Schreib!

Kennst du das, wenn du dich hinsetzt und voller Tatendrang den Computer startest, wenn du die Textdatei öffnest, wenn du die Finger auf die Tasten legst, den Zeigefinger hebst, um damit die erste Taste zu drücken, um dann in dieser Position zu verharren? «Schreib!», befiehlst du dir selbst.

Du überlegst, du überlegst schon viel zu lange. Deine Gedanken kreisen, noch sind sie beim Text, den du schreiben solltest, im nächsten Moment gehen sie der Frage nach, was du morgen zu Mittag kochen sollst. Deinen Blick wieder auf den Bildschirm gerichtet, bemerkst du, dass du die Textdatei längst in den Hintergrund geklickt hast. Anstelle des leeren Textfelds zeigt dein Monitor farbige Bilder und einen nicht enden wollenden Schwall von Informationen. «Gut», denkst du dir, «fünf Minuten Ablenkung wird niemandem schaden». Du klickst dich durch die Fotos, von Menschen, die längst nur noch in deiner Erinnerung existierten, würden sie nicht ihren gesamten Tagesablauf in den sozialen Medien posten. Du scrollst so durch die Netzwerke, nimmst gar nicht mehr wahr, was du da alles siehst und da kommt dir in den Sinn, dass die Zimmerpflanze am Ende des Gangs schon lange kein Wasser mehr bekommen hat.

Du stehst also auf, du wässerst die Pflanze und da du schon dabei bist, widmest du dich gleich allen anderen Gewächsen in deiner Wohnung und bemerkst die feine Staubschicht, die sich auf dem Büchergestell neben der Efeutute gebildet hat. Klar, dass du da nicht wegschauen kannst, du holst also den Staublappen und beginnst das Regal abzustauben. Noch bevor dein Schreibgewissen eingreifen kann, hast du die gesamte Wohnung umgeräumt und blank geputzt.

Du setzt dich in deiner sauberen Wohnung an deinen Computer, öffnest die Textdatei, legst deine Finger auf die Taste, hebst den ersten Finger und befiehlst dir selbst: «Schreib!».

Joëlle Desole ist Studentin auf der Sekundarstufe I und Tutorin im Schreibzentrum der PH Zürich

Kennst du das? – Das Schreibzentrum bietet auch Hilfe bei Schreibblockaden an. Werde noch heute Mitglied.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 3/2018

Schon seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. Im aktuellen Heft 3/2018 von «Akzente» denkt Antonia Stopic in der Studierendenkolumne über das Meckern nach: «Määääähcker

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 2/2018

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 2/2018 von «Akzente» denkt Lorenz Vogel in der Studierendenkolumne über Orwell’sche Zukunftsszenarien und das Smartphone des Grossen Bruders nach: «1984 2.0

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 1/2018

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 1/2018 von «Akzente» erzählt Studentin Carmen Luzi von ihrer positiven Einstellung zu Menschen, aber auch davon, dass sie nicht alles und alle mag: «Das Menschenproblem

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 4/2017

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 4/2017 von «Akzente» lässt Studentin Laura Sägesser echte und ewige Freundschaft hochleben: «Ein Toast auf die Freundschaft

Rückblick auf die lange Nacht der aufgeschobenen Arbeiten

«Du bist nicht allein!» Über 60 Studierende und Mitarbeitende folgten dem Credo und nahmen am 7. November 2017 an der «Langen Nacht der aufgeschobenen Arbeiten» an der PH Zürich teil. Bereits zum dritten Mal organisierte das Lernforum (Schreibzentrum, Bibliothek und Digital Learning Center) in den Räumen der Bibliothek die Schreibnacht. In entspannter Atmosphäre arbeiteten Studierende an ihren Projekten und nahmen bei Bedarf Beratung zum Schreiben, Recherchieren oder zur Arbeit mit digitalen Medien in Anspruch. Dazu gab es Pizza, Bier und Kaffee.

«Es tut gut, zu merken, dass man nicht die einzige ist, die eine Arbeit hinausschiebt», sagte eine Studentin. Die meisten Besucherinnen und Besucher der «Langen Nacht» dachten ähnlich. Sie wollten mit ihren Leistungsnachweisen, wissenschaftliche Arbeiten oder mit dem Portfolio einen Schritt vorankommen, doch mochten sie nicht allein für sich im stillen Kämmerlein schreiben.

Während an den Arbeitsplätzen der Bibliothek die Köpfe rauchten, wurde in der Lounge ein üppiges Rahmenprogramm geboten. Es fand die Vernissage der Publikation «Gaffen, belauschen, stalken» statt. Das Büchlein enthält literarische Texte, die an der letztjährigen Erzählnacht entstanden. Die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums veranstalteten eine interaktive Lesung mit einem Live-Krimi-Rätsel mit Musik. Wer aufgrund dieser Darbietung Lust verspürte, etwas anderes als trockene Sachtexte zu produzieren, konnte daraufhin mit einem Text für den Schreibwettbewerb PH goes Poetry verfassen. Die besten Texte werden im kommenden Frühling an einem Moostache-Poetry-Slam vorgetragen.

Um 24 Uhr mussten nach intensivem Schreiben, Diskutieren und Plaudern die letzten Laptops zugeklappt und der Kühlschrank ausgesteckt werden. Die nächste «Lange Nacht» findet im November 2018 statt. Wer nicht so lange auf «den heissesten Rave seit der Streetparade» (Feedback eines Studenten) warten möchte, denen sei in der Zwischenzeit die offene Sprechstunde des Lernforums (Montag bis Donnerstag, 12–14 Uhr) empfohlen.

Alex Rickert

Gaffen, belauschen, stalken – Alternative Fakten aus der Nachbarschaft

Vernissage der Erzählnachtbroschüre 2016. Lesung mit Live-Krimi-Rätsel.

Das Schreibzentrum fordert deinen Spürsinn heraus! Im Rahmen der Erzählnacht 2016 haben Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter und Dozierende der PH Zürich Texte zu einer rätselhaften Begebenheit verfasst, die zusammen ein mysteriöses Konstrukt paralleler Wahrheiten ergeben. Inmitten dieser alternativen Fakten hält sich jedoch eine wahre Geschichte versteckt. Anlässlich der Vernissage des Büchleins, welches aus diesen Texten zusammengestellt wurde, laden wir dich als Detektiv zu dieser Lesung ein, um beim Apéro dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Dienstag, 7.11.2017, von 18.30–19.00 Uhr in der Lounge der Bibliothek auf der Etage G im Gebäude LAA.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Studi-Kolumne 3/2017

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 3/2017 von «Akzente» erzählt Fabio Schmid von seinen Eindrücken an einem Abstimmungssonntag: «Immer wieder sonntags.»

 

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Die Studi-Kolumne 1/17

Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 1/2017 von «Akzente» geht Dario Venutti den Glaubensrichtungen beim Grillieren nach. Was diese mit der Herausbildung einer Gemeinschaft zu tun haben, erfahren Sie in seiner Kolumne: «Die Überlegenheit der Holzkohle».

 

Studierendenporträt

Er studiert, erteilt Privatunterricht, ist Redaktor der Studierendenzeitschrift  RePHlex, schreibt Tagebuch und berät andere Schreibende im  Schreibzentrum der PH Zürich. Kurz: Stillstand gibt es nicht im Leben von Gabriel Mateos Sánchez. Mehr über den umtriebigen Studenten in Heft 4/2016 von Akzente. 

Olivia Rigoni: «Studienporträt» (und als PDF hier).