Florian Inhauser (Journalist SRF-Tagesschau / 10 vor 10) zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Zürich

Peter Holzwarth

Am 20.11.2025 war der aus der SRF-Tagesschau bekannte Journalist Florian Inhauser zu Besuch an der Pädagogischen Hochschule Zürich. „News, Fake News and Democracy” war das Thema des Austauschs zwischen ihm, Studierenden und Dozierenden.

SRF-Tagesschau

Die Einladung erfolgte im Kontext eines englischsprachigen Moduls «Media Education: Creative and Critical Perspectives» für Austauschstudierende der PH Zürich und im Zusammenhang mit dem Fachteam Medienpädagogik und der Subgruppe Informatik.

Inhauser berichtete über seine Arbeit als Journalist und Nachrichtenmoderator, über Auslandseinsätze in Mali, Haiti, Indonesien und Israel, über den Umgang mit emotional belastenden Ereignissen und über Konzepte zur Bekämpfung von Fake News und Fehlinformationen.

Auch der Umgang mit KI-generierten Fotos in journalistischen Kontexten war Thema. Wir befinden uns historisch an einem Punkt, an dem Fotografien und Filme mit einer Wirklichkeitsreferenz nicht mehr von KI-generiertem Material unterschieden werden können. Dies stellt eine grosse Herausforderung für bildbasierten Journalismus dar.

Eine weitere Frage war, wie junge Generationen für Qualitätsjournalismus gewonnen werden können. Ein möglicher Ansatz kam aus dem Publikum: Man kann als Lehrperson spezielle Nachrichtenformate für Kinder und junge Menschen in den Unterricht integrieren (https://www.srf.ch/kids/srf-kids-news; https://www.logo.de/).

Studierende und Dozierende konnten Fragen stellen und Ausstauschstudierende berichteten über die jeweiligen Situationen in ihren Ländern.

Eine Studentin fragte, warum nicht mehr über die Südhalbkugel berichtet würde, wie zum Beispiel über den Sudan. Die Antwort lautete, dass häufig lokale Themen viel Raum und Ressourcen beanspruchen, dass aber auch das öffentliche Interesse oft gering ist, vor allem, wenn es sich – wie beim Sudan – nicht um ein touristisch relevantes Land handelt.

Im Zusammenhang mit der Forderung nach kritischen und informierten Bürgerinnen und Bürgern für eine lebendige Demokratie zitierte Florian Inhauser: „We cannot take democracy for granted. We have to fight for it every day.“

On November 20, 2025, Florian Inhauser, a journalist known from the SRF Tagesschau news program, visited the Zurich University of Teacher Education. The topic of the exchange between him, students, and lecturers was „News, Fake News, and Democracy.“

The invitation was in the context of an English-language module, „Media Education: Creative and Critical Perspectives,“ for exchange students at the Zurich University of Teacher Education and also in context of „Fachteam Medienpädagogik“ and „Subgruppe Informatik“. Inhauser spoke about his work as a journalist and news anchor, his assignments abroad in Mali, Haiti, Indonesia, and Israel, how he deals with emotionally challenging events, and strategies for combating fake news and misinformation.

The use of AI-generated photos in journalistic contexts was also discussed. We are at a historical juncture where photographs and films with a reference to reality can no longer be distinguished from AI-generated material. This poses a major challenge for image-based journalism.

Another question was how to engage younger generations with quality journalism. One possible approach came from the audience: Teachers can integrate special news formats for children and young people into their lessons (https://www.srf.ch/kids/srf-kids-news; https://www.logo.de/).

Students and lecturers were able to ask questions, and exchange students reported on the situations in their respective countries. One student asked why there isn’t more reporting on the southern Hemisphere, such as Sudan. The answer was that local issues often demand a lot of space and resources, and that public interest is often low, especially when—as in the case of Sudan—the country is not a tourist destination.

In connection with the call for critical and informed citizens for a living democracy, Florian Inhauser quoted: “We cannot take democracy for granted. We have to fight for it every day.”

I am a wanderer between two worlds | 我是两个世界的漫游者

Heyi Wang

我是两个世界的漫游者
穿梭于夜晚陌⽣城市的街道
在家乡的黎明之时暮然清醒 思念着傍晚伦敦的街头
在灯⽕通明的⽜津街上 想念故乡的⽓息与味道
我将永远站在世界的交界处
望着你慢慢落脚在你的所属之地
⽽我仍在漂泊
但我还是坚信
Not all those who wander are lost.

https://www.youtube.com/shorts/ssU6TUBcXXM


I am a wanderer between two worlds,
drifting through the streets under night’s veil.
Only to wake, suddenly,
at dawn in my homeland,
heart lingering on
London’s streets at dusk.
 
On Oxford Street,
where the star lights blaze without rest,
I find myself aching
for the scent, and the taste of home.

I will always stand
at the edge of each world,
watching you find your place in the soil you belong to.
While I remain adrift.
But I believe, still:
Not all those who wander are lost.

This poem was created as a videopoem in context of the course «Media Education: Creative and Critical Perspectives», Peter Holzwarth, Zurich University of teacher education, October 2025.

Herbstduft

Nadia Gsell

Süsslicher Duft und ein leichter Wind in den Haaren,

die Musik in meinen Ohren und der leichte Nebel auf der Haut stimmen mich mystisch in diese schöne Jahreszeit.

Unzählige Varianten von Orange und Braun zieren die Wälder und die erdigen Böden.

Ich lächle in mich hinein.

Zu spüren, wie sich die Natur verändert,

zu sehen, wie die Bäume mich auf meinem Weg grüssen,

wie der Wind schneller bläst, wenn ich schnellen Schrittes die Strasse entlang gehe.

Überwältigende Gefühle brechen über mich herein,

wie kann die Welt nur so grausam sein.

Eine Welt voll Jahreszeiten, Schönheit der Natur,

doch so undankbar,

unschlagbar,

unbesiegbar

Halt!

Schlagen wird zu Kuscheln,

Siegen wird zu Lieben.

Zeit ist das Geschenk der Menschen,

die Natur unser Wunder.

Und du, mein einzigartiges Herbstblatt,

so wunderschön, einzigartig

so farbenfroh wie die Welt.

Foto: Nadia Gsell

«Alle dabei – Inklusion in Schule und Hochschule leben» – Ein Rückblick auf das Podium Lernforum vom 28. Oktober 2025

Wie kann eine inklusive Schule und Hochschule gestaltet werden, in der Vielfalt als Chance verstanden wird? Diese Frage stand im Zentrum des Podiums  Lernforum an der PH Zürich.  In der Diskussion wurden unterschiedliche Perspektiven auf  Inklusion und Intergration zusammengebacht. Sie machten deutlich, dass es keine einfachen Antworten gibt, wohl aber ermutigende Ansätze.

Auf dem Podium waren Reto Luder (Zentrumsleiter Inklusion und Gesundheit in der Schule, PH Zürich), Andrea Schweizer (Rektorin PH Zürich), Giuliano Gargiulo (Student PH Zürich) und Simone Tuena-Küpfer (Dozentin/Beraterin, Neurodiversität in der Bildung). Tobias Zimmermann (Zentrumsleiter Hochschuldidaktik und -entwicklung, PH Zürich) führte als Moderator durch das Gespräch.

In der Diskussion wurde klar: Inklusion betrifft nicht nur die Schule, sondern auch die Hochschule als Lern- und Arbeitsort. Schüler:innen, Lehrpersonen und auch Dozierende können von sichtbaren oder nicht sichtbaren Beeinträchtigungen betroffen sein. Die Haltung der beteiligten Akteurinnen und Akteure ist zentral und es gibt keine spezifische Lehr-Lernform, die allen Menschen mit speziellen Bedürfnissen entgegen kommt. Ein differenzierter kontextsensibler Blick ist gefragt.

Creative Writing in Jedaida/Tunisia الكتابة الإبداعية في الجديدة تونس

كُتبت القصيدة التالية لمحمد عويدات ضمن ورشة عمل „الكتابة الإبداعية. الإعلام، الإبداع، والنقد: ما يفعله الناس بالإعلام، وما يفعله الإعلام بالناس“ (بيتر هولزوارث). وقُدِّمت في إطار مشروع تطوير „تعزيز الكفاءات الذاتية في مراكز الشباب التونسية (FOYER). وهي إعادة صياغة لقصيدة „الملذات“ لبرتولت بريشت.

Das folgende Gedicht von Mohamed Aouidet entstand im Rahmen des Workshops „Creative Writing. Media, Creativity and Criticism: What People do with Media, What Media do with People“ (Peter Holzwarth). Er wurde im Kontext des PHZH-Entwicklungsprojekts „Fostering Self-Competences in Tunisian Youth Centers (FOYER)“ angeboten. Es handelt sich um ein Remake des Gedichts „Vergnügungen“ von Bertold Brecht.

The following poem by Mohamed Aouidet was created as part of the workshop „Creative Writing. Media, Creativity and Criticism: What People do with Media, What Media do with People“ (Peter Holzwarth). It was held in context of the PHZH-development project „Fostering Self-Competences in Tunisian Youth Centers (FOYER)“. It is a remake of the poem „Vergnügungen“ by Bertolt Brecht.

Enjoyments (Mohamed Aouidet)

what’s the enjoyments

is it to smile

to be happy

or it is just pretending

we live in a world where it is hard to enjoy

you just join them

wear a mask

you don’t act the way you want

just living the moment

Waiting until it passes

just a day a normal day

you just live by

waiting for an excitement

feeling empty

waiting for the day when you actually enjoy it

time passes

but we are waiting

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For your own Remake:

Poetry an der PH Zürich

Am 25. September 2025 fand das 9. Poetry-Slam-Finale an der PH Zürich statt, wieder in Kooperation mit der PH Graubünden.

Es wurden Texte auf Deutsch, Italienisch und Rhätoromanisch vorgelesen, auch etwas Französisch und Schweizerdeutsch war mitunter dabei. Das Thema war „Was uns bleibt“ | „Che cosa ci rimane“ | „Quai ch’ans resta“.

Andrea Schweizer, die Rektorin der Pädagogischen Hochschule Zürich würdigte die Beiträge und überreichte die Preise. Lukas Becker moderierte den Abend. Das Publikum wurde vom Barteam mit Getränken versorgt.

Vergnügungen

(Cosima Collenberg)


Sonnenstrahlen, die nicht brennen,
sondern sanft die Haut berühren,
wie eine stille Umarmung aus Licht,
ohne Eile, ohne Ziel.
Gutes Essen.
Gute Leute.
Beste Freunde.
Meeresgeräusche tragen das Jetzt,
jeder Klang ein stilles Versprechen:
Hier zählt nur der Moment,
hier bist du frei.
Freiheit.
Kein Stress.
Keine Pflicht.

Das Gedicht entstand als Remake zu Bertolt Brechts „Vergnügungen“ im Rahmen des Moduls Medienbildung und Informatik MI P150 (HS 2024).

„Das Leben ist…“ Schreiben über das Leben

Der Songtext «Das Leben ist» von HE/RO wird als Ausgangspunkt für eine poetische Reflexion über eigene Erfahrungen und Assoziationen genommen:

HE/RO Das Leben ist https://matchlyric.com/he-ro-das-leben-ist

Das Leben ist, drei Jahre lang betrogen werden
Und wenn du’s rausgefunden hast, trotzdem belogen werden
Das Leben ist, wenn alte Freunde fast an Drogen sterben
Das Leben ist, wenn Manager mit deiner Kohle werfen
Das Leben ist die Kündigung am zweiten Tag
Es ist, so viel auf dеm Herz zu haben, aber kеiner fragt
Das Leben ist, wenn Sechste-Klasse-Trauma kickt
Das Leben ist, wenn Mobbing in der Schule dein Vertrauen fickt
Das Leben ist Angst haben vorm Angst haben
Schweißgebadet aufwachen, fünf Uhr früh an Samstagen
Und immer, wenn ich denk‘: „Ich halt‘ es kaum mehr aus“
Sagt ein leiser Teil: „Mach die Augen auf“

Refrain:
Das Leben ist schön
Du kannst es nur nicht seh’n
Ich fühl‘ alle deine Trän’n und
Wie einsam man sein kann

Remake:

Das Leben ist

Das Leben ist, …………………………………………

Das Leben ist, …………………………………………

Das Leben ist, …………………………………………

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Das Leben ist, …………………………………………

Das Leben ist, …………………………………………

Das Leben ist, …………………………………………

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Das Leben ist, …………………………………………

Das Leben ist, …………………………………………

Das Leben ist, …………………………………………

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Ein Remake von „nicolerendschmidt“, geposted auf TikTok:

„Das Leben ist eine psychische Störung zu haben,

und dir das erstmal einzugestehen und dann damit zu leben.

Das Leben ist, geliebte Menschen zu verlieren,

ohne sich zu verabschieden zu können.

Das Leben ist, sich selbst als nie genug zu empfinden.

Das Leben ist, immer der Zeit hinterher zurennen

und doch sie nie einfangen zu können.

ABER…..

Das Leben ist auch, deine Kinder aufwachsen zu sehen,

dir deine Träume zu erfüllen,

zu erkennen das deine Ängste besiegbar sind,

das du viel mehr schaffst als jemals erwartet.

Ja Leben ist schön.

Mit den guten und schlechten Seiten,

mit schönen und traurigen Tagen.

Denn das ist das Leben“

Vergnügung

Es ist ein regnerischer Tag

Draussen ist es kühl

Es zieht ein leichter Wind

Ein entspannter Tag

Ich zücke ein Buch

Gelassenheit

Freude

Einsamkeit

Wärme

Die Sonne scheint leicht

Die Blätter fallen

Ein kleiner Spaziergang

Der Herbst beginnt

Das Gedicht entstand als Remake zu Bertolt Brechts „Vergnügungen“ im Rahmen des Moduls Medienbildung und Informatik MI P150 (HS 2024).