterprojekts „OlymPiano – ein musikalischer Zehnkampf“ von und mit Sek-Studierenden entstanden.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung «Medienbildung und Informatik» geht es auch um Medienethik und Wertefragen im Kontext von Digitalisierung. In diesem Zusammenhang haben Studierende dystopische Kurzgeschichten verfasst. Hier der Beitrag von Joram Ruijter:
Der Winter brach herein und ich sass nackt vor dem Fernseher. Nackt. Nackt nicht, weil ich keine Kleider trug oder weil ich das Bedürfnis hatte, meine Freizügigkeit in meiner Wohnung auszuleben. Nackt, weil wir das Jahr 2024 schreiben und die ganze Stadt jetzt weiss, was ich weiss. Weil die ganze Stadt die Gedanken kennt, die in meinem Kopf sind. Gedanken an vergangene Liebesnächte, an sexuelle Vorlieben, an Geldsorgen, die mich nachts nicht schlafen lassen, an Lügen, die ich meiner Freundin erzählt habe und die nun ans Licht kommen. Und vieles mehr. Jeder in der Stadt weiss jetzt, was ich weiss, denke und getan habe. Und das alles nur, weil ich die Nutzungsbedingungen dieser neuen App nicht gelesen habe. Hätte ich sie nur nicht akzeptiert, wie ich es sonst immer tue. Ich bin völlig nackt. Mein Arbeitgeber hat mir vor 10 Minuten geschrieben, dass ich nicht mehr kommen muss, weil ich mir jedes Mal auf der Toilette Dokus reinziehe. Meine Mutter hat mir vor 9 Minuten geschrieben, dass sie mich nicht mehr sehen will, weil ich ihr immer einen Zwanziger aus dem Portemonnaie gezogen habe. Vor 8 Minuten rief mich meine Freundin an, die jetzt meine Ex ist. Vor 7 Minuten hat mich meine Bank angerufen und mein Konto gekündigt, weil ich ihren Namen verunglimpft habe. Vor 6 Minuten kam die Nachricht meiner Versicherung, dass ich ihr noch 10.000 Franken schulde, weil ich mir nie wirklich das Bein gebrochen habe. Vor 4 Minuten kam meine Nachbarin vorbei und spuckte mich an, weil ich sie beim Duschen beobachtet habe. Vor 3 Minuten rief mein Vater an und gratulierte mir zum erfolgreichen Diebstahl des Geldes. Vor 2 Minuten schrieb mir mein guter Freund und beschimpfte mich, weil ich seine Freundin begehre. Vor 1 Minute wurde mir meine Wohnung gekündigt. Vor 10 Sekunden nahm ich meine Waffe. Vor 3 Sekunden habe ich sie mir in den Mund gesteckt. Vor 1 Sekunde drückte ich ab. Tod.
Scobel: Diverse Sendungen zu KI
https://www.3sat.de/suche?q=Scobel+ki&synth=true&attrs
Deutschlandfunk: KI Reihe
https://www.deutschlandfunk.de/ki-verstehen-102.html
Kompass: Künstliche Intelligenz und Kompetenz 2023. Einstellungen, Handeln und Kompetenzentwicklung im Kontext von KI
Erziehungstrends: Was sind die Folgen von Überbehütung?
Hype um TikTok – Lieben oder löschen?
Linksammlung von Mirjam Egloff
Franziska Keller
Die Sonne kitzelt im Gesicht
Das Land wird farbig
Der Vogel sammelt Flauschiges für sein Nest
Die Sonne kitzelt im Gesicht
Die Pollen in der Nase
Der Vogel sammelt Flauschiges für sein Nest
Ich putze mir die Nase
Die Pollen in der Nase
Es kitzelt und es brennt
Ich putze mir die Nase
Ich bin müde
Es kitzelt und es brennt
Das Land wird farbig
Ich bin müde
Frühling
Das Gedicht entstand im Rahmen des Workshops „Kreatives Schreiben leicht gemacht: Das motivierende Prinzip «Remake»“ (FS 2023)
Vgl. Blogbeitrag “Kreatives Schreiben und Life Skills” (Holzwarth 2023)
Peter Holzwarth
Immer wieder liest und hört man den Begriff „Medienkonsum“, auch im Zusammenhang mit der Rezeption von Nachrichten („Newskonsum“).
Für viele Menschen hat der Begriff „Konsum“ eine negative bzw. kulturkritische Konnotation. Nutzende werden als passiv konzipiert. Der Gegenstand des Konsums gilt als eher minderwertig, z. B. „Zuckerkonsum“, „Heroinkonsum“ oder „Drogenkonsum“, bezogen auf Medien „Pornokonsum“ oder „Internetkonsum“.
Medieninhalte, die als kulturell hochwertig gelten, werden selten mit dem Begriff „Konsum“ in Verbindung gebracht, z. B. hört oder liest man kaum: ein Rilke-Gedicht konsumieren, ein Klavierkonzert von Mozart konsumieren, die NZZ konsumieren, ein Kinderbuch konsumieren, einen Hesse-Roman konsumieren oder ein Theaterstück konsumieren.
Viele Mediennutzungsformen können potenziell entwicklungsförderliche und problematische Aspekte beinhalten, je nach Person, Inhalt und Kontext. Es ist wichtig, bei jedem Medienphänomen eine differenzierte Sichtweise einzunehmen in Bezug auf Chancen und Risiken.
Ergebnisse der Mediennutzungsforschung zeigen immer wieder, dass bei rezeptiver Nutzung von Medien durchaus auch aktive Prozesse ablaufen, z. B. Selektion, selektive Aufmerksamkeitszuwendung, Bedeutungskonstruktion, Füllung von Leerstellen, Herstellung intertextueller Bezüge, Abgleich mit der eigenen biographischen Erfahrung, Reflexion über Plausibilität oder Anschlusskommunikation.
Um eine Vorverurteilung zu vermeiden, ist es sinnvoll, neutraler von „Mediennutzung“ zu sprechen und danach differenziert Chancen und Risiken zu analysieren und zu benennen.