Wie funktioniert effektive Schreibförderung?

Das neue Buch von Maik Philipp systematisiert die Felder Schreibkompetenz und Schreibförderung. Es zeigt, wie man das Schreiben selbst fördern kann und durch das Schreiben auch das Leseverstehen und Fachlernen verbessert.
(Angehende) Lehrpersonen erhalten dadurch unterrichtsrelevantes Wissen für die Auswahl und Gestaltung ihres Schreib- und Fachunterrichts. Maik ­­Phi­lipp ist Professor für Deutschdidaktik mit dem Schwerpunkt Schreibförderung an der Pädagogischen Hochschule Zürich und Mitarbeiter des Schreibzentrums.

Maik Philipp
Schreiben lernen, schreibend lernen: Prinzipien des Aufbaus und der Nutzung von Schreibkompetenz
Wiesbaden: Springer VS, 2021. 223 Seiten.
Bestellen beim Springer Verlag

Tierisches Kuriositätenkabinett

Marcel Barellis ausserordentliches Plädoyer für Artenvielfalt war im Frühjahr 2021 für den zweiten Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis nominiert (Shortlist). Unter dem Titel Bestiarium Helveticum ist das 430 Seiten starke Buch inzwischen auch auf Deutsch beim hep Verlag in Bern erhältlich. Ein Akzente-Medientipp von Daniel Ammann.

Grenzüberschreitung Intimsphäre

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums schon für das Magazin der PH Zürich. Heuer gibt es sogar ein Jubiläum zu feiern: In der Augustnummer von Akzente (3/2021, S. 25) ist es bereits die 50. Kolumne!

Diesmal widmet sich unsere Tutorin Janine Eberle auf der Studierendenseite den Fragen rund um die Familienplanung … und wundert sich, dass so ein persönliches Thema zum Gegenstand von Smalltalk wird.

Von Menschen und Maschinen

Maschinen können viel. Aber können sie auch verstehen? Und werden sie irgendwann Muster entwickeln, die wir von Gefühlen und menschlichem Bewusstsein nicht mehr unterscheiden? – In seinem Medientipp in Akzente (3/2021, S. 39) stellt Daniel Ammann drei Texte vor, die genau diesen Aspekt erkunden: Alan Turing, Pionier der Computerwissenschaft und der künstlichen Intelligenz, hat sich schon 1950 Gedanken darüber gemacht, ob Maschinen denken können. Der Schriftsteller Daniel Kehlmann lässt sich im Silicon Valley auf das Experiment ein, gemeinsam mit einem Algorithmus eine Geschichte zu schreiben … und Kazuo Ishiguro erschafft in seinem Roman eine Künstliche Freundin, die uns als literarische Figur sehr menschlich berührt.

Von Menschen und Maschinen

PH Goes Poetry zum Fünften – wer gewinnt?

Die Jury hat gesprochen – die Finalist:innen sind nominiert! Nach hitzigen Debatten stehen die acht Autor:innen fest, die in die Endrunde des diesjährigen «PH Goes Poetry»-Schreibwettbewerbs steigen.

Mit dabei sind nicht nur die bekannten Laura Bachmann (Finale 2020) und Peter Kaiser (Sieger 2019, Bronze 2020). Mit auf- und anregenden Texten ins Rennen steigen auch viele neue Talente. Die weiteren Finalist:innen sind:

Bruce Achermann, Cynthia Gehrig, Petra Hänni, Martina Meienberg, Lisa Thwaini und Kelly Vass. 

Der literarische Wettstreit steigt am 23.9.2021 im Kafi Schnauz. Auf der Bühne battlen die Auserwählten um Preisgeld, Applaus und den klassischen Poetry-Slam-Whisky! Ihr entscheidet – wem gebt ihr die Stimme?

Damit ihr richtig in Stimmung kommt, öffnet das Kafi Schnauz um 17 Uhr. Das Finale beginnt um 18.30 Uhr. Seid mit dabei, wenn Literaturgeschichte geschrieben wird und es wieder heisst «PH Goes Poetry»!

Der Battle findet bei jedem Wetter draussen auf dem Campusplatz statt – bei Regen unter dem Dach. Bitte Covid-Zertifikat mitbringen, danke.

Gesund bleiben mit und trotz Medien

Digitale Medien sind im beruflichen und privaten Alltag zu unentbehrlichen Werkzeugen geworden. Gleichzeitig sorgen ihre Inhalte, raffinierte Belohnungsmechanismen und clevere Algorithmen auch dafür, dass wir vom Bildschirm häufig nicht mehr loskommen. Der Ratgeber von Franz Eidenbenz gibt Anregungen, wie sich das Gleichgewicht zwischen echtem und virtuellem Leben wieder herstellen lässt. – Peter Holzwarth, Medienpädagoge und Mitarbeiter des Schreibzentrums, stellt den Titel in einem Medientipp (Akzente 3/2021, S. 39) vor.

Sommer, Sonne, Leben!

Tutor Nicolas Schmid
(Illustration: Elisabeth Moch)

Sie kennen mich nicht und ich kenne Sie nicht, aber keine Panik! In meinen nächsten Kolumnen werde ich einiges mit Ihnen aus meinem Leben teilen: Beobachtungen aus der Welt und der Menschen, Gedanken über grundlegende Fragen des Lebens, Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Studium und vieles mehr. Ich bin angehender Primarlehrer, gelernter Koch, Bildungscoach, Schreibzentrumsmitarbeitender, Musiker, Möchtegernkünstler, Sportler und Sommerliebhaber. Apropos Sommerliebhaber: 

Sommer ist doch wirklich etwas Schönes, oder nicht? Mal angenommen, es regnet nicht andauernd. Das Wetter ist warm und schön, die Tage sind hell und lang. Morgens jeweils mit Sonnenstrahlen im Gesicht aufwachen, hochmotiviert aus dem Bett springen, in der Sonne frühstücken und sich für den Tag stärken. Tagsüber keine lästige Jacke mit herumtragen, stets die Sonnenbrille auf der Nase und abends lange draussen sitzen – was will man mehr?

Wenn die Sonne scheint, dann ist die Welt ein bisschen weniger scheisse. Eigentlich ist sie dann sogar super gut – sofern man denn zumindest ein bisschen was davon hat. Aber selbst wenn wir Student:innen den ganzen Tag zu Hause am Bildschirm rumsitzen, wenn die Sonne scheint, ist man besser gelaunt, als wenn es draussen regnet. Spüre ich den Frühsommer, werde ich aktiver – Vitamin D sei Dank! –, und ist ein Schönwettertag, so will ich schöne Dinge tun – Hauptsache alles andere als lernen. Wie oft schon habe ich guten Willens meine Bücher zum Lernen mit nach draussen genommen, um abends dann festzustellen, dass sie nahezu unberührt in der Tasche liegen geblieben sind? Läuft. Und auch wenn es Momente gibt, in denen ich umfallen könnte, weil ich noch einen riesigen To-do-Berg vor mir habe, gibt es eben auch diese Momente, in denen ich sage: «Scheiss drauf, ich hab auch noch ein Leben!» Liebe Sonne, du zwingst mich dazu, öfter mal genau das zu sagen. Man muss eben Prioritäten setzen. Liebe Dozentinnen und Dozenten, könnten Sie das bitte in Ihrer Benotung berücksichtigen?

Nicolas Schmid studiert an der PH Zürich und arbeitet als Tutor im Schreibzentrum.
Der Text ist erschienen als «Gastspiel»-Kolumne im Magazin für die Mitarbeitenden der PH Zürich, inside 2/2021, S. 21.

Schach ist Trumpf

Das Leben ist ein Spiel. So wird gern behauptet. Aber nach welchen Regeln wird hier gespielt? Mischt der Zufall die Karten oder haben wir unser Geschick wie im Schach selbst in der Hand? Das klassische Königsspiel mit seiner Kriegssymbolik taucht als Motiv in zahllosen Geschichten auf und bietet sich immer wieder als sinnfällige Metapher für die Welt an.

In seinem Beitrag «Ein Brett, das die Welt bedeutet» (NZZ 24.7.2021, S. 32–33) begibt sich Daniel Ammann in Filmen und Romanen auf Spurensuche.

Für Beth Harmon (Anya Taylor-Joy) in der Netflix-Serie «The Queen’s Gambit» dreht sich alles um die 64 Felder.

Kindheit im Rückspiegel

In der Rückschau auf Kindheit verändern sich Dimensionen und Perspektiven. Manchmal ist der Blick verklärt, manchmal schonungslos kritisch. Jede Annäherung bleibt indessen fragmentarisch und ungewiss. In seinem Medientipp in Akzente (2/2021, S. 39) stellt Daniel Ammann, Mitarbeiter des Schreibzentrums, drei Romane nebeneinander, die das Thema Kindheit zwischen autobiografischer Erinnerung und fiktionaler Konstruktion ausloten.

Ist Glück lernbar?

Mittlerweile bieten schon über 100 Schulen in Deutschland und Österreich das Schulfach «Glück» an, das 2007 von Ernst Fritz-Schubert eingeführt wurde. Ziel war es, dem traditionellen Fächerkanon ein Konzept hinzuzufügen, das die Stärkung der Lebenskompetenz und -freude von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt. Peter Holzwarth, Dozent für Medienbildung und Mitarbeiter des Schreibzentrums der PH Zürich, stellt das Grundlagenwerk in einem Akzente-Medientipp (2/2021, S. 39) vor.