Wertschätzende Schulführung – nicht nur im Advent

Es sind die kleinen Dinge, die Wertschätzung hervorzaubern. Zwischendurch miteinander Lachen, gemeinsam anspruchsvolle Situationen aushalten und füreinander da sein. Es gibt kein Patentrezept. Was für die eine Person gilt, muss bei der anderen nicht stimmig sein. Beat Schäli und Stephanie Kälin sind sich über wertschätzende Führung in deren Schulen einig.

Beat Schäli, Rektor der Schule Walchwil, erlebte in den vergangenen Jahren in der wertschätzenden Schulführung eine Tugend besonders hilfreich – die Demut: Eine Demut, die sagt, dass es Sachen gibt, die grösser und wichtiger sind als die eigene Person und das Renommee. Diese Tugend hat nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, sondern damit, Gegebenheiten zu akzeptieren, ohne sie zu werten. Das hilft im Umgang mit Menschen und im Schulalltag geht es bekanntlich immer um Menschen.

Wertschätzend führen, indem man aufeinander zugeht

Lehrpersonen sind der wichtigste Faktor für erfolgreiches Lernen. Sie verdienen Respekt, Vertrauen und ein offenes Ohr. Durch die Präsenz im Schulhaus und in den jeweiligen Klassenzimmern erhalten diese Worte das notwendige Gewicht. Mindestens einmal die Woche, idealerweise nach dem Wochenende, begrüsse ich die Lehrpersonen persönlich. Man nimmt ihr Wohlbefinden wahr und kann Sorgen und Ängste, aber auch Erfreuliches aufnehmen. Diese Zeit ist für mich eine wichtige Investition, gerade auch für Zeiten, wo es nicht so besinnlich zu und hergeht.

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Wertschätzung in der Führung – eine Idee von vielen Ideen

Welche Führung braucht ein Schulteam, um Wertschätzung zu erfahren und Eigenverantwortung zu übernehmen? Theres Odermatt, Schulleiterin des Zentrums Turmatt in Stans, teilt ihr persönlichen Gedanken.

In den letzten Monaten beschäftigt mich der Wert Demut in der Führung. Wenn ich im Freundeskreis dieses Wort in den Mund nehme, wird schnell klar, dieser Wert ist veraltet und vergraut. Heute brauche es Mut, hinzustehen, Ergebnisse sind gefragt, Standhaftigkeit bringt Erfolg oder überspitzt gesagt brauchts „Dominanz“ in der Führung? Oder ist die Balance zwischen all dem und „in der Demut“ leben eine der grössten Herausforderungen in der Führung?

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Wertschätzende Schulführung – Adventskalender selber machen

Mit einem Dankeschön, Teamanlass oder wie in der Schule Rheinfelden mit einem Ritual verbunden, kann Wertschätzung gezeigt werden. Schulleiterin Annette Wirz beschreibt in unserer Themenreihe, wie sie in ihrer Schule Wertschätzung kreativ ausdrückt.

Seit 14 Jahren erhält jede Lehrperson und auch alle Personen, die in irgendeiner Form in meinem Schulkreis arbeiten, einen persönlichen Adventsreim. Dies geschieht in Form eines Adventskalenders.

Im Flur zum Lehrerzimmer hängt jeden Tag im Dezember an einer eigens dafür vorgesehenen adventlich geschmückten Tafel ein gereimter und handgeschriebener Vers für eine Person (meistens natürlich mehr, da wir bis zu 40 Personen in Schulkreis sind). Der Vers drückt in Reimform meine Wertschätzung für die betreffende Person aus. Der Reim ist für alle sichtbar, die ins Lehrerzimmer gehen (nicht jedoch öffentlich zugänglich) und bleibt den Tag über, hängen. Die Lehrperson darf sich noch einen mit Süssigkeiten gefüllten Stiefel von der Adventskalenderleine nehmen. Der Vers wird von mir dann am nächsten Tag ins Fach der betreffenden Person gelegt.

Die ganze Zeit bis zum Schuljahresabschluss stehen die Lehrpersonen neugierig jeden Morgen um die Reime herum und lesen, schmunzeln (manchmal vielleicht auch über meine zu «drolligen» Reime) und können es teilweise kaum erwarten, bis ihr Vers an der Tafel hängt. Jede Mitarbeitende, jeder Mitarbeitende rückt für einen Tag gezielt in den Fokus aller Mitarbeiter und fühlt sich deutlich wahrgenommen und wertgeschätzt.

Ich selbst habe grosse Freude, die Verse zu schreiben und fange bereits jährlich im Oktober damit an. Ein lieb gewonnenes Ritual, das weder die Lehrpersonen noch ich missen möchten. Und nein, es fällt nicht immer leicht, zu jeder Person wertschätzend und gehaltvoll etwas zu schreiben, aber es gelingt.

Annette Wirz, Schulleiterin Schule Rheinfelden

Lesen Sie auch unseren vorherigen Artikel zur Themenreihe «Wertschätzende Schulführung»: Wenn Schulen Weihnachtslieder in der Adventszeit singen.

Bild: pixabay.com

Offener Brief an die Wertschätzung

Menschen brauchen mehr Wertschätzung, wenn sie belastet oder unsicher sind. Stimmt diese These? «Wertschätzung» ist eines der Lieblingsthemen von Bea Sager, Rektorin der Schule Sarnen. Sie schreibt ihre Gedanken in Form eines Offenen Briefes.

Liebe Wertschätzung

Über dich wird viel geschrieben und geredet. Denn wir alle wissen, du bist wichtig für ein gutes Arbeitsklima, bist die Essenz einer sinnstiftenden Arbeit und wohltuend für die Gesundheit. Dem stimme ich durchaus zu. Oft wird jedoch ein Aspekt vergessen.

Es geht um Erwartung. Ich bin verantwortlich für meine Gesundheit, mein Wohlergehen. Erst wenn ich mein Wesen, meine Gedanken, Taten und Arbeit wertschätze, bin ich erfüllt. Wenn ich aber leer bin und von andern erwarte, dass sie mein inneres Vakuum mit dir füllen, setzt ein ungesunder Kreislauf ein: Du wirst wahrscheinlich nicht in der Form erscheinen, wie ich dich erwarte. Ich fühle mich schlecht und minderwertig, meine innere Leere wird grösser und das Verlangen nach Anerkennung wächst. Meine Erwartungen können also nur enttäuscht werden.

Ja, du hast mit Achtsamkeit zu tun. Unser Lebensauftrag ist, zu uns selber Sorge zu tragen und zu achten, uns selber zu vertrauen und gern zu haben. Unser Auftrag als Führungsperson baut darauf auf:

  • Nur wenn wir zu uns selber Sorge tragen, können wir andern Kraft geben.
  • Nur wenn wir uns selber achten, können wir andere mit Würde behandeln.
  • Nur wenn wir uns selber vertrauen, können wir andern Zutrauen schenken.
  • Und nur wenn wir uns selber gern haben, können wir andern echte Zuneigung geben.

Einmal mehr: Es beginnt bei uns selber. Also weg von der Nabelschau und hin zum grosszügigen Verschenken von dir. Und das ist bubi-einfach: Wir freuen uns, einander zu sehen, gehen freundlich und respektvoll miteinander um, sagen was wir aneinander schätzen, sind grossmütig, gehen auf Schulbesuch, begegnen uns auf Augenhöhe… Also keine grossen Geschichten. Einfach machen. Ohne Erwartung. Und du, meine liebe Wertschätzung, vervielfachst dich, wenn wir verstehen, dass unsere Freude im Erschaffen liegt und nicht in den Nachwirkungen.

Liebe Grüsse

Béa Sager, Rektorin Schule Sarnen

Wertschätzung im Schul(leitungs)alltag

Oft kritisieren Angestellte mangelnde Wertschätzung von Vorgesetzten. Dies kritisieren auch Lehrpersonen. Wie lässt sich dieses Phänomen erklären?

Es ist eine anthropologische Konstante, dass Wertschätzung ein zentrales Bedürfnis und etwas vom Wesentlichen im Zusammenleben und -arbeiten ist. Menschen brauchen noch mehr davon, wenn sie belastet oder unsicher sind.

Oliver Sprecher ist Gesamtschulleiter der Primarstufe Reinach in Basel und Mitglied eines 5-köpfigen Schulleitungsteams. Das Team hat sich intensiv mit der Form von Wertschätzung auseinandergesetzt und sich folgende Fragen gestellt:

Welche ist unsere gemeinsame innere Haltung anderen gegenüber? Wie drücken wir authentische Wertschätzung unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber aus (unabhängig von Taten oder Leistungen)? In welcher Form nützt sie ihnen? Ist Wertschätzung etwas Einseitiges?

Wir haben auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des Weiterbildungsschwerpunkts zur Beziehungskompetenz gefragt, was Wertschätzung für sie bedeutet und uns darüber ausgetauscht.

Was Wertschätzung unter Leitungspersonen und Mitarbeitenden bedeutet

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Wie ein Pinguin im Wasser zu einer wertschätzenden Führung

Ein Workshop der Themenreihe «Motiviert und gestärkt in der Schule» an der PHZH beschäftigte sich mit «wertschätzender Führung». In der Vorbereitung fragte sich Andrea Hugelshofer: Wie gestalte ich einen Workshop zu einem Thema, bei dem sich die meisten einig sind, dass es wichtig ist? Und zu einem Thema, dass im Alltag doch gerne wieder vergessen geht, weil aktuelle Schwierigkeiten gemeistert werden müssen?

Ich erinnerte mich an eine Geschichte von Eckhart von Hirschhausen, Moderator und Comedian, in der es darum geht, «im Element zu sein», dort zu sein, wo «es flutscht», wie er es in einer seiner Fernsehsendung nennt.

Wenn es in der Schule «flutscht», dann verstärken sich das körperliche und psychische Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler, der Lehrpersonen und der Schulleitung sowie die Unterrichtsqualität gegenseitig. Es entsteht ein positives Schulklima. Ein wichtiger Beitrag der Schulleitung hierbei kann Wertschätzung im Alltag sein – sich selbst, den Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern gegenüber.

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Innovationen, die um die Welt gehen

Dank Spotlight Switzerland reist eine 14-köpfige Gruppe von innovativen Lehrpersonen und Schulleitungen an den dreitägigen HundrED Innovation Summit in Helsinki. Remo Schnellmann, Klassenlehrer einer altersdurchmischten Mittelstufenklasse und Pädagogischer ICT-Supporter der Schule Knonau berichtet von den vielen inspirierenden Eindrücken der Konferenz.

Gebannt steht das kleine Mädchen auf der Bühne. Neben ihr ragen gigantische Dinosaurierskelette in die Höhe, die einem vor Millionen von Jahren in Angst und Schrecken versetzt hätten. Die Dinosaurierknochen sind es aber nicht, die sie etwas nervös machen. Es sind die etwa 250 Zuhörerinnen und Zuhörer, die im Naturhistorischen Museum in Helsinki gespannt auf ihre Worte zur Eröffnung des HundrED-Summits 2019 warten.

In ihrer eleganten Bluse, dem Jäckchen und den glitzernden Ballerinas wirkt die 10-jährige Marigold Mioc, zumindest äusserlich, eher wie eine prominente Rednerin als wie eine normale Schülerin.

Sie ist aus Kanada an den HundrED-Kongress nach Finnland gereist, um als Botschafterin der Lernenden ihre Gedanken und Wünsche mit Entwicklern, Investoren und Personen aus der Bildung zu teilen. Aus ihrer Sicht erklärt sie, wie sich die Schule entwickeln soll, damit sie nicht so endet wie die mächtigen Dinosaurier rundherum: angsteinflössend, trocken und ausgestorben. Innovationen, die um die Welt gehen weiterlesen

Schulentwicklung: In grossen Schritten vorangehen und Schülerinnen und Schüler einbeziehen

Im Bildungswesen stehen laut Dani Burg tief greifende Veränderungen an. Es gehe nicht darum, da und dort etwas zu optimieren, sondern es gehe darum, die Schule neu zu denken. Wie breit, tief und schnell Veränderungen angepackt werden sollen, beantwortet Burg.

«Ein bisschen rechts abbiegen geht nicht.»

Fritz Zaugg, Experte für Schulung, Beratung, Projektbegleitung, spricht es mit diesem Zitat an. Eine tief greifende Veränderung in einem Bereich kann nicht isoliert angegangen werden. Sie ruft nach weiteren Veränderungen in anderen Bereichen. Zum Beispiel: Wenn es eine Schule ernst meint, dass sie selbstorganisiertes Lernen entwickeln, ruft dies selbstverständlich nach Veränderungen bezüglich Rollenverständnis der Lehrpersonen, Dokumentieren des Lernens, Stundenplanung, Einrichten der Schulräume, Elternarbeit, Definieren von Lehrerinnen- und Lehrerpensen oder Beurteilen.

Im Idealfall trifft eine mutige Führung (Behörde und Schulleitung), auf Anregung einer mutigen Basis, einen Entscheid mit weitreichenden Konsequenzen. Die ersten Schritte zur Umsetzung werden innerhalb kurzer Zeit angepackt. Die Phase der Verunsicherung aller Beteiligten bezüglich Ausrichtung der Schule ist dadurch kurz. Schulangehörige, die nicht hinter der Entwicklung stehen, können eine Stelle suchen, die ihnen besser entspricht.

Für eine solche Art von Entwicklung eignet sich die Methode des Projektmanagements schlecht. Eine mutige Gemeinschaft entwickelt eine Perspektive und hält es aus, dass nicht im Voraus alle Teilschritte definiert werden können.

Entwicklungen im kleineren Rahmen

In vielen Schulen gibt es mindestens eine einflussreiche Gruppe, die sich nicht auf tief greifende Veränderungen einlässt. In solchen Situationen kann es sinnvoll sein, dass Pioniergruppen mit einer klaren Perspektive und mit Begeisterung in der Entwicklung vorangehen.

Im günstigen Fall motivieren die Leistungen der Pioniergruppen weitere Schulangehörige zum Mitmachen. Wenn tragende Kräfte aus verschiedenen Lagern starr auf ihren Positionen verharren, kann es auch zu einer Spaltung des Kollegiums kommen. Dies führt oft zu kräftezehrenden Konflikten.

Keine wesentlichen Veränderungen «von oben»

Grosse Schulen – geschweige denn kantonale Bildungssysteme – sind derart komplexe Gebilde, dass sie meines Erachtens «von oben» keine nachhaltigen Veränderungen auslösen können. Wirkliche Veränderungen passieren in der Regel nur durch Impulse aus der Basis.

Sprudelnde Ressourcen

Oft sind engagierte Lehrpersonen und Schulleitungen mit dem Alltagsbetrieb bereits ausgelastet. Für tief greifende Veränderungen fehlen ihnen die Kräfte. Dabei wird meistens die naheliegendste Ressource komplett übersehen: die engagierten Schülerinnen und Schüler. In jedem Schulhaus gibt es zahlreiche Jugendliche, die sich auf Veränderungen einlassen und bereit sind, mit Begeisterung Verantwortung zu übernehmen. Bewährt haben sich zum Beispiel diese drei Vorgehensweisen:

1. Die Schülerinnern und Schüler indirekt einbeziehen:

Schülerinnen und Schüler schaffen den Lehrpersonen Freiräume für Entwicklungen.

Diese können nur in Teams angegangen werden. Eine intensive Teamarbeit braucht grosszügige Zeitgefässe. Alle diese Gefässe in der unterrichtsfreien Zeit anzusetzen, ist nicht in jeder Gemeinde möglich.

In der Realschule (Sek C) Niederwil AG findet das Lernen in altersdurchmischten Lerngruppen statt, teilweise geleitet von einem Schüler oder einer Schülerin aus der 3. Klasse. Diese Organisationsform begünstigte entlastende Arbeitsformen im Schulhaus. Zum Beispiel: Mehrmals übernahmen die Gruppenleitungen (betreut von mir als Schulleiter) die Gestaltung einer Doppelstunde für die ganze Realschule. In dieser Zeit arbeitete das Lehrerinnen- und Lehrerteam mit dem externen Experten, Fritz Zaugg, zusammen, an den nächsten Entwicklungsschritten.

2. Die Schülerinnen und Schüler direkt einbeziehen

Wenn ich den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe begegne, sind sie gerne bereit, über den Schulbetrieb nachzudenken und sich in Entwicklungen einzubringen. In bester Erinnerung bleiben mir zum Beispiel solche Sequenzen aus der Oberstufe Niederwil AG:

  • Klässlerinnen und Klässler bewerben sich um eine Gruppenleitung im nächsten Schuljahr. In der Auswahlgruppe machen 9. Klässlerinnen und Klässer mit. Die Lehrpersonen profitieren von den Erfahrungsberichten der älteren Schülerinnen und Schüler.
  • Ältere Schüler unterstützen die Lehrpersonen bei der Ausgestaltung eines altersdurchmischten Berufswahlprozesses.
  • Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der Entwicklung eines Lernjournals.

3. Die Schülerinnen und Schüler über den Schulbetrieb und die Entwicklungen berichten lassen

Ich werde häufig an Tagungen und Weiterbildungen eingeladen, um über Erfahrungen mit Veränderungen zu berichten. Es bewährt sich ausgezeichnet, dass Schülerinnen und Schüler aus meinen aktuellen Klassen einen wesentlichen Teil des Beitrages übernehmen.

Beispiel: Kürzlich führte eine Volksschule des Kantons Luzern eine interne Weiterbildung zum Thema «Neue Autorität» durch. Eine Schülerin und zwei Schüler aus unserer jetzigen 2. Klasse der Sek C und Sek B berichteten, wie wir in Niederlenz AG an den Themen «Unterstützungssystem», «Beziehung» und «Transparenz» arbeiten. Sie äusserten sich klar und authentisch. Nach kurzer Zeit waren wir in einem regen Austausch mit dem Kollegium.

Regelmässig erlebe ich bei solchen Veranstaltungen, dass die Worte der Schülerinnen und Schüler bei den Teilnehmenden mindestens das gleiche Gewicht haben wie die Worte der Erwachsenen. Und dass ihre Beiträge Mut machen, Entwicklungen anzugehen.

Ich wünsche Ihnen Mut und Energie, Veränderungen anzupacken.

Dani Burg, Klassenlehrer, Realschule Niederlenz AG

Bereits im Blogbeitrag «Die Schule erstickt – Mutige Projekte zur Befreiung» vom 18.10.2018 führte Dani Burg die tief greifenden Veränderungen im Bildungswesen aus.

Quellen:

u.a: Fritz Zaugg – Schulung, Beratung, Projektbegleitung – Steffisburg

Mark Fry, Lehrer im Schulverband Reusstal AG

Literaturhinweise:

Dani Burg: «Die Schule erstickt – Mutige Projekte zur Befreiung»

Link mit Leseprobe: https://www.rex-buch.ch/Artikel/Die-Schule-erstickt-Burg-Dani/4858/

Hammer, Kaduk, Osmetz, Wüthrich: «Musterbrecher – Die Kunst das Spiel zu drehen»

Bild: zVg

Wir Schulleitungen sind Leistungssportler

Seit 11 Jahren bin ich Leistungssportler. Von morgens früh bis abends spät begegne ich Schwierigkeiten, Widerständen, Grenzen und Konflikten – eigene und die der anderen. Über all die Jahre ist mein Bewusstsein für die Komplexität von Zusammenarbeit gewachsen. Inzwischen bin ich ein Jongleur der Bedürfnisse meines Kollegiums. Dies sind meine Erkenntnisse nach den ersten Minuten Onlinereferat – wie schmeichelhaft!

Robert Jautschus ist seit 33 Jahren Trainer, Berater und Coach. Die Methode der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg (GfK) und das Webinar «Teamarbeit und Teambildung» der Schilf Akademie verbindet uns – er in der Rolle als Referent, ich als Moderator. Seine anerkennenden Worte zur Einleitung holen mich und rund 40 weitere Schulleiterinnen und Schulleiter ab.  Wir alle sind eingeloggt im virtuellen Webinarraum und verfolgen gebannt Herrn Jautschus Ausführungen.

3 Thesen stehen im Mittelpunkt: Wir Schulleitungen sind Leistungssportler weiterlesen

These #2: Über Neugier und Strukturen – MacGyver und der Stundenplan

#2 «Über Neugier und Strukturen» lautet der zweite von drei Texten, die Philipp Zimmers pädagogisches Denken und Handeln in den letzten Jahren umschreiben.  #3 «Über Scheitern und Skills» ergänzt die ersten beiden Beiträge und wird in einem weiteren Blogbeitrag behandelt.

Als ich ein Kind war, lief im frühen Abendprogramm regelmässig eine Fernsehsendung namens «Curiosity Show», moderiert von Deane Hutton und Rob Morrison. Zwei synchronübersetzte Australier zeigten kindgerecht, geduldig und in pädagogisch wertvoller MacGyver-Manier, wie man aus einer Hand voll Utensilien, die man als Kind in der Küche oder im Keller seiner Grossmutter finden konnte, U-Boote, Helikopter, Rennautos oder ähnliches bauen konnte, das tatsächlich seinen Dienst tat. Dabei erklärten sie die Wirkung naturwissenschaftlicher Phänomene so, dass es meine kindliche Neugierde weckte, ich unzählige Fragen hätte stellen wollen und ich nicht mehr aufhören wollte zu tüfteln.

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