20. Nov. 18.30h: VERNISSAGE «Ich lach dich tot» – mit Lesung und Musik

Flyer Vernissage mit Schatten«What goes around comes around» – An einer feuchtfröhlichlichen Therabierbar vor einem Jahr veranstaltete das Schreibzentrum den Schreibevent «Ich lach dich tot». Entstanden sind beschwingte bis morbide Texte. Die besten haben es ins Büchlein geschafft und die allerbesten sind am kommenden Donnerstag – ein Jahr nach deren Entstehen – exklusiv an der Therabierbar zu hören!
Es lesen TutorInnen des Schreibzentrums. Sie werden begleitet von Janis Bärtschi & Band.

Wo: PH Zürich Campusplatz, Therabierbar
Wann: Donnerstag, 20. November,  18.30 Uhr

Schauen Sie vorbei!

Ich lach dich tot – #3: Zoras Lachen

Ich lach dich tot«Zora war hässlich.

Zumindest gerade hässlich genug, um die Aufmerksamkeit eines verzweifelten Casanovas auf sich zu lenken, der für eine viel zu lange Zeit glücklos geblieben war und deshalb lieber seine Ansprüche verringerte, als sich ein Scheitern einzugestehen.

An jenem Abend war ich dieser glücklose Casanova – und habe Zora kennengelernt. Sie war hässlich, keine Frage, aber sie konnte lachen. Mein Gott, konnte Zora lachen.»

An einem milden Novemberabend wurden die Besucherinnen und Besucher der Therabierbar an der PH Zürich animiert, aus dem Stegreif eine Geschichte zu erzählen. Es folgten zwei Anlässe, an denen weitere Geschichten, Anekdoten und Gedichte gesammelt wurden. Das daraus entstandene Büchlein enthält ausgewählte heitere und makabere Beiträge, die schnell gesprochen und flott geschrieben wurden.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

«Text und Spiele» – das Schreibzentrum lädt zu zwei Schreibevents

Das Schreibzentrum lädt alle Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich herzlich zu den zwei Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 ein.

TEXT UND SPIELE_Flyer

  • Dienstag, 11. November 2014, 18–20 Uhr im LAA-N030 (Mitarbeitendenfoyer)
  • Mittwoch, 12. November 2014, 12–14 Uhr im LAA-F014 (Schreibzentrum)

Würfeln, schreiben und plaudern Sie mit. Wir versprechen: Mit Spielen, guten Geschichten und einem Apéro halten wir Sie bei bester Laune.

Die besten Geschichten werden (mit Einverständnis der Autorinnen und Autoren) in einem Büchlein publiziert.

Das Schreibzentrum freut sich auf Sie!

Im «dreck nest», wo alles beginnt

Seltsame Schleife«BUENAVENTURA, schreibt er, ist ein dreck nest – wobei: ein dreck nest mit drei hundert tausend einwohnern, jenseits von allem was ich mir vorgestellt hatte – aber hier, also, bin ich auf die welt gekommen.»

Mit der Rechtschreibung hat es dieser Erzähler nicht sonderlich. Und wenig erfreut ist der in diesem «dreck nest» Geborene über die Tatsache, ebendort zur Welt gekommen zu sein. So viel sei vorab von diesem Roman verraten: Dörflinger, der unterkühlte Computernerd, erzählt von seinem Road Trip in den südamerikanischen Dschungel und wird angesichts der ihm wiederfahrenden Abgründe noch über ganz anderen Dinge «not amused» sein.

Mit dem Autor Rolf Niederhauser führte Alex Rickert ein Gespräch über den wohl kühnsten Schweizer Roman aus dem Jahr 2014. Das Interview mit Rolf Niederhauser lesen Sie im «Schweizer Monat». Die Rezension folgt in der Dezemberausgabe des «Literarischen Monats».

Rolf Niederhauser
Seltsame Schleife.
Zürich: Rotpunktverlag, 2014.
727 Seiten

FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #18

FAQHäufig gestellte Frage: «Wie werde ich Member des Schreibzentrums?»

Unsere Antwort: Du meldest dich im Studiweb als Member des Schreibzentrums an. Am einfachsten geht es folgendermassen: Logge dich zuerst in «Mein Studium» ein, gehe dann auf «Dienstleistungen» und dort auf die Seite des Schreibzentrums. Den Link für die Anmeldung findest du auf der Startseite des Schreibzentrums. Nachdem du dich angemeldet hast, wirst du eine Rechnung über 25 Franken erhalten, ein symbolischer Beitrag dafür, alle Dienste des Schreibzentrums nutzen zu können.

Ian McEwan im Nebel von Heidenreichstein

Literatur im Nebel 2014Wo kriegt man die Gelegenheit, sich zwei Tage lang in Anwesenheit eines international gefeierten Autors intensiv mit dessen Werk auseinanderzusetzen? – Im kleinen und ansonsten weitgehend unbekannten Heidenreichstein in Niederösterreich. Nach Grössen wie Salman Rushdie, Amos Oz oder Margaret Atwood beehrte dieses Jahr Ian McEwan die 4000-Seelen-Gemeinde.

Lesungen, Referate und Podiumsgespräche mit dem Autor selbst spannten einen Bogen über McEwans gesamtes Romanwerk von mehr als 35 Jahren. Thomas Hermann war dabei und hält in «Literarische Prominenz in der Provinz» (06.10.2014) im Journal21 Rückschau auf die sympathische Veranstaltung.

Utopische Reise

Reise nach Kalino«Seit Julius Werkazy zurückdenken konnte, teilte er Probleme in zwei Kategorien ein: in solche, denen er ausweichen konnte, wie unbezahlte Rechnungen, und in solche, die er wohl nie loswerden würde, wie seinen eigenen Namen.» Bald hat der Detektiv alter Schule noch ganz andere Probleme am Hals. In der geheimnisvollen und futuristischen Stadt Kalino, in der die ewig jungen Menschen keinen Tod kennen, wurde ein Mord verübt. Der Gründer höchstpersönlich lädt Werkazy ins abgeschottete Paradies ein, um den Fall zu lösen. Aber wie sich zeigt, verbergen sich hinter den glücklich-oberfächlichen Fassaden auch dunkle Abgründe. Werkazy hält sich nichts ans Protokoll und mischt sich gleich am ersten Tag unters Volk. Wissen die Kalinianer, wie ihnen geschieht? Leben sie tatsächlich in einem Himmel auf Erden oder sind sie in einem seelenlosen Höllenlimbus gefangen?

Radek Knapp spielt geschickt mit utopischen Motiven und Elementen der Science-Fiction, erzählt aber eine altmodische Detektivgeschichte, die auf verblüffende und verstörende Weise den Irrsinn unserer Welt spiegelt.

Radek Knapp
Reise nach Kalino.
München u. Zürich: Piper, 2012.
255 Seiten

Ich lach dich tot – #2: Plié

Ich lach dich tot«Ich war nervös. Meine Lippen waren wund, weil ich auf ihnen herumkaute. Eigentlich war dies unangenehm, aber lassen konnte ich es trotzdem nicht. Ich sass im Zug, schaute aus dem Fenster und fragte mich, ob man mir meine Anspannung ansah.»

An einem milden Novemberabend wurden die Besucherinnen und Besucher der Therabierbar an der PH Zürich animiert, aus dem Stegreif eine Geschichte zu erzählen. Es folgten zwei Anlässe, an denen weitere Geschichten, Anekdoten und Gedichte gesammelt wurden. Das daraus entstandene Büchlein enthält ausgewählte heitere und makabere Beiträge, die schnell gesprochen und flott geschrieben wurden.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Reisen macht sprachlos

«Wenn einer eine Reise tut, so kann er nichts erzählen: Dies fiel mir schon ziemlich früh auf.»Cover Aichinger

Auf diese Provokation von Ilse Aichinger in den ersten Buchzeilen ist man geneigt zu kontern: Sind es nicht gerade die Begegnungen mit dem Fremden, die einem die Augen öffnen? Zugestanden: Nicht jeder Autor gewinnt dem Reisen so viel ab wie ein Christoph Ransmayr. Charles Baudelaire zum Beispiel scheiterte gründlich. Als er im 19. Jahrhundert per Schiff nach Indien wollte, um auf andere Gedanken zu kommen, hielt er es nur bis La Réunion aus. Er nahm dort das nächstbeste Schiff zurück in seine Pariser Heimat. Die ihm bekannten Wege inspirierten ihn weit mehr als alles Fremde.

Auch Isle Aichinger geht immer wieder die gleichen Wege. Konkret: jenen zwischen ihrer Wohnung in einem Wiener Hochhaus und dem Café «Demel». Dort findet sie ihre Geschichte(n). Die Aufzeichnungen beginnen am 11. September 2001 mit dem Attentat auf New York und enden mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Elfriede Jelinek. Man darf gespannt sein, wie weit Aichinger mit ihren Reiseutensilien – Papier und Bleistift – kommt.

Ilse Aichinger
Unglaubwürdige Reisen
Frankfurt am Main: Fischer, 2005. 187 Seiten

FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #17

FAQHäufig gestellte Frage: «Was sind die wichtigsten Änderungen, die mit der neuen Zitierweise einhergehen?»

Unsere Antwort: Wie schon im letzten FAQ-Beitrag geschrieben, wird die offizielle Zitierweise an der PH‏ Zürich ab FS 15 dem Chicago Manual of Style folgen. Im Vergleich zur Arbeit mit dem Leitfaden gibt es neben einigen kleineren auch drei grössere Änderungen:

  • Neu hast du die Wahl, ob du mit dem Autor-Jahr-System (Kurzbeleg im Text) oder mit dem Fussnoten-System arbeiten willst. Unser Tipp: Entscheide dich für eines der Systeme und bleibe dabei. Grundsätzlich sind die beiden Systeme ähnlich, die Darstellungsform, z. B. die Position der Jahreszahl im Literaturverzeichnis, ist allerdings etwas unterschiedlich.
  • Im Literatur- und Quellenverzeichnis wird neu unterschieden zwischen selbständigen und unselbständigen Publikationen. Beispiel einer unselbständigen Publikation ist ein Artikel in einem Sammelband oder einer Zeitschrift. Die Titel selbständiger Publikationen schreibst du neu kursiv, die Titel unselbständiger Publikationen hingegen nicht, dafür in Anführungszeichen.
  • Im Literatur- und Quellenverzeichnis werden die Vornamen neu zwingend ausgeschrieben. (Wurde bisher nur empfohlen.)

Chicago_Leporello_cover_webDie neuen Regeln werden niemanden überfordern. Aber sie müssen zur Kenntnis genommen, vielleicht etwas eingeübt und schliesslich angewendet werden. Genauere Infos dazu findest du