Leaders in Exchange – Ein Perspektivenwechsel, der verbindet!

Wie funktioniert Führung in Schule und Wirtschaft? Wie muss sich Führung zukünftig verändern und was können beide Seiten voneinander lernen? Der Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Zürich (VSLZH) lanciert das Angebot «Leaders in Exchange – Zukunftsfähige Führung in Schule und Wirtschaft». Anja Herde stellt das Projekt vor.

Bildung und Wirtschaft stehen vor grossen gesellschaftlichen Herausforderungen, durch die sich unsere «Lern- und Arbeitswelt hochdynamisch, exponentiell beschleunigt verändern wird»[1]. Wie können sich Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen zukunftsfähig aufstellen? Vor allem Führungspersonen dieser Systeme sind angehalten, den Wandel aktiv zu gestalten und neue Herangehensweisen sowie Lösungswege zu entwickeln. Oft stehen sich jedoch Führungspersonen ihren Herausforderungen allein gegenüber. Wie können wir also Bildung und Wirtschaft enger verzahnen, Silos öffnen und Potenziale für die Zukunft freisetzen?

Das Angebot «Leaders in Exchange» in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich) und Economiesuisse bringt Zürcher Schulleitungen und Manager aus Unternehmen in Tandems zusammen, um sich genau diesen Fragen zu widmen, sich über Führung und die Weiterentwicklung ihrer Organisation auszutauschen. Sarah Knüsel, Schulleiterin und Präsidentin des VSLZH unterstützt das Projekt von Beginn an: «Ob in einer Profit oder Non-Profitorganisation, gute Führung unterscheidet sich kaum. Ein Austausch unter erfahrenen Teamleadern ist sehr wertvoll, bereichernd und immer spannend.»

Sarah Knüsel
Sarah Knüsel, Schulleiterin und Präsidentin des VSLZH

Bereits von 2012-2014 wurde die Projektidee mit der PH Zürich im Kanton Zürich erfolgreich pilotiert. Das Projekt soll ab 2020 in entwickelter Form erneut starten.

Peter Gerber
Peter Gerber, Leiter der Sekundarschule Mettmenriet in Bülach

Peter Gerber, Leiter der Sekundarschule Mettmenriet in Bülach nahm an dem Pilotprojekt teil und fasst seine Erfahrungen so zusammen: «Der Austausch mit meinem Tandempartner hat eine Entwicklung eingeleitet. Ich bin offener geworden und auch die Schule öffnet sich nun mehr nach aussen. Meine Erwartungen wurden übertroffen.»

Auch Unternehmen schätzen das Projekt «Leaders in Exchange»

Jaqueline Spühler, Corporate Citizenship bei IBM hat für den Piloten Manager gewonnen und reflektiert:

Jacqueline Spühler
Jaqueline Spühler, Corporate Citizenship bei IBM

«Unsere Manager waren rundum begeistert. Besonders gefallen haben die Einblicke in Ungewohntes und dann festzustellen, dass die beiden Welten sich gar nicht so fremd sind.»

Dies bestätigt Alain Gut, Manager von IBM: «Es war einer der besten und spannendsten Erfahrungen, die ich gemacht habe! Besonders interessant waren für mich die neuen Insights in die Welt der Schule und die anspruchsvolle Aufgabe einer Schulleitung».

Alain Gut und Judith Benz, Schule Gabler, Zürich

Der Blick über den Tellerrand eröffnet Möglichkeiten zur persönlichen und organisationalen Entwicklung und zur Vernetzung mit Unternehmen als wichtige Stakeholder. Weitere Infos zum Projekt und zur Anmeldung finden Sie hier.

Anja Herde, Projektleiterin Leaders in Exchange, Verband Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Zürich

[1] https://www.bmbf.de/de/gesellschaftliche-herausforderungen-2030-931.html

Bilder: zVg

2 Gedanken zu „Leaders in Exchange – Ein Perspektivenwechsel, der verbindet!“

  1. Was für eine tolle Initiative mit viel Potential zur Weiterentwicklung auf beiden Seiten.
    Manchmal hat man ja ein fixes Bild im Kopf, wie Führung aussieht in Unternehmungen und in der Schule. Vielleicht sind CEO’s auch überrascht von der Vielseitigkeit der Aufgaben als Schulleiter*in mit Administration, Organisation, pädagogischen Aufgaben, personeller Planung etc.
    Und Schulleiter*innen können reflektieren über das Miniuniversum Schule, das sich deutlich mehr öffnen muss in Richtung Wirtschaft.

    Sehr spannend und inspirierende Innovation für Schulleiter.

    1. Liebe Frau Reuls
      Herzlichen Dank für Ihr so positives Feedback zum Projekt und die unterstützenden Worte! Genau dieses Lernpotential wollen wir auf beiden Seiten heben. Es braucht einfach mehr Kollaboration zwischen Schule und Wirtschaft für mehr gegenseitiges Verständnis – nicht zuletzt, um Kinder und Jugendliche besser auf ihre Zukunft und neue Arbeitswelt vorbereiten zu können.

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