Partizipation stärken und Schule entwickeln? Tagung an der PH Zürich für Schulpraxis, Wissenschaft und Bildungspolitik

Inwiefern können und sollen Schülerinnen und Schüler in der Schule mitreden, mitwirken und mitbestimmen? Wie sieht es aktuell aus und was ist das Ziel? Wie kann Schulentwicklung Partizipation fördern? Am 9. und 10. Mai 2019 werden diese und weitere Fragen an der PH Zürich an der Tagung «Partizipation – Schule – Entwicklung» diskutiert. Eine Anmeldung zur Tagung ist bis 1. Mai 2019 unter phzh.ch/pse möglich.

«Children are people with talents and capabilities, who contribute in a variety of ways to society and culture and so are deserving of esteem» (Thomas, 2012: 458) – Schule und Unterricht partizipativ zu gestalten und Raum für Unvorhergesehenes zu schaffen, ist allerdings oftmals noch keine Selbstverständlichkeit in den Schulen.

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Premiere geglückt!

Am Wein- und Käseabend «Wer heute die Schule regiert» durften wir 25 Blogleserinnen und Blogleser begrüssen. Das wunderschöne Ambiente der Zunftstube, die auserlesenen Weine, ein reichhaltiges Käsebuffet und die Gedanken von NZZ-Journalist Martin Beglinger inspirierten zu umsichtigen Diskussionen rund um die Frage, wer eigentlich das Schweizer Bildungswesen steuert und wie bedrohlich die disruptiven Szenarien der Global Players sind.

Gibt es ein globales Netzwerk, welches das traditionelle pädagogische Establishment aushebelt und die Ökonomie der Schule anstrebt? Stimmt es, dass unser Bildungssystem längst nicht mehr durch humboldsche Bildungsideale, sondern zunehmend durch neolieberales Gedankengut geprägt ist?

Martin Beglinger relativiert die Gefahr eines latenten bildungsindustriellen Komplexes und präzisiert: «Dies verdanken wir primär unserem föderalistischen Schulsystem, der starken Verankerung der Schule in unserer Gesellschaft und dem geteilten Machtverhältnis in der Bildungspolitik – anders als dies zum Beispiel in den USA der Fall ist.»

Wie aber soll der Einfluss internationaler Trends wie Mitarbeiterbeurteilung, Evaluationen, Rechenschaftsberichte und Vergleichtests eingeordnet werden? Wie stark lassen wir uns durch die OECD mit ihrem PISA-Leistungstest oder durch den digitalen Monokapitalismus von Apple, Google, Microsoft und Co. beeinflussen?

Mit diesen und weiteren Fragen setzten wir uns in überschaubaren Tischgruppen auseinander, genossen die mitgebrachten Käse und auserlesene Weine aus dem Zürcher Weinland, dem sonnenverwöhnten Wallis und aus Österreich, dem Herkunftsland unseres Gastgebers, Sepp Vimmer. Auch deshalb verflog die Zeit wie im Hui!

Mich freut es sehr, wie angeregt und umsichtig die Diskussionen geführt wurden. Dass alle Gäste länger an den Tischen verweilten und die Gespräche vertieften und fortführten, deute ich als positives Zeichen. Und dass wir für einmal nicht online – hier auf dem Blog Schulführung – diskutierten, sondern gemeinsam in der Zunftstube, machte diesen Abend für mich zu etwas ganz Speziellem.

Bald feiert unser Blog Schulführung seinen 1. Geburtstag und ich bin überzeugt, dass wir dank der gelungenen Premiere des Wein- und Käseabends «Wer heute die Schule regiert» auch in Zukunft attraktive Gelegenheiten schaffe, um uns virtuell und physisch zu treffen, auszutauschen und voneinander zu lernen.

Jörg Berger, Schulleiter Schule Knonau und Wissenschaftlicher Mitarbeiter Zentrum Management und Leadership, PH Zürich

Hier gehts zum Blog-Beitrag von Johannes Breitschaft über den NZZ-Artikel von Martin Beglinger «Wer heute die Schule regiert»