Wertschätzung in der Führung – eine Idee von vielen Ideen

Welche Führung braucht ein Schulteam, um Wertschätzung zu erfahren und Eigenverantwortung zu übernehmen? Theres Odermatt, Schulleiterin des Zentrums Turmatt in Stans, teilt ihr persönlichen Gedanken.

In den letzten Monaten beschäftigt mich der Wert Demut in der Führung. Wenn ich im Freundeskreis dieses Wort in den Mund nehme, wird schnell klar, dieser Wert ist veraltet und vergraut. Heute brauche es Mut, hinzustehen, Ergebnisse sind gefragt, Standhaftigkeit bringt Erfolg oder überspitzt gesagt brauchts „Dominanz“ in der Führung? Oder ist die Balance zwischen all dem und „in der Demut“ leben eine der grössten Herausforderungen in der Führung?

Seit ich durch mein Team herausgefordert werde, genau hinzuhören, zu verstehen, nicht gleich zu rechtfertigen, Sichtweisen stehen zu lassen, darin etwas zu ruhen und mich zurück zu nehmen, wird das Klima im Schulzentrum ruhiger und gelassener. Etwas mehr Langsamkeit kehrt ein. Es reift eine Klarheit. Es reift die Stärke des anderen, welcher plötzlich Schritte machen kann, welcher Einsicht gewinnt, welcher ohne Konkurrenzkampf einsteigen kann in eine selbsterrungene Klarheit. Es wächst die Achtsamkeit durch meine gelebte Demut.

Wird nicht damit das Gegenüber gestärkt, Reflexion angestossen und Eigenverantwortung ermöglicht? Ist das auch Wertschätzung? Ich glaube sehr. Ich lerne zusammen mit dem Team, langsam und stetig. Führung hat eine dienende Komponente. Ich erlaube mir etwas zurückhaltende Bescheidenheit. Etwas mehr Ruhe breitet sich aus, passend zur Jahreszeit.

Und vor Weihnachten gibt’s ein Bier um vier. Feiern wir diese Gelassenheit! Führung ist einsam und doch passiert sie gemeinsam.

Theres Odermatt, Schulzentrumsleitung Turmatt, Stans

2 Gedanken zu „Wertschätzung in der Führung – eine Idee von vielen Ideen“

  1. Liebe Thjeres Odermatt, das spricht mir sozusagen aus der Seele.
    Die LP wollen gehört und wahrgenommen werden und wie beschrieben durch das Annehmen und genau zuhören, das Stehen lassen auch abwarten der Gedanken und Reaktionen die dann kommen, so geschieht Wertschätzung.

    1. Guten Tag Annette (ich duze einfach)
      Ich danke dir für deine Zeilen, verstanden zu werden ist ein stärkendes Gefühl, das ist so zwischen uns
      Ich wünsche dir eine behagliche Zeit
      Theres

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