Von Kaffeeplantagen, Plagen und langen Tagen
«Dieser Traum, Barbara, von der Veredelung des Menschen. Schau dir diese Fracht an, eine Arche Noah der Elenden: Ausgezehrte, von der Maschine Kaputtgemachte, Waisen, Kranke. Ein Blödsinniger aus Matt, zwei Blinde aus dem Kanton Aargau, ein Lahmer aus dem Zürcher Oberland.»
(Eine Rezension von Amanda Wong)
Nachdenklich richtet sich Lehrer Davatz mit diesen Worten an seine junge Hausangestellte Barbara, die daraufhin nur zu schweigen vermag.
Auf einer Arche Noah nicht mit Tierpärchen, sondern mit von der Gesellschaft ausgespuckten Schweizern wie ihresgleichen beladen, gleiten sie Ibicaba entgegen, das bescheidenen Wohlstand und einen Neuanfang verspricht. Haben sie nicht alle die berauschenden Berichte aus den Auswandererzeitschriften über dieses Paradies in Brasilien gelesen, in sich aufgesogen und sich ein Bild davon gemacht! Ibicaba. „I-bi-ca-ba“, so mag es wohl ausgesprochen werden.
In dieser neuen Kolonie soll Thomas Davatz das Amt des Lehrers bekleiden. Ausgerüstet mit Schreibfeder, Reisetagebuch und mit scharfer Beobachtungsgabe muss er jedoch bald nach Ankunft feststellen, dass sich ihr gemeinsamer Traum von einem neuen Leben zu einem Alptraum entwickelt, aus welchem schnelles Aufwachen nicht möglich sein wird.
Eveline Hasler nimmt sich einem Stück Schweizer Auswanderungsgeschichte an, das sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts abspielt. Basierend auf Thomas Davatz’ Original-Reisedokumenten, vereint sie historische Tatsachen mit Fiktivem zu einem Leseerlebnis, das von Spannung, Mitgefühl, Unglaube und auch Ekel lebt.
Eveline Hasler
Ibicaba – Das Paradies in den Köpfen.
München: dtv, 1988.
288 Seiten
start new game – #1
«Verdammt noch mal, viel länger hätte ich ihn nicht mehr festhalten können. Was habt ihr denn so lange da drin gemacht?»
Geschichte Nr. 58 von Helen Kaufmann
Wer wissen will, wer das sagt und warum in aller Welt, geht zurück zu Geschichte Nr. 11 von Erik Altorfer. Denn nach der Geschichte von Helen Kaufmann ist «game over» und es geht zurück zum Start. Und so funktioniert das Büchlein, das anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber führt sie weiter und manch eine Geschichte zu neuen Ufern.
Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.
Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks start new game wurde von Amanda Wong und Lukas Ramseier moderiert und fand am 2. Dezember 2015 statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.
Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Die Studi-Kolumne 4/15
Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 4/2015 von «Akzente» zum Thema «Lernen – die verschiedenen Formen gezielt anwenden» erzählt Selina Schneider, wie lachsrosafarbene Hanteln und mit ihnen der Fitnesswahn in ihrer Wohnung Einzug halten.
Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne:
Selina Schneider: «Dem Fitnesswahn ausgeliefert» (und als PDF hier).
Wort des Tages
Vernissage «Schreiben und Reflektieren»
Jetzt ist die Publikation «Schreiben und Reflektieren» da.
Sie führt in die Theorie und Praxis des Reflektierens ein und eröffnet Studierenden wie Dozierenden Zugangsweisen zum Schreiben, Reflektieren und Lernen an Hochschulen.

Schreiben und Reflektieren: Denkspuren zwischen Lernweg und Leerlauf.
Hrsg. v. M. Honegger, D. Ammann u. T. Hermann. Bern: hep-verlag, 2015. 144 Seiten.
Folgen wir also ihren Denkspuren zwischen Lernweg und Leerlauf und feiern am Mittwoch, 2.12.2015 im Rahmen einer Doppelvernissage (zusammen mit dem Büchlein «start new game») ihr Erscheinen.
Zeit: 17–18 Uhr (18–19 Uhr Vernissage von start new game)
Ort: Mitarbeiterfoyer der PH Zürich (LAA-N010)
Alle Interessierten sowie Autorinnen und Autoren sind herzlich eingeladen. Es gibt eine Lesung, Snacks und Unterhaltung.
Vernissage «start new game» 2.12.
START NEW GAME
Die Publikation aus den beiden Schreib-Events 2014 kommt frisch ab der Presse!
Am Mittwoch, 2.12.2015 feiern wir das Erscheinen des Büchleins im Rahmen einer Doppelvernissage (zusammen mit dem HEP-Band «Schreiben und Reflektieren»).
Zeit: 18–19 Uhr (17–18 Uhr Vernissage von «Schreiben und Reflektieren»)
Ort: Mitarbeiterfoyer der PH Zürich (LAA-N010)
Alle Interessierten sowie Autorinnen und Autoren sind herzlich eingeladen. Es gibt eine Lesung, Snacks und Unterhaltung.
Lassen wir die Spiele beginnen!
SCHNAPPSCHUSS – Schreibwettbewerb für Studierende 2016
Das Schreibzentrum der PH Zürich veranstaltet zusammen mit der KME Zürich den Schreibwettbewerb «Schnappschuss».

Teilnahmeberechtigt
Studierende der PH Zürich und der KME Zürich.
Einsendeschluss
31. März 2016
Text
Text zum Begriff «Schnappschuss». Textsorte frei (z.B. Kurzgeschichte, Minidrama, Gedicht, Rap, Chat).
Textlänge
1000 bis max. 5000 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
Text senden an
schreibzentrum@phzh.ch und an slz_schreibwettbewerb@kme.ch
Es gibt Büchergutscheine (200/100/50 CHF) zu gewinnen.
Die Siegertexte beider Kategorien (1.–3. Preis) werden im Rahmen einer Preisverleihung am 31. Mai 2016 an der KME Zürich präsentiert.
Detallierte Ausschreibung zum Download: Ausschreibung Schreibwettbewerb Schnappschuss 2016.
Weitere Informationen unter: stud.phzh.ch/schreibwettbewerb
Vernissage «Schreiben und Scham»

Schreiben und Scham: Wenn ein Affekt zur Sprache kommt.
Hrsg. v. Monique Honegger. Giessen: Psychosozial-Verlag, 2015. 215 Seiten.
Wie angekündigt, war die Vernissage eine ungezwungen ernste und sachlich humoristische Begegnung mit Scham und Schreiben.
Den Anfang machte Thomas Geiger, der Paranoia-Lenker: Ganz nach dem Motto «wenn Scham ein Buch gebiert» liess er in seinem Scham-Inkubator Scham-Bücher zur Welt kommen. Daraufhin folgte kurz und heftig ein Scham-Gewitter in Form von Zweiminuten-Lesungen beteiligter Autoren.



Et voilà. Nun ward die Scham benannt und konnte bei Wein und Häppchen zwischen den Buchdeckeln genossen werden.

Q&A Zitieren #5: A–Z zum wissenschaftlichen Schreiben
Nach wie vor erreichen uns viele Anfragen rund ums Zitieren. Oft geht es lediglich um formale Finessen oder Details, für die sich mit etwas Kreativität und in Anlehnung an ähnliche Beispiele auf der Zitierseite ohne Weiteres eine Lösung finden liesse. Wichtig ist und bleibt, dass die zitierte Quelle sinnvoll und vertrauenswürdig ist, dass sie genau bezeichnet wird und nach Möglichkeit auch für andere Leserinnen und Leser einsehbar ist.
Unter der Rubrik «Spielregeln des wissenschaftlichen Schreibens«A–Z» entsteht im Studiweb ein kleines Nachschlagewerk zu Spezialfällen und häufigen Fragen des wissenschaftlichen Zitierens.
Wie sehen die Angaben zu einem Lehrmittel aus? Was ist eigentlich «graue» Literatur? Muss ich alle 15 Autorenangaben aufführen? Braucht es bei einem Blockzitat Anführungszeichen? Wie zitiere ich aus dem Volksschulgesetzt oder einem Modulskript der PH Zürich? Was bedeutet et al. und wo wird die Abkürzung verwendet? Darf ich auch Fussnoten setzen, wenn ich nach dem Autor-Jahr-System arbeite? Weitere Beispiele zu Internetquellen, Kursivsetzung und Selbstplagiaten folgen.


