FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #6

FAQHäufig gestellte Frage: «Ist das genügend? Bestehe ich so?»

Unsere Antwort: Wir unterstützen dich gerne in deinem Schreibprozess auf dem Weg zu besseren Texten. Wir werden dir zeigen, was gut und was verbesserungswürdig ist. Prognosen überlassen wir aber lieber dem Wetterfrosch. Und unter uns gesagt: Wir möchten auch keine Beihilfe zum Minimalismus leisten. In deinem eigenen Interesse.

Schreibzentrum International – Mit Ron Butlin und Regi Claire, 23. Mai 2013

Im Rahmen von 10 Jahre Schreibentrum an der PH Zürich machen wir auf die folgenden beiden Veranstaltungen vom 23. Mai 2013 aufmerksam: 

23. Mai, 13–14 Uhr (Schreibzentrum, LAA F014): «Schreibberatung made in Scotland» – Academic writing sponsored by The Royal Literary Fund
Mit Regi Claire und Ron Butlin, Edinburgh

 23. Mai 2013, 16–17.30 Uhr  (Schreibzentrum, LAA F014): Schreibworkshop – «Spring is in the air»
Mit Regi Claire und Ron Butlin, Edinburgh

Bitte reserviert die Daten – weitere Infos folgen.

Ron Butlin und Regi Claire, Writers, Edinburgh

 

Der langweiligste Romananfang der Literaturgeschichte

Die Rede ist von Theodor Fontanes Effi Briest. Wer sich den ersten Satz antun will, hier bitte:

In Front des schon seit Kurfürst Georg Wilhelm von der Familie von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller Sonnenschein auf die mittagsstille Dorfstrasse, während nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter Seitenflügel einen breiten Schatten erst auf einen weiss und grün quadrierten Fliesengang und dann über diesen hinaus auf ein grosses, in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetzten Rondell warf.

 

Doch Achtung: Man lasse sich nicht vom schnörkelhaften Einstieg täuschen. Wir haben es hier mit einem der bedeutendsten Romane einer Epoche zu tun, der vor Sprengkraft nur so strotzt. Die Ehetragödie entlarvt die scheinheilige Moral der damaligen preussischen Gesellschaft.

Fontane verwendet eine hochtrabende Sprache und verschachtelt Teilsätze. Dadurch ergeben sich vielschichtige Aussagen, die wohl nur Theodor Fontane so zu Papier bringen kann. Laienschriftsteller sollten die Finger von dieser Technik lassen.

 

Theodor Fontane: Effi Briest. dtv.

 

It was a dark and stormy night

«It was a dark and stormy night; the rain fell in torrents — except at occasional intervals, when it was checked by a violent gust of wind which swept up the streets (for it is in London that our scene lies), rattling along the housetops, and fiercely agitating the scanty flame of the lamps that struggled against the darkness.»

Unter dem Titel Bulwer-Lytton Fiction Contest wird jährlich ein Wettbewerb um den grässlichsten Romananfang ausgetragen. Geehrt wird damit der viktorianische Autor Edward George Bulwer-Lytton, dessen Roman Paul Clifford (1830) mit den Worten «Es war eine dunkle und stürmische Nacht» beginnt. – Snoopys Romane fangen übrigens auch immer so an: «It was a dark and stormy night.»

Write my Fire – #4: Jetzt

Write My Fire!«Zeit: Vorbei
Gefühle: Keine
Liebe: Weg

Feuer: Aus»

(Geschrieben zu: Adele – «Set Fire to the Rain»)

 

 

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

BLINDGÄNGER – Preisverleihung zum Schreibwettbewerb 2013

«Blindgänger» ist das Stichwort des diesjährigen Schreibwettbewerbs des Schreibzentrums der PH Zürich, des SchreibLeseZentrums der KME und der EB Zürich.

Die drei SiegerInnentexte werden an der Preisverleihung vorgelesen. Die Jurymitglieder halten Laudationes. Dazu gibt es Musik, Preise und einen Apéro. Man darf gespannt sein auf Texte, die es in sich haben!

22. Mai 2013    17–18 Uhr

PH Zürich, Lagerstrasse 2, Zürich 

Mitarbeiterfoyer N030,       Gebäude LAA

 

Rangliste

1. Joerg Roos

2. Regine Beeg

3. Katrin Furler

 

Die Jury setzte sich zusammen aus: Stefanie Grob (Autorin), ein Tutor und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schreibzentrums der PH Zürich, zwei Mitarbeitende des SLZ der KME und zwei Mitarbeitende des SLZ der EB.

 

Die SiegerInnentexte und die Laudationes werden nach der Preisverleihung an dieser Stelle veröffentlicht.

Das war das Jubiläumsfest!

Jubifest Schreibzentrum PH ZürichUnser Tutor Lukas Ramseier hält Rückschau auf das Jubiläumsfest vom 10. April:

«Zehn Jahre sind vergangen, seit das Schreibzentrum ins Leben gerufen wurde. Eine Tatsache, die selbstverständlich nach einer Feier schreit, die auch voll und ganz geglückt ist: Unser kleines Jubiläumsfest war ein echter Erfolg.

Ein Rahmenprogramm – bestehend aus unterschiedlichen Angeboten wie Speedcoachings, literarisch geprägten Spielereien und von Dabu Fantastic vertonten Schülertexten – unterhielt am Mittwochabend sowohl die geladenen als auch die spontan reingeschneiten Gäste. Dazu kam die Vernissage von „Write my Fire!“, dem neuesten Büchlein des Schreibzentrums, aus dem einige Texte vorgelesen wurden.

Ein unterhaltsamer Anlass also, der amüsierte und die Vielfältigkeit des Schreibzentrums angemessen repräsentierte. Wir jedenfalls hatten unsere helle Freude und danken allen Besuchern und Leuten, die uns in den letzten Jahren in Anspruch genommen oder unterstützt haben.

Auf die nächsten zehn!»

Geniessen Sie einige Impressionen, eingefangen von Dieter Wiesflecker.