Studierende beraten

Geri Thomann u. Anja Pawelleck: Studierende beratenGuter Rat ist teuer. Das gilt auch in der Ausbildung, obwohl hier Beratung oft beiläufig und als selbstverständlich wahrgenommen wird. Lernende haben nach einer Veranstaltung eine Frage zu den Prüfungen, bitten per Mail um Auskünfte zur Fachliteratur oder kommen mit einem persönlichen Anliegen in die Sprechstunde. Von den Lehrenden verlangt dies nicht nur Zeit und Fachwissen. In ihren Rollen als Unterrichtende, Inhaltsexperten, Forschende, Lernbegleiter und Prüferinnen benötigen sie zunehmend psychologisches Know-how, diagnostisches Gespür sowie professionelle Führungs- und Beratungskompetenzen. Geri Thomann und Anja Pawelleck stellen die wichtigsten Konzepte und Formen der Beratung in konzentrierter Form vor. An Beispielen und Aufgaben zeigen sie, wie man auf Anfragen reagiert, Beratungssituationen gestaltet und mit welchen Fragen und Techniken die unterschiedlichen Phasen einer Fach- oder Prozessberatung bewältigt werden.

Geri Thomann und Anja Pawelleck.
Studierende beraten.
Mit einem Beitrag von Monique Honegger.
Opladen: Barbara Budrich, 2013. 120 Seiten.

(Kurzrezension aus den Medientipps der Zeitschrift «Akzente» 1 (2014): S. 34.)

«Herdöpfelhochdeutsch» wird salonfähig – der neue Roman von Silvia Tschui

Tschui_JakobsRoss_RZ.inddEine Lesprobe vom Romananfang:

«Ja, wenn das Elsie das Lied vom Blüemlitaler Bauern, wo vor Heimweh in der Fremde verräblet, nur wieder einmal in einem Salong singen und fidlen könnte, anstatt in diesem Finsterseer Chuestall nur das Rösli und das Klärli mit je einer Hampflen Heu in der Schnörre als Publikum zu haben!»

Dicke Post ist es, die hier von Silvia Tschui frisch ab Presse kommt. Die Handlung  ihres viel gelobten Debütromans spielt in den der ländlichen Schweiz vor 150 Jahren und erzählt von Armut, Missbrauch und Gewalt.

Der herbe Dialekt des Buches lässt einen oft schmunzeln. Die Geschichte jedoch ist blutig und tränenreich. In einem deftigen Schweizer Hochdeutsch schildert das Buch die Geschichte der Bauernmagd Elsie, die mit ihrem Gesang alle betört. Sie wird vom Hausherrn geschwängert und mit dem Rossknecht verheiratet. Silvia Tschui schreibt auf berührende Weise von einer jungen Frau, die ihrer Stimme und sich selbst zur Selbstbestimmung verhilft.

Silvia Tschui
Jakobs Ross.
Zürich: Nagel & Kimche, 2014.

Write my Fire – #11: Landstrasse

Write My Fire!«Landstrasse, gelber Mittelstreifen, Wüste, keine Tiere.
Sie am Steuer, er auf dem Beifahrersitz.
Füsse aus dem Fenster.
Radio in voller Lautstärke.
Er singt die Vocals, sie gibt die Bläser.
Eine Tankstelle.
Fill her up.
Ein Diner.
Cheescake and coffee.
Refill, yes baby.»

(Geschrieben zu: Johnny Cash – «Ring Of Fire»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Alles hat ein Ende …

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© Stephan Brülhart

Nicht nur das Jubiläumsjahr des Schreibzentrums geht zu Ende. Nach 14 Jahren und 58 Beiträgen liegt auch der Mediensplitter «in den letzten Zügen». Aber er ist  in guter Gesellschaft: Raucherabteile und Kartonbillette, Vinylschallplatten und VHS-Rekorder, Glühlampen und Blitzwürfel sind ebenfalls Geschichte. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
Den letzten Mediensplitter hier lesen, bevor auch das Internet verschwindet.

Write my Fire – #10: Advent

Write My Fire!«Er springt auf dem Kranz,

ich seh‘ ihn genau,

den teuflischen Tanz,

er stellt sich zur Schau.»

(Geschrieben zu: Arthur Brown – «Fire»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «ph akzente»: Die Studierenden-Kolumne

ph akzente 4/2013Schon seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für «ph akzente». Im aktuellen Heft zum Thema «Kritik» sucht Michael Sasdi auf Seite 37 ein Zimmer …

Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne:
Michael Sasdi: «Zimmersuche in der grossen Stadt.»

Schande

Schande cover«Für einen Mann seines Alters, zweiundfünfzig, geschieden, hat er seiner Ansicht nach das Sexproblem recht gut im Griff.»

 

Ja, es geht um Sex. Und damit zusammenhängend um einen Skandal des  Literaturprofessors und Berufsromantikers David Laurie aus Kapstadt. Aber nicht nur. Den bleibenden Eindruck nach der Lektüre hinterlässt Davids Tochter Lucy. Obwohl das offizielle Apartheid-Regime gestürzt ist, brodeln die Rassenkonflikte unter der Oberfläche weiter. Lucy wird Opfer eines brutalen Überfalls und entwickelt einen ganz eigenen Umgang mit Rassenkonflikten, indem sie – für ihren Vater David unverständlich – den Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt durchbricht.

Mit Schande gewann J.M. Coetzee 1999 zum zweiten Mal den Booker Prize.

Der Roman wurde 2008 von Steve Jacobs verfilmt («Disgrace»).

 

J. M. Coetzee
Schande.
Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke.
Frankfurt/M.: S. Fischer, 2000.

Write my Fire – #9: Hi!

Write My Fire!«Hi! „put out the fire“ rockts aus dem lautsprecher – wo brennts? o schimmer, kreativer feueralarm anyway! zieml. surreal hier – CU, F.»

(Geschrieben zu: Queen – «Put Out The Fire»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Write my Fire – #8: Jugenderinnerungen

Write My Fire!«Wenn die Musik nicht laut genug sein konnte zum Ärger der Eltern. Die langen Haare, die von ihnen auch nicht goutiert wurden und rückblickend waren diese Haare weder lang noch die Musik laut

(Geschrieben zu: Arthur Brown – «Fire»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Der Schriftsteller und der Legastheniker

Chamber: Worte sind nicht meine SpracheKarl müsste sich verbiegen, um seine Freundin Fiorella zufriedenzustellen. Die siebzehnjährige Leseratte glaubt, dass man einen Menschen am besten kennen lernt, wenn man liest, was er schreibt. Sie möchte von Karl wissen, was er unter Liebe versteht. Der junge Legastheniker sucht Rat bei einem älteren Schriftsteller.
Aidan Chambers schlägt mit seinem Jugendbuch eine Brücke zwischen Generationen und verwebt Dialoge, E-Mails und Textentwürfe zu einer stim­migen Geschichte über Rückzugsorte, Rituale und die Kunst des Lebens.
Rezension aus Buch & Maus 3 (2013), S. 35.

Aidan Chambers.
Worte sind nicht meine Sprache.
Aus dem Englischen von Thomas Gunkel.
München: Knesebeck, 2013. 300 Seiten.