Bildungsreise nach Glasgow – Professional Learning and Leadership

Ein ausgewählter Kreis der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH), des Volksschulamts (VSA) und des Verbands der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Zürich (VSLZH) machten sich auf den Weg nach Schottland (23.-27.4.19), um mit Vertretern des Scottish College of Educational Leadership (SCEL) über die Professionalisierung der Schulleitungen auszutauschen. Weitere Programmpunkte sind Meetings mit diversen Head Teachers, einem Vertreter der Schulleitergewerkschaft (AHDS), Local Authorities, Schulbesuche und einer Dozentin der School of Education an der Universität Glasgow.

In der folgenden Sketchnote sind die wichtigsten Erkenntnisse des ersten Tages festgehalten. Die Ausbildung der Head Teachers ist sehr strukturiert aufgebaut. In verschiedenen aufbauenden Modulen wird der Fokus auf Schulentwicklung, Selbstevaluation, Zielorientierung, 360 Grad Feedback, Organisation und Change Management gelegt.

Die schottischen Schulleitungen haben in etwa ähnliche Herausforderungen wie wir: Lehrermangel, kürzere Budgets, Kürzung der Ressourcen und Schulreformen. Die Association of Headteachers and Deputes Scotland (AHDS) setzt sich analog des VSLZH für die Verbesserung der Bedingungen ein. Dazu kommt noch eine besondere Herausforderung auf sie zu, nach den neusten Studien, ist der Beruf des Headteachers nicht sehr attraktiv, es fehlt an motivierten Leuten, die die Ausbildungen besuchen möchten.

Die Reise geht weiter nach Falkirk. Vertretung der Local Authorities und Schulleitungen stellen uns diverse Ausbildungsprogramme konkret vor:

To lead or not to lead: Programm für Class Teachers
Dare to Care: Sekundarlehrpersonen
Middle Leadership: für Lehrpersonen, die einen Master anstreben (Deputy Teachers)
Headteacher Leadership: Aus- und Weiterbildung für Headteachers

Anschliessend besuchen wir mit dem Bus vier verschiedene Schulen in Falkirk Council. Die Grangemouth High School, wo fleissig getwittert wird. Danach zur Sekundarschule Bo’ness Academy. Weiter ging es zur Maddiston Primary. Nach dem Mittagessen besuchten wir als letztes die Easter Carmuirs Primary School.

Jeder Headteacher stellte uns kurz die Schule und die Ziele der Schule vor. Alle Headteachers sind im Programm Headteachers Leadership. Alle Schulen arbeiten mit Aims und Values und die Schulentwicklung und Leadership sind sehr sichtbar. Der Einbezug der Mitarbeitenden in die Schulentwicklung ist bemerkenswert.

School of Education – University Glasgow

An der University of Glasgow wird uns das IN Headship Programme für angehenden Principals vorgestellt. Im Schulsystem Schottland hat es mehrere Hierarchiestufen als bei uns. Der Headteacher (Schulleiter) hat je nach Grösse der Schule, weitere Lehrpersonen mit Kaderfunktionen (Principal Teachers, Deputy Teachers) unter seiner Führung, die wiederum Führungsverantwortung in Projekten übernehmen.

Die Bildungsreise hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Gemeinsam mit der PHZH und dem VSA unterwegs zu sein, sich bei Whisky und Abendessen (!) kennenzulernen, zu verstehen und auszutauschen, ist für den Alltag und meine Arbeit im Schulleiterverband wertvoll.

Ich finde es sehr sinnvoll, auch international in den Austausch zu gehen und von den «best practice» zu lernen. Die Verbindung von Pädagogik und Führung hat mich sehr beeindruckt sowie Inhalte der Schulleiterausbildung zum Thema Reflexion, 360 Grad Feedback und wie die Teams auf den gemeinsamen Schulentwicklungsweg genommen werden.

Der Austausch mit den Teilnehmenden der PHZH und des VSA war für mich sehr wertvoll. Ich hoffe, dass gewisse Inputs auch bei uns in der Schulleiterausbildung einfliessen können. Die Kontakte der Schulen und Referenten sind bei mir gespeichert und der Eine oder Andere wird in Zukunft vielleicht hilfreich sein.

Sandra Altermatt Adekanye , Schulleitung Schulhaus Lindenbüel, Volketswil

Skizzen von Sandra Altermatt Adekanye

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