Q&A Zitieren #10: Internetquellen

Bei Anfragen rund ums Zitieren geht’s immer wieder um Quellen aus dem Internet. Vielfach stehen formale Finessen oder Details im Fokus, für die sich mit etwas Kreativität und in Anlehnung an ähnliche Beispiele auf der Zitierseite ohne Weiteres eine Lösung finden liesse. Oft wird dabei die Frage ausser Acht gelassen, ob die Inhalte den fachlichen Ansprüchen der Arbeit genügen.

Es empfiehlt sich eine genauere Prüfung der Internetseite hinsichtlich Qualität, aber auch Vertrauenswürdigkeit, Aktualität und Verifizierbarkeit.

Unter der Rubrik «A–Z» entsteht im Studiweb ein kleines Nachschlagewerk zu Spezialfällen und häufigen Fragen des wissenschaftlichen Zitierens, so auch zum Thema «Internetquellen».

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Die Studi-Kolumne 2/16

02_Akzente_2016_Seiten_Cover.pdfSeit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 2/2016 von «Akzente» zum Thema «Belastung – gesund und motiviert den Alltag meistern» fragt sich Juri Egger, weshalb es mit der Chancengleichheit in unserem Bildungssystem nicht vorangeht.

Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne: Juri Egger: «Eine gerechte Schule schaffen» (und als PDF hier).

Amüsanter Nonsens für auf den Nachttisch

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Meer und Rettich
«Aus tosendem weißen Meer rett ich
Dich, meine schöne Gabi.
Doch was nimmst du ängstlich, ja panisch
So grüne Farbe jetzt an?
O Gabi! Sake: Wasabi
Dir denn nur getan?»

(Rezension von Marcel Flütsch)

Wiglaf Droste ist hierzulande noch nicht allzu bekannt, gilt aber vielerorts als personifiziertes Mekka sämtlicher Deutschlehrerwitze.
Der Autor sprüht vor Scharfsinn und Unsinn. Er poesiert über Freundschaft, Katzen, die Weltreligionen, Fussball, Stress, Brüste, Salafisten und ob man Salate eigentlich fisten kann.
Oft wirken die Gedichte wie an eine Klokabinenwand hingeschmiert, andere möchte man am liebsten gülden einrahmen und für den Rest seines Lebens übers Bett hängen.

Das Buch ist bestens geeignet, um in einer freien Minute reinzuschmökern oder abends einige Male in die Bettdecke hineinzukichern. Trotzdem bleibt einem das Kichern nicht selten im Hals stecken und man überdenkt seinen Medienkonsum oder grübelt über die Moral von Drohneneinsätzen in Kriegsgebieten nach. Sämtliche Gedichte sind gespickt mit Wortwitzen und -kreationen für Sprachbegeisterte. Trotz all der humorvollen Zeilen schafft es Droste immer wieder auch ernste Themen auf den Tisch zu bringen, ohne den Leser mit erhobenen Mahnfinger zu belehren oder die Themen zu verulken.

Das pädagogische Publikum wird sich nun womöglich fragen, ob das Buch sich auch in der Schule eignen würde. Die Antwort ist mal mehr, mal weniger: «Habe ich halbegs angemessen gelebt oder nur feige rumgesessen? Viel Wirrsinn und Unfug rührn her vom Penis. Mal wünscht er dieses, mal wünscht er sich jenis.»
Spass macht es auf jeden Fall, und wer wissen möchte, was es mit dem Titel auf sich hat, braucht sich nur das Buch zu besorgen und auf Seite 1 aufzuschlagen.
Wer sich einfach nur den Wiglaf Droste ohne Kleider – und als Bonus noch eine blutte Frau – auf den Nachttisch stellen möchte, ist auch mit dem Titelbild des Buches schon ganz gut bedient.

Wiglaf Droste
Wasabi dir nur getan? 
München: Verlag Antje Kunstmann, 2015
128 Seiten

 

 

Schnappschuss: exklusiver Text aus dem Schreibwettbewerb 2016

Schreibwettbewerbe laufen im Verborgenen ab. Die Autorinnen und Autoren tappen im Dunkeln. Sie wissen nichts über die Texte der anderen. Sie erfahren nie, ob sie die Preisränge nur knapp verpasst haben oder ob ihr Beitrag das ruhmlosen Schlusslicht der Rangliste war. Nur die Jury kennt alle Texte und entscheidet an einem klandestinen Treffen, wer der Dichterkrone würdig ist.

Exklusiv gewährt die Autorin Joëlle Desole hier einen Einblick in ihren Text, den sie beim Schreibwettbewerb «Schnappschuss» der PH Zürich und der KME Zürich 2016 eingereicht hat.

Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Schreiben und Scham

PSY Honegger 2470 COV 150721.inddIn seiner Rezension Schreiben im Affekt befasst sich Tobias Zimmermann mit der Publikation Schreiben und Scham, die im letzten Herbst im Psychosozial-Verlag erschienen ist. In einer Tour d’Horizon geht er schlaglichtartig auf die verschiedenen Beiträge des Sammelbandes ein.

Seine Rezension ist in der Zeitschrift Schreiben erschienen und findet sich hier als PDF.

 

 

 

start new game – #6

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Lautes Geschrei vor der Tür. Die Frau schaut sich um, was soll dies nun wieder bedeuten? Der nervöse Jugendliche vor der Türe wird immer nervöser – er zuckt! Er hat nervöse Zuckungen! Die Frau hält nun nichts mehr auf ihrem Barhocker, sie geht zu ihm rüber. «Was ist mit dir los?», fragt sie. Er schaut sie ungläubig an.«Was hast du Alter?» fragt sie wiederholt. «Du siehst nicht sehr gesund aus.» Er raunt sie an: «Du hast keine Ahnung was hier läuft, was? Ich sage nur: FISCH!»
Geschichte Nr. 6 von Carmen Luzi

Wie geht es nun mit der Geschichte weiter? Ganz nach Gusto: Wer erfahren möchten, wie eine Laufmasche vertuscht wird, geht zurück zu Geschichte Nr. 2 von Helen Kaufmann. Wer Zeuge sein will, wie die Frau so erschrocken dreinschaut, dass es ihr die Nackenhaare stellt, blättert zu Geschichte Nr. 32 von Marcel Flütsch. Wer direkt zum Fischknusperli-Schluss will, geht zu Geschichte Nr. 56 von Alexandra Edelmann.
Und so funktioniert das Büchlein, das anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber treibt sie weiter und eine dritte führt die Geschichte zu Ende und manch eine zu neuen Ufern. Oder wie in diesem Fall verzweigt und verästelt sich die Geschichte.

Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Nahrhafter Schinken für Schreibcoachs

 

akzente_cover_1_2016_fur_websiteMit dem Schinken ist der Sammelband, der von Stephanie Dreyfürst und Nadja Sennewald herausgegeben wurde, gemeint. Wo im Sammelband herzhaft zugebissen werden kann und wo lieber an anderer Stelle zugelangt werden sollte, lotet Alex Rickert im Online-Medientipp zu Heft 1/2016 von Akzente aus.

Medientipp von Alex Rickert: «Nahrhafter Schinken für Schreibcoachs» oder
als Langtext in der Zeitschrift Schreiben vom 31.10.2015.