Apostroph oder Katastroph’

Taste_Apostroph_9In seinem Blog «Magoria» nimmt Daniel Ammann Fährte auf. Er spürt dem Apostroph auf seinem klandestinen Weg von der heimischen Weglassung wie zum Beispiel  «’s is ’ne Krux mit dem Apostroph» hin zum englischen Genitiv- und Plural-s nach und überführt das Kundenzentrum der Post und sogar die NZZ der «Apostropherei». Am Ende bleibt die Frage, ob er auf seinem Siegeszug noch aufzuhalten ist, der Apostroph.

Q&A Zitieren #10: Internetquellen

Bei Anfragen rund ums Zitieren geht’s immer wieder um Quellen aus dem Internet. Vielfach stehen formale Finessen oder Details im Fokus, für die sich mit etwas Kreativität und in Anlehnung an ähnliche Beispiele auf der Zitierseite ohne Weiteres eine Lösung finden liesse. Oft wird dabei die Frage ausser Acht gelassen, ob die Inhalte den fachlichen Ansprüchen der Arbeit genügen.

Es empfiehlt sich eine genauere Prüfung der Internetseite hinsichtlich Qualität, aber auch Vertrauenswürdigkeit, Aktualität und Verifizierbarkeit.

Unter der Rubrik «A–Z» entsteht im Studiweb ein kleines Nachschlagewerk zu Spezialfällen und häufigen Fragen des wissenschaftlichen Zitierens, so auch zum Thema «Internetquellen».

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Die Studi-Kolumne 2/16

02_Akzente_2016_Seiten_Cover.pdfSeit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 2/2016 von «Akzente» zum Thema «Belastung – gesund und motiviert den Alltag meistern» fragt sich Juri Egger, weshalb es mit der Chancengleichheit in unserem Bildungssystem nicht vorangeht.

Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne: Juri Egger: «Eine gerechte Schule schaffen» (und als PDF hier).

Amüsanter Nonsens für auf den Nachttisch

Wiglaf_Droste_Washabi_dir_nur_getan

Meer und Rettich
«Aus tosendem weißen Meer rett ich
Dich, meine schöne Gabi.
Doch was nimmst du ängstlich, ja panisch
So grüne Farbe jetzt an?
O Gabi! Sake: Wasabi
Dir denn nur getan?»

(Rezension von Marcel Flütsch)

Wiglaf Droste ist hierzulande noch nicht allzu bekannt, gilt aber vielerorts als personifiziertes Mekka sämtlicher Deutschlehrerwitze.
Der Autor sprüht vor Scharfsinn und Unsinn. Er poesiert über Freundschaft, Katzen, die Weltreligionen, Fussball, Stress, Brüste, Salafisten und ob man Salate eigentlich fisten kann.
Oft wirken die Gedichte wie an eine Klokabinenwand hingeschmiert, andere möchte man am liebsten gülden einrahmen und für den Rest seines Lebens übers Bett hängen.

Das Buch ist bestens geeignet, um in einer freien Minute reinzuschmökern oder abends einige Male in die Bettdecke hineinzukichern. Trotzdem bleibt einem das Kichern nicht selten im Hals stecken und man überdenkt seinen Medienkonsum oder grübelt über die Moral von Drohneneinsätzen in Kriegsgebieten nach. Sämtliche Gedichte sind gespickt mit Wortwitzen und -kreationen für Sprachbegeisterte. Trotz all der humorvollen Zeilen schafft es Droste immer wieder auch ernste Themen auf den Tisch zu bringen, ohne den Leser mit erhobenen Mahnfinger zu belehren oder die Themen zu verulken.

Das pädagogische Publikum wird sich nun womöglich fragen, ob das Buch sich auch in der Schule eignen würde. Die Antwort ist mal mehr, mal weniger: «Habe ich halbegs angemessen gelebt oder nur feige rumgesessen? Viel Wirrsinn und Unfug rührn her vom Penis. Mal wünscht er dieses, mal wünscht er sich jenis.»
Spass macht es auf jeden Fall, und wer wissen möchte, was es mit dem Titel auf sich hat, braucht sich nur das Buch zu besorgen und auf Seite 1 aufzuschlagen.
Wer sich einfach nur den Wiglaf Droste ohne Kleider – und als Bonus noch eine blutte Frau – auf den Nachttisch stellen möchte, ist auch mit dem Titelbild des Buches schon ganz gut bedient.

Wiglaf Droste
Wasabi dir nur getan? 
München: Verlag Antje Kunstmann, 2015
128 Seiten