Normal anders sein

Turbulente Szenen auf der Schulanlage Walenbach in Wetzikon ZH. Alle Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse erleben während zwei Projekttagen was es heisst „Normal anders sein“.

Das Nachempfinden von körperlichen Beeinträchtigungen bildete die Grundlage der zahlreichen Workshops, die von namhaften Institutionen und Lehrpersonen angeboten werden: Mit dem Rollstuhl fahren, fangen, einen Parcours durchfahren oder Hockey mit der E-Hockey-Mannschaft spielen sind hierbei einige der vielen Highlights. Wer sich in andere hinein fühlen will, muss erst seinen eigenen Körper kennenlernen. Bewegungslandschaften zum Spüren des eigenen Körpers und Grenzen erfahren, bilden weitere körperliche Erlebnisse. Ebenso diverse Sportspiele oder Alltagssituationen mit Seh- oder Hörbehinderungen mit den entsprechenden Erfahrungsmöglichkeiten erweitern das Verständnis der Kinder. Dabei lernen sie blinden oder gehörbeeinträchtigten Menschen zu helfen, wie sie es beispielsweise von Hunden für Blinde oder bewegungseingeschränkte Menschen gezeigt bekommen. Die Betroffenheit der Kinder ist nachhaltig und wird über die kommenden Schuljahre hinweg durch weitere kleinere Sequenzen im fürsorglichen Umgang mit Mitmenschen aller Art vertieft und zu einer sozial geprägten Gesellschaft ausgebaut. Während der zwei Projekttage erleben die Kinder, was anders ist als normal. Und vielen kommt das Ungewohnte am Ende schon fast wie normal vor.

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Frank Bierlein, Schulleiter Schulhaus Walenbach, Wetzikon ZH

2 Gedanken zu „Normal anders sein“

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