Spiel 2/5

Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot schreibt in dieser 5-teiligen Serie zum Thema Freispiel und gibt so Einblick in ihre spannende Forschungsarbeit.

Kindergarten A

Der Besucher betritt den KG, es läuft leise Musik und 22 Kinder malen an individuellen, ihren feinmotorischen Fähigkeiten entsprechenden Mandalas. Eine Ampel steht auf orange, das heisst die Kinder dürfen sich leise unterhalten. Die Kindergartenlehrperson schreitet zwischen den Tischen durch ohne einen Kommentar abzugeben.

Kindergarten B

Der Besucher betritt den KG, ein mächtiger Geräuschpegel von 22 Kindern kommt ihm entgegen. Spiel 2/5 weiterlesen

Spiel 1/5

In dieser 5-teiligen Serie gibt Schulleiterin Barbara Schwarz de Groot jeweils am Freitag Einblick in Ihre Forschung zum Thema Freispiel und welchen Beitrag die Schulleitung zur Unterrichtsqualität beitragen kann.

Am 20. August kommen sie wieder, die knapp vier jährigen verspielten Mädchen und Knaben mit den orange farbigen TCS Streifen und den neuen Kindergartentäschli, keck erwartungsvoll oder scheu an der Hand der Mutter. Für die ganze Familie ist die Einschulung, also der 1. Kindergartentag ein einschneidendes Erlebnis.

Margrit Stamm, Professorin, Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft sagt: Spiel 1/5 weiterlesen

Pausenzeit?

«Also Dienstag, definitiv?» vergewissert sich eine Schulleiterin.» Uff, nicht ganz einfach, einen passenden Termin zu finden», stellt eine Leiterin Betreuung nüchtern fest. «Umso mehr freue ich mich auf den gemeinsamen Besuch der Tagesschule mit euch», rundet ein Schulleiter das Gespräch ab.

«Ich sehe immer wieder diese kleine Landschule in Estland vor mir. Wie die einfach Pausenplatzspiele im langen Gang aufgezeichnet haben, das ginge an meiner Schule nicht.» – «Ach komm, mach doch einfach mal und schau mal, was passiert … «

«Was gestern Prof. Dr. Martin Bonsen in seinem Referat gesagt hat, hat mich total bestärkt, die Strukturen an unserer Schule zu verändern. Ich hätte noch länger ihm zuhören können…»

Pausenzeiten? – Irgendwie weiss man’s – und doch – immer wieder zeigt sich das Phänomen aufs Neue: Interessante Leute, spannende Themen und die Pausen sind zu kurz!

Das war auch anfangs Juni zu beobachten: Teilnehmende des CAS «Pädagogische Schulführung» (PSF) fanden sich zum letzten Modultag im Tagungszentrum auf der Au ein. Das garstige Wetter zwang die Leute, die Pause in der grossen Eingangshalle an den Stehtischen zu verbringen, doch die intensiven Gespräche untereinander und das grosszügige Znünibuffet entschädigte sie vollauf.

Miteinander unterwegs sein, Gewissheit erlangen, einfach tun oder noch mehr davon – kennen Sie das auch? Eine hohe Zufriedenheit und ein wenig Wehmut!

Im Herbst startet der 4. Durchgang des CAS «Pädagogische Schulführung». Kommen Sie doch mit auf diese «pädagogische Bildungsreise»! Mit viel Inhalt und kurzen, intensiven Pausen.

Hansjörg Hophan, Dozent, PH Zürich

Die Schäli-Elf – Teil 4/4

Zum Abschluss der vierteiligen Serie zur Fussball-WM folgen hier die beiden Sturmspitzen aus der Führungsphilosophie von Beat Schäli, Rektor der Schule Walchwil.

In den bisherigen Teilen wurden die Fehlerkultur im Tor und die Verteidigungspositionen «Vorbild – Ziele – Expertenrat – Regeln» sowie das Mittelfeld «Enthusiasmus – Mensch – Teamgeist – Timing» vorgestellt.

Sie haben einen Teil verpasst? Lesen Sie gleich hier nach und erfahren Sie mehr über die Parallelen von Fussballtrainern und Schulleitern. Die Schäli-Elf – Teil 1/4, 2/4 und 3/4

Sturm: Ressourcen – Glück

„Ich glaube nicht an Glück, aber ich glaube daran, dass man es braucht.“

Alan Ball

Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein und das entscheidende Tor erzielen. Dafür gilt es die Ressourcen gut einzuteilen und auszuschöpfen, so dass schlussendlich, eventuell mit einem Quäntchen Glück, der Torerfolg herausschaut.

 Ressourcen: Jeder Mensch hat eine andere Belastbarkeit. Es ist hilfreich, wenn man jederzeit auch die Grenze der Machbarkeit erkennt. Alarmsignale gibt es viele, doch werden diese gerne übersehen. Einmal ist da die emotionale Erschöpfung: Das Gefühl, emotional ausgelaugt, verbraucht und am Ende seiner Kräfte zu sein. Dann gibt es den inneren Widerwillen gegen Menschen. Es zeigt sich wenn ein Gefühl der Verhärtung und Abstumpfung gegenüber Menschen, die einem am Arbeitsplatz begegnen, entsteht. Die Einstellung gegenüber anderen Menschen wird unpersönlich, herzlos und zynisch. Letzten Endes folgt die reduzierte Leistungsfähigkeit.

Wenn ich am Abend über einen längeren Zeitraum nicht mehr von der Arbeit abschalten kann, dann weiss ich, dass mein Akku unbedingt wieder geladen werden muss. Ähnlich wie bei Joachim Löw helfen mir dieselben Beschäftigungen, um wieder zu Kräften zu kommen. Bücher und Bewegung sind meine Ladekabel. Für diese Auszeiten lohnt es sich gezielt Termine freizuhalten.

Mir gefällt auch die Eigenart von Ottmar Hitzfeld. Es gibt Orte die Hitzfeld immer wieder kurz aufsucht, wie zum Beispiel ein Restaurant an der österreichisch-schweizerischen Grenze. Das sind kleine Nischen, wohltuende Oasen, und der Besuch gleicht einem Ritual.

 Glück: Der letzte und elfte Begriff der Schäli-Elf hatte es nicht immer einfach. Glück ist doch keine Strategie bzw. ein Mechanismus, hiess es immer wieder von Leuten, welche sich mit dieser Führungsphilosophie auseinandersetzten. Am ehesten noch eine Haltung, das heisst wenn ich auf das Glück vertraue.

Bei Guardiola gehört das Glück sogar zu den vier wichtigsten Faktoren des Fussballs – Ball, Raum, Zeit und Glück.

Deutschland wäre 2014 ohne Glück nicht Weltmeister geworden. Als bestes Beispiel dient hier das Achtelfinalspiel gegen Algerien. Erst im Schlussspurt und nach Verlängerung besiegte Deutschland den krassen Aussenseiter aus Nordafrika. Im Spielbericht hiess es später: „Doch das erlösende 1:0 sollte dafür kurz nach dem Beginn der Verlängerung fallen: Müller setzte sich auf der linken Seite durch und flankte nach innen, wo Schürrle den Ball – halb gewollt, halb mit etwas Glück – mit dem Absatz in die Maschen beförderte.“

Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Oder eine glückliche Fügung sorgt dafür, dass alles gar nicht so schlimm wie befürchtet kommt.

Ich bin fest davon überzeugt, dass man im Leben immer auch ein Quäntchen Glück benötigt. Aber man muss auch bereit sein dafür. Wie sagt es das Sprichwort von Charles des Montesquieu doch so treffend:

„Es gibt niemanden, den das Glück nicht einmal in seinem Leben besucht. Aber wenn es ihn nicht zu seinem Empfang bereitfindet, kommt es zur Türe herein und geht zum Fenster hinaus.“

Trotz der intensiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Strategien, Mechanismen und Haltungen für Führungserfolg werde ich zukünftig weiterhin Fehler machen, Menschen enttäuschen und ins Grübeln kommen. Doch dank dieser Auseinandersetzung habe ich für mich eine Führungsphilosophie entwickelt, welche mich bei einer „Blutgrätsche“ nicht aus den Bahnen haut oder nach einem Fehlentscheid im Stadiongras versinken lässt.

Diese elf Mosaiksteine meiner Führungsphilosophie werden mich zur regelmässigen Reflexion anregen und wahrscheinlich wird die Schäli-Elf nicht bis zum „Abpfiff“ so durchspielen. Ein Spieler bzw. ein Begriff wird an Durchschlagskraft verlieren und ausgewechselt werden. Das schafft dann wiederum Platz für etwas Neues, Frisches. Sie erhebt somit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist meine Momentaufnahme. Und falls sie auch eine Aufstellung für andere Interessierte wird, umso schöner.

Beat Schäli, Rektor Schule Walchwil ZG

Wie sind Sie gut aufgestellt? Welche Positionen der Schäli-Elf treffen auch auf Ihre Führungsphilosophie zu? Wählen Sie hier aus!

Und hier gehts zur kompletten Forschungsarbeit: Die Schäli-Elf

Die Schäli-Elf – Teil 3/4

In unserer vierteiligen Serie zur Fussball-WM gibt Beat Schäli, Rektor der Schule Walchwil Einblick in seine Führungsphilosophie. In den ersten beiden Teilen wurde die Fehlerkultur im Tor und die Verteidigungspositionen «Vorbild – Ziele – Expertenrat – Regeln» vorgestellt. Hier folgen Akteure im Mittelfeld:

Sie haben einen Teil verpasst? Lesen Sie gleich hier nach und erfahren Sie mehr über die Parallelen von Fussballtrainern und Schulleitern. Die Schäli-Elf – Teil 1/4 und 2/4

Mittelfeld: Enthusiasmus – Mensch – Teamgeist – Timing

„Ich esse Fussball, ich schlafe Fussball, ich atme Fussball. Ich bin nicht verrückt, nur leidenschaftlich.“

Thierry Henry

Man kann sowohl Einfluss in die Offensive, wie auch in die Defensive ausüben. Enthusiasmus, Mensch, Teamgeist und Timing bilden in der Schäli-Elf diese Schaltzentrale.

 Enthusiasmus: Es sind doch genau die Dinge, welche ich mit Begeisterung ausübe, welche schlussendlich zu Fortschritten führen. Schon von Kindesbeinen an begegnet man dieser untrüglichen Regel. Sei es beim Erlernen einer Sportart oder der ersten Fremdsprache in der Schule.

Und deswegen ist es eminent wichtig, dass die Führungsperson mit diesem Feuer in sich voranschreitet und andere mitziehen und motivieren kann. Klopp und Guardiola leben von diesen Emotionen, wo sie bei Löw und vor allem Hitzfeld eher versteckt zur Geltung kommen. Wenn man Jürgen Klopp während eines Spiels an der Aussenlinie beobachtet, sein Haareraufen bei einer missglückten Aktion, die gelösten Luftsprünge bei einem Tor, merkt man, dass das System von Klopp Hand in Hand mit Enthusiasmus geht.

Ich muss vom Sinn meiner Arbeit überzeugt sein, sonst kann ich nicht motivieren. Wenn ich das nicht mehr kann, muss ich einen Ort, eine Beschäftigung finden, wo ich das wieder kann. Oder in den Worten von Guardiola: „Wenn ich sehe, dass die Augen meiner Spieler nicht mehr glänzen, ist es Zeit für mich, zu gehen.“

 Mensch: Er steht im Mittelpunkt. Immer und überall. Führungskräfte benötigen Menschen. Denn erfolgreiche Chefs verbindet sicher eines: Es gab Menschen, die ihnen folgten. Es gab Menschen, die hinter ihnen standen und somit „Ja“ zu ihnen sagten und sich eine Verbesserung ihrer Leistungen und somit ihrer Lebensqualität versprachen. Deshalb anerkannte man sie als Führungskräfte.

Was mir an der Pädagogik gefällt, ist, dass man es immer mit Menschen zu tun hat. Sei es mit den Kindern, den Lehrpersonen, den Eltern oder auch mit beratenden und bestimmenden Gremien. Was alle vier Trainer erwähnen ist die Zeit. Die Zeit für Herzlichkeit und echtes Interesse. Kontakt, Herzlichkeit und Wärme sind im Umgang mit Menschen unverzichtbar.

Die Aufgabe der Führung ist es Menschen zu befähigen, gemeinsam Leistungen zu erbringen, ihre Stärken wirkungsvoll und ihre Schwächen unwesentlich zu machen. Jeder Mensch hat seine einzigartigen Eigenschaften, die ihn von anderen unterscheiden. Als Schulleiter kann ich, wenn ich mir den jeweiligen Stärken der einzelnen Lehrpersonen bewusst bin, ungeahnte Leistungen freisetzen.

Gerade in der Führung ist es wichtig, dass man sich der menschlichen Wechselwirkung bewusst ist. Guardiola betont, dass wir in unserem Job, und das gilt sowohl für die Trainergilde, als auch für Schulleitungen, einerseits über den Spielern bzw. Lehrpersonen stehen, andererseits auch unter ihnen, weil wir von ihnen abhängig sind.

 Teamgeist: Im Zentrum jedes Trainers bzw. Schulleiters Tätigkeit steht das Team. Die Zusammensetzung der Mannschaft bzw. des Lehrer/innenteams, ihre Leistungsbereitschaft und die Stimmung sind die entscheidenden Faktoren, welche über Niederlage oder hoffentlich eben Sieg bzw. Schulqualität entscheiden.  Wer als Trainer oder Schulleiter sein Team nicht hinter sich hat, ist verloren.

Guardiola, Hitzfeld, Klopp und Löw verbindet, dass es ihnen immer wieder gelungen ist, das Team hinter sich zu bringen. Ihnen ist bewusst, dass man Grosses nur gemeinsam erreichen kann. Dieses Gefühl des gemeinsamen Erfolges ist unbezahlbar. Deswegen dürfen oder sogar besser gesagt sollen solche Momente auch gefeiert werden. In der Schule gibt es immer wieder Anlässe, welche sich dazu eignen.

Timing: Es gilt einen wohlüberlegten Start und dann auch den richtigen Abgang zu finden. Hier gibt es keine Zeitvorgaben.

Pep Guardiola war immer der Ansicht, dass alles damit beginnt, dass man nach dem Ausschau hält, was man wirklich mag. So etwas zu finden ist das Wesentliche, das allem anderen zugrunde liegt. So wurde er von Spaniens Torhüterlegende Zubizaretta  nach seiner ersten, erfolgreichen Trainersaison bei Barcelona bei einem Abendessen daran erinnert, dass sein Job mit einem Verfallsdatum versehen war.

Der Bestseller-Autor Bernhard Moestl zitiert in einem Buch einen unbekannten Verfasser: „Es ist besser, als stur kritisiert zu werden und seine Vorstellungen verwirklicht zu haben, als von anderen für Rücksicht und Einsicht gelobt zu werden, aber auf halbem Wege einen bequemen Kompromiss eingegangen zu sein.“

Beat Schäli, Rektor Schule Walchwil ZG

Im nächsten und letzten Teil werden die beiden Sturmspitzen vorgestellt. Verpassen Sie nichts und folgen Sie dem Blog Schulführung!

Und hier gehts zur kompletten Forschungsarbeit: Die Schäli-Elf

Die Schäli-Elf – Teil 2/4

In unserer vierteiligen Serie zur Fussball-WM gibt Beat Schäli, Rektor der Schule Walchwil Einblick in seine Führungsphilosophie. Nach der Fehlerkultur im Tor stellt er hier seine Verteidigung vor:

Sie haben den ersten Teil verpasst? Lesen Sie gleich hier nach und erfahren Sie die Parallelen von Fussballtrainern und Schulleitern. Die Schäli-Elf – Teil 1/4

Verteidigung: Vorbild – Ziele – Expertenrat – Regeln

„Das ist grossartig. Sag ihm, er sei Pelé, und schick ihn zurück aufs Feld.“

John Lambie als Trainer vom schottischen Klub Partick Thistle, nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass einer seiner Spieler nach einem Zusammenprall nicht mehr wisse, wer er sei.

Die Abwehr ist das Fundament jeder Mannschaft. Sie ist für den langfristigen Erfolg entscheidend. In der Schäli-Elf  werden diese vier wichtigen Positionen durch „Vorbild sein“, „Ziele setzen“, „Expertenrat einholen“ und Regeln vorgeben“ besetzt.

 Vorbild: Das persönliche Interesse an der eigenen Schule gilt es vorzuleben. Durch den Besuch von Theateraufführungen verschiedener Klassen oder auch nur mal das Betrachten der aufgehängten Zeichnungen im Gang entsteht das Gefühl von Wertschätzung.

Auch erachte ich es als hilfreich, wenn ich als Schulleiter ab und zu selber unterrichte. Die Lehrpersonen wissen dann, dass die Schulleitung nicht nur spricht, sondern auch Haltungen vorlebt. Guardiolas Vorbild Johan Cruyff bringt es auf den Punkt: „Trainer sollen durch ihr eigenes Vorbild führen. Sie sollten Fussball spielen können, somit auch während des Trainings auf dem Fussballplatz sein und unterrichten, weil es nichts Besseres gibt, als das Spiel anzuhalten, zu korrigieren, Anweisungen zu geben und zu erklären, warum jemand einen bestimmten Pass zu einem bestimmten Mitspieler hätte spielen, eine bestimmte Position einnehmen oder ein technisches Element hätte ändern sollen.“

 Ziele: Guardiola dazu: „Nicht die Titelgewinne seien das Ziel, sondern die Entwicklung einer bestimmten Spielweise. Wenn sie an ihren Grundsätzen festhielten, seien Titel die vollkommen logische Konsequenz. Und einer der Schlüssel zum Erfolg sei, niemals das Ziel aus den Augen zu verlieren.“ Wenn man sich mit den Zielen von Guardiola befasst, stösst man immer wieder auf seine drei Grundkonzepte: Die Abwehrkette, die fünfzehn vorausgehenden Pässe, der Umgang mit den lauernden Spitzen.

Ich finde es immens wichtig, dass die Mitarbeiter in das Setzen und Ausformulieren von Zielen frühzeitig miteingebunden werden. Dies kann die Identifikation mit den Zielen stärken und die erfolgreiche Umsetzung unterstützen.

 Expertenrat: Der Beruf als Trainer, wie auch als Schulleiter, kann sehr einsam sein. Es gilt einerseits ein Netzwerk aufzubauen, welches einen mit Hilfestellungen, Ideen oder auch einfach mal mit einem offenen Ohr unterstützen kann und andererseits von erfahrenen Persönlichkeiten zu profitieren.

Es lohnt sich auch mal über die eigene Berufsgattung hinauszuschauen, denn gerade im Bereich der Führung sind es, was auch der Vergleich mit der Wirtschaft, dem Fussball und der Schule zeigt, oftmals dieselben Herausforderungen, welche von Führungspersonen bewältigt werden müssen.

So fand Hitzfeld in dem Journalisten Miklos Szvircsev einen absolut vertrauenswürdiger Austauschpartner. Pep Guardiola schätzt die unbekümmerten Abendessen mit dem ehemaligen Schachweltmeister Gary Kasparow und auf die Stärken von Joachim Löw angesprochen, gibt der Chefscout des Deutschen Fussballbundes Urs Siegenthaler zur Antwort: „Eine von Joachims grössten Stärken ist, dass er sich mit Vertrauten umgibt und dann auch noch fähig ist, ihnen zuzuhören.“

Je mehr du deine Schwächen kennst, umso gezielter kannst du dir Rat bzw. die Leute zu dir in die Kommandozentrale holen, um weitsichtig handeln und führen zu können.

Wenn immer möglich versuche ich in- und ausländische Schulen zu besuchen. Denn jede Schule ist einzigartig und macht irgendetwas richtig gut. Oder eben ganz nach Guardiola: „Ideen gehören allen. Ich habe so viele wie möglich geklaut.“

 Regeln: Bei Durchforschen der verschiedenen Fachbücher und Biografien wurden die Wörter „Disziplin“ und „Regeln“ oftmals in einem Atemzug genannt. Kann und soll ich alle Personen in meinem Arbeitsumfeld gleich behandeln? Lassen die Gegebenheiten das auch immer zu? Gerade Klopp und Guardiola neigen klar dazu, dass nicht immer für alle dieselben Richtlinien gelten, wo bei Hitzfeld der Begriff „gerecht sein“ doch eine hohe Priorität hat.

Mir persönlich kommt die Haltung von Jürgen Klopp am nächsten. Er gibt der Mannschaft eine klare Linie vor, von Disziplin geprägt, aber am Menschen orientiert.

Nicht alle Menschen ticken gleich und jedes Individuum durchlebt eigene Lebensphasen. Es gilt den Mitarbeitenden zuzuhören und mit dem Wissen dieser unterschiedlichen Voraussetzungen, einen Lösungsweg zu finden, welchen man gegenüber anderen Menschen vertreten kann.

Beat Schäli, Rektor Schule Walchwil ZG

Im nächsten Teil wird das Mittelfeld vorgestellt. Wenn Sie dem Blog Schulführung folgen, verpassen Sie nichts.

Und hier gehts zur kompletten Forschungsarbeit: Die Schäli-Elf

Projektwoche «Elektrobo» – Robotik, programmieren, experimentieren in der Schule Bronschhofen

Der Lehrplan 21 stellt die Lehrerinnen und Lehrer auch im Bereich Informatik vor neue Herausforderungen. Plötzlich sind Roboter wie Thymios, Ozobots oder Bee-Bots ein Thema. Aber auch das Anwenden von Mini-Computern wie Calliope oder das Programmieren mit Scratch oder Lightbot im Unterricht muss erlernt sein.

Im Kanton St. Gallen gibt es für diese Themen in der 5. und 6. Primarklasse mit «Medien und Informatik» ein neues Schulfach, aber bereits in den unteren Klassen, beginnend im Zyklus 1, gilt es in diesem Bereich Kompetenzen aufzubauen.

Doch wie soll man Lehrpersonen dafür fit machen, die eigentlich keine grosse Affinität zu diesen digitalen Themen haben? Wie werden die Berührungsängste abgebaut? Unsere Schule hat sich dafür entschlossen, in die Offensive zu gehen. Wir organisierten eine Sonderwoche zum Thema «Roboter, programmieren, experimentieren» für alle knapp 350 Kinder unserer Schule. Dazu ist es nicht nötig, dass man «Informatikcracks» im Team hat – wir hatten die jedenfalls nicht. Was hingegen hilft, ist ein unkompliziertes Team mit der Offenheit, sich unverkrampft auf etwas Neues einzulassen.

Bereits bei der ersten schulinternen Weiterbildung, die uns mit den Möglichkeiten der auf dem Markt vertrauten Produkten bekannt machte, liessen sich auch skeptische Lehrpersonen begeistern. Beim Programmieren löst man Probleme, für die es anfänglich noch keine klare Lösung gibt – und zwar sehr spielerisch. Dies bereitete den Lehrpersonen aller Stufen grosse Freude. In Stufenteams einigte man sich über Inhalte, die in der Sonderwoche vermittelt werden sollten. Erfreut und erstaunt waren wir, wie viel Support wir für diese Woche von ausserhalb erhalten konnten. Da waren einerseits die Pädagogischen Hochschulen, die gerne Hand boten, aber auch verschiedene Stiftungen, die solche Unterrichtsaktivitäten unterstützen. Beispielsweise konnte günstig zusätzliche Hardware gemietet werden. Auch eine kostenlose Exkursion ins Verkehrshaus zur i-factory war möglich.

In Bronschhofen hat es Tradition, dass Projektwochen auch eine wichtige soziale Komponente haben. Schülerinnen und Schüler sollen sich untereinander besser kennenlernen, das Erleben und das handelnde Lernen sind zentral. Es zeigte sich, dass sich das gewählte Sonderwochenthema ausgezeichnet dafür eignete. Ausprobieren, experimentieren, das Arbeiten in Gruppen, das Erleben, dass genaues Arbeiten manchmal unabdingbar ist – die Schülerinnen und Schüler waren an allen Tagen mit innerem Feuer dabei. Sie lernten extrem schnell, die Stimmung in der Schule war ausgezeichnet. Besonders erfreulich war, dass auch Kinder, die ansonsten eher durch anspruchsvolles Verhalten auffallen, sich für die Thematik interessierten und intrinsisch motiviert mitarbeiteten. Die Unterrichtszeiten wurden freiwillig überzogen.

Angereichert wurde die Woche durch musische und kreative, thematisch abgestimmte Inhalte. Ein eigens getexteter Sonderwochensong wurde jeweils gemeinsam zum Tageseinstieg gesungen. Es gab Workshops zum Basteln und Gestalten von Mal- sowie Putzrobotern. Auch allerhand technische Experimente wurden durchgeführt.

Am Schluss der Woche konnte ohne viel Aufwand eine Werkschau für die Eltern und andere Interessierte organisiert werden. Die Kinder zeigten stolz das Erlernte und verblüfften ihre Angehörigen mit den neu erworbenen Kompetenzen.

Das selbstentdeckende Lernen im Bereich der Informatik ermöglichte auf spielerische Weise den Zugang zur digitalen Welt. Dies zog Mädchen und Jungs, Kindergärtler und 6. Klässler, Lehrerinnen und Lehrer gleichermassen in ihren Bann.

Hanspeter Helbling, Schulleiter Schule Bronschhofen

Die Schäli-Elf – Teil 1/4

Rektor Beat Schäli aus Walchwil ZG zeigt überraschende Parallelen in der Berufsausübung von Fussballtrainern und Schulleitern. Im Blog Schulführung gibt er während der Fussball-WM in einer vierteiligen Serie Einblick in seine Führungsphilosophie.

„You‘ll never walk alone“! Als Trainer und Schulleiter klingt dieser sagenumwobene Fangesang zwar auch wohlklingend in den Ohren, aber in dieser Führungsposition steht man oft alleine in der Coachingzone. Umso wichtiger ist es, dass man sich seines Tuns jederzeit klar bewusst ist. Und dieses Tun soll erfolgreich sein!

Auf den ersten Blick scheint ein Vergleich zwischen Führungspersonen in einem Sportverein oder einem nach unternehmerischen Grundsätzen geführten Grossklub mit der Schule absurd. Schulen gelten eher als träge staatliche Institutionen die es tunlichst vermeiden, durch schnelles Auswechseln der Führungspersonen in den Schlagzeilen zu landen. Menschen, kulturelle Verschiedenheiten und unterschiedliche Philosophien prägen an beiden Orten den Alltag und es ist mittlerweile unbestritten, dass sowohl Trainer als auch Schulleiter grossen Anteil am sportlichen Erfolg bzw. Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler haben.

Pep Guardiola, Ottmar Hitzfeld, Jürgen Klopp und Jogi Löw sind Meister ihres Faches. Sie sind Weltmeister im Erkennen von kleinsten Anzeichen von Unzufriedenheit, Rissen, Unstimmigkeiten im Team. Was können wir als Schulleiter von diesen Menschen, welche täglich im Rampenlicht stehen, lernen?

Auf ihren Aussagen und Gemeinsamkeiten gründend, entstand meine Führungsphilosophie aus elf Kriterien – die Schäli-Elf. Elf, die Zahl einer Fussballmannschaft. Im ersten Teil präsentiere ich Ihnen die Aufstellung im Tor.

Tor: Fehlerkultur

„Wie viele Fehlentscheidungen sind eigentlich erlaubt? Weil, wenn’s 15 sind, hast du noch eine frei.“

Jürgen Klopp zum Schiedsrichterassistenten

Wenn der Torwart einen Fehler macht, dann zeigt sich das meistens auf der Anzeigetafel. Er ist sozusagen das Letzte Glied in der Fehlerkette. Deswegen steht die Fehlerkultur bei der Schäli-Elf im Tor. Eine Schule ohne Fehler gibt es nicht. Erinnern wir uns an die eigene Schulzeit zurück. Wie oft hebt man den Arm in letzter Sekunde nicht, da die bevorstehende Antwort einem doch nicht ganz sicher erscheint? Deshalb gilt es eine Fehlerkultur zu entwickeln im Bewusstsein, dass Fehler passieren dürfen. Das zeigt sich auch in der Aussage von Jogi Löw: „Natürlich gibt es im Fussball manches Mal Einflüsse, dass sich diese Entscheidung am Ende doch als falsch herausstellt. Damit muss ein Trainer leben. Aber es ist wichtig, dass er sich in dem Moment, in dem er die Entscheidung trifft, alle Möglichkeiten überlegt hat und sich seiner Sache sicher ist.“

Beat Schäli, Rektor Schule Walchwil ZG

Die Schäli-Elf

Von der analogen zur digitalen Kommunikation

Marc Neuenschwander ist Schulleiter der Schulen Arth-Goldau, die sich seit 2009 in Kooperation mit der PH Schwyz als Projektschule im Bereich digitale Medien profiliert. In seiner MAS-Abschlussarbeit entwickelte er Handlungsempfehlungen für Schulleitende im Umgang mit digitalen Kommunikationsmedien, welche das Wohlbefinden im Umgang mit digitalen Kommunikationsmedien positiv beeinflussen können.

In den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren durchlief die Kommunikation innerhalb des Schulbetriebes einen enormen Wandel. Von der einst analogen Kommunikation (Schriftwechsel, Meldezettel, schwarze Bretter im Lehrerzimmer und Informationssitzungen) hat sich die Informationsweitergabe an Schulen vorwiegend auf digitale Medien und mit der Verbreitung von Smartphones auch in die Hosentasche verlagert.

 Schulleitende sind die Schlüsselpersonen, wenn es um die zu verwendenden Kommunikationskanäle an ihrer Schule geht. Sie bestimmen, wie oft, in welcher Form und auf welchen Kanälen informiert wird. Die Untersuchungen im Rahmen der Masterarbeit haben ergeben, dass sich Schulleitende bei der Bearbeitung der eigenen Kommunikationskanäle selber enorm unter Druck setzen, was oftmals zu Stress oder Unbehagen führt. Eine Auswahl der empfohlenen Handlungsweisen wird im Folgenden in Kurzform beschrieben:

 Flow im Arbeitsprozess

 Der optimale Zustand für das Schaffen, zu dem ein Mensch fähig ist, wird als Flow bezeichnet. Um diesen Flow zu erreichen, ist es erforderlich, dass man sich einer Aufgabe konsektuiv widmet, also ohne Unterbrechung, da man sich ansonsten jeglicher Chance beraubt, in den Zustand dieser Tiefenkonzentration zu gelangen. Um überhaupt eine Art von Flowgefühl zu erlangen, ist die Konzentration von mindestens 15 Minuten auf eine Aufgabe zwingend. Werden wir während unserer Arbeit gestört oder unterbrochen, benötigen wir wiederum erst 15 Minuten, bis wir wieder einen ähnlich produktiven Zustand erleben, wie vor der Unterbrechung. Deshalb empfiehlt es sich, während der Arbeit alle gängigen Signaltöne am Smartphone oder am PC auf stumm zu schalten, um mögliche Störquellen zu minimieren. Die Arbeitszufriedenheit steigt merklich, je länger man sich während eines Arbeitstages ungestört einer Tätigkeit widmen kann.

Arbeitszeiten von Lehrpersonen

 Viele Lehrpersonen leisten einen grossen Teil ihrer Arbeit auch an den Abenden oder an den Wochenenden. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass E-Mails die Schulleitenden auch rund um die Uhr und ausserhalb der normalen Bürozeiten erreichen. Die Beantwortung dieser E-Mails muss durch die schulleitende Person nicht sofort bei Erhalt erfolgen, sondern kann auch am nächsten Arbeitstag in Angriff genommen werden. Nur weil man die Möglichkeit hat, den E-Mailposteingang rund um die Uhr auf dem Smartphone abzurufen, bedeutet dies nicht, dass man die erhaltenen E-Mails deswegen lesen oder gar unverzüglich bearbeiten muss. Die wenigsten E-Mailinhalte sind dermassen wichtig, als dass sie nicht am folgenden Arbeitstag beantwortet werden könnten. In dringenden Notfällen wird mit Sicherheit nicht auf das Schreiben einer E-Mail, sondern auf das Telefon zurückgegriffen.

Bewirtschaftung von E-Mails

 Schulleitende setzen sich oft selber unter Druck, die erhaltenen E-Mails möglichst zeitnah zu beantworten. Der Vorteil bei der E-Mailkommunikation liegt genau darin, dass das Zeitfenster für die Bearbeitung in den meisten Fällen selbst gewählt werden kann. Die rollende Abarbeitung der eingehenden E-Mails und der damit verbundene Wunsch, das E-Mailpostfach möglichst leer zu kriegen, sind hierbei nicht förderlich für das Wohlbefinden. Das E-Mailposteingangsfach muss am Ende des Arbeitstages nicht leer sein. Die wenigsten E-Mails sind so wichtig, als dass sie innerhalb von 10 Minuten beantwortet werden müssten. Es empfiehlt sich zudem, die erhaltenen E-Mails nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu ordnen und diese dann entsprechend abzuarbeiten.

Umgang mit problembeladenen E-Mailinhalten

 Bei der schriftlichen Kommunikation mit E-Mail besteht die Gefahr, dass Inhalte aufgrund fehlender Mimik, Gestik und Betonung falsch verstanden werden können und auch zwischen den Zeilen gelesen wird. Aufgrund von Missverständnissen können so Probleme entstehen, welche im direkten Gespräch hätten vermieden werden können. In komplexen Problemlösesituationen soll in jedem Fall das direkte Gespräch der schriftlichen Kommunikation vorgezogen werden. Anstatt ankommende Mails mit komplexen Fragestellungen sofort zu beantworten, wird der Erhalt dieser kurz bestätigt mit dem Hinweis, dass eine Antwort zu gegebenem Zeitpunkt erfolgen wird. Dies reduziert den Druck, auf alle Anfragen unverzüglich eine Antwort bereit zu haben.

Bündeln von Informationen

 Informationen an das ganze Lehrerteam sollten durchdacht sein und der Versand nach Möglichkeit in regelmässigen Abständen erfolgen. Statt jede wichtige Information unverzüglich in einem eigenen Mail an die ganze Lehrerschaft zu versenden, bewährt es sich, die Mitteilungen zu sammeln und diese in regelmässigen Abständen als Infomails, Teaminfo oder Wochenmail zu versenden. Mit dieser Massnahme kann die Datenflut und vor allem die Anzahl E-Mails enorm reduziert werden, zudem befinden sich alle Mitarbeitenden gleichzeitig auf dem neuesten Informationsstand. Die Infomails werden umso mehr gelesen, wenn sie nicht nur informieren, sondern auch persönliche Ansichten (Lob, Freude, Rückmeldungen zu aktuellen Projekten) enthalten.

Quasi als Extrakt der Forschung auf dem Gebiet der digitalen Kommunikation konnten aufgrund der Erkenntnisse viele weitere Handlungsempfehlungen für Schulleitende abgeleitet werden. Diese Tipps von der Praxis für die Praxis sind im Kapitel 7.2 in der Abschlussarbeit „Von der analogen zur digitalen Kommunikation“ niedergeschrieben und stehen allen interessierten Personen zum Lesen zur Verfügung.

Masterarbeit Schulinformationssystem

Marc Neuenschwander, Schulleiter Schulkreis Arth SZ

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Im Gespräch findet man gute Lösungen

Am Netzwerktreffen für Schulleitungen des VSLZH vom 30. Mai 2018 haben sich über 50 Schulleiterinnen und Schulleiter Zeit genommen, gute Ideen, Erfolgsrezepte, Sorgen und ungelöste Fragen zum neu definierten Berufsauftrag auszutauschen.

Trudi Müller Blau, Manuel Schläpfer, Jörg Berger, Thomas Ruppaner und Michael Jud haben den Berufsauftrag aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und von ihren Erfahrungen, Ideen und Erkenntnissen als Schulleiterin und Schulleiter berichtet.

Die Referentin und die Referenten sind sich einig: Die Einführung der Jahresarbeitszeit und das Umdenken dahin, dass die Lektionen Bestandteil des Pensums sind und nicht alleine das Pensum definieren – das braucht Zeit.

Gute Erfahrungen werden gemacht, wenn es in den einzelnen Schulen gelingt, die gesetzlichen Vorgaben mit grosser Flexibilität und einer vertrauensvollen Grundhaltung den lokalen Gegebenheiten in den einzelnen Schulen anzupassen.

Sowohl Trudi Müller Blau als auch ihre Kollegen sind überzeugt, dass im persönlichen Gespräch immer passende Lösungen im Rahmen der Möglichkeiten gefunden werden können. Dazu benötigen Schulleitungen sehr viel Zeit und ein grosses Wissen, wie der Berufsauftrag funktioniert. Eine Investition, die sich lohnt – darin sind sich alle einig.

Der neu definierte Berufsauftrag als Planungsinstrument ist aus Sicht der Schulleiterinnen und Schulleiter eine Hilfe und schafft Transparenz in der eigenen Schule um dafür zu sorgen, dass Arbeiten fair auf die Lehrerinnen und Lehrer verteilt werden. Und man ist sich an diesem gewitterhaften Abend auch einig, dass noch lange nicht alle Fragen geklärt sind und Nachbesserungen nötig sind.

Das Fazit des Abends ist klar: Wir Schulleitungen haben es in der Hand! Geben wir uns Zeit für die Umsetzung, begegnen wir unseren Lehrerinnen und Lehrern vertrauensvoll und verlieren uns nicht in Tabellen, Berechnungen und Details, suchen flexible und pragmatische Lösungen für unsere Schulen vor Ort und weisen mit Konsequenz und Ausdauer auf noch bestehende Fehler und Unklarheiten hin um die Idee des Berufsauftrages zu einer guten und sinnvollen Idee für alle Beteiligten zu machen!

Karin Zulliger, Mitglied der Geschäftsleitung des VSLZH und Schulleiterin der Primarschule Uster ZH