
Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Die Studi-Kolumne 3/16
Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 3/2016 von «Akzente» zum Thema «Künste – neuer Fokus auf eigenständige Gestaltung» macht sich Nina Vogt über „first world problems“ oder die Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern in Industrieländern Gedanken.
Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne: Nina Vogt: «Alltagsprobleme» (und als PDF hier).
Wort des Tages

start new game – #7
Die Frau schaut ihn erschrocken an, da der Jugendliche sie mit seinem Blick so ernst fixiert, dass ihr so unheimlich zumute wird, dass sich ihre Nackenhaare aufstellen. Der Jugendliche packt die Frau am Arm und zieht sie grob zur Seite.«Mein Name ist Pedro. Und mein Freund ist ein Fisch. Weil ich ihn kaltgemacht habe. Kalt wie der Fisch auf dem Fischmarkt. Zappelt kein bisschen mehr. Und du wirst mir helfen, ihn zu beseitigen!» – «Lieber wäre ich am Schäfchen zählen, statt deinen Scheissgeschichten zuzuhören.»
Geschichte Nr. 32 von Marcel Flütsch
Wie geht es nun mit der Geschichte weiter? Ganz nach Gusto: Wer’s gerne deftig hat – lachender, heulender Mann, Klappmesser, blutende Laufmaschenfrau – geht zu Geschichte Nr. 40 von Helen Kaufmann. Wer’s noch deftiger haben will – grausamer Gestank, Klappmesser – toter Hund, liest Geschichte Nr. 47 von Daia von Planta.
Und wer sich dann noch keinen Reim machen kann, blättert im Büchlein zurück zu Geschichte Nr. 06 von Carmen Luzi und reimt sich am besten selbst etwas zusammen. Zum Beispiel, wenn sie zu ihm respektive er zu ihr sagt: «Was hast du Alter?» «Ich sage nur Fisch.»
Und so funktioniert das Büchlein, das anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber treibt sie weiter und eine dritte führt die Geschichte zu Ende und manch eine zu neuen Ufern. Oder wie in diesem Fall verzweigt und verästelt sich die Geschichte.
Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.
Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.
Memento mori
«Wir sind nicht unsterblich – und das ist gut so.»
Über Film, Roman und Sachbuch nähert sich Daniel Ammann im Medientipp Heft 2/2016 von Akzente den Themen «Vergänglichkeit und Unsterblichkeit».
Daniel Ammann: «Memento Mori» (und als PDF hier).
Muss ich Duden? (Q&A #11)
Nein, der Duden ist ein Basis-Hilfsmittel und muss deshalb nicht zitiert werden. Anders sieht es aus, wenn in einem Text auf einen substanziellen Eintrag in einem einschlägigen Handbuch oder Fachlexikon verwiesen werden soll. Dann kann dieser wie ein Artikel aus einem Sammelband belegt werden.
Wie sehen die Angaben zu einem Lehrmittel oder zum Lehrplan 21 aus? Was bedeutet eigentlich «graue Literatur»? Braucht es bei einem Blockzitat Anführungszeichen? Wie zitiere ich aus dem Volksschulgesetz oder aus einer Broschüre, die ich im Internet gefunden habe? Darf ich auch Fussnoten verwenden, wenn ich nach dem Autor-Jahr-System arbeite?
Antworten auf solche Fragen und Beispiele, an denen Sie sich orientieren können, finden Sie im öffentlich zugänglichen «A–Z des wissenschaftlichen Schreibens» oder (als Studierende) auf den Zitierseiten und dem «Zitierkompass» im passwortgeschützten Studierendenportal der PH Zürich.
[Beitrag aktualisiert 24.12.2023]
Wort des Tages

Michael Sasdi
Wahrheit, Hass und Cybermobbing
In Bücher am Sonntag vom 26. Juni 2016 bespricht Daniel Ammann zwei neue Jugendromane, in denen es um Freundschaft, Liebe und den unerbittlichen Kampf um Beliebtheit geht. Die social media tragen ihren Teil dazu bei.

Jennifer Mathieu
Die Wahrheit über Amy
Aus dem Amerikanischen von Ivana Marinovic. München: dtv, 2016. 239 Seiten. Ab 14 Jahren.
Johanna Nilsson
Hass gefällt mir.
Aus dem Schwedischen von Maike Dörries. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2016. 169 Seiten. Ab 14 Jahren.
Analogisches Denken
Im Medientipp von Daniel Ammann (Heft 2/2016 von «Akzente») geht es um analogisches Denken beziehungsweise um die Wechselwirkung zwischen Sprache und Denken.
Medientipp: Daniel Ammann: «Analogisches denken» (und als PDF hier).
Apostroph oder Katastroph’
In seinem Blog «Magoria» nimmt Daniel Ammann Fährte auf. Er spürt dem Apostroph auf seinem klandestinen Weg von der heimischen Weglassung wie zum Beispiel «’s is ’ne Krux mit dem Apostroph» hin zum englischen Genitiv- und Plural-s nach und überführt das Kundenzentrum der Post und sogar die NZZ der «Apostropherei». Am Ende bleibt die Frage, ob er auf seinem Siegeszug noch aufzuhalten ist, der Apostroph.
