Hausaufgaben und Medienbildung

Das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Pilotprojekt «Hausaufgaben und Medienbildung» untersucht Formen und Inhalte des Medienhandelns von Schülerinnen und Schülern im Kontext der Hausaufgaben in der Deutschschweiz. Ziel der Studie ist es, erstmalig detaillierte Einblicke in die Praxis des alltäglichen Medienhandelns von Schülerinnen und -schülern während der Erledigung von Hausaufgaben zu erhalten.

Disziplinär ist das Projekt in die erziehungswissenschaftliche Medienpädagogik eingebettet. Der theoretische Rahmen der sozio-kulturellen Ökologie und der Medienbildung schafft die argumentative Verbindung zwischen Medien als Kulturgütern zu ihrer Bildungsfunktion. Ausgangspunkt und zugleich Frage ist, wie Schülerinnen und Schüler im komplexen ökologischen Gefüge des häuslichen Lernens Medien als Ressourcen verwenden.

Zentrales empirisches Material sind Papier-basierte Medientagebücher, die Schülerinnen und -schüler der Deutschschweiz im Zeitraum von zwei Wochen führen werden. Die daraus entstehenden Daten werden durch Interviews (Medientagebücher als Leitfäden) und einer schriftlichen Befragung angereichert und gesättigt. Im Zentrum der qualitativen Analyse, die sich als Mixed Methods Research an der Methodologie der Grounded Theory orientiert, stehen die drei Themen

  1. Schul- und pflichtbezogene Aktivitäten mit Medien (Kommunizieren, Organisieren; Sich informieren, Institutionelle Lernplattformen einbeziehen),
  2. Aktivitäten mit Medien über den Schulkontext hinaus (Lerner-generierte Lehr- und Lernmittel; Sharing) und
  3. Metathemen (Hausaufgaben als mobiles Lernen, Kuratieren und persönliche Lernumgebungen, Medien als Ablenkung, Kreativität und Subversion).

Hier geht es zur detaillierten Projektbeschreibung im Grundlagentext.