Kennst du das, wenn du dich hinsetzt und voller Tatendrang den Computer startest, wenn du die Textdatei öffnest, wenn du die Finger auf die Tasten legst, den Zeigefinger hebst, um damit die erste Taste zu drücken, um dann in dieser Position zu verharren? «Schreib!», befiehlst du dir selbst.
Deep Work
Zerstückelte Arbeitstage, Grossraumbüros und E-Mails, die ständig nach Aufmerksamkeit verlangen, sind schlechte Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten, wie der Computerwissenschaftler Cal Newport überzeugend darlegt.
Was wir indes bräuchten, sind längere ablenkungsfreie Phasen, in denen wir uns vertieft einer einzigen Sache widmen können. Das Konzept nennt sich «Deep Work». Newport beschreibt nicht nur, wie Rückzugsorte, geschützte Zeitfenster und bestimmte Strategien zu besserer Qualität führen. Er klärt uns darüber auf, dass Ausgleich, Pausen und Feierabendrituale unser Wohlbefinden entschieden steigern und letztlich zu mehr sinnstiftender Produktivität führen. Wer nach Büroschluss noch Mails beantwortet oder in Gedanken schon Gespräche des nächsten Tages vorbereitet, vergibt sich die Chance abzuschalten und aufzutanken. Denn genau das wäre wichtig, weil wir nur über einen begrenzten Vorrat an Willenskraft und gelenkter Aufmerksamkeit verfügen.
Daniel Ammann
Newport, Cal. Konzentriert arbeiten: Regeln für eine Welt voller Ablenkungen. Aus dem Englischen von Jordan T. A. Wegberg. München: Redline, 2017. 271 Seiten.
Die Rezension ist erschienen in Akzente 3 (2018): S. 34.
Definition des Tages

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 3/2018
Schon seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. Im aktuellen Heft 3/2018 von «Akzente» denkt Antonia Stopic in der Studierendenkolumne über das Meckern nach: «Määääähcker.»
Wenn der Stoff explodiert
In Träumen, dem fünften Band seines autobiografischen Grossprojekts, berichtet der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård von seiner Zeit in Bergen und wie er nach dem Besuch der Akademie für Schreibkunst immer wieder im Schreiben scheitert, dann anfängt Literaturwissenschaft zu studieren, wieder aufgibt und doch immer wieder von einer Karriere als Schriftsteller träumt. Wenn der Stoff explodiert weiterlesen
Ausbildung von Tutorinnen und Tutoren

Kommen Hochschulen und Universitäten heute überhaupt noch ohne Tutoratssysteme zurecht? Kaum. Davon ist Heike Kröpke überzeugt. Denn Tutorinnen und Tutoren verbessern die Studienqualität, heben Hierarchien auf, erhöhen Studienerfolge und reduzieren sogar die Quote der Studienabbrechenden. Doch wie eignen sich Studierende innerhalb kurzer Zeit so viele Kompetenzen an? Die Antwort liefert die erfahrene Autorin anhand praxisnaher Übungen und didaktischer Hinweise zur Gestaltung von Tutorien. So stellt sie im Abschnitt «Gegen das Suppenkoma» anregende Warm-ups vor, gibt Tipps zu Körpersprache und Sprechtechnik oder zeigt Tricks im Umgang mit aufsässigen oder unmotivierten Kursteilnehmenden. Dank methodischer Impulse und griffiger Aufgaben profitieren von diesem Leitfaden nicht nur angehende Tutorinnen und Tutoren oder ihre Betreuenden, sondern ebenso Dozierende sowie Lehrerinnen und Lehrer.
Julia Bärtschi
Kröpke, Heike. Tutoren erfolgreich im Einsatz: Ein praxisorientierter Leitfaden für Tutoren und Tutorentrainer. Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2015. 164 Seiten.
Die Rezension ist erschienen in Akzente 2 (2018): S. 39.
Reto Stalder in Hochform an der PHZH

Am ersten Schweizer Vorlesetag besuchte Reto Stalder, bekannt aus der SRF-Bestatter-Serie, die PHZH. Während einer Stunde las der Schauspieler vor, was die Zuhörer und Zuhörerinnen ihm vorsetzten: Selbstgeschriebene Texte, Liebesbriefe, Woolfolks «Pädagogische Psychologie», Zungenbrecher-Reime und bibliothekarische Katalogisierungsregeln. Alles spontan und ungeprobt.
Reto Stalder verstand es, für jeden Text eine passende Haltung und Stimmung zu finden. Mal trocken, dann wieder lebendig und oft witzig und humorvoll. Damit stellte er sein Können als Vorleser eindrücklich unter Beweis.
Im Anschluss an die Lesung gab Reto Stalder im Gespräch mit Moderatorin Monique Honegger Tipps, wie das Vorlesen geübt werden kann. Mit dem Einsatz von praktischen, umsetzbaren Tricks wird das Vorlesen zu einem Genuss für die Zuhörerinnen und Zuhörer – und auch für den Vorleser oder die Vorleserin selbst.
Über 60 Personen folgten gebannt der Veranstaltung und holten sich zum Abschluss ein Autogramm des charmanten Schauspielers und liessen sich mit ihm fotografieren.
Der erste Schweizer Vorlesetag war an der PHZHZ und in zahlreichen Veranstaltungen in der ganzen Schweiz ein grosser Erfolg. Das Lernforum plant bereits die nächste Veranstaltung am 22. Mai 2019!
Tipps und Tricks von Reto Stalder für Lehrpersonen und andere Vorleser*innen
- Vorlesen kann man für sich allein üben.
- In der Vorbereitung die Geschichte mit der eigenen Fantasie weiterdenken, mit der eigenen Fantasie aufladen. Eine Welt aufbauen, in der man sich während dem Vorlesen bewegen kann.
- Vor dem Vorlesen die Stimme aufwärmen. (Zum Beispiel mit einem langen «Mmmmmmm», als würde man in einer Bäckerei den feinen Duft von frischem Brot einatmen und den Duft auf der Zunge zergehen lassen.)
- Für das Vorlesen im Unterricht einen speziellen Raum schaffen, das Vorlesen vom sonstigen Unterricht abkoppeln.
- Die Zuhörer*innen, die Geschichte und die Figuren ernst nehmen. Als Vorleser*in in die Geschichte eintauchen, in der Geschichte sein. Die Geschichte mitdenken.
- Nach dem Vorlesen mit der Klasse über das Gehörte zu sprechen.
PH Goes Poetry – and the Winner is …
… NADJA ISLER!!!
Wieder hat sie die Jury überzeugt und den letztjährigen Sieg mit einem knackigen Text über das angespannte Verhältnis zwischen dem Thurgau und Zürich und einer witzigen Performance bestätigt. Der Whisky und das erste Preisgeld sind hochverdient.
2. Platz für S.M. für einen Text über die Tücken der Kommunikation zwischen Junglehrer und Eltern.
https://media.phzh.ch/Medium/View/98679/15475
3. Platz für Monique Honegger mit einer virtuosen Liebeserklärung ans Schreiben und was man damit bei Empfänger*innen bewirken kann.
https://media.phzh.ch/Medium/View/98680/15475
Moosestache wurde einmal mehr von den Slammern Joël Perrin und Lukas Becker moderiert – die beiden sind eine Klasse für sich!

Nicht lange warten: Die Ausschreibung für PH Goes Poetry Moosestache 2019 folgt Ende Jahr!

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 2/2018
Ein «Bestatter» liest, was du ihm bringst

Reto Stalder am ersten Schweizer Vorlesetag zu Gast an der PHZH
Reto Stalder aka Fabio Testi liest vor, was dein Herz begehrt: Selbstgeschriebenes, Lieblingsromane, schönste Gedichte, Modul-beschreibungen und Kochrezepte. Spontan und ungeprobt.
Bring mit, was du endlich einmal hören möchtest!
Und wenn du wissen willst, wie du deiner Klasse oder deiner Freundin noch spannender vorlesen kannst: Reto Stalder hilft dir mit Tipps und Tricks.
Mittwoch, 23. Mai 2018 / 12.30–13.30 Uhr / LAC-C012

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 2/2018 von