{"id":6512,"date":"2026-06-04T06:00:00","date_gmt":"2026-06-04T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/?p=6512"},"modified":"2026-06-02T15:43:35","modified_gmt":"2026-06-02T13:43:35","slug":"zukunft-ist-ein-muster-kein-affe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/zukunft-ist-ein-muster-kein-affe\/","title":{"rendered":"Zukunft ist ein Muster, kein Affe"},"content":{"rendered":"\n<p>Text von <a href=\"https:\/\/phzh.ch\/ueber-die-phzh\/organisation\/personen\/mitarbeitendenportraet\/?username=charlotte.axelsson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Charlotte Axelsson<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ich mag Wetter-Apps. Oder wie meine Kollegin an der ZHdK, Mela Kocher, gerne zu sagen pflegt: die faszinierendste Glaskugel, in die wir t\u00e4glich schauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dennoch ist es \u2013 auch an mir \u2013 immer wieder lustig zu beobachten, wie \u00fcberrascht wir sind, wenn nach 26 Grad und heiterem Sonnenschein am n\u00e4chsten Tag pl\u00f6tzlich ein Drop-down auf 18 Grad und Gewitter kommt. Es ist schwer vorzustellen, aber es kommt trotzdem.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist jetzt vielleicht ein hinkender Vergleich und ein sehr hoher Bogen, den ich spanne. Aber er zeigt zwei Dinge: Zukunft, ob nah oder fern, ist schwer vorstellbar \u2013 auch wenn es gute Anzeichen daf\u00fcr gibt, dass etwas eintreten wird. Und zweitens zeigt er etwas \u00fcber unser Mindset im Umgang mit Ver\u00e4nderung. Obwohl es f\u00fcr die leichten Sandalen und den Jupe dann wirklich zu kalt ist, ziehen wir es manchmal trotzdem durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht ist genau das der Punkt: Zukunft ist selten komplett \u00fcberraschend und selten komplett planbar. Sie liegt irgendwo dazwischen \u2013 zwischen Anzeichen, Mustern, Entscheidungen und unserer F\u00e4higkeit, anders zu reagieren, als wir es gestern getan h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Affe im Titel bezieht sich auf das Infinite-Monkey-Theorem: Wenn ein Affe unendlich lange zuf\u00e4llig auf einer Schreibmaschine tippt, entsteht irgendwann vielleicht auch Shakespeare. So \u00e4hnlich ist es mit Zukunftsprognosen: Manchmal liegt jemand richtig \u2013 aber nicht, weil die Zukunft wirklich vorhersehbar w\u00e4re. Sondern weil Wahrscheinlichkeit, Muster und Zufall zusammenspielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zukunftsarbeit bedeutet deshalb nicht, richtig zu raten. Sie bedeutet, besser vorbereitet zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist deshalb vielleicht nicht verwunderlich, dass gerade so viele Formate rund um Future Mindset, <a href=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/future-skills-mehr-als-nur-ein-hype-ein-kompass-fuer-die-schweizer-bildungslandschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Future Skills<\/a>, Future Tracks, Future Crafting oder Education Futurists entstehen. Was steht dahinter? Und was macht man eigentlich in solchen Future-Mindset-Kursen?<\/p>\n\n\n\n<p>Weil sie marketingm\u00e4ssig gut funktionieren, k\u00f6nnten Kritiker:innen sagen. Ich sage: weil sie notwendig sind. Also mache ich mir die M\u00fche und gebe einen Blick hinter die Kulissen: Mit welchen Glaskugeln arbeiten Zukunftsforscher:innen, Bildungsanbieter und Organisationen eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Manche Zuk\u00fcnfte sind schon gebaut<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr beschrieb mir Martin Sturzenegger von der VBZ am 25 Jubilars von Zeix. Er sagte sinngem\u00e4ss: In seinem Betrieb sei die Zukunft in Teilen schon gesetzt. Er wisse ziemlich genau, was in den n\u00e4chsten 25 Jahren umgesetzt werde und was nicht. Trams sind bestellt, Gesetze sind geregelt, Pl\u00e4ne sind erstellt. Nat\u00fcrlich kann immer etwas dazwischenkommen. Aber vieles ist nicht mehr reine Spekulation. Es ist bereits angelegt \u2013 in Infrastruktur, Budgets, politischen Entscheiden und langfristigen Planungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gedanke brachte mich zur Arbeitsweise der PHZH. Ist es nicht auch ein wenig so mit Bildung?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"462\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26-1024x462.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6514\" srcset=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26-1024x462.jpg 1024w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26-300x135.jpg 300w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26-768x346.jpg 768w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26.jpg 1089w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zukunftsgesp\u00fcrbrille des Education Futurist im Immerse Theater<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir bilden heute Menschen aus, die morgen Sch\u00fcler:innen unterrichten. Diese Sch\u00fcler:innen stehen dann viel sp\u00e4ter selbst im Beruf. Pl\u00f6tzlich sprechen wir auch hier von Zeitr\u00e4umen von 20 oder 25 Jahren. Was heute in der Ausbildung gedacht, vermittelt oder eben ausgelassen wird, wirkt weit in die Zukunft hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Bildung ist also immer auch Zukunftsarbeit. Nicht abstrakt, sondern sehr konkret.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bringt mich zu vier Glaskugeln, die uns im Fr\u00fchjahr 2026 an der internen Weiterbildung Future Track, am 25 Jubilar Zeix Event, am After the Algorithm Festival und am House of Change Festival begleitet haben: Szenariotechnik, Mustererkennung, KI als Verb\u00fcndete und Haltung. Im Herbst greifen wir diese F\u00e4den wieder auf \u2013 im <a href=\"http:\/\/www.phzh.ch\/cas-ef\">CAS Education Futurist <\/a>der PH Z\u00fcrich und in einer spannenden Kooperation mit der ZHdK.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video controls src=\"https:\/\/media.phzh.ch\/Video\/Ilias\/ZTlRenpnenh2MU090\"><\/video><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Film zu \u00abFuture Track\u00bb, ein internes Angebot f\u00fcr das administrative und technische Personal der PHZH.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Szenarien als Denkwerkzeuge<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Szenariotechnik besch\u00e4ftigt sich mit der Frage: Welche Zuk\u00fcnfte sind denkbar? Welche sind w\u00fcnschenswert? Welche weniger? Und welche wirken heute vielleicht sogar unwahrscheinlich, aber nicht unm\u00f6glich?<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht dabei nicht darum, die eine Zukunft zu finden, die sicher kommt. Sondern darum, vorwegzudenken, was passieren k\u00f6nnte. Szenarien sind keine Orakel. Sie sind Denkwerkzeuge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"907\" height=\"611\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6515\" srcset=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_2.jpg 907w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_2-300x202.jpg 300w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_2-768x517.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Diskussion zur Zukunft am 25 Jahre Zeix am 28.01.2026. Hier das Szenarioprisma. (Foto: Zeix AG)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Jede dieser M\u00f6glichkeiten gibt mir einen Hinweis darauf, was ich jetzt und in naher Zukunft tun kann, um einer w\u00fcnschenswerten Zukunft n\u00e4herzukommen. Ich kann Strategien entwickeln. Ich kann bestimmte Felder f\u00f6rdern, von denen ich annehme, dass sie in meiner gew\u00fcnschten Zukunft relevant sind. Oder ich kann Mitarbeitende in Weiterbildungen schicken, damit sie Kompetenzen aufbauen, die sie morgen vielleicht dringend brauchen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Muster erkennen: Mit Vergangenheiten ab in die Zuk\u00fcnfte<\/h2>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle mag ich die Idee von Armin Nassehi: Durch das Erkennen von Mustern k\u00f6nnen wir Prognosen dar\u00fcber machen, welche Muster sich in der Vergangenheit besonders oft wiederholt haben. Anhand dieser Vergangenheitsanalyse k\u00f6nnen wir erkannte Muster in die Zukunft projizieren und uns vorstellen, wie sich bestimmte Entwicklungen verhalten, ver\u00e4ndern oder wiederholen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wird besonders interessant, wenn man nicht nur auf Gesellschaft, Organisationen oder Technologie schaut, sondern auf die eigene Biografie.<\/p>\n\n\n\n<p>Woher komme ich? Was habe ich gemacht? Was hat sich bei mir immer wieder in bestimmten Abst\u00e4nden, Situationen oder \u00dcberg\u00e4ngen wiederholt?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_3-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6517\" srcset=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_3-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_3-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_3-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_3.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Muster ver\u00e4ndern sich \u2013 kommen aber immer wieder \u00e4hnlich vor, hier das Herz-Symbol der Gen Alpha.  (Foto: Charlotte Axelsson)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Vielleicht funktioniert die eigene Biografie manchmal \u00e4hnlich wie eine Wetterkarte: Nicht alles ist vorhersehbar, aber es gibt Muster, Wiederholungen und typische Wetterlagen. Wenn wir sie erkennen, k\u00f6nnen wir bewusster entscheiden, ob wir wieder gleich reagieren \u2013 oder diesmal anders.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Future Skills und KI als Verb\u00fcndete<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des \u00abFuture Track\u00bb, einer internen Weiterbildung f\u00fcr das administrative technische Personal der PH Z\u00fcrich, kam auch die Frage auf, welche F\u00e4higkeiten in einer sich ver\u00e4ndernden Arbeitswelt zentral werden. Und nat\u00fcrlich, ob KI unsere Arbeit komplett \u00fcbernehmen wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Input von Eva Pauline Bossow zu \u00abFuture Skills\u00bb brachte die Kursteilnehmerin Stefanie Casanova einen Gedanken besonders sch\u00f6n auf den Punkt: Wir brauchen eine Art \u00abAnpassungsintelligenz\u00bb. Entscheidend werden nicht nur fachliche oder technologische F\u00e4higkeiten, sondern vor allem menschliche Kompetenzen wie Resilienz, Agilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade Flexibilit\u00e4t ist dabei mehr als blosses flexibles Anpassen. Es geht darum, mit Unsicherheit umgehen zu k\u00f6nnen, Perspektiven zu wechseln und Ver\u00e4nderung aktiv mitzugestalten, statt nur darauf zu reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder wie Raim Idrizovic, Teilnehmer des \u00abFuture Tracks\u00bb, zusammenfasst: \u00abWir sollten KI als einen Verb\u00fcndeten f\u00fcr die berufliche Zukunft nutzen, in welcher vor allem die Flexibilit\u00e4t z\u00e4hlt!\u00bb<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_4-1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6518\" srcset=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_4-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_4-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_4-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_4-1.jpg 1386w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im M\u00e4rz am Festival \u00abAfter The Algorithm\u00bb wurde bei \u00abKaffee, Kuchen &amp; KI\u00bb diskutiert. (Foto: Damien Jenal)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das trifft einen wichtigen Punkt. KI-Technologien sind nicht nur Tool, Bedrohung oder Hype. Sie ist auch ein Spiegel daf\u00fcr, wie beweglich wir im Denken, Lernen und Arbeiten werden m\u00fcssen. KI-Technologien k\u00f6nnen uns helfen, Muster schneller sichtbar zu machen. Entscheidend bleibt aber, wie wir diese Muster deuten, einordnen und verantwortungsvoll nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Positive Zukunftsbilder<\/h2>\n\n\n\n<p>Als Letztes m\u00f6chte ich noch die Methode der Utopie bis hin zur Protopia beschreiben. Und was das mit unserer individuellen und kollektiven Einstellung zu tun hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Medial werden wir st\u00e4ndig mit m\u00f6glichen Zuk\u00fcnften konfrontiert: in Science-Fiction-Filmen, Medienbildern, politischen Narrativen oder technologischen Versprechen. Diese Bilder bereiten uns auf Zuk\u00fcnfte vor. Manchmal \u00f6ffnen sie M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume. Manchmal machen sie Angst. Manchmal werden sie auch strategisch eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Zuk\u00fcnfte sind also beeinflussbar. Und manchmal auch manipulierbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kann man im Grossen analysieren. Ich bleibe hier aber im Kleinen: Wenn ich mich mit positiver Autosuggestion besch\u00e4ftige, merke ich schnell, dass eine grunds\u00e4tzlich positive Betrachtung auch die gew\u00fcnschte Zukunft positiver erscheinen l\u00e4sst. Umgekehrt funktioniert es ebenso. Wenn ich davon ausgehe, dass ohnehin alles schlechter wird, erkenne ich weniger Handlungsspielraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Beobachtung aus dem Festival am House of Change wurde mir besonders wichtig: die Kraft des positiven Bildes. Nicht als naives Sch\u00f6nreden. Nicht als \u00aballes wird gut\u00bb-Plakat. Sondern als Haltung, die Menschen in Bewegung bringt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_5-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6519\" srcset=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_5-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_5-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_5-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2026\/05\/bild_blogbeitrag_charlotte_juni_26_5.jpg 1386w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Diskussion zur Menschlichkeit, Bildung und Freundlichkeit am House of Change Festival 2026. (Foto: Mirjam Kluka)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn wir eine Zukunft nicht nur als Bedrohung beschreiben, sondern auch als gemeinsamen M\u00f6glichkeitsraum, ver\u00e4ndert sich etwas. Dann wird Zukunft nicht nur etwas, das auf uns zukommt. Sondern etwas, das wir mitgestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei geht es f\u00fcr mich stark um Menschlichkeit und Zusammenhalt. Denn durch Menschlichkeit und Zusammenhalt sind wir st\u00e4rker als alleine. Gerade in Zeiten, in denen vieles komplex, unsicher oder \u00fcberfordernd wirkt, ist das vielleicht eine der wichtigsten Zukunftskompetenzen \u00fcberhaupt: nicht nur individuell resilient zu sein, sondern kollektiv tragf\u00e4hig zu werden: mit Freundlichkeit. Alle haben unterschiedliche Erfahrungen und wollen alle in eine w\u00fcnschenswerte Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder wie es Kay Janina Hefti nach der Weiterbildung \u00abFuture Track\u00bb formulierte:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abEs gibt keine singulare Zukunft, sondern multiple Zuk\u00fcnfte. Und die Zukunft ist auch unfair verteilt: Leute, die sich schon l\u00e4ngstens mit AI etc. besch\u00e4ftigen, befinden sich in einer anderen Gegenwart als Leute, die sich \u00fcberhaupt noch nicht damit befasst haben.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Satz bleibt h\u00e4ngen. Denn er zeigt: Zukunft ist nicht f\u00fcr alle gleich weit weg. Manche leben bereits in Arbeitsrealit\u00e4ten, die f\u00fcr andere noch wie Science Fiction wirken. Manche experimentieren l\u00e4ngst mit KI, Automatisierung und neuen Lernformen. Andere stehen noch vor der Frage, ob sie sich \u00fcberhaupt damit besch\u00e4ftigen sollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Betrachtung<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Umkehrschluss heisst das: Wir brauchen diese ganzen Future-Initiativen auf verschiedenen Ebenen. Nicht, weil sie die Zukunft vorhersagen k\u00f6nnen. Sondern weil sie helfen, komplexe Entwicklungen zu verstehen, Entscheidungen vorzubereiten, Unsicherheit auszuhalten und eigene Handlungsm\u00f6glichkeiten zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie geben uns Werkzeuge an die Hand, um die eigene Zukunft in einer schnell ver\u00e4ndernden Zeit aktiver mitzugestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wieso ist das wichtig?<\/p>\n\n\n\n<p>Weil fr\u00fcher der pers\u00f6nliche Weg oft klarer schien. Mein Vater war Schuster, also wurde ich \u2013 wenn m\u00e4nnlich gelesen \u2013 vielleicht auch Schuster. Heute ist das nicht mehr der Fall. Berufswege, Rollen, Technologien und Lebensentw\u00fcrfe sind offener, br\u00fcchiger, flexibler geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zukunft ist deshalb kein Affe, der zuf\u00e4llig etwas Richtiges tippt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zukunft ist ein Muster, das wir erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ein Mindset, mit dem wir entscheiden, wie wir darauf reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht brauchen wir daf\u00fcr genau das: eine Zukunftsgesp\u00fcrbrille. Keine Glaskugel, die uns sagt, was kommt. Sondern eine Haltung, mit der wir Muster erkennen, M\u00f6glichkeiten sehen und gemeinsam handlungsf\u00e4hig bleiben.<\/p>\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">INFOBOX<strong><br \/><\/strong><br \/>Die Zukunftsgesp\u00fcrbrille kann man \u00fcbrigens auch im CAS Education Futurist der PH Z\u00fcrich anziehen. Weitere Informationen und n\u00e4chste Infoveranstaltungen finden sich <a href=\"http:\/\/www.phzh.ch\/cas-ef\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<br \/><br \/>Mehr zum Thema gibt es im <a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/5zbVpiGUDXfTABv7wjVpuH?si=2d926c1d66b14d5f&amp;nd=1&amp;dlsi=00787e6180bb4ae8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podcast<\/a> zum H\u00f6ren mit Charlotte.<br \/><br \/>Und wer sich f\u00fcr das interne Angebot \u00abFuture Track\u00bb f\u00fcr eine starke Hochschuladministration interessiert, darf sich gerne per E-Mail bei <a href=\"charlotte.axelsson@phzh.ch\">Charlotte Axelsson<\/a> melden.<br \/><br \/>Charlotte freut sich ausserdem \u00fcber R\u00fcckmeldungen: Was ist deine Lieblings-App auf der du die Zukunft erahnst?<\/pre>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zur Autorin<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:27% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"731\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2025\/03\/profilbild_charlotte_axelsson-731x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6292 size-full\" srcset=\"https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2025\/03\/profilbild_charlotte_axelsson-731x1024.jpg 731w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2025\/03\/profilbild_charlotte_axelsson-214x300.jpg 214w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2025\/03\/profilbild_charlotte_axelsson-768x1075.jpg 768w, https:\/\/blog.phzh.ch\/zhe\/files\/2025\/03\/profilbild_charlotte_axelsson.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><a href=\"https:\/\/phzh.ch\/ueber-die-phzh\/organisation\/personen\/mitarbeitendenportraet\/?username=charlotte.axelsson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Charlotte Axelsson<\/a> leitet das <a href=\"https:\/\/phzh.ch\/ueber-die-phzh\/organisation\/prorektorat-weiterbildung-und-dienstleistungen\/abteilung-hochschuldidaktik-und-erwachsenenbildung\/zentrum-digital-learning\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Digital Learning<\/a> an der <a href=\"http:\/\/phzh.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">PH Z\u00fcrich<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text von Charlotte Axelsson Ich mag Wetter-Apps. 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