Interkulturelles Schreibprojekt Tunesien – Schweiz

Erik Altorfer (Schweiz) und Amel Meziane (Tunesien) reflektieren ein gemeinsames interkulturelles Schreibprojekt, das an der PH Zürich und am Institut Supérieur des Etudes Appliquées en Humanité de Zaghouan (ISEAHZ) durchgeführt wurde . Der Beitrag steht – zusammen mit vielen anderen Artikeln aus einem akademischen Netzwerkprojekt zwischen pädagogischen Hochschulen aus der Schweiz und aus Nordafrika aus dem Projekt SINAN (Swiss-North African Academic Network) – kostenlos online zur Verfügung:

Altorfer, Erik und Amel Meziane 2022. “The Sea Between Us”: A report on the teaching of creative writing to pre-service teachers in Tunisia and Switzerland. In Learning across Borders in Teacher Education: Experiences with the Swiss-North African Academic Network (SINAN) Project (DOKinsight, Vol. 2). hrsg. v. Samir Boulos und Mònica Feixas, 80-88. Zurich: Zurich University of Teacher Education. https://doi.org/10.5281/zenodo.7377546

Das folgende Zitat gibt einen Einblick in die Potenziale des kreativen Schreibens:

„Creative writing may help learners improve their language proficiency level and enrich their vocabulary. Lida (2012) states that there is a potential for literacy transfer to academic writing. In other words, creative writing can serve to enrich the linguistic repertoire of learners, which subsequently may impact positively on other genres including academic writing. Additionally, creative writing coaches those who are beset with affective problems such as low self-esteem, inhibition, introversion and anxiety, because both of the composing process and the final product are equally important; and evaluation comes mainly in the form of constructive feedback. Establishing creative writing as a routine can also impact positively on learner’s reading skills. In point of fact, Winterson (2012) contends that creative writing and reading are strongly linked“ (Altdorfer & Meziane 2022, p. 81).

Publikation der Texte

Cover der Publikation „The Sea Between Us – Das Meer zwischen uns – La mer qui nou sépare – البحر الذي يفصلنا“

Weitere Informationen

Text von Oumayma Bahri
Reflexion von Oumayma Bahri

Link zum Video

Life Skills mit Medien

Holzwarth, Peter. 2022. Life Skills mit Medien. Projektideen für Selbstbewusstsein und Lebenskompetenzen. München: kopaed.

In einer komplexen, unsicheren und mehrdeutigen Welt stellen Medien sowohl Risiko als auch Chance dar. „Life Skills mit Medien“ leistet einen Beitrag, mit den Potenzialen von Medien das Selbstbewusstsein von Kindern, Jugendlichen  und Erwachsenen zu stärken.

Kreative Medienprojekte mit Fotografie und Video laden ein, die eigenen Lebenskompetenzen weiterzuentwickeln (z. B. Empathie, kritisches Denken, Umgang mit Stress, Umgang mit Gefühlen, kreatives Denken, Beziehungsfähigkeit) und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Dabei profitieren erfahrungsgemäss auch pädagogische Fachpersonen.

Reflexive Medienprojekte zielen darauf ab, Medienphänomene im Alltag besser zu verstehen und die eigene Mediennutzung bewusster zu gestalten (z. B. Wie kann ich mein Handy bewusster und achtsamer nutzen? Wie kann ich mit sozialen Vergleichen auf Social Media umgehen? Welche medialen Mythen über Liebe und Sexualität sollten aufgedeckt werden?).

Die Projektideen lassen sich für unterschiedliche Altersgruppen anwenden. Sie eignen sich sowohl für schulische als auch ausserschulische Zusammenhänge.

Das Life Skills-Konzept ist mit dem 21st Century Skills-Konzept verwandt (vgl. Rickert 2019).

Ein Life Skills-Selbsttest ist hier zu finden:

Life Skills-Selbstreflexion (Was ist der am besten entwickelte Skill? Welches ist der Skill mit dem grössten Entwicklunsgpotenzial?)

Fritz Gesing: Kreativ Schreiben

Gesing, Fritz 2022. Kreativ Schreiben. Handwerk und Techniken des Erzählens. Köln: Dumont (überarbeitete und erweiterte Neuausgabe).

Die Publikation betont den handwerklichen Aspekt der Schreibens. In einem Kapitel beschäftigt sich der Autor mit Strukturmustern und Plotmodellen von Erzählungen: Die Beziehungsgeschichte, die heroische Geschichte, das Suche-Modell, das retrospektive Modell, das Entwicklungsmodell und das Kathastrophenmodell. Damit werden Orientierungen für das eigene Schreiben geliefert.

Das ebenfalls beschriebene narrative Muster der „Heldenreise“ ist sowohl für das eigene Schreiben als auch für die Analyse von Romanen, Kurzgeschichten, Spielfilmen und Kurzfilmen hilfreich.

Eine Heldin oder ein Held erhält die Aufforderung, den gewohnten Alltag zurückzulassen, sich auf eine Reise zu begeben (im wörtlichen oder übertragenen Sinn) und damit ein Problem zu lösen. Auf der Reise kommt es zu unterschiedlichen Begegnungen und Herausforderungen. Am Ende kann die Heldin oder der Held gewandelt die Heimreise antreten und das alte Leben durch neue Erfahrungen bereichern.

Nach diesem Muster sind nicht nur sehr viele Geschichten gebaut, sondern auch Spielfilme, Games und Werbungen.

Auch für das kreative Schreiben im schulischen Kontext ist das Muster hilfreich (Vorstellung, Problemstellung, Lösung): Wer ist die Heldin bzw. der Held? Welches Problem muss die Heldin oder der Held lösen? Welche Lösung findet die Heldin oder der Held?

«Analyze The Lyrics»: Ein literarisches Rap-Quartett lädt zum Spiel mit Bedeutungen ein

«Analyze The Lyrics» – «Analysiere die Songtexte» – so lautet ein Format auf SRF, bei dem junge Protagonistinnen und Protagisten der Schweizer Rap-Szene betont locker beisammensitzen und über Vierzeiler aus einem Schweizerdeutschen Rap-Song diskutieren. Es geht um mögliche Lesarten, intertextuelle Bezüge, szenespezifische Insideranspielungen, regionale Verortungen und mögliche Zuordnungen von Text und Künsterin/Künstler. Nach kurzer Zeit kommt die Auflösung in Form eines Musikvideoausschnitts.

Dieses spannende Format kann zu ähnlichen Diskussionen motivieren. Personen treffen sich, bringen jeweils eigene oder fremde Romanausschnitte, Gedichtzeilen oder Ausschitte aus Songtexten mit und diskutieren in ähnlicher Weise über Lesarten, Epochen und mögliche Autorinnen und Autoren.

Zum Thema Rap in der Schule:

Holzwarth, Peter. 2012. «Rap. Video.» In Medienpädagogik Praxis Handbuch. Grundlagen, Anregungen und Konzepte für aktive Medienarbeit, hrsg. v. Eike Rösch, Kathrin Demmler, Elisabeth Jäcklein-Kreis u. Tobias Albers-Heinemann, 354–359. München: kopaed.
medienpaedagogik-praxis.de/2012/12/01/rap-video/


	

Von Robotern und Menschen

In seinem Beitrag im Lifelong-Learning-Blog des Zentrums für Hochschuldidaktik und -entwicklung (ZHE) beschäftigt sich Peter Holzwarth mit ethischen Aspekten der Digitalisierung und fragt provokativ: Sind Menschen die besseren Roboter?

https://blog.phzh.ch/zhe/digitalisierung-und-ethik/

Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis 2020

An den 42. Solothurner Literaturtagen wird erstmals der Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis verliehen. Das Schreibzentrum war – indirekt – mit Daniel Ammann ebenfalls in der Jury vertreten. Über 80 Titel aus 55 Verlagen wurden für den Preis eingereicht.

Am Samstag, 23. Mai 2020 ist es endlich so weit: die Preisverleihung beginnt um 15:00 Uhr auf www.literatur-online.ch mit Susanne Kunz und Jurypräsidentin Christine Lötscher.

Gepostet von Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis am Freitag, 15. Mai 2020

Auf der Shortlist stehen drei Bilderbücher, ein Jugendbuch und eine Graphic Novel. Die fünf Werke haben die Jury durch ihre Ausdrucksstärke in Text und Bild überzeugt. Im Rahmen der Solothurner Literaturtage werden die Nominierten am 23. Mai 2020 um 15:00 Uhr vorgestellt und das Siegerbuch bekannt gegeben.  Der mit 10’000 Franken dotierte Hauptpreis wird online verliehen.