Schreibwettbewerb «PH goes Poetry»

Du schreibst gerne und möchtest wissen, wie dein Text wirkt? Dann schreib einen Text zum Thema «Me, Myself and I».

Deinen Text sendest du mit Namen, E-Mail und Telefonnummer bis zum 1. April an: marcelfluetsch@stud.phzh.
Die drei besten Texte sahnen da neben Ruhm und Ehre insgesamt  300.- Franken cash ab! Nach dem Einsendeschluss am 1. April werden eine Auswahl der Texte im Kafi Schnauz am 4. Moosestache Poetryslam vom Donnerstag, 18. Mai vorgetragen. Lampenfieber? Entweder liest du deinen Text selbst vor oder ein erfahrener Poetry-Slammer übernimmt das für dich!

Brauchst du Inspiration beim Schreiben? Komm am Donnerstag, 9. März ins Kafi Schnauz zur allerersten Ausgabe von Schnauz und Feder, einem angeheiterten kreativen Schreibanlass. Von 18 bis 20 Uhr versorgen wir dich mit Bier, Warm-ups und Inputs von erfahrenen Poetry Slammern, um deinen Schreibfluss anzukurbeln

Teilnahmeberechtigt
Mitmachen dürfen alle Studis, Ex-Studis und alle Mitarbeitenden der PH.

Einsendeschluss
1. April 2017

Text

Die Textform ist frei wählbar.

Textlänge
3000 bis max. 5000 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

Text senden an
Schick deinen Text mit Namen, E-Mail und Telefonnummer an: marcelfluetsch@stud.phzh.ch (Marcel hilft auch bei Fragen).

www.phzh.ch/poetry, facebook/PH goes Poetry

Tagesgeschichten – #1

Der König der Heringe
Von Julia Rietze

Johanna die gute Böse träumt davon, Königin zu sein. Sie stellt sich vor, niemandem zu gehorchen und über alle zu regieren.

Oft schaut sie sich Horrorfilme an. Sie mag Filme, in denen ein Mensch einen anderen einsperrt und quält. In Wirklichkeit würde Johanna das aber niemals machen, denn dafür ist sie zu gut erzogen. Sie entschliesst sich, ein Haustier anzuschaffen, um wenigstens in ihren vier Wänden über jemanden oder etwas herrschen zu können.
Die Entscheidung gestaltet sich schwierig: Für einen Hund hat sie zu wenig Zeit. Katzen sind unregierbar. Einen Nager in einem kleinen Käfig halten? Das bringt Johanna nicht übers Herz. Ein ausreichend grosses Gehege würde ihren eigenen Lebensraum zu stark einschränken. Am Ende des langen und komplexen Entscheidungsprozesses stehen: Die Heringe.
Einige Arten lassen sich auch im Süsswasser halten. Heringe sind Speisefische und nicht vom Aussterben bedroht – für Johanna ein unverfänglicher Weg, ihre Machtgier auszuüben.

Johanna hat jetzt eine Badewanne voller Fische und sie ist von nun an die Königin der Heringe.

An der letzten Erzählnacht schrieben Studierende, Mitarbeitende und Dozierende Texte zu Schlagzeilen aus Zeitungen und Newsportalen eines bestimmten Tages – des 3. Novembers 2015. Darunter waren Schlagzeilen wie «Ich bin eine Lusche, und das ist auch gut so» oder «Wenigstens einmal rülpsen, bitte!».
Entstanden sind zwei Newsfeeds, die das Tagesgeschehen trashig (Story des Tages) oder gehoben (Tagesgeschichten) als Ticker zu Papier bringen.

Bereits seit 2009 entsteht jedes Jahr eine Erzählnachtbroschüre. Die Vernissage des aktuellen Werks Tagesgeschichten / Story des Tages fand am 8. November 2016 statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Schreib-Peer-Tutor*innen-Konferenz in Freiburg

In Freiburg im Breisgau, am westlichen Fuß des Schwarzwaldes trafen sich vom 23.09. bis 25.09.2016
130 Schreibberater*innen, um gemeinsam an einem Thema zu arbeiten – die Verbesserung der Schreibberatung für Studierende. Mit von der Partie waren Amanda
Wong, Marcel Flütsch und Selina Schneider, allesamt Tutor*innen der PH Zürich.

Samstagmorgen – guter Morgen!sptk_selina_amy
Sportlich wie wir sind, mieten wir Fahrräder und machen uns so auf den Weg zur PH Freiburg – nicht ohne jedoch wässerigen Kaffee (deutscher Machart?) zu schlürfen und dankbar die Packung Haferflöckchen von der Free-Food-Ecke mit Hafermilch zu geniessen.
Wir passieren eine Brücke und fahren entlang eines Flusses, vorbei an Sportanlagen und einem Minigolfplatz. Die Hündeler und Jogger sind auch unterwegs.
(Amanda Wong)

Podcast
Das Schreibzentrum der Universität Bielefeld (skript.um) denkt darüber nach, regelmässig einen Audio-Podcast zu produzieren.
Die Podcasts wären als Werbe- und Kommunikationsmittel für die Studierenden einsetzbar. Angedacht ist, ungefähr eine Folge pro Monat zu produzieren. Möglich wären Gesprächsrunden, Interviews und konkrete Schreibtipps und -techniken wie das Freewriting. Die Inputs sollen den Studierenden helfen, ins Schreiben zu kommen und über ihren Schreibprozess nachzudenken.
Der Aufwand am Anfang ist gemäss dem skript.um doch relativ hoch, da diverse Aufnahmegeräte und Schnittprogramme erlernt werden müssten. Wenn dies aber einmal geschafft ist, sollte sich der Aufwand in Grenzen halten.
Ein sehr hilfsbereites Digital Learning Center hätten wir an der PHZH schon einmal. Falls sich also jemand für die Idee begeistern kann, wäre das sicher eine Idee, die man aufnehmen könnte. (Marcel Flütsch)

Peer-Tutoren*innen vom Center for Writing, Learning and Teaching, USA
Für uns einer der Höhepunkte der Konferenz war die Skype-Unterhaltung mit den Peer-Tutoren*innen vom Center for Writing, Learning and Teaching an der University of Puget Sound in der USA. Diese zeigten uns ihr Schreibzentrum und erzählten von ihrer Schreibzentrumsarbeit.
Neben den strukturellen Unterschieden bestehen auch Unterschiede im Beratungsangebot. So bieten sie nicht nur Schreibberatung an, sondern auch Nachhilfe in spezifischen Fächern, spezielle Beratungen für multilinguale Studenten und Beratungen für das akademische Arbeiten, in denen Organisation, Zeitmanagement oder Lernstrategien thematisiert werden. Ihr Beratungssystem versuchen sie zudem laufend zu verbessern. So werden jährlich mehrmals Erhebungen unter den Studenten und Studentinnen durchgeführt, in denen versucht wird herauszufinden, was diese sich von einem Schreib- und Lernzentrum wünschen. (Selina Schneider)

Tagesgeschichten – Story des Tages

An der letzten Erzählnacht schrieben Studierende, Mitarbeitende und Dozierende Texte zu Schlagzeilen aus Zeitungen und Newsportalen eines bestimmten Tages – des 3. Novembers 2015. Darunter waren Schlagzeilen wie «Ich bin eine Lusche, und das ist auch gut so» oder «Wenigstens einmal rülpsen, bitte!».
Entstanden sind zwei Newsfeeds, die das Tagesgeschehen trashig (Story des Tages) oder gehoben (Tagesgeschichten) als Ticker zu Papier bringen.

Aus den Schlagzeilen erwuchsen feuchtfröhliche Geschichten wie die von Raini auf dem Countryschiff. Es wurde um «schnäppchenphilosophische» Betrachtungen wie «Wie gelb und rund er ist, der Ball» herum geeiert und mit Lyriktorten „In Nordkorea fand er seine Ruh … mit Grab und Decke und Wolkenkuh“ geworfen.

Für alle, Gourmets und Junk-Foodies, für Feingeschmack und Völlerlei, hat’s was.
Wer’s schön trashig mag, liest «Story des Tages», Gehobeneres gibt’s in «Tagesgeschichten».
Einen Tag dauert das Ganze, dann ist alles verdaut.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr eine Erzählnachtbroschüre. Die Vernissage des aktuellen Werks Tagesgeschichten / Story des Tages fand am 8. November 2016 statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Gaffen, belauschen, stalken (die Auflösung)

Frau Müller also. Die hundevernarrte, immer freundlich grüssende alte Dame ist für den absonderlichen Gestank in meinem Block verantwortlich. Meine Mieterinnen und Mieter hatten schon länger den Eindruck, dass die Gute immer seniler werde und langsam ihren Verstand verlieren würde. Letzte Woche erst kam ihr Lieblingsneffe und wollte sie ins Altersheim mitnehmen. Hatte alles schon arrangiert, inklusive Nachmieter für ihre muffige zweieinhalb-Zimmer-Wohnung. Aber ihrem genauso greisenhaften Hund zuliebe, sagte sie, werde sie ihre Wohnung unter keinen Umständen verlassen. Und dann zündet sie ausgerechnet diesen Hund an, ihr Ein und Alles, ihren Schnuggel! Und lässt ihn auch noch jämmerlich verrotten! In ihrem Zustand hätte ich ihr ja einiges zugetraut. Aber dass sie ihn mit einem Hackebeil zerstückelt? Das hört sich mehr nach schlechtem Krimi mit tiefen Quoten an als nach Frau Müller. So kann man sich irren. Ihr Neffe kam eben vorbei und hat den Nachmietern noch geholfen, einen sperrigen Schrank in die zweite Etage zu tragen. Währenddessen habe ich versucht, im Keller den Geruch von nassem totem Hund zu beseitigen. Kein einfaches Unterfangen. Denn: Da lag der Hund begraben!

Schreibevent: «Ein bisschen geheim»

Sie schreiben gerne und wollen Ihre Freude daran teilen? Dann kommen Sie zum Schreibevent des Schreibzentrums am Dienstag, 15. November.

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Am Dienstag, 15. November, von 12 bis 14 Uhr organisiert das Schreibzentrum im LAA-F014 den Schreibevent «Ein bisschen geheim». Der Anlass gibt allen Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich die Gelegenheit, nach Herzenslust zu texten und sich auszutauschen.  Die besten Texte werden publiziert. Für Snacks und Getränke ist gesorgt.

Lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten

Du bist nicht allein!

Keine Lust, den Leistungsnachweis, die wissenschaftliche Arbeit oder das Portfolio für dich im stillen Kämmerlein zu schreiben?

Dann komm zur Langen Nacht! Arbeite in entspannter Atmosphäre gemeinsam mit Mitstudierenden an deinem Projekt. Das Schreibzentrum, die Bibliothek und das Digital Learning Center liefern die wichtigsten Tipps und beraten dich bei Bedarf. Für Snacks, Koffein und Bier ist gesorgt.

8. November 2016 von 18–24 Uhr, LAA-F014Flyer Lange Nacht

An der Langen Nacht veranstaltet das Schreibzentrum den Schreib-Event «Ein bisschen geheim» mit Spassfaktor.
Die besten Texte werden publiziert. Schreib mit!

lange-nacht_programm

Vernissage Story des Tages

titel_1-erzaehlnacht-250816-2-kopieEinige der Tagesgeschichten, die 2015 in der Langen Nacht, im Rahmen des Schreib-Events «Story des Tages» entstanden sind, haben es in die Erzählnachtbroschüre geschafft. Die Vernissage feiern wir am Donnerstag, 27. Oktober.

Datum: Donnerstag, 27. Oktober 2016
Zeit: 17.15
Ort: vor LAA-G001 (Grosser Vorlesungssaal)

Alle Interessierten sowie Autorinnen und Autoren sind herzlich eingeladen. Es gibt eine Lesung mit Musik.

 

start new game – #7

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Die Frau schaut ihn erschrocken an, da der Jugendliche sie mit seinem Blick so ernst fixiert, dass ihr so unheimlich zumute wird, dass sich ihre Nackenhaare aufstellen. Der Jugendliche packt die Frau am Arm und zieht sie grob zur Seite.«Mein Name ist Pedro. Und mein Freund ist ein Fisch. Weil ich ihn kaltgemacht habe. Kalt wie der Fisch auf dem Fischmarkt. Zappelt kein bisschen mehr. Und du wirst mir helfen, ihn zu beseitigen!» – «Lieber wäre ich am Schäfchen zählen, statt deinen Scheissgeschichten zuzuhören.»
Geschichte Nr. 32 von Marcel Flütsch

Wie geht es nun mit der Geschichte weiter? Ganz nach Gusto: Wer’s gerne deftig hat – lachender, heulender Mann, Klappmesser, blutende Laufmaschenfrau – geht zu  Geschichte Nr. 40 von Helen Kaufmann. Wer’s noch deftiger haben will – grausamer Gestank, Klappmesser – toter Hund, liest Geschichte Nr. 47 von Daia von Planta. 

Und wer sich dann noch keinen Reim machen kann, blättert im Büchlein zurück zu Geschichte Nr. 06 von Carmen Luzi und reimt sich am besten selbst etwas zusammen. Zum Beispiel, wenn sie zu ihm respektive er zu ihr sagt: «Was hast du Alter?» «Ich sage nur Fisch.»

Und so funktioniert das Büchlein, das anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber treibt sie weiter und eine dritte führt die Geschichte zu Ende und manch eine zu neuen Ufern. Oder wie in diesem Fall verzweigt und verästelt sich die Geschichte.

Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.