Als der Käfer endlich vorbei fährt, kann sie wieder atmen. Für einen Moment hat sie gedacht, dass irgendjemand sie verfolgen wollte. Dann taucht ein roter Fussabdruck wie aus dem Nichts vor ihr auf dem Asphalt auf. Als sie das sieht, schreit sie ihre ganze Angst aus sich heraus, denn…
Geschichte Nr. 24 von Ihab Farhat
Wer erfahren will, was es mit dem Käfer auf sich hat, geht zurück zu Geschichte Nr. 19 von Julia Capol. Wie es weitergeht, offenbart die Geschichte Nr. 27 von Karin Weibel. Wer gerne anstatt eines roten Fussabdrucks merkwürdige Wetterkapriolen erleben will, geht zu Geschichte Nr. 53 von Georgia Skarlatos.
Und so funktioniert das Büchlein, das anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber treibt sie weiter und eine dritte führt die Geschichte zu Ende und manch eine zu neuen Ufern. Oder wie in diesem Fall verzweigt und verästelt sich die Geschichte.
Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.
Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.


Ski fahren und Ökologie beissen sich, würde man meinen. Umso mehr, als immer öfter mit Schneekanonen auf grüne Wiesen gepulvert wird. Im Tagesanzeiger geht Alex Rickert der Frage nach, ob Wintertourismus und Ökologie vielleicht doch noch ins Gespräch kommen.
Wieder hat Wolf Allemann zugeschlagen, wieder nimmt er sich eine schweizerische Transportikone vor. Nach seinen Romanen Sisswair und Sopt knöpft er sich diesmal die SBB vor und schüttelt die Schweiz ordentlich durch. So heisst dann sein neuer Roman auch Zeischwerische Dumbesbahn. Der Titel ist Programm: Allemann, ein Wortverdreher aus dem zurzachischen Lengnau, würfelt so eine ganz neue Schweizer Geographie zusammen. Der Zug fährt dann von Rebn über Loten und Ogenherzseebuch nach Rüzich, notabene mit Stellwerkstörung im Dankworf.

