4 Lösungsansätze zur «Steuerung der Sonderschulung»

Da es keine «Patent-Lösung» zur Senkung der Sonderschulkosten gibt, suchen Schulleitungen und Schulbehörden nach Wegen, wie sie den pädagogischen und finanziellen Herausforderungen der Sonderschulung begegnen können. Die Schule Mönchaltorf, die Schule Rüti die Schule Bühl in Wetzikon und die Stadt Uster haben sich zum Ziel gesetzt, die Tragfähigkeit der Regelschule weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Schulung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen zu gewährleisten. An der Tagung «Steuerung der Sonderschulung» werden sie ihre eigenen Lösungsansätze vorstellen.

Die Schule Mönchaltorf, welche alle Klassen vom Kindergarten bis zur dritten Sekundarklasse als Gesamtschule führt, beteiligt sich als Pilotschule am Förderprogramm ALLE (Aktive Lernzeit und Lernerfolg für ALLE). Einerseits fördert der einheitliche Standort die Begegnungen und den Austausch unter den rund vierhundert Schülerinnen und Schülern sowie den fünfzig Lehrpersonen aller Schulstufen. Andererseits wird bei ALLE der Fokus auf einen lernwirksamen Unterricht gelegt. Der Fokus richtet sich auf das Unterrichtsfeedback auf der Grundlage der evidenzbasierten Methode der Unterrichtsdiagnostik und -entwicklung und ist ein verbindliches Element, um eine gemeinsame, stufenübergreifende Unterrichts- und Schulentwicklung zu ermöglichen.

Die Schule Rüti dagegen begegnet den Herausforderungen, indem sie ein neues Konzept «Steuerung der Sonderpädagogik» umsetzt. Dieses basiert auf einem Steuerungsmodell, welches auf vier Säulen basiert: 1) Kommunale Sonderschulquote, welche gemeinsam getragen wird, 2) Planungsressourcen für ISR, 3) mehrstufiges Zuweisungsverfahren und 4) Sicherung der Qualität der Förderung. Unter anderem dank Umsetzung des neuen Konzepts hat Rüti in ihrer Jahresrechnung Einsparungen im Bereich Sonderpädagogik ausweisen können.

Einen anderen Weg hat die Schule Bühl in Wetzikon gewählt. Die Schulentwicklung erfolgt mit Beratung und Unterstützung der Sonderschule Buchweid. Die Schule schaffte es in Zusammenarbeit mit der Sonderschule in einer systemischen Intervention, unter Einbezug der Eltern die Lernbereitschaft und das soziale Klima wiederherzustellen. Diese Erfahrungen erweiterten die Handlungsoptionen der Klassenlehrpersonen im Umgang mit Verhaltensschwierigkeiten. Es setzte eine systematische Schulentwicklung zur Erhöhung der Tragfähigkeit der Klassen ein.

Bildungsgerechtigkeit, Partizipation und Teilhabe waren für die Stadt Uster die zentralen Leitmotive um über die Qualität der Partizipation von Menschen mit Behinderungen nachzudenken, diese zu analysieren und weiterzuentwickeln. So hat sich die Stadt Uster auf den Weg zur «Inklusionsstadt» gemacht und verfolgt eine innovative Konzeption der Bildungs- und Sozialraumentwicklung.

Tagung:  Steuerung der Sonderschulung – Erfahrungsberichte von Schulen und Gemeinden

Kommen Sie am 17. November 2018 in den Workshops mit den Vertreterinnen und Vertreter der vier Institutionen Mönchaltorf, Rüti, Wetzikon und Uster ins Gespräch!

Hier geht’s zur Anmeldung:

https://phzh.ch/de/Weiterbildung/Weiterbildung-Volksschulen/Tagungen/sonderschulung/

Daniel Brodmann, Dozent, Zentrum Management und Leadership, PH Zürich

Wir sind sehr daran interessiert, unseren Blog weiterzuentwickeln. Die Befragung beinhaltet 8 Fragen und dauert 2 Minuten. Vielen Dank für die Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.